Rainer Kilian - Die Tränen der Pythia

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Ein Erdbeben führt Melina und Felix, ein Archäologenpaar, nach Delphi. Es hat weite Teile der Umgebung verwüstet. Das antike Orakel und seine Ruinen sind äußerlich unversehrt, doch Felix hat plötzlich heftige Visionen, die ihn in die Zeit der Antike sehen lassen.
Er erkennt, dass dieser Ort ein schreckliches Geheimnis verbirgt, das niemand vor ihm erkannt hat. Unter Lebensgefahr versuchen Melina und Felix das blutige Mysterium zu entschlüsseln. War das Orakel tatsächlich ein Ort der Weissagung? Hat der Gott Apollon wirklich den Menschen dieses Geschenk gemacht, oder waren es doch nur kluge Priester, die die Leichtgläubigkeit der Menschen ausgenutzt haben? Waren die antiken Schreiber wie Plutarch, Herodot oder Pausanias nur Märchenerzähler? Melina und Felix ahnen nicht, wie nahe sie schon der Wahrheit sind …
"Die Tränen der Pythia" entführt den Leser an einen mystischen Ort der Antike Griechenlands, der als Nabel der Welt galt. Vom einfachen Bauer bis zum lydischen König Krösus haben sich die Menschen der Antike ihr Schicksal dort weissagen lassen. Der Roman schlägt einen Bogen von der Antike bis in die Neuzeit. Wie bereits in «Regen am Nil» verbindet der Autor antike Schriften und neueste Forschung geschickt miteinander, so dass Dichtung und Wahrheit kurzweilig ineinander fließen.

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Während er mir die Verhaltensregeln dozierte, hatte er unter den Haufen Papieren um seinen Schreibtisch nach dem Telefon gesucht und dieses wieder auf seinem Platz postiert. Melina stand genau so wie ich etwas hilflos herum, da er unsere Mithilfe vehement ablehnte.

„Auch wenn es nicht so aussah, aber ich habe eine gewisse Ordnung in meinen Unterlagen. Wenn jemand anders jetzt alles auf einen Haufen wirft, finde ich gar nichts mehr. Darum seien Sie mir nicht böse, wenn ich Ihre Hilfe ablehne, im Grunde ist das jetzt wie bei einer archäologischen Grabung, die einzelnen Schichten liegen jetzt lediglich umgekehrt auf dem Boden.“

Ich musste an meinen eigenen Schreibtisch denken und lächelte in mich hinein. Die umgefallenen Regale ließ er mich dann doch aufrichten, Melina half mir dabei und schob die zugehörigen Bretter hinein. Auch die Bücher durften wir einräumen, da konnten wir kaum Schaden anrichten. So gelang es uns in kurzer Zeit, den Raum wieder einigermaßen herzurichten.

„Wird das Gebäude denn nicht auf Schäden untersucht, bevor überhaupt jemand hinein darf?“, wollte ich von Melina wissen. Sie winkte ab.

„Das wird geschehen, aber in diesem Gebäude sitzt sogar das seismologische Institut im Keller, die müssen als erste wieder arbeiten. Darum sind die Wände und die Decke besonders erdbebensicher konstruiert.“

„Das wäre in Deutschland undenkbar, da wäre erst einmal wochenlang nichts passiert.“

„Da bebt die Erde auch nicht so oft ...“, war ihr lapidarer Kommentar.

Das Telefon klingelte, Polatidis hob ab.

„Ne,oriste? Ne. Imaste kala. Ola en daxi. Ja, wir sind in Ordnung. Wo? Ah, ja. Interessant...“ Er runzelte die Stirn. „Gibt es schon Berichte? Gut ... Ich werde jemanden beauftragen, sobald ich einen Experten dafür weiß. Ja, danke.“

Er legte auf und ließ sich schnaufend in seinen Schreibtisch-Sessel sinken.

„Schlechte Nachrichten?“, fragte Melina vorsichtig nach einem Moment.

„Nein, eigentlich nicht, die seismologische Abteilung hat mir bestätigt, dass das Beben nicht besonders stark war. Aber das Epizentrum macht mir Sorgen, es befindet sich auf achtunddreißig Grad und neunundzwanzig Minuten Nord, zweiundzwanzig Grad und achtundzwanzig Minuten Ost!“

Melinas Gesicht wurde blass. Ich verstand überhaupt nichts, wenn er lateinisch rückwärts gesprochen hätte, wäre es das Gleiche gewesen.

„Delphi ...?“, fragte Melina unsicher.

„Delphi!“ bestätigte der Professor. Ortsangaben in Grad und Bogenminuten kannte ich von meiner Leidenschaft, dem Segeln, sehr gut. Aber ich kannte nicht eine Ortsangabe auswendig. Außer vielleicht, dass der fünfzigste Breitengrad durch meine Heimat, den Rheingau, verlief. Die beiden dagegen wussten sofort den Ort des Geschehens, das machte mich stutzig. Melina drehte sich zu mir.

„Felix ...“, sie holte tief Luft. Ich ahnte, dass unser erhoffter Urlaub irgendwie in Gefahr war.

„Das Zentrum des Bebens war in Delphi, kennst du diesen Ort?“

„Schon mal gehört ...“, antwortete ich wahrheitsgemäß.

„Delphi war das bedeutendste Orakel des Altertums!“, klärte Melina mich auf.

Tief in mir kam eine dunkle Ahnung zum Vorschein, dass mein Traum etwas damit zu tun hatte. War der Ort des Kampfes gegen den Python etwa Delphi gewesen?

„Felix, geht es dir nicht gut? Du siehst blass aus!“ Melina riss mich aus meinen Gedanken.

„Nein, nein, alles klar bei mir. Aber was hast du mit Delphi zu tun?“

Polatidis sprang ein. „Sie hat ihre Doktorarbeit unter meiner Aufsicht über das Orakel von Delphi geschrieben!“

Ich war baff. „Du hast einen Doktortitel? Davon wusste ich gar nichts!“ Sie sah mit den Augen zur Decke wie ein Kind, das man verbotener Weise beim Naschen erwischt hat.

„Na ja, ich habe mich dann auch etwas anders orientiert und bin von der griechischen auf die ägyptische Archäologie umgeschwenkt. In der Wüste Ägyptens ist ein Titel uninteressant, ich hatte ihn selbst fast vergessen.“ Meine Partnerin war offensichtlich immer für eine Überraschung gut.

„Also schön, Frau Doktor ...“, resümierte ich etwas ironisch. „Wollen wir mal kurz zusammenfassen: In Delphi war das Zentrum des Bebens. So wie Professor Polatidis auf seinem Schreibtisch kennst du dich ungefähr in Delphi aus, soll heißen, du kennst da jeden Stein und weißt wo er runter gefallen ist ... Jetzt wird jemand gebraucht der untersucht, ob das Orakel Schaden genommen hat.

Im Moment bist du die einzige, die sofort Zeit hätte. Vorausgesetzt, du, also wir, verzichten auf unseren wohlverdienten Urlaub!?!“, knurrte ich.

Ich war ziemlich angesäuert. Polatidis kratzte verlegen auf seinem Schreibtisch herum.

„Also, wenn ich das mal so formulieren darf, jemand mit Ihrem analytischen Verstand würde dazu beitragen, dass die Operation schnell abgeschlossen wäre. Sie könnten Melina natürlich begleiten, auf Kosten unseres Institutes natürlich. Ein Auto kann ich Ihnen auch besorgen.“

Ich sah Melinas bittende Blicke und wusste genau, dass die Würfel bereits gefallen waren. „Wann fahren wir?“ resignierte ich seufzend.

Die Quelle

Hunderte von Jahren, bevor der Gott der Christen Einzug in Griechenland hielt, regierten die alten Götter vom Olymp aus die Erde. Doch wer letztendlich das Land beherrschte, war den beiden jungen Menschen ziemlich egal, die mit ihren Schafherden den engen Pfad zu den Weidegründen der hoch gelegenen Ebene emporstiegen. Seit alters her waren ihre Familien Schafhirten gewesen und wohnten im Tal des Pleistos, dessen grüne Weiden reiche Nahrung für Tier und Mensch boten. Um so ungewöhnlicher war es, dass sie den beschwerlichen Weg hier hinauf nahmen.

Kaleandros, so hieß der junge Hirte, half der gleichaltrigen Nike die steilen Felsen zu erklimmen. Ein aufmerksamer Beobachter hätte bemerkt, dass er dabei ihre Hand länger festhielt als unbedingt nötig. Die beiden waren zusammen aufgewachsen und spielten schon als Kinder jeden Tag zusammen; eine tiefe Freundschaft verband sie, eine unschuldige, ahnungslose Liebe.

Ihren Eltern war es nicht entgangen, dass Nike zu einer jungen Frau voller Schönheit erblüht war, Kaleandros knabenhafter Körper war sehniger und kraftvoller geworden und zum Mann gereift.

Gleichzeitig hatte sich der Umgang der beiden miteinander verändert. Als Kinder balgten sie sich im Gras und badeten nackt in einer nahe gelegenen Quelle, doch nun war jede ihrer Berührungen von einem seltsamen Gefühl begleitet, das schön und verwirrend zugleich war. Sie schämten sich voreinander und vermieden es, sich dem anderen unbekleidet zu zeigen. Nikes Körper hatte sich verändert, Kaleandros sah sie plötzlich mit anderen Augen. Ihre Hüften waren runder geworden, ihre Brüste voller. Ein seltsames Sehnen nach ihrem Körper quälte ihn und bereitete Lust zugleich. Auch sie genoss das kraftvolle Spiel seiner Muskeln und spürte ein ihr bisher unbekanntes Verlangen nach seiner Nähe.

Das war der Grund, warum die beiden es vorzogen, unbeobachtet zu sein. Das Paar trieb seine Schafe den Berghang empor, damit sie ungestört waren, denn sie hatten das Getuschel im Dorf bemerkt, wenn sie ihre Herden zur Weide trieben.

Sie erreichten eine kleine Ebene, die einen herrlichen Ausblick auf das Tal bot, mehrere Quellen nährten das saftige Gras, das hier wuchs. Die Schafe überließen sie sich selbst und freuten sich an den übermütigen Sprüngen der jungen Lämmer. Bäuchlings lagen die beiden nebeneinander und beobachteten die Herde. Sie drückten sich mit der Seite ihrer Körper aneinander und genossen die wundersame Wärme, die bei jeder sanften Berührung ihrer Haut in ihnen aufstieg.

„Wir dürften gar nicht hier sein ...“, begann Kaleandros zaghaft das Gespräch. „Dieser Platz ist verhext, sagen die Alten.“

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