Rainer Kilian - Die Tränen der Pythia

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Ein Erdbeben führt Melina und Felix, ein Archäologenpaar, nach Delphi. Es hat weite Teile der Umgebung verwüstet. Das antike Orakel und seine Ruinen sind äußerlich unversehrt, doch Felix hat plötzlich heftige Visionen, die ihn in die Zeit der Antike sehen lassen.
Er erkennt, dass dieser Ort ein schreckliches Geheimnis verbirgt, das niemand vor ihm erkannt hat. Unter Lebensgefahr versuchen Melina und Felix das blutige Mysterium zu entschlüsseln. War das Orakel tatsächlich ein Ort der Weissagung? Hat der Gott Apollon wirklich den Menschen dieses Geschenk gemacht, oder waren es doch nur kluge Priester, die die Leichtgläubigkeit der Menschen ausgenutzt haben? Waren die antiken Schreiber wie Plutarch, Herodot oder Pausanias nur Märchenerzähler? Melina und Felix ahnen nicht, wie nahe sie schon der Wahrheit sind …
"Die Tränen der Pythia" entführt den Leser an einen mystischen Ort der Antike Griechenlands, der als Nabel der Welt galt. Vom einfachen Bauer bis zum lydischen König Krösus haben sich die Menschen der Antike ihr Schicksal dort weissagen lassen. Der Roman schlägt einen Bogen von der Antike bis in die Neuzeit. Wie bereits in «Regen am Nil» verbindet der Autor antike Schriften und neueste Forschung geschickt miteinander, so dass Dichtung und Wahrheit kurzweilig ineinander fließen.

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Ich verstand ihre Freude. „Das haben wir uns redlich verdient! Wir sind lange genug im glühenden Sand der Wüste Ägyptens herumgekrochen, jetzt hätte ich es auch gerne etwas feuchter!“

„Geht mir genau so, Felix. Was hältst du von den Thermopylen?“

„Die Thermo- was??“

„Die Thermopylen in Zentralgriechenland! Das sind hohe Berge mit heißen Quellen! Sie sind seit dem Altertum als Heilquellen bekannt.“

Ich war neugierig. „Noch nie davon gehört. Aber wenn du möchtest, ich schau sie mir gerne an, Heilquellen können niemals verkehrt sein.“

Sie sah mich mit einem Leuchten in ihren Augen an, dass ich nur zu gut kannte.

„Ich finde die Landschaft unbeschreiblich schön, Felix“, sie streichelte meine Hand. „Wenn ich an unsere letzte Nacht denke, hast du Heilquellen nicht unbedingt nötig ...“, gurrte sie.

Ich lächelte zurück. „Dann warte mal ab, wenn ich erst in der Heilquelle gebadet habe ...“

Sie warf den Kopf empor und sah mich skeptisch an. „Wenn ich es mir recht überlege ..., schaden kann es ja nicht, du wirst ja auch älter!“

Das hatte gesessen! „Danke vielmals“, schmollte ich gespielt. Es war ein Wink mit dem Zaunpfahl, denn dieses Jahr würde ich meinen vierzigsten Geburtstag feiern. Melina hingegen war noch einige Jahre davon entfernt.

„Also los, du Faulpelz! Koffer packen, in vier Stunden kommt unsere Fähre nach Athen!“, kommandierte sie. Ich war es gewohnt, denn sie hatte vorwiegend traditionell erzogene Arbeiter in Ägypten als Helfer.

„En daxi, effendikos mou! In Ordnung, Chef! Wenn sie denn kommt.“ Wir konnten die Einfahrt des natürlichen Hafens von Ios von unserer Terrasse sehen. Wenn die Fähre am Horizont erschien, blieb immer noch genug Zeit die Koffer zu schnappen und zum Anleger zu gehen. Wir hatten sogar einen Chauffeur, mein alter Freund und Melinas Bruder, Noda. Er besaß eine Bar am Strand und hatte den gleichen Ausblick. Die griechischen Fähren sind von der Witterung abhängig, wenn der Wind zu stark blies, waren Verspätungen Normalität. Darum war es eher Lotto gespielt, sollte man auf die pünktliche Abfahrt setzen.

Ich sah mich noch einmal auf meiner Terrasse um. Wir waren erst vor einer Woche aus Ägypten angekommen, ich verließ Ios nur ungern wieder. Aber wir waren mit interessanten Ergebnissen im Gepäck gereist, die in Athen im archäologischen Institut auf ihre Auswertung warteten. Erst danach konnten wir uns eine Erholungspause gönnen. Also ging ich schweren Herzens nach innen und half Melina beim Packen. Dann begannen wir, die Fenster und Türen zu verriegeln.

Ungebetene Gäste gab es auf Ios eher selten, aber Vorsicht war oberstes Gebot, immerhin lagen hier im Haus Dokumente unserer Forschungsarbeit. Als alles getan war, begaben wir uns zu Noda's Paradise. Schon von Weitem sahen wir die hünenhafte Gestalt Nodas. Er war fleißig damit beschäftigt, seine Bar auf Vordermann zu bringen. Er sah erst kurz vorher auf und begrüßte uns auf seine Art, soll heißen, mit einer kräftigen Umarmung fast meine Rippen zu brechen.

„Felix, file mou! Mein Freund! Willst du uns schon wieder verlassen?“, dröhnte sein tiefer Bass.

„Und ich zähle wohl gar nichts?“ Melina boxte ihn in die Seite.

„Schwesterchen, wie könnte ich dich vergessen? Der kleine Yannis wird dich noch mehr vermissen, jetzt wo er schon drei Jahre alt ist!“

Melina schnaufte. „Ich weiß, ich weiß. Du musst es mir nicht ständig aufs Brot schmieren, dass ich den Geburtstag deines Sohnes verpasst habe. Wenn die Fähren irgendwann einmal pünktlich in diesem Land fahren werden, dann ...“

Ein lautes Schiffshorn unterbrach unsere Diskussion. Ungläubig starrten wir auf die einlaufende Fähre, die schon sehr nah am Anleger war.

„Then pistewo! Das glaub ich nicht! Schnell in mein Auto!“, forderte uns Noda auf. In beängstigender Fahrweise kutschierte er uns zum Anleger, den wir noch rechtzeitig erreichten, um voneinander Abschied zu nehmen.

„Zum Fest des Inselheiligen sind wir wieder da!“, rief ich Noda zu, als wir ablegten.

Langsam wurde unser Haus immer kleiner, nur noch die schmale Passage trennte uns vom offenen Meer der Kykladen. Ich hielt Melina im Arm, wir schauten zurück auf die kleine Bucht von Ios, als ich eine mir wohlbekannte Stimme hörte.

„Gehorche deiner Bestimmung, finde sie!“ Ich sah mich um, doch ich wusste, dass außer uns niemand an diesem Punkt des Schiffdecks stand. Ich zitterte leicht, Melina drehte sich zu mir. „Felix, ist etwas? Du zitterst ja!“

„Nein, nein“, beruhigte ich sie. „Es ist nur der Fahrtwind. Mir ist etwas kühl!“

Sie blickte mich einen Moment forschend an, dann drehte sie den Kopf von mir weg in Richtung des schäumenden Wassers. Das Heck drehte sich, der Bug des Schiffs zeigte in Richtung Athen. Ganz hinten am Horizont erkannte ich die Silhouette von Santorin. Als wir Ios kleiner werden sahen, konnte ich die Stimme in meinem Kopf nicht mehr los werden. Immer wieder hörte ich sie sagen: „Folge deiner Bestimmung!“

Athen

Bei unserer Ankunft in Piräus stand die Sonne dicht über dem Horizont und tauchte den Hafen und seine Luxusyachten in goldenes Licht. Wie lange war ich nicht mehr hier gewesen? Vor vielen Jahren war ich hier zu einem Segeltörn durch die Kykladen gestartet, schönstes Seglerwetter begleitete uns. Blauer Himmel und konstanter Wind, doch plötzlich zogen dunkle Wolken auf, der Wind frischte auf und wandelte sich zum Sturm. In letzter Sekunde rettete uns Melinas Bruder Noda vor dem Schiffbruch, indem er uns in die rettende Bucht von Ios lotste. Eine tiefe Männerfreundschaft war daraus gewachsen, die in der unverbrüchlichen Treue zum „Löwen von Ios“, dem Inselheiligen, gipfelte.

„Felix, hast du Oliven in den Ohren? Kommst du endlich?“ Melina war ungeduldig. „Unser Bus wartet nicht, und du zuckelst hier träumend durch die Gegend!“, tadelte sie mich.

„Ich komme ja schon, geht das auch ein bisschen freundlicher?“, grummelte ich. Versöhnlich drückte sie mir einen Schmatzer auf die Wange.

„'Tschuldigung, ich hab immer noch den Ton aus Ägypten drauf, kannst du mir verzeihen?“ Sie klimperte mit den Wimpern und sah mich aus ihren großen Augen an.

„Angenommen“, lenkte ich ein.

„Also dann, nimm die Koffer und komm!“ Sie ging voraus, während ich das Gepäck tragen „durfte“... Sie war einfach unverbesserlich! Aber dafür liebte ich sie.

Wir erreichten Athen, als es bereits dunkel war, doch die Stadt pulsierte rund um die Uhr voller Leben. Wir entledigten uns im gebuchten Hotel von unserem Gepäck und reihten uns voller Freude auf den kommenden Abend in die Ströme der lärmenden Menschen auf den Straßen ein. Der Verkehr füllte die Straßen mit einem konstanten Geräuschpegel.

Die Lichter machten die Nacht zum Tag, Athen schlief nicht. Unzählige Menschen bevölkerten die Bürgersteige, viele Einheimische kamen von der Arbeit oder gingen zur Nachtschicht. Sie vermischten sich mit den Besuchern Athens, meistens Touristen, die zum Abendessen in eines der unzähligen Restaurants der Altstadt strebten. Die „Plaka“, so hieß sie, war der Anziehungspunkt Nummer eins. Millionen Griechenland-Fans lernten hier die ersten Schritte des unvermeidlichen Sirtaki zu tanzen. Die Griechen selber gingen traditionell erst später essen.

Die „Volta“, das sehen-und-gesehen-werden, begann erst nach neun Uhr abends. Dann führte man alles vor, was man so besaß; die griechischen Frauen waren bekannt dafür, auch bei deutlichen Plus-Temperaturen ihren Nerz auszuführen.

Unabhängig davon kochte die Stimmung in den Restaurants dann regelmäßig über. Aber anders als vielleicht in Deutschland äußerte sich das überschäumende Temperament der Griechen in wilden Tänzen auf dem Tisch, bei denen einiges an Geschirr zu Bruch ging. Doch kein Mensch nahm Schaden, bis auf den Kater am nächsten Morgen vielleicht.

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