Rainer Kilian - Die Tränen der Pythia

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Ein Erdbeben führt Melina und Felix, ein Archäologenpaar, nach Delphi. Es hat weite Teile der Umgebung verwüstet. Das antike Orakel und seine Ruinen sind äußerlich unversehrt, doch Felix hat plötzlich heftige Visionen, die ihn in die Zeit der Antike sehen lassen.
Er erkennt, dass dieser Ort ein schreckliches Geheimnis verbirgt, das niemand vor ihm erkannt hat. Unter Lebensgefahr versuchen Melina und Felix das blutige Mysterium zu entschlüsseln. War das Orakel tatsächlich ein Ort der Weissagung? Hat der Gott Apollon wirklich den Menschen dieses Geschenk gemacht, oder waren es doch nur kluge Priester, die die Leichtgläubigkeit der Menschen ausgenutzt haben? Waren die antiken Schreiber wie Plutarch, Herodot oder Pausanias nur Märchenerzähler? Melina und Felix ahnen nicht, wie nahe sie schon der Wahrheit sind …
"Die Tränen der Pythia" entführt den Leser an einen mystischen Ort der Antike Griechenlands, der als Nabel der Welt galt. Vom einfachen Bauer bis zum lydischen König Krösus haben sich die Menschen der Antike ihr Schicksal dort weissagen lassen. Der Roman schlägt einen Bogen von der Antike bis in die Neuzeit. Wie bereits in «Regen am Nil» verbindet der Autor antike Schriften und neueste Forschung geschickt miteinander, so dass Dichtung und Wahrheit kurzweilig ineinander fließen.

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Immer noch war Leben in dem fürchterlichen Lindwurm, doch er hielt ihn mit dem Speer auf Distanz. Er zappelte und zerrte daran wie ein Fisch am Haken der Angel, doch es wollte ihm nicht gelingen, sich von dem Speer zu befreien. Bedrohlich knirschte der hölzerne Schaft unter der Last des Untiers. Mit seinem Schwert hieb er auf den Körper des Pythons, der seine Beute freigab.

Zischend und schlängelnd wand sich die Bestie am Boden, Schreie ausstoßend, die jeden Sterblichen zerrissen hätten. Mit dem Schwanz peitschend versuchte sich der Hüter der Höhle ein letztes Mal seinem tödlichen Schicksal zu entwinden, doch sein Gegner hob den muskelbepackten Arm mit dem Schwert. Das Metall zischte durch die Luft und trennte den grausigen Kopf der Bestie von seinem Körper. Sich windend und zuckend entwich das schwarze Blut aus dem Leib des gigantischen Python und mit ihm dessen unheiliges Leben.

Er nahm seine Waffen auf, betrachtete teilnahmslos die Überreste der Schlange und ging zurück auf die kleine Terrasse unterhalb der Höhle, während sich der Pesthauch des Todes in alle Winde verflüchtigte. Die Quelle sprudelte und gluckste, reinstes Wasser aus den tiefsten Tiefen der Mutter Erde quoll von seinem Fluch befreit hervor. Er reinigte sich von den Spuren des Kampfes, nahm einen tiefen Schluck des Leben spendenden Tranks und sah sich um: Weit öffnete sich das Halbrund, geschützt von den hoch aufragenden Gipfeln darüber. Blumen sprossen empor, ein aufkommender Wind trug den Blütenstaub davon und erfüllte die Luft mit einem leichten Duft. Vögel zwitscherten wieder im Geäst der Bäume und die Sonne drang kräftig und ungehindert auf den Boden der Stätte des soeben geschehenen Wunders.

„Ich nehme dich für alle Zeit in Besitz, hier sei meine Stätte der Weihe, sie soll den Menschen helfen und weissagen, auf dass sie auf den rechten Weg geleitet werden!“, sprach er und stieß den Schaft der Lanze tief in den Boden neben der Quelle, tiefer als ein Mensch es vermocht hätte.

Er verließ die Stätte und stieg den Pfad wieder hinab, auf dem er am Morgen gekommen war. Als er gegangen war, spross aus dem Schaft der mächtigen Lanze ein junger, mit grünen Blättern geschmückter Lorbeerbaum.

Der Traum

Die alten Götter gibt es noch, doch sie haben sich, enttäuscht von den Menschen, zurückgezogen und ziehen es vor, diese ihre Intrigen und Verleumdungen alleine austragen zu lassen.

Ich hatte Angst. Angst vor dem, was kommen würde. Angst vor der Gewissheit, vor einer Aufgabe zu stehen, die mich meine gesamte Kraft oder vielleicht sogar mein Leben kosten würde. Ich hatte ihn gesehen. Klar und deutlich konnte ich ihn vor mir sehen. Ich erhob mich leise vom Bett und ging hinaus auf die Terrasse.

Die kühle Luft des frühen Morgens trocknete die Schweißtropfen auf meinem Körper.

In solch einem Moment sehnte ich mich danach, wieder ein Kind zu sein. Ich dachte daran, wie ich damals am Ufer des Rheins gespielt hatte. Das sanfte Plätschern der Wellen am Ufer, das Rauschen des Windes in den alten Kastanien, es war wieder da. Wir spielten Versteck im Gebüsch rund um die Kirche meiner Heimatstadt Geisenheim im Rheingau, radelten um die Wette am Rhein entlang und plantschten im seichten Wasser des damals noch sauberen Flusses. Leicht und unbeschwert war meine Jugend, liebevoll umsorgt von meinen Eltern. Später war ich in die Firma meines Vaters eingestiegen und arbeitete als Antiquitätenhändler in der Tradition meiner Familie. Mein Leben schien gerade und vorbestimmt zu verlaufen, fast etwas langweilig.

Doch jetzt war ich ein Mann, dem die Götter ein zweifelhaftes Geschenk gemacht hatten. Der „Löwe von Ios“, der geheimnisvolle Inselheilige der griechischen Insel Ios, hatte mir die Gabe verliehen, die Vergangenheit zu sehen. Ich hatte seine Seele erlöst, indem ich das Geheimnis seiner Herkunft entdeckte. Doch zugleich hatte ich geschworen, es in meinem Herzen zu wahren.

Er ließ mich in die Vergangenheit sehen, wenn ich etwas berührte. Steine zum Beispiel haben die Eigenschaft, starke Emotionen wie ein Schwamm aufzunehmen und sie zu bewahren. Es gelang mir nicht aus eigener Kraft, doch wenn er es wollte, konnte ich Dinge sehen, die vor langer Zeit passiert waren.

Wenn ich einen alten Tempel berührte, konnte es passieren, dass ich in seinen Steinen die Geschichte seiner Erbauer erblicken konnte. Doch es geschah niemals aus meinem eigenen Willen, sondern stets war eine Aufgabe damit verbunden, die ich zu lösen hatte. Seit es Menschen auf diesem Planeten gab, passierten Dinge, für die ein Menschenleben allein nicht ausreichte, sie zu vollenden. Wie Strudel auf einer sonst ebenen Wasserfläche erschienen sie mir in Visionen. Voller Brüche und Unebenheiten war die menschliche Geschichte. Wenn der „Löwe von Ios“ es wollte, ließ er mich in die tiefste Vergangenheit sehen, doch war ich darüber nicht glücklich. Ich selbst hatte mich aber damals dazu entschieden, diese Fähigkeit zu bewahren, denn er hatte mir die Wahl gelassen.

Doch jetzt hatte ich einfach nur Angst. Meine Träume hatten sich erneut verändert. Immer wieder sah ich den geheimnisvollen Krieger bei der Vollendung seines Werkes, doch dessen Bedeutung war mir nicht bewusst. Ich ahnte nur, dass etwas bevorstand, dessen Tragweite ich noch nicht kannte. Ich hielt das Geländer der Brüstung meines Hauses umklammert und sah hinaus auf die Bucht des natürlichen Hafens von Ios. Direkt an der Straße, die am kleinen Strand von Plati Gialos entlang führte, hatte ich ein kleines, zweistöckiges Haus erworben. Es lag nur rund zwanzig Meter vom Strand entfernt, der jetzt um diese Jahreszeit noch menschenleer war.

Es war der Monat Mai im Jahr 2003, die Sonne hatte zusammen mit den kräftigen Niederschlägen des Winters die ganze Insel in frisches Grün gehüllt. Sogar am Strand war alles am Blühen, Vögel zwitscherten, Schwalben fegten pfeilschnell dicht über die Wasserfläche der Bucht. Die Touristen, die normalerweise die Insel bevölkerten, waren noch nicht eingetroffen. Das Bild im Hafen wurde vorläufig noch von einheimischen Fischerkähnen bestimmt, auch die Segelyachten waren noch selten.

Ich lebte jetzt hier, wenn ich nicht gerade in Ägypten weilte. Dort hatte ich zusammen mit meiner Frau Melina Ausgrabungen geleitet, die ich durch meine besonderen Fähigkeiten erfolgreich unterstützen konnte. Sie war Archäologin, wir hatten uns auf Ios kennengelernt. Wir waren nicht tatsächlich verheiratet, aber wir lebten zusammen und hüteten das Geheimnis der Herkunft des Inselheiligen. Meine alte Tätigkeit im Antiquitätenhandel hatte ich aufgegeben.

Zwei Arme schoben sich sanft unter den meinen hindurch und umarmten mich.

„Kalimera, agapi mou! Guten Morgen, Geliebter! Warum bist du schon auf, Felix?“, fragte sie mich, während sie sich von hinten an mich drängte.

Ich drehte mich um und erwiderte ihren zärtlichen Kuss. Ihre Anwesenheit verscheuchte die düsteren Gedanken der Nacht mit einem Mal. Diese großen, dunklen Augen sahen mich an. Ihr Gesicht war so schön, dass ich es einfach immer wieder mit Küssen bedecken musste. Ich umarmte sie und so standen wir zusammen; ohne ein Wort zu wechseln hielten wir uns umschlungen. Ich brauchte nichts zu sagen, sie wusste es auch so.

„Deine Träume sind zurückgekehrt, nicht wahr?“

„Ja. Sie sind wieder da.“ Sie nickte nur, vermied es aber, mich mit weiteren Fragen zu nötigen. Es war meine Entscheidung, ihr davon zu erzählen oder auch nicht. Wir gingen zurück ins Haus und duschten, zogen uns an und frühstückten in der warmen Frühlingssonne.

Melina erwähnte meine Träume nicht mehr und ich war froh, dass wir über andere Dinge sprachen. Wir unterhielten uns über die kommenden Wochen.

„Ich muss nach Athen und unsere Forschungsergebnisse im Institut abgeben, die können da die Feinarbeit machen.“ Ihre Augen blitzten schelmisch. „Wir haben dann frei bis zum Inselfest!“

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