Richard Mackenrodt - Mein Leben davor

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Sein Debüt-Roman «Azahrú – Wer den Weg verliert» wurde euphorisch gefeiert. Jetzt legt Richard Mackenrodt einen zweiten Roman vor, und der hat es in sich.
Das Buch erzählt die raue, harte Geschichte von Alex, einem Jungen, dessen Leben im Alter von 15 Jahren auseinanderzubrechen droht – weil ein rätselhafter, niederschmetternd starker Schmerz in seinem Kopf zu toben beginnt. Die Ärzte sind ratlos und finden nicht heraus, womit sie es zu tun haben. Alex bekämpft diesen Kopfschmerz mit den unterschiedlichsten Strategien – was ihn fast das Leben kostet.
Doch der Schmerz ist gekommen, um zu bleiben. Immer ist er da und quält ihn, jeden Tag, von morgens bis abends, viele Jahre lang. Bis Alex endlich auf die Idee kommt, die Ursache auf eine ganz andere und völlig neue Weise zu suchen. Bald steht er vor der Herausforderung seines Lebens. Will er seinen Frieden finden, muss er über Grenzen gehen, die nie zuvor ein Mensch überschritten hat.
Es ist unglaublich, aber wahr: Dieser Roman erzählt eine Geschichte, die kein Buch je zuvor erzählt hat. Eine Geschichte, die beim Lesen geradezu körperlich weh tut. Eine atmosphärisch unfassbar dichte Ballade von Schmerz, Wiedergeburt und Erlösung.

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***

Meine Eltern ließen mich die Schule wechseln. Zuerst wollte ich das nicht, aber schon am ersten Tag in der neuen Klasse erkannte ich, was für eine gute Idee das war. Meine neuen Mitschüler wussten nicht, wie ich vorher gewesen war. Und das Beste an der neuen Schule war das Mädchen, das unmittelbar vor mir saß. Paula hatte langes, rötlich leuchtendes, leicht gewelltes Haar, meist zum Pferdeschwanz oder als Zopf gebunden. Sie war gar nicht einmal so besonders hübsch, aber ihre Haare dufteten wie Erde nach einem warmen Sommerregen, und ein bisschen auch wie der Keller meiner Großeltern. Diese Mischung raubte mir den Verstand. An einem Morgen fragte sie mich: »Warum schaust du eigentlich immer so verkniffen?«

»Ich habe Schmerzen.«

»Wo?«

»Im Kopf.«

»Warum?«

»Weiß ich nicht.«

»Warst du noch nicht beim Arzt?«

»Ich bin dauernd bei Ärzten.«

»Und die finden nichts raus?«

»Nein.«

»Warum nicht?«

»Sie pumpen mich nur voll.«

»Drückt der Schmerz aufs Sprachzentrum?«

»Nein. Wieso?«

»Weil du immer so kurze Antworten gibst.«

Ich schwieg. Ihr Anblick lähmte mich.

»Oder bist du zu sehr damit beschäftigt, an meinen Haaren zu schnuppern?«

Ich nehme an, ich habe ein ziemlich dummes Gesicht gemacht. Paulas glockenhelles Lachen erfüllte das ganze Klassenzimmer. Aber ich fühlte mich nicht ausgelacht, sondern eingeladen, mit zu lachen, und das tat ich. Sie hatte längst bemerkt, wie oft meine Sinne auf sie gerichtet waren. Trotzdem mochte sie mich, und das war schön. Es war allgemein bekannt, dass sie mit einem Jungen aus der Parallelklasse ging, also machte ich mir keine großen Illusionen. Aber mein Schnuppern an ihren Haaren war jetzt gewissermaßen legitimiert, ich durfte es ausleben, ohne damit rechnen zu müssen, eine geschmiert zu bekommen. Das war doch schon mal was.

Die medizinischen Tests wurden ausgeweitet. Aber die Ärzte waren mit ihrem Latein bald am Ende und fingen an, mich herum zu reichen. Ich bekam chinesische Akupunktur. Und bald darauf auch japanische. Ich lernte Wien und das St. Josef-Krankenhaus kennen, die Universitätsklinik in Hamburg und die Charité in Berlin. Die Spezialisten waren scharf darauf, das Rätsel zu knacken, das in meinem Kopf wohnte. Meine Zähne wurden untersucht, weil ein Professor in Hamburg einen Zusammenhang mit den Zahnnerven vermutete. Ein Assistenzarzt in Berlin stellte die These auf, meine Kopfschmerzen könnten mit meinen Senk-Spreiz-Füßen zu tun haben. Der Kollege in Wien mutmaßte, der Kopfschmerz sei von den grausamen Szenen der Horrorfilme ausgelöst worden. Letztlich verliefen sämtliche Theorien im Sande und führten zu nichts. Das war zwar frustrierend, aber immerhin hatten die Reisen mich vom Schmerz ein wenig abgelenkt und mir dadurch gewisse Erleichterung verschafft. Ich war glücklich über alles, das meinen Geist auch nur für einen kurzen Moment mit etwas anderem beschäftigte.

Im Klassenzimmer bewahrte der Duft von Paulas Haaren mich vor dem Durchdrehen. Aber wenn ich alleine zu Hause sitzen musste, war es so gut wie unmöglich, die nötige Konzentration aufzubringen. Hausaufgaben. Vorbereitung auf Schulaufgaben. Schon nach wenigen Minuten musste ich dem Impuls widerstehen, einfach aufzuspringen und meinen Kopf gegen die Wand zu schlagen, immer und immer wieder und wieder und wieder. Damals ahnte ich noch nicht, dass mir der Tiefpunkt erst noch bevor stand. Denn die Wirkung der Medikamente ließ nach, von Tag zu Tag ein wenig mehr. Und der Schmerz wurde wieder so bohrend, wie er zu Anfang gewesen war. Die Spezialisten im Rechts der Isar veränderten die Zusammensetzung der Medikamente. Daraufhin ging es etwas besser. Aber wieder nur für ein paar Wochen. Dann hatte mein Körper sich auch an diese Rezeptur gewöhnt, die Wirkung ebbte erneut ab. Es wurde immer klarer: Auf Dauer würde mein Schmerz sich nicht entscheidend eindämmen lassen. Diese Erkenntnis rief in mir den Wunsch wach, auf den Fernsehturm zu steigen und von der Aussichts-Plattform in die Tiefe zu springen. Was für ein Leben sollte ich führen, wenn das niemals mehr aufhörte? Was für ein beschissenes Leben konnte das schon sein? An meinem 16. Geburtstag beschloss ich, mich umzubringen, wenn ich innerhalb eines Jahres nichts gefunden haben sollte, um mein Schicksal entscheidend zu erleichtern.

***

An einem sonnigen Donnerstag, nach der letzten Stunde, packte ich meine Schulsachen in die Tasche, als Paula sich neben mich setzte und leise sagte: »Ich glaub, ich hab was für dich.« Dabei beugte sie sich zu mir vor und lächelte süß. Ich war verwirrt. Sie hatte eine unglaubliche Figur, es war Sommer, ihr Top war weit ausgeschnitten, und sie beugte sich immer weiter vor, so dass es kaum möglich war, irgendwo anders hinzusehen.

»Was… denn?« fragte ich mit trockener Kehle.

»Weißt du, wo ich wohne?«

»Ja.« Was für eine Frage!

»Im Garten haben wir so einen Holzschuppen. Da treffen wir uns. Heute Nachmittag.« Sie stand auf und ging. Mit leicht schiefem Kopf schaute ich ihr nach, bis sie verschwunden war. Und hätte dort wohl noch Stunden lang gesessen, wenn nicht nach einer Weile der Hausmeister herein geschaut hätte, der seine Tour machte, um die Klassenzimmer abzuschließen. Ich rannte nach Hause und fieberte unserer Verabredung entgegen. Heilige Scheiße, ich hatte ein Date! Mit dem schärfsten Mädchen aus unserer Klasse! Die meisten Jungs bei uns hielten zwar zwei bis drei andere für hübscher, aber für mich stand Paula völlig unangefochten auf Platz eins. Und jetzt wollte sie mich treffen! Noch dazu in einem Geräteschuppen, wo uns niemand sehen konnte! Ich ließ meiner Fantasie die Zügel schießen und stellte mir vor, wie wir uns in dem Schuppen die Kleider von den Leibern reißen und entfesselt miteinander schlafen würden. Auch wenn ich überhaupt keine Ahnung hatte, wie man das eigentlich machte. Rein technisch gesehen wusste ich es natürlich, aber das war auch schon alles. Paula dagegen hatte bestimmt schon eine Menge Erfahrung. Wie peinlich, wenn ich mich jetzt total anfängerhaft anstellen würde! Egal jetzt, irgendwie würde es schon gehen. Jeder musste mal anfangen. Was sollte ich anziehen? Aber dann wurde mir klar: Solche Fragen stellten sich Mädchen. Ich würde bleiben, wie ich war. Als ich den Nachmittag für weit genug fortgeschritten hielt, verließ ich die Wohnung und steuerte das Haus von Paulas Eltern an. Es befand sich in der Schwedenstraße, an der Westseite des Englischen Gartens, direkt am Schwabinger Bach. Das Gartentürchen stand offen, und so spazierte ich auf das Grundstück, als würde ich das jeden Tag tun. Das Herz klopfte mir bis zum Hals. Der Schuppen war nicht zu übersehen. Die Tür war angelehnt. Ich klopfte mit dem Finger auf das leicht verwitterte Holz.

»Komm rein«, hörte ich Paula von drinnen sagen.

Ich schob die Tür auf. Sie knarrte. Und da saß sie, den Rücken an die Wand des Schuppens gelehnt, auf einer alten, schmutzigen Matratze, die auf dem Boden lag. Leck mich am Arsch, war das romantisch.

»Setz dich zu mir«, sagte sie. Ich ließ mich auf die Matratze nieder und achtete darauf, ihr noch nicht zu nahe zu kommen. Erst jetzt bemerkte ich, dass sie sich eine Zigarette drehte.

»Du rauchst?« fragte ich.

»Nur manchmal«, antwortete sie und lächelte mich offen an. Ich hatte Mühe, ihrem Blick stand zu halten. Sie trug ein T-Shirt. Nicht mehr das mit dem weiten Ausschnitt von heute Mittag, aber dafür lag dieses hier hauteng an ihrem Körper. Ihr Rock war etwas hochgerutscht, so dass ein Knie zu sehen war. Ich spürte eine Aufwallung in meiner Hose und hoffte, dass nichts davon zu sehen war. Was erwartete sie jetzt von mir? Wie sollte ich mich benehmen? Erst mal abwarten , ganz ruhig, es wird sich alles ganz von selbst ergeben. Sie fragte, wie schlimm meine Schmerzen waren.

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