Mary Molina - Waldflüsterer

Здесь есть возможность читать онлайн «Mary Molina - Waldflüsterer» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Waldflüsterer: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Waldflüsterer»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Wenn die eigene Phantasie sich plötzlich als gefährlich nahe an der Realität erweist, kann das lebensgefährlich werden…
Diese Erfahrung muss die ehemalige Polizeipsychologin Linh Hauser machen, die zurückgezogen als Jugenbuchautorin in einer alten Mühle lebt. Nach dem angeblichen Selbstmord ihrer engsten Freundin macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Und nichts ist mehr wie vorher… Sie gerät in das Fadenkreuz einer sektenartigen Geheimorganisation, die unheimliche Parallelen zu den Geschehnissen in ihrer Jugendbuchserie «Waldflüsterer» aufweist. Und dann taucht auch noch der ehemalige MAD-Agent Lukas Berg auf, der die Wahrheit bereits kennt…

Waldflüsterer — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Waldflüsterer», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Das Schreiben hilft mir auch jetzt, meinen Geist zu klären und meine Stimmung besser in den Griff zu bekommen.

An dem Tag von Katharinas Beerdigung fühle ich mich gewappnet, muss aber feststellen, dass ich es nicht bin. Das Wetter hat sich dem Anlass angepasst und ist regnerisch und kühl. Es sind die Eisheiligen. Wie bei einem Menschen wie Katharina zu erwarten, versammeln sich unzählige Menschen auf dem Friedhof, Familie, Freunde, Kollegen. Und es ist Maltes Anblick am Grab seiner Mutter, der mich innerlich zusammenbrechen lässt. Von der Trauerfeier bekomme ich wenig mit. Ich bin nur froh, dass es heutzutage keinen Schindanger mehr gibt und Katharina, die Katholikin war, einen würdevollen Abschied bekommt. Der Pfarrer erwähnt kein einziges Mal, wie Katharina vermeintlich zu Tode gekommen ist. So ist es von der Familie erwünscht, alles andere wäre noch unerträglicher gewesen.

Dem anschließenden Leichenschmaus wohne ich nicht mehr bei. Die Beerdigung hat mir bereits ein Maß an Beherrschung abverlangt, das mich energielos und ausgelaugt zurücklässt. Die ganze letzte Woche konnte ich meine Akkus am Laufen halten. Malte und Thomas zuliebe habe ich die in mir aufkeimenden Gefühlsrelikte aus einer Zeit, in der ich glaubte, vor Trauer einfach zu sterben, an einen Ort weggepackt, den ich dafür in meiner Seele vorgesehen habe. Jetzt kann ich das nicht mehr. Ich gestatte mir, den Rest des Nachmittags in Dunkelheit zu versinken.

Ich sehne mich nach meiner Mühle und ich denke, die Hunde haben von der Stadt auch die Schnauze voll. Am Abend packe ich den Defender und es geht endlich nach Hause. Paula hat sich noch nicht zurückgemeldet, und wie versprochen halte ich die Füße still.

Samstag, 14. Mai bis Freitag, 20. Mai

Der Mai zeigt sich weiter von seiner unmotivierten Seite, es ist schwül, grau und regnerisch. Im Gemüsegarten ist das Unkraut geschossen, die Pferde und Hühner sind dank Maike und Andreas bestens versorgt worden. In den nassauischen Mühlentälern kennt jeder jeden und wir bilden eine Art eingeschworene Gemeinschaft. Hier leben Traumverwirklicher wie Leopold, der aus der alten Obermühle ein Seminarzentrum gemacht hat, mit Tipis im Garten und Schwitzhütten für die Menschen, die im Weg der Lakota ihr Heil finden wollen. Hier leben Lärmflüchtlinge, Abgeschiedenheitssuchende und einfach nur Naturliebhaber, wie Maike und Andreas mit ihren drei Kindern, beide Tierärzte. Und hier lebt auch Jonas, mein unmittelbarer Nachbar, der immer noch zwei Kilometer von mir entfernt ist. Jonas kam zur selben Zeit wie ich in das Mühlental, er ist erst 21 Jahre alt und unter dem Namen Qwasar als einer der angesagtesten DJs der Welt die meiste Zeit irgendwo auf dem Globus unterwegs. Mit seinen jungen Jahren ist er bereits Multimillionär. Er hat die Schüllermühle dementsprechend in ein Refugium mit hochmodernem Soundstudio umbauen lassen. Während ich mit den Umbauarbeiten meiner Mühle beschäftigt war, tauchte er hier auf, ein großer, blonder Junge, gerade neunzehn Jahre alt, mit altersuntypischen Erschöpfungsspuren in den Augen und dem Blick einer alten Seele. Er stellte sich als mein neuer Nachbar vor und hatte ein Sixpack Craftbeer mitgebracht, das wir zusammen leerten. Dann tauchte er in unregelmäßigen Abständen wieder auf, aß meine Apfeltarte, holte sich hin und wieder ein Glas Marmelade, Eier oder frischen Salat ab, bekam Kaffee und Mittagessen, half mir bei den Malerarbeiten, saß mit mir und einem Bier auf der Veranda und wir quatschten über Gott und die Welt, aber am wenigsten über uns selbst. Und irgendwann blieb er auch über Nacht im Gästehaus, dem alten Wirtschaftsgebäude, und wir frühstückten zusammen. Er sagte, er fände seine Mühle zwar toll, aber es sei so leer dort, und er kehre schon so häufig in leere Hotelzimmer zurück, dass er es fast nicht mehr ertragen könne, und ob ich etwas dagegen hätte, wenn er sich ab und zu bei mir"andocke". Ich hatte nichts dagegen. Dann fragte er mich eines Tages, ob ich seine Ersatzmutter sein wolle, was ich zunächst für einen charmanten Scherz hielt, obwohl er vom Alter her mein Sohn sein könnte. Aber als ich in sein Gesicht sah, konnte ich nur Todernst darin lesen. Ich habe ihn nie nach seiner Familie gefragt. Irgendwann, als wir beide abends auf der Veranda saßen und den Grillen und Nachttieren zuhörten und ein Bier tranken, sagte er, dass er sich noch nie so angenommen, versorgt und wie ein Sohn gefühlt habe wie hier, im Mühlental, wenn er bei mir sei. Und dass seine leiblichen Eltern reiche Arschlöcher seien, die sich für nichts anderes interessierten als nur für sich selbst. Darauf wusste ich zunächst nichts zu sagen. Wegen des Brennens in meiner Brust traute ich mich auch nicht. Aber später am Abend, als er aufbrechen wollte, sagte ich ihm einfach, dass er jederzeit willkommen sei, er solle jedoch wissen, dass ich, wenn ich seine Mutter wäre, nicht bis spät in die Nacht mit ihm auf der Veranda sitzen und Bier trinken würde, dass ich aber als seine Ersatzmutter nicht vorhätte, darauf zu verzichten. Daraufhin lachte er nur. Er taucht weiterhin regelmäßig und zumeist unangekündigt hier auf, manchmal monatelang nicht, wenn er auf Tournee ist, dann schickt er – wie ein guter Sohn es tut – ab und zu eine Nachricht auf mein Handy. Wie berühmt und erfolgreich er wirklich ist, habe ich erst erfahren, als ich ein Feature über ihn im Radio hörte. Aus irgendeinem Grund brachte mich das zum Lachen.

Ich hatte einen eigenen Sohn. Er ist fort. Und niemand wird ihn je ersetzen können. Aber es ist schön, dass Jonas mir dieses unglaubliche Geschenk macht, dass ich mich trotzdem ab und zu wieder ein bisschen wie eine Mutter fühlen darf.

Ich liebe dieses Mühlental, auch wegen der Menschen, die hier leben. In der Abgeschiedenheit ist es hier doch selten einsam, und wir können uns aufeinander verlassen. Es ist ein bisschen eine andere Welt, fast so, als ob das Mühlental das Beste aus den Menschen herausholte, als besäße es eine weiße Magie. Ich muss aufpassen, nicht sentimental und unsachlich zu werden in dieser Sache. Aber das liegt wohl daran, dass das Mühlental mir meine Lebensfreude nach Jahren der Existenz in einer Grauzone wieder zurückgegeben hat.

Samstag, 21. Mai

Gartenarbeit hilft immer. Der Regen hat endlich aufgehört und in kleinen Sturzbächen die rosafarbenen Blütenblätter der Zierkirsche wie Konfetti weggespült. Das klare, harte Frühlingslicht, in dem die Welt wie auf Hochglanz poliert erscheint, wandelt sich langsam in einen wärmeren Ton. Es ist Samstag, ich bin seit fast einer Woche wieder zuhause und noch keine Nachricht von Paula. Ich telefoniere jeden zweiten Tag kurz mit Thomas, er und Malte bemühen sich, den Alltag wieder einkehren zu lassen, was natürlich noch nicht gelingt. Thomas macht sich Sorgen um Malte, der still und in sich gekehrt ist. Ich sage ihm, dass er Zeit braucht, wenig Worte und viel körperliche Nähe. Ich weiß, dass Thomas ein liebevoller Vater ist und alles tun wird, um seinem Sohn zu helfen. Aber in so einer Situation entgleiten einem die Dinge manchmal, man hat vieles nicht in der Hand und kann nur hoffen.

An Katharinas Computer habe ich mich noch nicht herangewagt, ich schiebe es vor mir her, doch ich habe es mir für heute Abend vorgenommen. Samstag und Sonnenschein heißt, es werden vielleicht ein paar Wanderer und Radfahrer hier vorbeikommen. Für diesen Zweck habe ich eine Bierzeltgarnitur mit Holunderschorle und Kuchen aufgestellt, an dem die Leute sich bedienen dürfen. Ich tue das wegen besonders schöner Erinnerungen aus der Zeit, in der ich mit Rucksack und Zelt in der Welt unterwegs war. Wenn ich nach anstrengenden Wanderungen in drückender Hitze oder in feuchter Kälte auf Menschen traf, die mir zu essen und zu trinken gaben, einfach so, waren das absolute Glücksmomente. Die möchte ich weitergeben. Manchmal kommt niemand, manchmal zehn Menschen an einem Tag. Nicht alle nehmen das Angebot wahr, viele, die es annehmen, lassen ein bisschen Geld zurück, weil sie sich nicht wohl dabei fühlen, ein Geschenk anzunehmen. Das Geld spende ich dem Tierheim in Nassau. Manche haben Angst vor den Hunden und bleiben deswegen fern. Die meisten freuen sich jedoch ungläubig, so wie ich es damals tat. Heute ist noch niemand vorbeigekommen, aber es ist erst zehn Uhr vormittags. Ich habe einen zweistündigen Morgenausritt auf Ginger mit den Hunden hinter mir. Die Sonne ist bereits sehr warm, ich häufele die Kartoffeln an und rupfe Unkraut, pflücke Holunderblüten für Sirup, schneide einen Eichblattsalat aus dem Frühbeet und zupfe Kräuter. Ich verliere mich ganz in diesen alltäglichen, kostbaren Tätigkeiten. Darum bemerke ich den Mann nicht, bis er mich anspricht und ich zusammenzucke. Sherlock hat seinen Ruheplatz auf der schattigen Veranda verlassen und kommt angetrottet, um nach dem Rechten zu sehen. Zita folgt ihm wie immer. Beide setzen sich neben mich. Der Mann zeigt keine Angst, als er die Hunde erblickt. Er schaut sie nur kurz an und spricht dann wieder zu mir. Seine Stimme ist tief.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Waldflüsterer»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Waldflüsterer» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Waldflüsterer»

Обсуждение, отзывы о книге «Waldflüsterer» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.