Mary Molina - Waldflüsterer

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Wenn die eigene Phantasie sich plötzlich als gefährlich nahe an der Realität erweist, kann das lebensgefährlich werden…
Diese Erfahrung muss die ehemalige Polizeipsychologin Linh Hauser machen, die zurückgezogen als Jugenbuchautorin in einer alten Mühle lebt. Nach dem angeblichen Selbstmord ihrer engsten Freundin macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Und nichts ist mehr wie vorher… Sie gerät in das Fadenkreuz einer sektenartigen Geheimorganisation, die unheimliche Parallelen zu den Geschehnissen in ihrer Jugendbuchserie «Waldflüsterer» aufweist. Und dann taucht auch noch der ehemalige MAD-Agent Lukas Berg auf, der die Wahrheit bereits kennt…

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"Rabenkrähen, Corvus corone corone, beim Öffnen von Flussmuscheln, 14. Juli 2014, 17.28 Uhr, Rheinufer Köln, Deutschland"

"Saatkrähe, Corvus frugilegus, beim Aufpicken von Milchflaschen, 05. November 2015, 09.40 Uhr, Surrey, England"

"Rabe, Corvus Corax, beim Knacken von Nüssen an einer Ampelkreuzung, 24. April 2014, 18.20 Uhr, Tokio"

Und so weiter.

Es sind hunderte von Bildern: Ich bin fasziniert und verliere mich darin. Die Intelligenz, Anpassungsfähigkeit und der Erfindungsreichtum dieser Vögel ist erstaunlich. Katharina liebte diese Tiere. Sie konnte auf eine begeisternde Art von ihren Beobachtungen in der freien Natur und unter Versuchsbedingungen im Labor erzählen und es war schwer, sich nicht davon mitreißen zu lassen. Sie reiste nach Japan, in die USA, nach Rumänien, Russland und Skandinavien, um die Tiere zu erforschen, und brachte von jeder Forschungsreise neue, erstaunliche Geschichten mit. Sie berichtete von den Tokioter Raben, welche die Ampelphasen verstehen und nur bei roten Ampeln ihre Nüsse auf die Kreuzung legen, um sie dann von den bei Grün losfahrenden Autos knacken zu lassen. Von den Nestern aus Drahtbügeln, welche die Vögel auf den Bäumen und Gebäuden bauen und dass dadurch bereits die Stromversorgung von 4800 Haushalten auf der japanischen Insel Shikoku lahmgelegt wurde, weil ein Nest auf einem Strommast einen Kurzschluss ausgelöst hatte. Sie erzählte von Krähen, die nach Jahren das Gesicht der Menschen erkennen können, die ihnen Leid zugefügt haben. Davon, dass Krähen allein durch Zuschauen lernen können und uns seit Jahrhunderten intensiv beobachten, während wir ihnen kaum Beachtung schenken, es sei denn, wir fühlen uns von ihnen gestört. Ich werde bei Krähenschwärmen immer an Katharina denken müssen, mit ihr haben diese Vögel einen ihrer größten Fans auf Erden verloren. Und wenn sie nicht schon schwarzes Gefieder hätten, würden sie jetzt Trauer tragen.

Nach zwei Stunden Betrachten der Bilder weiß ich mehr über Krähenvögel, aber immer noch nichts darüber, warum Katharina sterben musste. Ich werde mir die Post morgen an der Grundmühle bei Meike und Andreas abholen, denn an meiner Mühle steht kein Briefkasten, da kein Postauto den schmalen Waldweg entlang fährt. Die Grundmühle hingegen ist durch eine asphaltierte Straße zu erreichen.

Die inzwischen fast völlig erdunkelte Mainacht ist kühl und wohltuend, und als ich mit den Hunden vor die Tür trete, atme ich tief ein und genieße den frischen Geruch. Die Nacht ist sternenklar, der Mond noch zu tief am Horizont, um ihn zwischen den Bäumen sehen zu können. Unser Nachtspaziergang verläuft heute ohne Zwischenfälle. Als wir wieder zu Hause sind, bin ich etwas aufgekratzt und noch hellwach, weil ich daran denken muss, dass morgen Post von Paula kommt und ich hoffentlich mehr über den Hintergrund von Katharinas Tod erfahren werde. Ich führe meine halbstündige Abendmeditation durch, werde jedoch nicht ruhiger. Das zeigt mir: Die ganze Sache geht mir bis ins Mark.

Ich lege Musik auf. Ein materieller Luxus, den ich mir neben der Mühle in den letzten Jahren geleistet habe, ist eine Bang & Olufsen Stereoanlage mit großen Standboxen, deren Preis meinen Eltern die Tränen in die Augen getrieben hätte. Als Landwirte waren sie sehr sparsam, und so viel Geld für das eigene Vergnügen auszugeben hätten sie als Sünde empfunden. Meine Eltern sind beide schon tot. Sie starben vor drei und vier Jahren kurz hintereinander an Krebs. Ich habe sie betrauert, aber irgendwie sind wir uns trotz der Nähe ein Leben lang immer ein bisschen fremd geblieben. Ich glaube nicht, dass es daran lag, dass ich adoptiert bin. Sondern daran, dass sie so viel arbeiteten und wenig Zeit für mich und meine ältere Schwester, die ihre leibliche Tochter war, hatten. An meine Kindheit erinnere ich mich als einen offenen, fast grenzenlosen Raum, in dem ich kaum beschränkt wurde, außer durch die Arbeiten, die ich auf dem Hof zu erledigen hatte und durch die Mahlzeiten, an denen ich teilnehmen musste. Ansonsten konnte ich kommen und gehen wie ich wollte, und herumstromern wo ich wollte. Meine Eltern interessierten sich nicht für meine Schulleistungen und auch sonst nicht für das, was ich in meiner freien Zeit tat. Nicht aus Desinteresse oder weil sie keine guten Eltern waren. Meine Eltern waren sehr bodenständige Menschen, aus einer langen Ahnenreihe von Bauern, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Sie hatten uns Kindern eine ähnliche Haltung gegenüber wie ihrem Vieh und ihren Hunden: Versorge sie gewissenhaft mit dem, was sie zum Leben und Gedeihen brauchen, zeige ihnen, was ihre Aufgaben im Leben sind und den Rest erledigt der liebe Gott. Sie hätten beide gern noch einen Sohn gehabt, einen Erben für den Hof, nahmen es jedoch mit Gleichmut hin, als meine Schwester in die USA ging, wo sie bis heute als Investmentbankerin arbeitet, und ich zunächst ein Jahr lang in Südamerika jobbte und dann anfing, Psychologie zu studieren. Bis zu ihrem Tod konnten sie sich unter unseren Berufen nichts vorstellen, es genügte ihnen jedoch, uns in Lohn und Brot zu sehen und mit ordentlichen Männern verheiratet. Als ich mich zwei Jahre nach Toms Tod in eine unheilige Affäre stürzte und mich von Christian, meinem damaligen Ehemann, scheiden ließ, äußerten sie erstmalig offen ihr Unverständnis und ihre Missbilligung für mein Handeln. Ich erwartete damals allerdings von niemandem mehr Verständnis. Das war eine der großen Errungenschaften jener Zeit: Ich hatte begriffen, dass der Wunsch, verstanden zu werden, mein eigentliches Problem war. Er war wie eine Fessel, die mich an andere band und mich dazu brachte, Menschen hinterher zu laufen, die mir nicht gut taten. Das ist heute anders. Mein Glück hängt nicht mehr davon ab, dass ich verstanden werde.

Die Gedanken an die Zeit nach Tom machen mich schwermütig. Es war eine Zeit, die erfüllt war von brennender Einsamkeit, großer Bedürftigkeit und einer inneren Isolation, in die ich nie wieder hineinfallen möchte.

Ich gieße mir noch ein halbes Glas von dem guten Weißwein ein und drehe die Musik lauter. Das ist einer der vielen Vorteile, wenn man tief im Wald wohnt: Man stört keine Nachbarn. Und man wird nicht gestört. Es ist heiß hier drin. Ich ziehe mich nackt aus und beginne zu tanzen. Die Hunde kennen das, ich tue das ab und zu. Sie liegen entspannt auf ihren Kissen und schauen nur wachsam auf, wenn ich zu wild werde. Bald bin ich nassgeschwitzt und endlich breitet sich Ruhe in mir aus. Ich lasse meinen Schweiß einfach an der Luft trocknen und gehe ins Bett.

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