„Trotzdem bist du ein ausgesprochen liebes Mädchen und dein gutaussehender Bruder erinnert mich in seiner zurückhaltend freundlichen Art sehr an meinen geliebten Fürsten, der heute Abend sicher gerne mit dabei gewesen wäre.
Ihr zwei aquanautischen Freunde hört mir vor dem Zubettgehen jetzt nochmal einen Moment lang zu: Ich bin mir nämlich sehr sicher, dass euch eure Mom über alle Maßen liebhat. Vielleicht kann sie das nur nicht so gut nach außen zeigen. Angesichts ihres stressigen Präsidentenamts ist das auch nicht weiter verwunderlich.
Doch so ticken Diplomaten und Politiker nun mal – deshalb darf man ihnen das nicht übelnehmen. Wenn das Eis zwischen ihnen und uns Normalos erst mal gebrochen ist, werdet ihr rasch einsehen, dass sich unter einer harten Schale meist ein weicher und gefühlvoller Kern verbirgt. Glaubt mir das bitte – ich spreche in dieser Hinsicht nämlich aus Erfahrung.
Wenn ich da allein nur an meinen ersten Auftritt vor der Vollversammlung der ehemaligen UNO 25denke ... man war das damals ein Spaß 26. Aber davon erzähle ich euch später mal. Wichtig ist, dass ihr schon sehr bald merkt, dass ich mit meiner Ansicht Recht habe. Keine Angst, Leute – wir werden das Ding gemeinsam mit Tony und seiner Ayla morgen schon rocken.
So, und jetzt Abmarsch in eure Zimmer, meine Süßen. Ihr habt die ganze obere Etage für euch, denn ich werde mich nach einem letzten Glas von dem guten italienischen Rotwein hier unten zur Ruhe begeben. Außerdem werde ich nachher nicht kontrollieren kommen, was ihr in den Gästezimmern so alles treibt – schließlich seid ihr ja keine übermütigen Kinder mehr.“
„Danke für dein Vertrauen Mom – wir lieben dich allesamt. Schlaf gut und mach dir wegen Dads Verletzung bitte keine Sorgen mehr. Wirst sehen, Bobbys Eltern helfen ihm schon bald wieder auf die Beine“, rief Maxi seiner Mutter beim Verlassen des Wohnzimmers zu, während jetzt auch er hinter Lisa und seinen aquanautischen Freunden über die Treppe nach oben rannte.
***
„Eure Mutter ist eine ausgesprochen kluge und liebenswürdige Frau, die ich heute Abend sofort in mein Herz geschlossen habe. Und das, obwohl ich sie ja noch gar nicht so lange kenne“, sagte Kala zu ihren Freunden, als alle auf dem oberen Flur vor den beiden Gästezimmern angekommen waren.
„Da kann dir wohl niemand widersprechen, meine herzallerliebste Schwester“, erwiderte ihr Bruder Moana leise, ehe er gleich noch hinzufügte: „Deshalb sollten wir ihr Vertrauen auch nicht missbrauchen – oder wie seht ihr das?“
„Dem kann ich nur zustimmen, Moana. Da es hier jedoch nur diese beiden Zimmer gibt, müssen wir uns wohl gezwungenermaßen gemeinsam zur Ruhe begeben. Und das bedeutet für uns, dass wir uns heute Nacht benehmen, okay?“, meinte Mora-Lisa daraufhin, während sie ihre drei Kameraden sanft mit ihrem drohend erhobenen Zeigefinger anstupste.
„Geht klar, du vorlautes Mädchen, pflichtete Alexander-Max seiner Schwester prompt bei. „So wie ich das sehe, ist mehr als Knutschen und Kuscheln heute Nacht leider nicht drin. Auch will ich die Beziehung mit meinem Kala-Schatz nicht ruinieren, indem wir die Dinge überstürzen. Also halten wir uns vorläufig an die Benimmregeln und betragen uns alle wie Erwachsene, auch wenn wir Zwillinge das dafür notwendige Alter bekanntlich erst im September erreichen.“
„Mit deinem Vorschlag bin ich absolut einverstanden, Maxi. Ich denke zudem, dass wir morgen früh besser alle gut ausgeschlafen sein sollten, wenn wir mit unserer Mutter und Moras Freunden Ayla und Tony zusammentreffen. Und noch ein bisschen Warten dient nicht nur dem noch besseren Kennenlernen, sondern erhöht schließlich auch die Vorfreude auf spätere Ereignisse.“
„Danke für diesen ungewöhnlich langen Wortbeitrag, Moana. Solch lange Reden hört man von dir ja sonst nur höchst selten. Liegt wohl daran, dass du dich meistens lieber telepathisch mit mir verständigst“, grinste Mora-Lisa ihren Freund jetzt aus glücklich leuchtenden Augen an, ehe sie ihn burschikos hinter sich her in ihr ehemaliges Kinderzimmer zog.
„Tja, und ich unschuldige Aquanautin liebe meinen hübschen Terraner trotz seiner kryptischen Rede von gerade ebenfalls immer mehr – obwohl ich mir schon denken kann, was er damit gemeint hat. Bauen wir also lieber das Fundament unserer Verbindung erstmal weiter aus und üben uns in Streicheleinheiten und Vorfreude.
Zu deinem Vorschlag sage ich deshalb ganz eindeutig ja. Ich kann noch warten, mein Liebster, auch wenn es mir schwerfällt. Doch weiß ich zugleich, dass wir für die Vertiefung unserer Beziehung später noch mehr als genug Zeit haben werden“, schloss sich die junge Kala den Worten ihrer Vorrednerin an, ehe sie jetzt ihren Freund Maxi in dessen Zimmer schubste.
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