Frank Bartels - Raniten in der Furt

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Raniten in der Furt: краткое содержание, описание и аннотация

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Was würdest du tun, wenn du die Augen öffnest und dich an einem völlig fremden Ort wiederfindest?
Du stehst auf einer Lichtung inmitten eines unbekannten Waldes, an einem Ort längst vergangener Zeit. Erde klebt in deinem Haar und Sand knirscht zwischen deinen Zähnen. Du besitzt nicht mehr als deine Klamotten am Leibe und die vage Erinnerung an deinen Namen.
Alexander, der unfreiwillige Held dieser Geschichte, folgt einem sehr sonderbaren Waldkind, denn ihm bleibt kaum etwas anderes übrig. So beginnt eine Reise voller Abenteuer und Gefahren und eine Suche zu sich selbst.

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Der Bauer nickte: »Zu unserer Zeit musste man lange nach der alten Guste suchen.«

»Man sagt, die Blüten seien nur ihre Schlünde und wenn man einen abschlägt, würden an anderer Stelle zwei neue auftauchen«, erklärte Wigand geheimnisvoll. »Die alte Guste soll tief in der Erde leben und nur ihre Mäuler an das Tageslicht lassen. Mal sind sie hier, mal sind sie dort.«

»Und was hat das mit den Kügelchen auf sich?«, wollte Alexander wissen.

»Die Kügelchen machen süchtig. Man kann nicht davon lassen.«

»Aber warum platzt man?«

»Unsinn, man platzt nicht. Nur kleine Viecher. Die Kadaver locken Aasfresser an, die dann in die Falle der Alten tappen. Irgendjemand wird also immer gefressen.«

»Jetzt genug der alten Geschichten«, entschied Ewald. »Was ist der Grund deines nächtlichen Besuchs, Wigand? Du bist doch nicht durch die Nacht gestapft, um mal wieder etwas Anständiges zwischen die Zähne zu bekommen.«

»Das ist leider wahr, auch wenn ich keinen besseren Grund wüsste, euch zu besuchen«, antwortete der Schmied, dem das Mahl zu schmecken schien. Dann wurde sein Blick ernster und er fuhr fort: »Es liegt Unheil in der Luft. Etwas Böses sucht unsere Gegend heim. Das Vieh wird gerissen und der Köhler ist spurlos verschwunden.«

»Da erzählst du nichts Neues, Wigand«, nickte der Bauer. »Zwei meiner Rinder, ein Dutzend Hühner sind bereits verschwunden und sogar der Kohl vom Felde. Es kommt immer nur des Nachts und ist sehr vorsichtig. Was denkst du, sucht unsere Gegend heim?«

»Wer weiß? Einige behaupten den Schatten einer grauen Bestie gesehen zu haben. Andere warnen vor Dämonen, doch was es auch sein mag, der Rat ist zusammengetroffen und hat beschlossen, dem Treiben Einhalt zu gebieten. Die Jüngeren von uns sind ausgezogen, die umliegenden Höfe zu warnen.«

Die Männer besprachen den Ernst der Lage. Die Einwohner von Betbure hatten beschlossen Jagd auf die Bestie zu machen und ihr das Fell über die Ohren zu ziehen. Und obwohl der Bauer vom Erscheinen des Uranolithen wusste, brachte er diesen nicht zur Sprache. Seltsamerweise auch den Drachen nicht.

Zu später Stunde fielen Alexander immer wieder die Augen zu, da die Strapazen der Reise noch in seinen Knochen steckten.

»Ihr solltet Euch ausruhen, damit Ihr bald wieder zu Kräften kommt«, schlug die Bäuerin vor und führte die Gäste zu ihren Betten. »Hier haben unsere Jungs geschlafen«, erklärte sie mit einem Seufzen. »Es ist alles noch so, wie an dem Tag, an dem sie gegangen sind.«

Es war ein gemütliches Dachzimmer, in dem sechs Kinderbetten auf­gereiht nebeneinander standen, und über jedem Bett hing eine Art Amulett. Über dem Fenster hing ein gestickter Rahmen, auf dem ein Reim zu lesen war:

Friede und Segen wird es nicht geben

es wird dich holen in der Nacht

wenn der Herrgott nicht über dich wacht‹

Anni

Tief und schwer war Alexanders Schlaf und als am nächsten Morgen der Hahn zu krähen begann, streckte er noch einmal die müden Knochen aus und zog die Bettdecke über seinen Kopf. Lilu stand bereits fix und fertig angekleidet vor ihm und sagte: »Aufstehen, du Schlafmütze. Komm und begrüße den neuen Tag. Die Sonne geht schon auf.«

»Was? Es ist ja noch dunkel; ein bisschen noch«, murmelte Alexander und drehte sich wieder um. Weil der Hahn abermals krähte bemerkte Lilu: »Der ist wohl noch nicht im Topf gelandet, was?«

»Der Hahn ist mir doch völlig egal. Ich bin müde«, entgegnete der Junge mürrisch. Doch das schien den Hahn nicht zu interessieren und so krähte er unermüdlich aus vollem Halse, denn das war ja seine Aufgabe. Also quälte Alexander sich mühevoll aus den warmen Federn, zog seine schmutzige Kleidung über und prophezeite: »Na warte, lange krähst du nicht mehr …«

Die Bäuerin war bei ihrem Tagewerk und die Speisen auf dem Frühstückstisch dufteten verlockend. Alexander betrat die Stube und die freundliche Bäuerin begrüßte ihn: »Ah, der junge Herr. Habt Ihr gut geschlafen? Setzt und stärkt Euch erst einmal.«

Bauer Ewald und Lilu saßen bereits am Tisch und Wigand, der Schmied, schien schon gegangen zu sein. Es wurde frisches Graubrot gereicht, dessen Scheiben fingerdick geschnitten waren und dazu gab es verschiedene Sorten Wurst und Käse, fruchtig süßen Beerensaft und frische Milch.

Nachdem der erste Hunger gestillt war, ergriff Bauer Ewald das Wort: »Euer Ziel ist ehrenhaft, doch solltet Ihr bedenken, dass die Reise anstrengend und gefährlich sein wird. Ihr werdet genug damit zu tun haben, eure eigene Haut zu retten, also haben wir uns gedacht, … also mein Weib hat gedacht, dass es besser sei, wenn Ihr das Kindchen vorerst in unsere Obhut gebt.«

Lilu hatte zwar darauf gehofft, dass die Bauern sich des Kindes annehmen würden, ließ aber vorerst auf eine Antwort warten. Ansonsten hätte sie das Kind in die Obhut der Kirche geben müssen, um es vor dem Armenhaus zu bewahren. Beides waren keine geeigneten Orte für Kinder und schon gar nicht für ein Baby. Einige behaupteten, dass die barmherzigen Schwestern für die gegebene Nächstenliebe stets Gegenleistungen erwarten würden. Entweder ließen Sie sich in Form von finanziellen Zuwendungen der Angehörigen entlohnen, oder sie ließen die Kinder sehr schwer für ihr tägliches Brot schuften. Auch Das Armenhaus hatte ebenfalls keinen allzu guten Leumund. Auch hier müssten die Halbwüchsigen sich ihren Unterhalt erstreiten und manch bedauernswertes Geschöpf sei auf Nimmerwiedersehen verschwunden und keine Seele habe auch nur eine Träne seinetwegen vergossen.

Die Bäuerin schaute erwartungsvoll erst zu Lilu, dann zu Alexander und dann wieder zu Lilu, wagte jedoch nicht die Stille zu unterbrechen.

»Wenn Ihr …«, Der Bauer schüttelte den Kopf. »Nein, sobald Ihr Euer Abenteuer überstanden habt, könnt Ihr die Kleine natürlich jederzeit wieder abholen.« Daraufhin schaute er seine Frau an und nickte: »Sechs Burschen hat sie mir geschenkt und hat sich dabei immer nach wenigstens einem Mädchen gesehnt. Lasst sie in unserer Obhut – sie wird es gut bei uns haben und es wird ihr an nichts mangeln.«

»Wir werden sie Anni nennen; nach meiner Mutter Anneliese, denn jeder braucht ja einen Namen«, sagte die Bäuerin und Alexander bemerkte, dass er den Namen der Bäuerin gar nicht kannte. Bauer Ewald rief sie nur ›Weib‹, die sechs Söhne hatten wohl ›Mutter‹ oder ›Mama‹ gesagt und sie selbst würde sich ja nicht mit Namen ansprechen. Wahrscheinlich hatte sie im Laufe der Jahre ihren Namen einfach vergessen.

»Es ist ein so liebes Kind«, sagte die Frau. »Habt Ihr nicht auch bemerkt, dass sie nicht ein einziges Mal geschrien hat? Sie liegt nur da und freut sich des Lebens, und ich könnte schwören, dass sie jedes Wort von dem versteht, was wir sagen. Sie schaut dann immer so neugierig. Ist Euch das nicht aufgefallen?«

Der Bauer warf seinem Weib einen strengen Blick zu, als ob er ihr zu verstehen geben wollte, dass es nun genug sei und sie gefälligst den Mund halten solle, denn schließlich führe er ja die Verhandlungen.

»Die Eltern des Kindes können nicht weit sein«, wandte Lilu ein. »Ein Storch kann nicht sehr weit mit einem Baby fliegen, und es wird ihnen das Herz zerrissen haben, dass es geraubt wurde. Ihr müsst mir versprechen Euer möglichstes zu tun, der Mutter ihr Liebstes zurückzugeben.«

»Dieses verspreche ich, so wahr ich hier sitze und Ewald Stübbe heiße«, bestätigte der Bauer. Seine Gattin nickte zustimmend, ihr Gesicht strahlte vor Glück.

Nachdem dieses zur Zufriedenheit aller geklärt war und sechs weitere Graubrotscheiben verdrückt worden waren, war es an der Zeit, die beschwerliche Reise fortzusetzen. »Leider müssen wir uns nun aufmachen«, sagte Lilu sehr höflich. »Lieber Bauer Ewald, könnt Ihr uns den Weg beschreiben, der uns zum Gebirge führt?«

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