Frank Bartels - Raniten in der Furt

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Raniten in der Furt: краткое содержание, описание и аннотация

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Was würdest du tun, wenn du die Augen öffnest und dich an einem völlig fremden Ort wiederfindest?
Du stehst auf einer Lichtung inmitten eines unbekannten Waldes, an einem Ort längst vergangener Zeit. Erde klebt in deinem Haar und Sand knirscht zwischen deinen Zähnen. Du besitzt nicht mehr als deine Klamotten am Leibe und die vage Erinnerung an deinen Namen.
Alexander, der unfreiwillige Held dieser Geschichte, folgt einem sehr sonderbaren Waldkind, denn ihm bleibt kaum etwas anderes übrig. So beginnt eine Reise voller Abenteuer und Gefahren und eine Suche zu sich selbst.

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»Schau hin, dann siehst du mit eigenen Augen, wovon ich spreche.«

Das Tierchen hatte derweil alle Kügelchen vom Waldboden aufgelesen, bis es vor einer riesigen Pflanze mit einer fast schwarzen, sackartigen Blüte stehen blieb. Diese Pflanze schien annähernd so groß zu sein wie Alexander selbst und sich sachte im Wind zu wiegen, obwohl kein Lüftchen sich regte. Das Heberling schien sich nicht für die mächtige Blume zu interessieren, sondern eher darüber verwundert zu sein, dass es keine Nüsschen am Boden mehr fand. Neugierig streckte es die Schnauze in die Höhe, schnupperte und trat dabei näher an die Pflanze heran.

Gerade als Alexander Lilu fragen wollte, was nun passieren würde, riss die Pflanze ihren Schlund auf, eine lange Zunge peitschte blitzschnell heraus, schnappte das bedauernswerte Wesen und verschlang es mit Haut und Haaren. Ein lautes, jammervolles Quieken erfüllte für einen kurzen Moment die Luft. Das Ganze passierte so plötzlich und unerwartet, dass Alexander glaubte, seinen Augen nicht trauen zu können. Eben noch stand das niedliche Gestreifte da und genoss die köstlichen Nüsse und eine Sekunde später war es im tiefen Schlund der Pflanze verschwunden.

Erschrocken und völlig verstört warf er Lilu einen fragenden Blick zu und sie sagte mit leiser Stimme: »Das ist die alte Guste. Sie ist keine Blume. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob sie eine Pflanze ist. Sicher bin ich mir jedoch, dass sie böse und hinterhältig ist.«

Mit offenem Mund hockte Alexander neben Lilu und sie fuhr fort: »Die Kügelchen sind von ihr. Sie benebeln die Sinne und wer davon kostet, wird unaufmerksam. Sie verstreut ihre Köder scheinbar wahllos, doch führen sie immer in ihren hungrigen Schlund. Was Guste erst einmal mit ihrer klebrigen Zunge zu fassen gekriegt hat, wird ihr nicht entkommen. Höre auf meinen Rat und meide sie.«

Leise konnte man das Quieken des bedauernswerten Heberlings noch hören, das sich seinem Schicksal noch nicht ergeben hatte. Das war zu viel. Das war eindeutig zu viel für den armen Jungen. Nachdem er sich etwas gefangen hatte, schaute er Lilu vorwurfsvoll an und sagte: »Aber du hättest das Tierchen doch warnen können. Warum hast du es denn nicht gewarnt?«

Lilu ließ sich nicht aus Ruhe bringen und seufzte: »Es wäre sowieso zu spät gewesen – leider. Wenn die Guste es nicht verschlungen hätte, wäre es durch die Kügelchen elendig verendet.«

Und plötzlich schien ihm das Schicksal des Heberlings weniger wichtig als das eigene: »Sind … sind die etwa giftig?«

Ruhig erwiderte sie: »Also, giftig sind sie nicht aber sie … blähen.«

»Was machen die?«

»Sie blähen. Also, sie entwickeln im Bauch Gase. So wie Bohnen oder Linsen, nur viel stärker. So stark, dass man irgendwann einfach platzt. Der Bauch wird kugelrund und peng, platzt man wie eine Knallerbse«, erklärte Lilu und klatschte dabei laut in die Hände. Alexander war entsetzt. Das war ja noch schlimmer.

»Sag, dass das nicht stimmt. Bitte, sag, dass das nicht stimmt. Ich habe von den Dingern gegessen«, jammerte er in der Gewissheit, sehr bald platzen zu müssen.

Lilu kräuselte die Stirn, ließ ein paar Sekunden vergehen und fragte: »Wie viele hast du gegessen?«

»Keine Ahnung, so zwei oder drei. Bestimmt nicht mehr, ehrlich.«

Daraufhin lächelte sie: »Hi, hi. Keine Angst, Alexander, du wirst nicht platzen. Ein kleines Heberling kann platzen aber du wirst höchstens … pupsen.«

»Pupsen?«

»Ja, pupsen. Du bist groß und stark und kein Heberling. Du wirst nur pupsen müssen. Du wirst gar nicht mehr aufhören können. Hi, hi, hi«, lachte sie. »Pupsen ist immerhin besser als platzen, oder, mein Lieber?«

Da war Alexander erleichtert, denn das war ja nichts Schlimmes. Wenn keiner dabei war, machte er das dauernd. Auf jeden Fall war es nicht so schlimm wie zu platzen. Im Unterholz entdeckte er einen groben, armdicken Ast, den er entschlossen an sich nahm. Lilu schien seine Wut und Verzweiflung zu spüren und fragte: »Was hast du vor?«

»Ich werde das Ding kurz und klein hauen«, antwortete er grimmig. »Das wird jedenfalls kein Tierchen mehr fressen.«

»Lass es lieber. Sei froh, dass sie nicht dich, sondern das kleine Heberling geschnappt hat. Wozu willst du dich denn jetzt noch auf einen Kampf mit einem Gegner einlassen, den du nicht einschätzen kannst. Das Tierchen kannst du sowieso nicht mehr retten. Und wer weiß, vielleicht hat die alte Guste ja noch andere Tricks auf Lager.«

Nach anfänglichem Zögern entschied Alexander: »Na schön, aber den Knüppel nehme ich trotzdem mit. Man weiß ja nie.« Sie verließen den unglückseligen Platz nicht ohne einen letzten, misstrauischen Blick auf die alte Guste zu werfen und gingen zu ihrem Lager zurück.

Lilu entfachte ein wärmendes Feuer, denn des Nachts wurde es doch ein wenig kühl so ohne Decke oder Schlafsack und Alexander legte sich in das Moos. Wie er so da lag und darüber grübelte, was schrecklicher war, die alte Guste oder sein Hunger, spürte er, dass etwas fehlte: »Wo … wo sind meine Schuhe? Hast du meine Turnschuhe gesehen? Das kann doch nicht angehen. Ich weiß genau, dass ich sie hier ausgezogen habe.«

Wie ein aufgeschrecktes Huhn sprang er herum, wedelte wild mit seinen Armen und suchte hinter den Bäumen, unter dem Farn und zwischen den Steinen, doch von seinen Schuhen fehlte jede Spur.

»So ein Mist, verdammter«, fluchte er. »Das gibt es doch gar nicht.«

»Beruhige dich, mein Freund. Die werden sich schon wieder finden.«

»Aber die sind hier nicht und ich kann doch nicht ohne Schuhe weitermarschieren«, jammerte er nunmehr verzweifelt. Sie suchten mehrfach all die Orte ab, an denen die Schuhe hätten sein können, doch konnten sie sie nicht finden.

»Uns fällt schon eine Lösung ein«, versuchte Lilu zu beruhigen, obwohl es schon seltsam war, denn Schuhe verschwinden ja nicht von selbst. Da musste schon jemand nachgeholfen haben.

»Ach, und an welche Lösung dachtest du? Gibst du mir deine Schuhe?«, fragte Alexander spöttisch und blickte dabei auf ihre Wanderstiefelchen.

Dieses Abenteuer hatte seinen Hunger vergehen lassen, obwohl Lilu jede Menge leckere Beeren und Pilze gesammelt hatte. Sie griff einen Stock, fingerte in ihrem Bündel und zog ein beachtliches Messer hervor. Flink und unerwartet geschickt bearbeitete sie den Stock, steckte dann einige Pilze auf dessen Spitze und hielt ihn über das Feuer.

»Du hast ja ein Messer«, bemerkte Alexander verwundert.

»Natürlich. Ein Messer ist doch ungeheuer praktisch. Man sollte niemals ohne Messer auf Wanderschaft gehen. Hm, köstlich. Solltest du auch mal probieren.« Obwohl es recht lecker duftete, lehnte er ab: »Nein danke. Ich habe irgendwie Bauchschmerzen; aber darf ich das Messer mal haben?«

»Natürlich, aber schneide dir nicht die Finger ab. Es ist sehr scharf.«

Und tatsächlich. Alexander bearbeitete mit dem Messer seinen Knüppel. Er entfernte die kleinen Ästchen, schnitzte den Stamm, und die Klinge glitt durch das Holz wie durch warme Butter. Nun taten die Kugeln ihre Wirkung und Alexanders Bauch war bereits angeschwollen und kugelrund, als hätte er eine ganze Melone im Stück verschluckt. »Und du bist dir sicher, dass das wieder weggeht?«, fragte er und hielt sich den dicken Bauch.

»Keine Angst. Morgen wird es dir besser gehen«, versuchte Lilu ihren Gefährten zu beruhigen. »Oder übermorgen.« Sie grub mit einer Hand in ihrem Bündel und holte einen kleinen Metallbecher daraus hervor. Dann hielt sie Alexander ihr Stöckchen entgegen und sagte: »Halt mal bitte, aber lass sie nicht anbrennen. Immer schön gleichmäßig drehen.«

Lilu ging und ehe der Junge noch etwas sagen konnte, stand sie wieder im Feuerschein. »Ich habe ein paar Kräuter gesammelt.« Sie erhitzte etwas Wasser in einem Tiegel, legte ein paar Kräuterblätter hinein und bot ihm den Becher: »Trink, der Tee wird dir gut tun.«

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