Frank Bartels - Raniten in der Furt

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Raniten in der Furt: краткое содержание, описание и аннотация

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Was würdest du tun, wenn du die Augen öffnest und dich an einem völlig fremden Ort wiederfindest?
Du stehst auf einer Lichtung inmitten eines unbekannten Waldes, an einem Ort längst vergangener Zeit. Erde klebt in deinem Haar und Sand knirscht zwischen deinen Zähnen. Du besitzt nicht mehr als deine Klamotten am Leibe und die vage Erinnerung an deinen Namen.
Alexander, der unfreiwillige Held dieser Geschichte, folgt einem sehr sonderbaren Waldkind, denn ihm bleibt kaum etwas anderes übrig. So beginnt eine Reise voller Abenteuer und Gefahren und eine Suche zu sich selbst.

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»Hab ich dich, du unglückseliges Ding«, rief Lilu triumphierend.

»Lass mich in Ruhe. Du tust mir weh, weh sag ich«, jammerte das Wesen mit kehliger Stimme. Alexander wunderte sich nur ein wenig, dass dieses sprechen konnte und fragte: »Lilu, was ist das?«

»Das, mein lieber Freund, ist ein Mirgos. Es ist sehr dumm und nicht sonderlich gefährlich.«

»Bin nicht dumm, nicht dumm«, krächzte das Wesen. Seine großen, schwarzen Glupschaugen versuchten die Angreifer zu erblicken, doch seine Rückenlage ließ dies kaum zu.

»Sag, was hast du hier zu suchen?«, fragte Lilu in strengem Ton.

»Nichts, gar nichts. Es spricht die Wahrheit.«

Lilu trat einen bedrohlichen Schritt näher.

»Hunger, so ein Hunger«, krähte das Tier hastig. »Habe dieses leckere Zweibeiner gewittert, von weitem schon gewittert. Ist es deins? Gib mir etwas, nur etwas.«

›Oh Gott, es wollte mich fressen‹, durchfuhr es Alexander und dabei wurde ihm ganz mulmig zumute.

»Das ist nichts zu Fressen. Er steht unter meiner Obhut und du solltest wissen, was das bedeutet«, erwiderte Lilu erbost.

»Du willst es allein. Ich biete dir einen Tausch«, versuchte das Wesen zu verhandeln, doch Lilu erwiderte: »Du kannst mir nichts bieten, woran ich interessiert wäre.«

»Die garstigen Raan es sowieso erwischen. Sind überall, überall, kommen aus ihren Löchern. Hab Hunger, seit Tagen nichts mehr gehabt, so ein Hunger«, jammerte das Wesen.

In dem Jungen kroch eine Wut hoch, die er bis dahin nicht gekannt hatte. Er ergriff einen brennenden Ast, schwang ihn durch die Luft das die Funkten tanzten und schrie: »Mich fressen? Ich werde es dir zeigen, du Mistvieh.«

Lilu erhob schützend ihre Hand und sagte: »Lass gut sein, mein Freund.« Dann wandte sie sich dem Wesen zu. »Jetzt verschwinde. Lange werde ich ihn nicht zurückhalten können. Er ist gefährlicher, als er aussieht.«

Sie gab ihm einen Schubs mit ihrem Fuß, so dass es wieder auf die Beine kam. Aus Angst, doch noch hinterrücks erschlagen zu werden, blickte das Wesen die beiden misstrauisch an. »Oh ja, Feuerkopf; habe nicht gewusst. Kann es nicht riechen. Kann es nicht sehen. Feuerkopf.« Rückwärts kroch es dann aus dem Schein des Feuers und murmelte: »Du lässt mich gehen? Werde gehen, Feuerkopf. Werde woanders essen, ja, woanders essen.«

Alexander stand noch eine Weile mit erhobenem Ast in den Händen und vergewisserte sich, dass das Wesen endgültig verschwunden war. Ohne den Blick von der Stelle zu nehmen, an der er es vermutete, sagte er: »Was glaubst du? Ist der Riesenkäfer weg?«

»Du hast dich tapfer geschlagen, mein Freund«, antwortete Lilu, die es sich bereits am Lagerfeuer gemütlich gemacht hatte und noch etwas Brennholz nachlegte. »Aber das war kein Käfer. Das war ein Mirgos. Die gibt es hier überall.«

»Überall?«, fragte Alexander ungläubig und schaute sich ängstlich um.

»Es sind Wesen niederer Herkunft. Sie scheuen das Licht und jagen nur des Nachts. Sie rauben junge Vögel aus ihren Nestern oder neugierige Frischlinge. Normalerweise jagen sie im tiefen Wald und kommen nicht so nah an den Weg heran, doch irgendetwas oder irgendjemand scheint ihnen ihr Jagdrevier streitig zu machen.«

Alexander war immer noch ganz nervös und fragte: »Meinst du, das Ding kommt noch mal wieder?«

»Es ist schon ungewöhnlich, dass sich diese Kreatur an einen Menschen heranschleicht.« Dann blickte sie Alexander in die Augen und sagte: »Sorge dich nicht, ich werde über dich wachen.«

»Ja, ja. Das hast du schon mal gesagt und fast wäre ich gefressen worden. Und was meinte dieses Monster mit: »Die Dings werden mich sowieso erwischen? Wer wird mich erwischen?«

Lilu starrte abwesend in das Feuer und gab keine Antwort.

¤

Die Tage und Nächte vergingen und weder von dem Berg, noch vom Drachen war etwas zu sehen. Je tiefer sie in das Dunkel des Waldes drangen, desto schmaler und beschwerlicher wurde der Weg, der sie zu ihrem zweifelhaften Ziel bringen sollte. Das satte, leuchtende Grün der Bäume wich einem grauen Einerlei und vereinte sich nahtlos mit der Farbe des trüben Himmels. Der Weg wurde zum Pfad und dieser ließ kaum erkennen, ob sie noch der richtigen Richtung folgten oder ob sie sich bereits verlaufen hatten. Außer den abertausenden Insekten kreuzte kein einziges Wesen ihren Weg und sogar das fröhliche Zwitschern der Vögel in den Bäumen war verstummt. Die Luft hing stickig und zäh über dem Boden und nicht das leiseste Lüftchen verhieß Erfrischung.

Des Morgens brachte tiefer Nebel, so dick wie ein grauer Vorhang, etwas Frische und der anschließende Regen bescherte eine willkommene Abkühlung, doch war der Guss nur von kurzer Dauer und die Tropfen hatte ihre liebe Mühe, das dunkle Blätterdach zu durch­dringen und ihren Weg zum Waldboden zu finden. Dichtes Dornengestrüpp verweigerte ihnen den Weg, zerrte an ihrer Kleidung und hinterließ tiefe, blutende Kratzspuren auf der Haut, als hätten sie in einem Sack mit hundert übermütigen jungen Kätzchen gesteckt.

Alexander war sich nicht sicher, ob sie nun bereits zwei oder drei Tage unterwegs waren, da die Tage kaum heller als die Nächte waren und der Marsch lediglich durch die spärlichen Mahlzeiten unterbrochen wurde. Die Wanderer sprachen nicht viel und Alexander bemerkte, dass seine Begleiterin seit geraumer Zeit nicht mehr die wilden Blumen am Wegesrand beachtete oder gar mit diesen sprach. Als sie sich aufgemacht hatten, war das Mädchen bei vielen Blumen stehen geblieben oder hatte im Vorbeigehen zu ihnen gesprochen, und obwohl er das mehr als albern gefunden hatte, beunruhigte ihn ihr neuerliches Verhalten. Es hatte so eine gewisse Leichtigkeit in der Art und Weise, im Wesen des Mädchens gelegen, die alle Furcht und Bedenken im Ansatz hatte verfliegen lassen, doch nun schien Lilu nachdenklich oder gar verunsichert und das war kein gutes Zeichen.

Sie ging voraus, verlangsamte ihren Schritt und berührte mit ihrer Hand die Bäume. Ihre Handinnenfläche strich dabei langsam im Vorbeigehen über die groben Baumrinden und dabei murmelte sie leise vor sich hin.

Neugierig geworden und um sich von seinem Hunger abzulenken, fragte Alexander: »Warum machst du das?«

Ohne ihm ihren Blick zuzuwenden antwortete Lilu: »So ertaste ich unseren Weg. Ich fürchte, wir finden sonst nicht mehr aus dem Dickicht auf den rechten Pfad.«

Alexander erkannte nichts in ihren Händen, womit sie die Bäume hätte markieren können, also hakte er nach: »Mit deiner Hand?«

»Ja, lieber Alexander, ich spüre. Jeder Baum ist anders. Jeder hat seine typische Rinde, seinen eigenen Duft und seine Geschichte. Was man sieht, ist eine Sache, aber wenn man sicher gehen will, muss man sehen und hören, fühlen, riechen und schmecken«, antwortete Lilu und nach einer kurzen Gedankenpause fuhr sie fort: »Stell dir vor, du hast Hunger und siehst ein leckeres Brötchen – du würdest dieses essen, nicht wahr?«

»Na klar, und ob«, antwortete der Junge und spürte, dass ihm allein bei diesen Worten, bei dem Gedanken an ein herzhaftes Brötchen das Wasser im Munde zusammenlief.

»Nun stell dir vor, dieses Brötchen wäre knüppelhart. Würdest du es dennoch essen? Was wäre, wenn es nach Verwesung riechen würde oder du quiekende Laute aus dem Inneren des Brötchens hören würdest? Würdest du es trotzdem essen?«

Alexander verzog seine Miene und antwortete: »Iiih, natürlich nicht.« Und der Gedanke an ein verwestes, quiekendes Brötchen verdarb ihm den Appetit.

»Na also. Deine Augen haben dir ein leckeres Brötchen gezeigt, aber deine Nase und deine Ohren haben dich gewarnt, dieses lieber nicht zu probieren. Es hat einen Grund, warum deine Nase direkt über deinem Mund liegt.«

Diese Erklärung schien einleuchtend. »Aha, du fühlst und siehst die Bäume und dann kennst du den Weg«, bestätigte Alexander.

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