Anna-Lina Köhler - Würdest du um mich weinen, wenn ich sterbe?
Здесь есть возможность читать онлайн «Anna-Lina Köhler - Würdest du um mich weinen, wenn ich sterbe?» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Würdest du um mich weinen, wenn ich sterbe?
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Würdest du um mich weinen, wenn ich sterbe?: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Würdest du um mich weinen, wenn ich sterbe?»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Was würdest du dir wünschen und wovon würdest du träumen, wenn die Zeit, die dir noch bleibt, fast abgelaufen ist?
An was würdest du dich erinnern wollen und an wen … in dieser Welt und in der nächsten?
Würdest du um mich weinen, wenn ich sterbe? — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Würdest du um mich weinen, wenn ich sterbe?», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Sie mag trügerisch und falsch sein. Vielleicht werde ich mich schon bald mit Tränen in den Augen von dieser Welt verabschieden. Aber vielleicht wird mir noch ein letzter Moment gegönnt, indem nicht nur das Schlechte in mir hervorgerufen wird. Dann werde ich mit einem Lächeln auf den Lippen einschlafen. Ich möchte suchen, ich werde etwas suchen, das mir zeigt, dass es wert war gelebt zu haben. Die Erkenntnis über etwas Dauerhaftes, das ich hinterlassen möchte, ist die Hoffnung, die mich meinen blutenden Arm verbinden lässt. Vielleicht habe ich dieser Welt doch etwas geben können, nicht nur die Launen meines alten verzogenen Selbst. Ich werde es suchen und ich werde es finden oder dabei sterben. Denn sterben muss ich ohnehin.
Der besprenkelte Dolch dort zu meinen Füßen ist nicht mein Schicksal. Es ist nicht das, was von jeher für mich vorhergesehen wurde. Mein Weg hat stets geradeaus geführt. Ich war zu feige, ihn zu verlassen. Nun stehe ich an seinem Ende und mir bleiben bloß noch zwei Möglichkeiten. Ich werde bleiben, bis der Moment kommt, der mich in sich gefangen nimmt, weil er mich glücklich macht oder bis der Tod beschließt nicht länger zu warten.
Kapitel Drei
Die Nacht weicht dem Tag. Ich fühle die Wärme der Sonne, als ihr erster Strahl durch mein Fenster bricht und mein Gesicht berührt. Dieser Moment ist so befreiend und doch furchteinflößend zugleich. Die Finsternis hat mich nicht angerührt, sie hat mich nicht mit sich genommen und den dunklen Mantel um mich gelegt, den der Tod auf seiner Reise in eine fremde Welt trägt. Diese Nacht habe ich überlebt, einen weiteren Tag des Lebens gewonnen, doch schon bald wird die Sonne erneut untergehen. Es ist ein nie endender Kreislauf, das Gesetz der Natur und der Zeit und genau das ist es, was mir kaum noch bleibt – Zeit. Irgendwann werde ich den Tag dahinschwinden sehen und die Dunkelheit wird hereinbrechen. Sie wird mich flüsternd rufen, mich locken und ich werde diesem Ruf folgen müssen und dann wird es für mich auch kein Erwachen mehr geben. Ich stehe auf der Liste des Todes und mein Name ist mit Blut geschrieben. Bald wird die knochige Hand, die aus dem schwarzen Umhang ragt, die Feder nehmen und ihn durchstreichen. Dies ist die Reise, die jeder von uns allein antreten muss.
Mein Kopf fühlt sich schwer auf den Schultern an, meine Muskeln sind verspannt. Ich reibe meine Augen, als mich mit einmal Mal ein stechender Schmerz durchzuckt. Es sind nicht meine schwarzen Male, dieses Gefühl ist anders, intensiver. Ich beiße mir auf die Lippe, um ein zitterndes Stöhnen zu unterdrücken. Erst als ich meinen schlecht verbundenen Unterarm sehe, kann ich mich wage an die vergangenen Abende erinnern, der beinahe mein letzter gewesen war.
Mein Atem ist stockend. Ich fühle mich, als ob ich trotz der aufgehenden Sonne nicht richtig erwachen kann. Ich bin nicht wach und ich schlafe nicht, ich bin irgendwo dazwischen. Auf dem schmutzig weißen Verband zeichnen sich rote Abdrücke ab. Ob ich viel Blut verloren habe weiß ich nicht. Es war nicht genug, um mich zu töten, aber es war gewiss zu viel für mein krankes Selbst. Der Dolch liegt noch immer dort auf dem Boden, wo ich ihn fallen gelassen habe. Ich werde ihn wieder verstecken müssen, bevor meine Stiefmutter ihn findet. Ihre Enttäuschung darüber, dass ich nicht endlich gegangen bin, wird sie nicht verbergen können, selbst, wenn sie weiß, dass Selbstmord Sünde ist. Sie gibt vor, sich um meine Seele kümmern zu wollen, damit ich nach meinem Ableben an der Seite unseres Herrn Platz nehmen darf. Doch es ist ein Schauspiel, eine Fassade, die sie selbst in Abwesenheit meines Vaters noch aufrecht zu erhalten versucht. Sie schert sich nicht um mich. Vielleicht sollte es mich verletzten, doch dafür kenne ich sie zu wenig. Selbst das Wort Stiefmutter erscheint ihr nicht gerecht zu werden. Meine Mutter ist tot und seitdem wohnt eine Fremde bei mir.
Ich möchte mich bewegen, doch alles was mich umgibt ist der Schmerz. Jeder Atemzug fühlt sich an, als ob ich Scherben einatmen würde, die sich mit unbeugsamer Brutalität durch meinen Körper fressen und alles auf ihrem Weg zerschneiden. Ich drehe mich mühsam auf die Seite und versuche mich aus dieser Position wiederaufzurichten. Das Kissen schiebe ich weiter nach oben, sodass ich mich besser am Kopfende des Bettes anlehnen kann. Es ist ein absurder Kraftakt.
Eine Wolke schiebt sich vor die Sonne und verdunkelt das Zimmer. Die Kerzen sind heruntergebrannt. Es befinden sich Neue in einem großen hölzernen Schrank direkt am gegenüber vom Fußende meines Bettes. So nah und doch unerreichbar für mich. In diesem Moment bin ich nicht in der Lage dazu aufzustehen, um neue zu entzünden. Selbst wenn die kleinen Flammen etwas Wärme spenden würden. Dabei gibt es auch einen Karmin in diesem Raum. Mir hat es noch nie an etwas gefehlt, dafür habe ich meinen Vater immer sorgen lassen. Doch der Kamin ist leer. Schon seit einigen Tagen hat sich niemand mehr darum bemüht, Feuerholz nachzulegen und es zum Brennen zu bringen. Es hat sich schnell herumgesprochen, dass ich krank bin und noch schneller war die Einsamkeit, die mich mit dieser Tatsache empfing. Keiner traute sich mehr zu mir. Alle haben sie Angst, die Pest könnte auch sie heimsuchen, wenn sie mir in die Augen blicken. Ich kann es ihnen nicht einmal verübeln. Es klopft. Ich brauche nicht zu fragen, wer vor der Tür steht. Niemand besucht mich, außer meinen Albträumen.
Mit einem leisen Geräusch öffnet sich die Tür. Zuerst fällt ein Schatten in den schwach beleuchteten Raum. Es sind nicht mehr, als magere schwarze Umrisse und doch entlocken sie mir ein kurzes Lächeln. Ich weiß, dass sie es ist, bevor sie auch nur hereintritt. Ich ziehe die Decke weiter nach oben, verdecke meinen Körper bis zu meinem Hals und lege die langen Haare leicht darüber. Sie soll die Beulen nicht sehen. Es reicht, wenn ihr das bleiche Antlitz einer Leiche mit blauen Lippen entgegenblickt, denn sie ist wohl die Einzige, der mein Schicksal noch nicht egal geworden ist.
Die Tür wird sachte ins Schloss gedrückt. Als sie sich zu mir umdreht liegt auf ihren Lippen ein Lächeln. Es ist so unfassbar freundlich, so wärmend, dass auch mein Mund sich zu einem schwachen Grinsen verzieht, das jedoch wenige Augenblicke später vom Schmerz vertrieben wird. Ich versuche mir nicht anmerken zu lassen, wie weit mich die Pest schon zerstört hat. Leiden kann ich, wenn ich allein bin. Die Einsamkeit passt zum Schmerz, aber ich möchte nicht zulassen, dass sie mich so in Erinnerung behält.
Sie blickt aus dem Fenster, sieht der Sonne entgegen. Ihre Strahlen spiegeln sich in ihren Augen wider und lassen sie regelrecht leuchten. Mein Kiefer verkrampft sich schlagartig, als ich an den Dolch denke, der noch immer blutverschmiert auf dem Boden liegt. Sie darf ihn nicht sehen. Sie darf nicht sehen, wie verzweifelt ich bin. Falls sie die kleine Waffe tatsächlich gesehen hat, ignoriert sie eine unausgesprochene Wahrheit und ich weiß, dass sie es für mich tut.
Eine Weile sehe ich ihr still dabei zu, wie sie die Kerzen austauscht und anzündet. Es liegt kein Holz mehr in dem fein geflochtenen Korb neben dem Schrank, um auch den Kamin entzünden zu können. Doch das macht mir nichts aus. Ich bin mir sicher, dass sie nächstes Mal etwas mitbringen wird und ich bin ihr so dankbar. Ich bin ihr so unendlich dankbar, denn sie scheint die Einzige zu sein, der es nicht egal ist, dass ich sterbe. In all der Einsamkeit vergesse ich immer wieder, dass es noch einen Menschen auf dieser großen Welt gibt, der sich um mein Schicksal sorgt. Ein Mensch, der noch immer darauf hofft, dass am Ende alles gut wird, so wie in den Geschichten, die uns früher immer vorgelesen wurden. Und plötzlich bin ich froh, dass ich noch lebe. Ich bin froh, dass ich mein Leben in der letzten Nacht nicht in Gottes Hände übergeben habe. Sie ist die Erinnerung meiner Vergangenheit und meiner Zukunft. Sie ist das, was ich nie missen möchte – sie ist meine beste Freundin. Die kleinen Flammen der Kerzen erhellen das Zimmer augenblicklich und helfen der Sonne die Wärme des Tages zurückzubringen. Sie nimmt sich den kleinen Hocker, der vor dem Kamin steht und setzt sich neben mein Bett. Ich halte meinen rechten Arm bewusst unter der Decke. Ich werde den Verband selbst wechseln müssen, wenn sie gegangen ist, um mich nicht zu verraten. Das Blut wird hoffentlich schon angetrocknet sein, sodass sich die Schnitte nicht von neuem öffnen. Sie könnten sich entzünden, aber davor fürchte ich mich wenig. Selbst wenn sie es tun, der schwarze Tod wird mich längst sein Eigen nennen können, bevor entzündete Wunden ein Problem darstellen könnten.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Würdest du um mich weinen, wenn ich sterbe?»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Würdest du um mich weinen, wenn ich sterbe?» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Würdest du um mich weinen, wenn ich sterbe?» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.