Mika M. Krüger - Totenläufer

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Rina gehört zu jenen in Red-Mon-Stadt, die keinen Wert haben. Sie gilt als nutzlos, wird verfolgt und lebt in ständiger Angst um sich und die Menschen, die sie liebt. Als sie dann in die Mündung einer Waffe blickt, glaubt sie, den Kampf ums Überleben verloren zu haben. Doch der Soldat mit dem Schießbefehl lässt sie laufen, zeigt ihr sogar den Weg zu den Rebellen. Nur wieso hat er seinen Befehl missachtet? Wieso hat er sich gegen die gewandt, die ihm Sicherheit garantieren? Diese Fragen rotieren in Rinas Kopf, bis sie erfährt, wer sich hinter der Uniform verbirgt.

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Während sie wartete, lehnte sich Amanda im Stuhl zurück und musterte den Soldaten erneut. Inzwischen war seine Anspannung so groß, dass seine Hände, die flach auf den Oberschenkeln lagen, bebten. Er wusste sehr genau, wer sie war und was sie tun konnte. Sehr schön, zumindest in diesem Punkt hatte er keine Wissenslücke.

Eine vertraute Stimme meldete sich: »Amanda, ich bin mitten in einer Besprechung. Wir verschieben das auf Später.« Stadtverwalter Katsura Okanawa. Wie immer hielt er die Farce des starken Mannes aufrecht und versuchte, ihr Vorschriften zu machen. Doch auch heute war er darin nicht konsequent. Anstatt einfach aufzulegen, wartete er auf ihre Zustimmung. Sie hatte ihn gut erzogen. Angst war ein effektiver Lehrmeister.

»Das ist natürlich bedauerlich, Okanawa. Nur habe ich hier ein Problem, das wir nicht aufschieben werden.«

»Wie ich sagte, das müssen wir später klären. Ich melde mich in einer Stunde.«

»Diese Option steht nicht zur Debatte. Entweder finden wir jetzt sofort eine Lösung oder gar nicht.«

»Amanda, ist das jetzt wirklich nötig?«

»Das ist es.«

Es raschelte und sie hörte, wie er sich bei den Anwesenden entschuldigte. Das Surren einer elektrischen Türvorrichtung und seine Schritte auf dem Gang ertönten.

»Ich höre«, erwiderte er knapp. Den Unmut über ihre Störung konnte er nicht verstecken.

»Ich brauche drei neue Männer für Einheit 203 und einen Leutnant«, sagte sie und dachte bei sich, dass es schon bedauerlich war, die Hälfte ihrer Einheit durch die Rebellen verloren zu haben. Sie hatte angenommen, Neels Gefangennahme könne ohne große Verluste zum Ende gebracht werden, immerhin war das doch die Philosophie der REKA. So wenig Opfer wie möglich. Da hatte sie Tom Lichterfeld und Jay McCullum wohl falsch eingeschätzt.

»Du musst dich gedulden. Wir haben die Ausbilder der SDF informiert, es ist nur sehr schwierig, Soldaten mit passender Qualifikation zu finden. Hast du mit Rob McKanzie gesprochen? Seine Statistik ist tadellos.«

Tadellos war eine Übertreibung. Er mochte überall die neunzig Prozentmarke überschritten haben, aber von einem Perfekt war er weit entfernt.

»Du brauchst mir nicht mit den Zahlen meiner eigenen Einheit kommen. Ich kenne sie besser als jeder andere«, sagte sie. »Rob McKanzie ist keine Alternative. Selbst wenn er die Kurzausbildung zum Leutnant durchläuft, wird er den Anforderungen nicht gerecht.«

»Er ist die einzige Alternative, die wir haben. Zeit ist ein wichtiger Faktor, Amanda, und die brauchen wir, um Ersatz zu finden. Zumindest die Frage des Leutnants muss schnell geklärt werden. Um die anderen drei kümmern wir uns später. Einheit 203 muss einsatzfähig bleiben. Das ist alles, was zählt.«

»Sag du mir nicht, was geht und was nicht. Ich brauche einen Mann, der versteht, was ich ihm sage und diese Anweisungen konsequent umsetzt. Bereits Neel Talwar war ein Kompromiss. Sein Alleingang hat diese Situation provoziert. Ich habe meine Bedenken zu seiner Person mehr als einmal geäußert. Dass wir jetzt in dieser Lage sind, ist die logische Konsequenz aus einer Reihe von Fehlentscheidungen. Dir wird klar sein, dass ich mich aus eben diesen Gründen nicht weiter zurückhalten werde. Es ist meine Einheit. Ich entscheide.«

»Wir lassen uns nicht erpressen«, entgegnete er, doch Amanda wusste es besser. Alle Menschen waren erpressbar. Man musste ihnen nur den richtigen Brocken zuwerfen und schon fügten sie sich ganz von allein.

»Okanawa«, sagte sie gespielt freundlich. »Ich nehme an, ein weiterer Skandal würde deine Karriere beenden? Oder stehen die anderen Stadtverwalter neuerdings geschlossen zu dir?«

Am anderen Ende rang der Stadtverwalter mit seiner Antwort. Er wollte es nicht darauf ankommen lassen, ihr gleichzeitig aber auch nicht zu viel Macht gewähren. Zu spät. Sie hatte ihn bereits unter Kontrolle.

»Vier Männer?«, fragte er.

»Richtig.«

»Ich gebe dieser Sache die höchste Priorität. Eventuell bekommst du jemanden aus der Marine. Was passiert mit McKanzie?«

»Oh, ich hätte da einige angenehme Ideen«, antwortete sie, sah flüchtig zu dem Soldaten herüber und stellte sich vor, wie sie ihm mit einer fließenden Bewegung die Kehle aufschnitt, damit er vor ihren Füßen ausblutete. Das war eine gute Fantasie.

»Darüber diskutieren wir nicht. Er ist einer unserer Männer und hat sich nichts zu Schulden kommen lassen.«

»Wenn das so ist, bleibt er in Einheit 203.«

»In Ordnung«, Okanawa machte eine Pause und sagte mehr zu sich selbst: »Jemanden wie Neel Talwar werden wir jedoch nicht so schnell finden. Er war ein absoluter Glückstreffer.«

»Gib dir Mühe«, antwortete Amanda und beendete das Gespräch. Glück gehörte nicht zu den Wörtern, die sie verwendete, denn es existierte nicht. Man musste Chancen nutzen, zur rechten Zeit agieren und Situationen richtig einschätzen, mehr zählte nicht.

Sie hatte sich der Glasfront ihres Büros zugewandt und konnte auf die Skyline Red-Mon-Stadts blicken. Zahlreiche Hochhäuser verdeckten den Horizont, unten bewegten sich Menschen wie Ameisen auf der Flucht und dazwischen rasten die Monorailbahnen kreuz und quer durch ein Netz aus Brücken, Straßen und Fußgängerwegen. Jeder Zentimeter wurde genutzt, jedes Detail war perfekt ausbalanciert. Diese Stadt gehörte ihr. Sie war ihr Baby und sie allein wusste, an welchem Strang man ziehen musste, um alles zum Einstürzen zu bringen. Ihre Entscheidungen beeinflussten maßgeblich das Denken der Menschen, dazu musste sie keine Verwalterin sein.

»Herzlichen Glückwunsch, Rob«, sagte Amanda und wandte sich dem Soldaten zu, der auf dem Stuhl ein klein wenig nach unten gerutscht war. »Sie werden die Stelle als Nachfolger des Totenläufers nicht ausfüllen.«

Der Geruch von Angst verflog, sein Gesicht entspannte sich. Die Züge wurden weicher. Hässlich, dieser Mann war einfach widerwärtig schwach.

»Sie können abtreten.«

Er stand auf, klappte die Füße aneinander und verabschiedete sich mit einem knappen: »Madam.« Dann verließ er den Raum.

Sie betrachtete die geschlossene Automatiktür und dachte an nicht viel.

Nach einiger Zeit flüsterte sie: »Was für ein Pech, dass ich dich weggeben musste.«

Sie würden sich wiedersehen, wenn es so weit war. Vermutlich glaubte er dann, sich von der Verwaltung gelöst zu haben. Eine naive Überzeugung. Sie würde ihn niemals freigeben.

Hastig strich sie über den Touchscreen. In einem Ordner, den sie auf dem Desktop abgelegt hatte, fand sie eine Datei, die sie öffnete. In simplen, schwarzen Lettern stand dort: Nutzversicherung. Ein Wort, welches nicht annähernd ausdrückte, welch ausgeklügeltes Konzept von Abhängigkeit sich dahinter verbarg. Darunter waren in einer Tabelle die Ergebnisse des Fähigkeitstests notiert. Werte, die über die Zukunft eines Menschen entschieden. Werte, die leicht zu fälschen waren. Sie scrollte nach unten und betrachtete die saubere Unterschrift. Die makellosen Buchstaben, das stählerne Blau. Zwei Worte, die ihr jedes Mal ein Gefühl übermächtiger Genugtuung verschafften: Neel Talwar. Wenn er wüsste, wenn er auch nur ahnte ...

Ein Lächeln stahl sich in ihr Gesicht. Gläsern und maskenhaft. Er war eine Marionette und ein Idealist. Unglaublich, wie leicht er sich von scheinheiligen Motiven leiten ließ. Ein Musterbeispiel an Selbstaufgabe. Sie kannte ihn, doch begreifen konnte sie es nicht. Diese Hingabe, mit der er verzweifelt an etwas festhielt, was längst verloren war. Er konnte Schmerzen ertragen, doch das war nicht, was sie wollte. Sie wollte sehen, wie er an seine Grenzen ging, diese überschritt und in tausend Teile zersplitterte, damit sie auf seinen Resten tanzen konnte.

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