Mika M. Krüger - Totenläufer

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Rina gehört zu jenen in Red-Mon-Stadt, die keinen Wert haben. Sie gilt als nutzlos, wird verfolgt und lebt in ständiger Angst um sich und die Menschen, die sie liebt. Als sie dann in die Mündung einer Waffe blickt, glaubt sie, den Kampf ums Überleben verloren zu haben. Doch der Soldat mit dem Schießbefehl lässt sie laufen, zeigt ihr sogar den Weg zu den Rebellen. Nur wieso hat er seinen Befehl missachtet? Wieso hat er sich gegen die gewandt, die ihm Sicherheit garantieren? Diese Fragen rotieren in Rinas Kopf, bis sie erfährt, wer sich hinter der Uniform verbirgt.

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Daran erinnerte sich Rina nicht. Das Einzige, was ihr deutlich vor Augen stand, war der dunkle Ort, an dem sie geschuftet hatte. Die Gesichter der Toten und der Teer unter ihren Füßen. Sie konnte diese Sache nicht einfach so auf sich beruhen lassen.

»Ich muss mit ihm reden«, sagte Rina. »Ich will wissen, warum er das getan hat.«

»Du wirst mit ihm reden können, aber alles braucht seine Zeit.« Die Papiere drohten dem Rotfuchs aus dem Arm zu rutschen, weshalb sie sie mit einem Ruck wieder nach oben schob. »Ich bin gerade wirklich beschäftigt. Gib mir wenigstens zehn Minuten und dann nehme ich mir die Zeit, die du brauchst.«

Doch Rina wollte nicht warten.

»Der Einsatz«, sagte sie. »Es geht darum, dass der Soldat den Totenläufer schnappt, richtig?«

»Rina, das ist wirklich nichts, was dich beschäftigen sollte.«

»Wieso, weil es geheim ist? So wie die Ausrottung der Lorca und die Tatsache, dass es gar keine Krankheit gibt? Niemand soll seine Nase in Sachen stecken, die ihn nichts angehen. So funktioniert das, nicht wahr? Wir für die Stadt. Wir für die Sicherheit. Das sagen sie doch immer. Die Leute von der Verwaltung. Ich kann mit Geheimnissen leben, denn ich bin selbst eins. Und deshalb bleibe ich hier, bis ich weiß, wo der Soldat ist.«

Ein metallisches Klopfen erklang neben ihr. Als sie sich zur Seite drehte, stand der Greif lässig im Türrahmen. Auf seinen Lippen lag ein interessiertes Grinsen.

»Dein Wort in den heiligen Ohren der Verwaltung«, meinte er. »Bleibt offen, was du tun wirst, wenn du deine Antwort hast, Sweetie. Dich aus dieser Unterkunft schleichen, die SDF überlisten und … ihn hinrichten?«

Er musterte sie aufmerksam. Der Greif, der genüsslich seine Beute betrachtete. Für ihn war sie doch nur jemand, den man gut und gerne entbehren konnte. Und so jemand nannte sich Lorcafreund.

»Ich tue, was nötig ist«, sagte sie mit Nachdruck, dabei fühlte sie sich längst nicht mehr wohl in ihrer Haut.

»Was nötig ist, also? Starke Worte aus dem Mund einer Frau, die sich seit Tagen in ihre Zimmer verkriecht.«

»Jay, es reicht. Das ist alles andere als zielführend.«

»Das ist es durchaus«, sagte er, ohne den Blick von Rina abzuwenden. »Willst du ihn töten, den Soldaten? Bist du bereit, für deine Rache jemanden bluten zu lassen? Wenn ja, dann hast du eine Ahnung davon, was wir hier tun. Wir spielen nicht mit harmlosen Plastikwaffen. Es ist bitterer Ernst und manchmal verfehlen wir das Ziel. Das gehört dazu. Dein Problem ist nicht der Soldat, sondern die Verwaltung und was sie aus uns macht: Mörder.«

Etwas in Rina kreischte laut auf und wollte ausbrechen. Wie er so dastand und auf sie herabsah, verströmte er selbst die Aura eines Stadtverwalters.

»Ich töte niemanden. Was ich tun werde, ist meine Sache.«

Er pfiff durch die Zähne und verschränkte die Arme vor der Brust.

»Ich nehme an, es hat etwas mit deinem Lorcaism zu tun. Der Einzigartigkeit, die dich neben den äußerlichen Dingen von uns unterscheidet. Was hat dir deine genetische Abnormität geschenkt? Du bist schnell, hast verhältnismäßig viel Glück und kannst dich offenbar gut anschleichen, aber das ist es nicht. Es muss etwas sein, was dir stets den Arsch gerettet hat. Ein fotografisches Gedächtnis, ein überdurchschnittliches Gehör, Nachtsicht?«

»Ich besitze keinen Lorcaism«, sagte sie, doch der Greif blieb unbeeindruckt.

»Du lügst, das kann ich dir von der Nasenspitze ablesen. Du wirfst uns vor, Geheimnisse zu haben, aber verrätst nicht, was dir Vorteile bringt. Merkst du, dass da ein Missverhältnis besteht?«

Nun mischte sich der Rotfuchs wieder ein, doch ihre Worte hörte Rina nicht. Sie konnte die Gedankenfetzen des Greifs lesen. Sie waren sortiert und so durchschaubar wie Glas. Ihn zu steuern war keine Herausforderung. Es wäre sogar eine Leichtigkeit, gleich einem Räuspern, doch sie fiel nicht auf ihn herein. Er provozierte sie, um ihr zu entlocken, was sie selbst vor der Verwaltung verborgen hatte. Nun gut, dann würde sie ihm etwas geben, was ihn zufrieden stellte.

»Ja, ich habe einen Lorcaism«, sagte Rina. »Und ich kann euch helfen, den Totenläufer zu fangen. Wenn es eine Falle ist, dann lähme ich ihn, damit nichts passiert. Und danach spreche ich mit dem Soldaten.«

»Du kannst ihn lähmen?« Der Greif wusste, dass sie log. Sie bemerkte es an der Art, wie er den Kopf zur Seite legte und die Stirn runzelte. Der Adler auf seiner Wange zuckte. »Und das sollen wir dir glauben?«

»Es ist die Wahrheit.«

»Ich denke nicht, dass das eine gute Idee ist, immerhin …«

Der Greif unterbrach den Rotfuchs abrupt. »Wir brauchen einen Lorca bei dem Einsatz, darüber haben wir gerade noch gesprochen.«

»Jay, sie ist neu. Muss ich dir erklären, wie unsere Schonfristen sind und welche Trainings absolviert werden müssen, bevor jemand in einen Einsatz geschickt wird? Ganz zu schweigen davon, dass sie eben noch einem unserer Männer gedroht hat.«

Der Greif sah den Rotfuchs an. Eindringlich und ausdauernd. Es war fast so, als spräche er damit Worte aus, die nur sie beide verstehen konnten. Eine stille Kommunikation, die gewöhnlich nur unter guten Freunden gelang. Rina war sich jedoch nicht sicher, ob sie einander hassten, respektierten oder sogar mochten.

»Schön«, sagte der Rotfuchs. »Wie du willst, aber ich mache deinen Dreck dieses Mal nicht weg.« Damit schob sie sich an ihm vorbei.

Zum ersten Mal wagte Rina den Blick in das Besprechungszimmer. Drei weitere Mitglieder der REKA saßen schweigend im Raum. Ihre Blicke waren auf sie gerichtet. Sie wirkten interessiert, aber auch gefährlich fordernd. Auf was hatte sie sich da nur eingelassen? Wollte sie wirklich daran beteiligt sein, wie man den gefährlichsten Mann Red-Mon-Stadts jagte? Nein, aber sie wollte den Soldaten.

X

Der Totenläufer bekam einen Namen und eine Gestalt. Neel Talwar – das Echo dieser beiden Wörter hallte in ihr nach wie die Alarmsignale Red-Mon-Stadts in den verwinkelten Straßen bei Nacht. Während die Mitglieder der REKA über einen Plan diskutierten, der Rina wie ein unwirkliches Konstrukt erschien, haftete ihr Blick auf dem Ausdruck eines Foto, das sie herumgereicht hatten. Der Totenläufer im Licht einer Straßenlaterne. Er lehnte an einer Brüstung der Monoraillinien und betrachtete einen Gegenstand. Es sah aus wie ein Heft oder Buch, irgendetwas Altes, was sie nicht richtig einordnen konnte. Sein Gesicht war nicht zu erkennen. Er trug eine Stoffhose und einen dunklen Mantel, hatte die Beine übereinandergeschlagen und sah nachdenklich aus. Insgesamt war er nicht besonders auffällig, auch nicht ungewöhnlich groß, eher durchschnittlich. Die Art wie das Licht ihn umgab, der Winkel, aus dem fotografiert worden war und die lockere Haltung gaben der Szenerie eine friedliche Stimmung. Und das störte sie, denn es war falsch. Man nannte ihn Totenläufer, weil er über die Leichen von Menschen wanderte wie andere über Straßen aus Gold. Er sollte ein Monster sein, sofort für jeden zu erkennen, doch das war er nicht.

»… dass Rina ihn eben lähmt.« Sie sah auf. Schon wieder war sie mit den Gedanken nicht bei der Sache gewesen. Wo war nur ihre Konzentration hin?

»Wenn sie uns schon begleitet, dann stelle ich die Bedingung, dass sie in meinem Team ist.« Der Blick des Rotfuchses hing auf dem Greif, der als letztes gesprochen hatte. Im Gegensatz zu den anderen im Raum war sie sehr ruhig, sprach mit leiser Stimme und nutzte diesen Gegenpol, um sich Gehör zu verschaffen.

»Am Haupteingang hat sie keine Funktion. Sie wird hinten bei mir im Abfangteam sein.« Der Greif hatte die Arme hinter seinen Kopf gelegt, während seine Füße auf einem freien Stuhl neben ihm ruhten. Seine Präsenz erfüllte den gesamten Raum. Er ließ keinen Zweifel an seiner Autorität.

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