Mika M. Krüger - Totenläufer

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Rina gehört zu jenen in Red-Mon-Stadt, die keinen Wert haben. Sie gilt als nutzlos, wird verfolgt und lebt in ständiger Angst um sich und die Menschen, die sie liebt. Als sie dann in die Mündung einer Waffe blickt, glaubt sie, den Kampf ums Überleben verloren zu haben. Doch der Soldat mit dem Schießbefehl lässt sie laufen, zeigt ihr sogar den Weg zu den Rebellen. Nur wieso hat er seinen Befehl missachtet? Wieso hat er sich gegen die gewandt, die ihm Sicherheit garantieren? Diese Fragen rotieren in Rinas Kopf, bis sie erfährt, wer sich hinter der Uniform verbirgt.

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Drei kurze Schüsse in automatischer Feuerfolge zerfetzten die Stille und Tom sah auf. Sein Mund war trocken, der Herzschlag stockte.

»Verdammt«, flüsterte er und schickte die Nachricht ab. Zu spät. Er war zu spät.

X

Als die Schüsse durch den Nebel jagten, zuckte Rina zusammen. Mehr aus einem inneren Reflex heraus als vor Schreck. Ein Schusswechsel in ihrer Nähe bedeutete für sie gewöhnlich eine unmittelbare Bedrohung. Jemand, der auf sie schoss oder auf ihre Freunde. Heute war das anders. Sie lag sicher auf dem Dach eines Lagerhauses, umgeben von bewaffneten Rebellen.

Trotzdem beschwor das Knallen eine dunkle Vorahnung herauf. Schüsse waren außerplanmäßig, weil sie zu viel Aufmerksamkeit auf sich zogen. So hatte es der Greif bei der Vorbesprechung formuliert. Wer schoss, verriet seine Position und das hieß, alle SDF-Soldaten wären in kürzester Zeit bei einem. Das wiederum zöge den sicheren Tod nach sich.

Rinas Blick schnellte zum Rotfuchs. Sie starrte seit einigen Minuten wie verbissen auf den Rohbau und hielt ihre Waffe fest im Griff. Nun blinkte auf der Vorrichtung um ihren Arm das Signal für eine eingegangene Nachricht. Der Rotfuchs bemerkte es, las und ihre Augen weiteten sich. Ein Keim des Unglaubens spross darin.

»Was ist passiert?«, fragte einer aus dem Team.

»Es sind sieben Soldaten, keine sechs«, sagte sie und ihre Stimme klang wie Glas. Gerade noch fest genug, um nicht zu zerspringen. »Er ist durch den Nebeneingang gekommen.«

»Wer? Der Totenläufer?«

»Ja.«

»Hat’s wen von uns erwischt?«

»Kann ich nicht sagen. Am Nebeneingang gibt es keine Kameras.« Sie machte eine Pause, dachte nach. Erneut eine Nachricht. Sie las und tippte. Es ging kurz hin und her. Vermutlich mit dem Greif.

Rina versuchte, etwas zu lesen, doch die Buchstaben waren zu klein. Sie wurde unruhig. Hatten sie ihn erwischt? Tom, den Soldaten? Konnte es sein, dass er bereits tot war? Dann die nächsten Schüsse. Sofort war die Aufmerksamkeit wieder beim Rohbau. Im Nebelschleier war nicht zu erkennen, was drinnen vor sich ging.

Der Rotfuchs war versteinert. Das gelbe Licht leuchtete wieder. Als sie las, war ihre Miene nicht zu deuten.

»Wir greifen ein und geben Feuerschutz«, sagte sie letztendlich und hockte sich hin. »Ich gehe vor, ihr gebt mir Deckung. Ist das soweit klar?«

Die vier Rebellen im Team nickten. Nur Rina spürte, wie sich jeder Muskel in ihrem Körper verkrampfte. In ihr wuchs der unbändige Drang, schnellstmöglich zu verschwinden. Wie vor ein paar Tagen, als sie alle zurückgelassen hatte. Einfach weg und nicht darüber nachdenken, was hätte oder könnte. Immer nach vorn sprinten. Nur nach vorn.

»Rina! Hörst du mir zu?« Hatte der Rotfuchs etwas gesagt? »Es wird nichts passieren. Du hältst dich bedeckt und machst nur das, was ich sage, okay? Vergiss den Lorcaism.«

Rina nickte und die Angst schrumpfte zusammen. Die Rebellen waren bewaffnet und keine Opfer. Bei ihnen war sie geschützt. Es würde schon nichts passieren. Bestimmt nicht.

Doch als sie sich aufmachten, das Dach zu verlassen, purzelte Rina eine Frage aus dem Mund, die sie nicht zurückhalten konnte: »Ist er tot? Der Schleuser? Haben sie ihn erwischt?«

Zuerst dachte sie, der Rotfuchs würde sie ignorieren. Aus ihrer Sicht war es egal, ob Tom oder ein anderer Rebell gefallen war. Für sie waren alle gleichermaßen bedeutsam, gleichermaßen Freunde.

»Er war es nicht«, sagte sie. »Und jetzt los.«

X

Der Hinterhalt hatte zwei seiner Leute das Leben gekostet. Wie der Totenläufer sie in den unzähligen Räumen hatte ausfindig machen können, war Tom nicht klar. Geräusche? Wärmebilder? Intuition? Er war besser als gedacht. Tom hätte ihn nicht unterschätzen dürfen und wissen müssen, dass auch Geheimdokumente fehlerhafte Informationen enthielten. Zum Beispiel über die korrekte Anzahl der eingesetzten Soldaten. Womöglich waren die Daten auch einfach nur veraltet. Noch dazu wusste er doch, dass Neel Talwar Dinge im Alleingang durchzog.

Egal, er durfte sich nicht ablenken lassen. Der Totenläufer war einen Atemhauch von ihm entfernt. Es trennte sie nur eine graue Einbauwand, hinter der sich Tom verbarg. Mit einem Soldaten aus seiner Einheit diskutierte er die Lage.

Die unverkennbar ruhige Stimme seines Ziels weckte erneut in ihm den Wunsch, den Moment zu nutzen und ihm einfach das Licht auszuknipsen. Jetzt und hier, so wie er es mit seinen Opfern tat. Ein Schuss, eine Kugel und es wäre vorbei. Kein Hahn krähte mehr nach Neel Talwar, doch Tom wusste sehr genau, dass die Stadtverwaltung schnell Ersatz fand. Nicht umsonst hielten sie die Identität ihres Mannes streng unter Verschluss. Er war so anonym, wie er angesichts seiner Berühmtheit sein konnte, und die REKA brauchte ihn lebend.

»Sie ist gut ausgerüstet«, sagte der Totenläufer und betrachtete allem Anschein nach die Frau aus seinem Team. »Waffe und Schutzweste sind von der Hygienepolizei. Das schräge H ist noch deutlich zu sehen. Sie bedienen sich also inzwischen bei uns, anstatt sich auf Lieferungen vom Festland zu verlassen. Wir sollten die Augen offen halten. Es sind sicher nicht nur zwei.«

»Rebellenschweine«, sagte der andere Soldat. »Ich warte auf den Tag, an dem ich dem Letzten von ihnen ne Kugel geben kann.«

»Das wird dauern.« Der Totenläufer klang abgeklärt.

»Hättest sie besser am Leben gelassen, damit Higgens was aus ihr rausprügelt. Weißt doch, wie gut er darin ist.«

»Tot oder lebendig spielt keine Rolle. Wir haben ein Ziel, und das ist ein Lorca. Wir verschwenden unsere Zeit nicht mit einer Rebellenvernehmung.«

»Pff, das Ziel ist doch variabel«, gab der Soldat zurück und darin lag ein Trotz, der Tom ungewöhnlich vorkam. Es war nicht üblich, seinem Vorgesetzten zu widersprechen. Anweisungen wurden umgesetzt, die Handlungen nicht hinterfragt. Das zweite Mal, dass Neel Talwars Autorität von einem Soldaten in Frage gestellt wurde.

»Du hältst dich an die Vorschriften, Soldat. So wie jeder dieser Einheit. Verstanden?«

»Sicher, Leutnant Talwar«, antwortete er mit dem Anklang dezenter Ironie und Tom begriff, dass sein Respekt vor dem Totenläufer nur eine Farce war. Wieso?

Ein hohles Knallen war aus dem Erdgeschoss zu hören. Der Notfallplan. Carens Team sollte alle SDF-Soldaten an einen bestimmten Punkt locken, sie umzingeln und den Totenläufer stellen. Das nahm jedoch viel Zeit in Anspruch und war zudem gefährlich. Viele ihrer Leute hatten nur ein kurzes Waffentraining absolviert, im direkten Gefecht waren sie der SDF unterlegen.

»War das eine Explosion?«, fragte der Soldat. Seine Schritte hallten durch den Raum. Er bewegte sich von Tom weg, sah vermutlich in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen war.

Seine Chance, die beiden zu überraschen. Ohne weiter nachzudenken, zog er das Tuch der REKA über seine Nase, legte die Maschinenpistole an und verließ seine Deckung.

Im Raum war der Totenläufer gerade dabei aufzustehen. Der zweite Soldat hatte ihm den Rücken zugewandt. Auf dem Boden lag ausgestreckt die Frau aus seinem Team. Rote Linien zogen sich über grauen Beton. Tom zielte. Zwischen Helm und Schutzweste, dort wo der Nacken war, gab es einen empfindlichen Punkt. Er war leicht zu verfehlen, doch der Soldat war höchstens drei Meter entfernt und bewegte sich nicht. Die Kugel löste sich aus seiner Handfeuerwaffe und traf. Ein effektiver Streifschuss. Blut spritzte gegen die Wände und färbte sie rot. Aus dem Augenwinkel sah Tom, wie Neel Talwars Blick in seine Richtung schnellte, er die RMP7 hob und auf ihn richtete. Akkurat – perfekt.

Tom kehrte zurück in die Deckung. Kugeln bohrten sich in den Beton auf der gegenüberliegenden Wand. Ein wässriges Gluckern war zu hören. Ein Menschkörper sank zu Boden. Erledigt. Tom sah zum Notausgang. Würde der Totenläufer ihm folgen oder bei dem Soldaten bleiben, wenn er flüchtete? Wäre er bereit, seine Einheit im Stich zu lassen, um ihn zu jagen? Egal, er musste es riskieren.

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