Gerhard Gröner - Rotes Moor

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"Unauffällig an den Aufstieg zur Schwäbischen Alb geklebt, duckten sich zwei Dutzend Bauernhäuser einstöckig unter den scharf pfeifenden Westwinden."
Die Kargheit und Ärmlichkeit der Region prägt zunächst den Charakter der Protagonisten. Liebe, Hass, Schaffensfleiß, aber auch Starrsinn in privaten und im gesellschaftlichen Denken steuert ihr Handeln.
Vier Generationen durchleben Monarchie, Diktatur, Demokratie und Widervereinigung. Zwei blutige Weltkriege und ein verhängnisvoller Angriff der Taliban auf eine junge Soldatin, hinterlassen tiefe körperliche und seelische Spuren.
In einer Familie streiten sowohl männliche als auch weibliche Freunde militärischer Auseinandersetzungen gegen Pazifisten und immer wieder stellt sich die Frage, ob die die Familienmitglieder Handelnde oder Getrieben der Gesellschaft bleiben müssen.

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„Wenn ihr beiden heiraten wollt verkaufe ich euch den Kopfberghof. Ihr müsst euch noch nicht entscheiden. Aber euch beiden zusammen schenke ich das Vertrauen, den Hof meiner Vorfahren weiter zu bewirtschaften. Ihr habt nach dem Tod meiner Eltern alles richtig gemacht. Ich kann mir niemand anderes als neue Kopfbergbauern vorstellen.

Ich möchte in die Stadt ziehen. Nicht nach Ulm, das ist auch nur Provinz, auch nicht nach Berlin, da lachen mich die Preußen wegen meinem Dialekt aus, wahrscheinlich nach Stuttgart.“

„Maria“, bat Hans auf dem Rückweg von der Denkmalenthüllung, „hinterfrag bitte die Ernsthaftigkeit von Friederikes Ansinnen. Diese Chance ist für uns eine grandiose. Wir müssen sie nutzen, wir kennen jeden Winkel im Hof, jeden Acker, jedes Stück im Moor, jedes Tier, auch Stallknecht Fritz wird vermutlich bei uns bleiben und wir kennen die Zahlen. Ich will nicht enttäuscht werden, rede bitte du mit ihr, von Frau zu Frau.“

Noch am selben Abend setzten sich Maria und Friederike in der Wohnstube zusammen und flüsterten vorsichtig über den Verkauf des Hofes.

„Willst du ernsthaft verkaufen, Friederike?“

„Oh Maria, ich fühle als lebe ich zum zweiten Mal hier auf diesem öden Flecken Erde, so langweilig können Jahre sein. Vielleicht find ich den Strahl Licht, auf dem ich in die Zukunft wandern kann.“

„Friederike“, fragte Maria weiter, „hast du schon Ziele, in Stuttgart?“

„Ja, Maria“, Friederike lehnte sich weit zurück und schloss die Augen, „ja, Träume habe ich. Mein Ziel ist die Reise. Ich hätte es meinem Vater nie recht machen können. Ich wollte mich auch nicht in Hattelfingen verheiraten lassen, meine Mutter hat mir bei diesem Thema sehr viel Verständnis entgegengebracht. Ich passe nicht hierher in dieses gottverlassene Nest, nicht aufs Land und schon gar nicht auf die mich schon als Kind abweisende, steinige und ausgetrocknete Alb.“

„Aber wir, der Hans und ich, wir sind stets gut mit dir ausgekommen, oder?“

„Ja, Maria, das stimmt sehr wohl, ihr seid lieb. Doch auch ihr kennt nicht meine Gefühle. Wenn ich mir nachts die Frage stelle, warum ich gerne unser Haus, die Zimmer, unsere Scheune, ja alles, in tiefem Dunkelblau anstreichen möchte. Wenn ich morgens aufwache und mich frage, welche Wirkung die Farben von samtigem Rot oder aggressivem Grün oder leuchtendem Orange auf unsere Entscheidungen und unser Wohlbefinden haben.

Schau jetzt nicht so erschrocken, Maria, genau das bin ich. Und nicht das, was man von mir erwartet. Man ist wie man ist, ist nicht diejenige, die das Dorf haben will! Und Maria, das fühle ich nagend in mir, es würde meine Seele verschleißen, wenn ich den langen Weg der Anpassung gehen müsste, deshalb geh ich weg.“

„Wann würdest du denn verkaufen, noch heuer?“

„Gleich, Maria, gleich in den nächsten Wochen. Aufschieben hieße meinen Weg verlassen. Rede mit Hans, fragt euch ob der Hof eure Zukunft sein kann und leitet anschließend alle Gespräche mit den Ämtern ein.“

„Ja, Hans, der Wille zum Verkauf ist bei Friederike nicht mehr auf zu halten, wir beide müssen uns nun einig sein“, berichtete Maria. Sie saßen nebeneinander auf der Bank und das Flackern einer Kerze spiegelte sich in ihren ernsten Gesichtern. Gedankenverloren öffnete Maria das Ende ihres Zopfes und band ihn wieder neu, sie schaute Hans tief in die Augen, um dann leise weiter zu reden:

„Aber, Hans, ich möchte mit dir zuerst darüber reden ob wir nicht heiraten. Wir lieben uns doch und ich möchte nicht, dass unsere Kinder ledig auf die Welt kommen. Sie sollen nicht Renzer sondern Geyer heißen.“

„Maria“, antwortete Hans ruhig, „diese einmalige Gelegenheit, die wir uns beide lange herbeigesehnt haben, müssen wir nun beim Schopfe packen.“

„Du hast recht, Hans, dies ist unsere große Chance einen Bauernhof zu erwerben. Ich glaube auch, dass wir mit dem Kopfberghof nichts falsch machen können. Er ist nicht zu groß und nicht zu klein. Wir beide und unsere Kinder könnten gut davon leben. Dennoch, wir sollten noch eine Nacht drüber schlafen.“

Nach einer vor Aufregung schlaflosen Nacht, noch vor dem Gang in den Stall, nahm Maria das Thema wieder auf:

„Hans, ich möchte das offen ansprechen. Ich würde gerne am Hof beteiligt sein. Du brauchst bestimmt auch mein Erspartes und ich will, dass unsere Kinder später den Hof von uns beiden bekommen, nicht von einem Elternteil. Wie oft schon hat das Bauernfamilien zerstört, wenn egoistisch das ICH und MEIN im Vordergrund standen. Ich hätte gerne, dass wir immer WIR und UNSER sagen können.

Und noch ein wichtiges Thema: Wenn wir vor der notariellen Beglaubigung heiraten, muss nicht später mein Nachname und der unserer Kinder umgeschrieben werden. Das kostet dann ein zweites Mal Geld.“

Hans war zunächst sprachlos. In einer Zeit, in der erst vor wenigen Jahren das Wahlrecht für Frauen eingeführt wurde, fand er Marias flammende Ansprache mutig. Gleichzeitig auch bewundernswert.

„Lass mich überlegen, Maria“, Hans Geyer hielt die Hand an die Stirn, „also gut. Wir teilen uns die Aufgaben, du organisierst den Hochzeitstermin und ich finde einen Termin mit Friederike, Notar und Bürgermeister. Ich muss ohnehin vorher auf die Raiffeisenkasse nach Langenau um die Finanzierung zu klären.“

Hans Geyer überlegte weiter: „Ein anderes Thema, Maria, soll ich mit Fritz sprechen oder willst du ihn fragen?“

„Frag du ihn, Hans. Der Fritz ist noch von der alten Sorte, der will nicht von einer Frau angesprochen werden und wir brauchen ihn. Er hat die Stallarbeit sicher im Griff, von morgens um sechs bis über den Sonnenuntergang hinaus. Und er ist genügsam.“

Hans ging über den Hof direkt zu Fritz, der gerade Rüben zu Futter zerhackte und fragte: „Fritz, du kannst es dir vielleicht denken. Wir, also Maria und ich, haben Interesse daran, den Kopfberghof zu übernehmen. Würdest Du auch für uns arbeiten?“

Aus dem als redefaul bekannten Stallknecht Fritz brach es unvermittelt heraus:

„Glaubt ihr vielleicht ich wäre blind und taub. Es ist gut, dass du zu mir kommst, Hans. Ich hab schon darauf gewartet. Das ganze Dorf weiß doch von Babette, dass ihr Zwillinge bekommt und die junge Bäuerin, die Friederike wollt schon als Kind von hier weglaufen. Und du und Maria, ihr habt ja auch immer fleißig gespart.“

Hans Geyer atmete erleichtert auf.

„Also“, sprach Knecht Fritz weiter, „in meinem Alter wechselt man nicht mehr den Hof. Ich will bei euch bleiben, kenne ja alles in- und auswendig. Und die Rosl kalbt in zwei Monaten, das ist meine Lieblingskuh, da muss ich ohnehin dabei sein.

Ich wünsche dir und Maria viel Glück und uns eine ruhige Zusammenarbeit.“

„Danke, Fritz“, sagte Hans nachdem er sich von den unüblich langen, wohl vorab überlegten Sätzen beeindrucken ließ, „danke. Wir ergänzen uns und passen prima zusammen.“

Als würde der alte Kopfbergbauer noch den Takt vorgeben fügte Hans Geyer dann hinzu: „Also, dann lass uns wieder an die Arbeit gehen.“

Obwohl Schreiben nicht unbedingt zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählte, setzte Hans noch am gleichen Abend einen Brief an die Bank auf, mit der Bitte um einen Termin für ein Kreditgespräch.

Prompt kam die Antwort mit einer Einladung für ein klärendes Sondierungsgespräch am nächsten Dienstag.

Hans zog seine Sonntagskleider an und sagte zu Maria: „Drück uns beide Daumen, heute entscheidet sich unser zukünftiges Leben.“

„Ich drück uns selbstverständlich die Daumen. Doch eines ist auch klar, Hans, unser Leben hängt nicht alleine vom Eigentum ab. Es gibt noch wichtigeres…“

Hans war bereits ungeduldig zu Tür hinausgerannt. Die volle Konzentration galt nun dem entscheidenden Gespräch: Kredit oder kein Kredit, Hof oder nicht Hof, Bauer oder weiterhin Knecht.

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