Marion Stoll - Fantasio

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Carl ist 16 und stark an Rockmusik und Mädchen interessiert. Er geht mit Gaby, der hübschesten Braut von der Schule. Partys mit seinen Freunden, Musik und Joints bestimmen sein Leben. Beim Besuch eines Musikclubs wird er von der um einige Jahre älteren Elfi verzaubert, der er hoffnungslos verfällt. Kann er zwei Mädchen gleichzeitig lieben? Die Clique, Gaby, Elfi, das alles wächst ihm über den Kopf. Er muss dringend die richtige Entscheidung treffen. Wird sich erfüllen, was er sich innerlich erhofft?
Fantasio ist die Geschichte einer träumerischen, idealistischen Generation. Sie sind friedliebend, künstlerisch und anders, wollen auffallen und provozieren, sonst nichts. Der Roman schildert das Lebensgefühl Ende der Sechziger und zeigt, wie nicht nur die Hauptfigur, sondern auch der Rock 'n' Roll seine Unschuld verliert.

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Udo hatte seinen Goldfischteich zum Getränkekühler umfunktioniert. Unzählige Bierflaschen-Etiketten hatten sich abgelöst und schwammen wie ein bunter Teppich auf der Wasseroberfläche. Es waren alle möglichen Biersorten darunter: Hansa, Ritter, Kronen, das volle Sortiment.

Carl angelte wahllos eine Flasche heraus. Seine Tarnkappe würde er noch eine Weile aufbehalten. Unauffällig schlenderte er durch den Garten und verharrte, weil Whiskys Stimme lauter wurde. Für eine Weile lauschte er andachtsvoll.

Um seinen Worten mehr Gewicht zu verleihen, fuchtelte Whisky mit den Händen in der Luft herum wie ein Prediger oder so. „Versuche dich zu nähern, aber komme nicht zu nah. Versuche durchzukommen, aber nicht vor die Hunde zu gehen. Jetzt bist du unberührbar. Nur ich kann dich noch berühren. Du bist unsichtbar. Du hast zu viele Geheimnisse. Eines Tages wirst du alles finden, was du je gesucht hast.“

Whisky verneigte sich mit einer galanten Armbewegung und die Mädchen applaudierten lachend.

„Oh Whisky. Das war... das war ... Puh...“, begeisterte sich Angelika. „Hab noch richtig Gänsehaut. Von wem ist das?“

„Das hat Bob Dylan gesagt. Na ja, so ähnlich jedenfalls.“ Whisky wirkte ein wenig verlegen, und ganz ehrlich, soviel Poesie hätte Carl dem alten Haudegen gar nicht zugetraut. Whisky schien etwas hinzufügen zu wollen.

„Und was machst du so beruflich, wenn ich fragen darf?“, kam Sylvia ihm zuvor.

Die Frage traf ihn unvorbereitet. „ Mm! Ist noch nicht ganz raus. Also mit der Uni, das ist ... das hat sich... “

„Klaro Student. Hätte ich gleich drauf kommen können“, hatte Sylvia die Erleuchtung.

„Yeah. Ganz genau. Du hast es drauf. Du hast es echt drauf, Mann.“ Whisky zwirbelte mit den Fingern an seinem Fu-Man-Chu-Bart und grinste.

„Mm“, machte Sylvia. „Und was ist dein Fach?“

Whisky stutzte, faltete unbewusst die Hände, blickte zum Himmel und betete, dass die Fragestunde bald ein Ende hatte.

Sylvia strahlte und konnte sich kaum zurückhalten. „Wow! Du willst Pfarrer werden? Oder Priester?“

„Wo nimmst du’s nur her? Na ja, so was in der Richtung, jedenfalls“, gab er Sylvia recht, denn genau das wollte sie von ihm hören.

Sylvia ließ nicht locker. „Echt wahr jetzt ... ohne Flachs?“

„Mann, frag mich was Besseres, mein Hase! Heiß ist mir, und ’n neues Bier könnt ich dringend gebrauchen.“

Carl hätte seine Tarnung am liebsten aufgegeben und laut losgebrüllt. War das interessant. Und das Gespräch wurde noch spannender. Gisela fragte nämlich kichernd: „Warum nennen dich alle Whisky?“

Carl hätte sich beinahe an seinem Bier verschluckt und bekam plötzlich Teleskopohren.

Whisky nahm einen ordentlichen Schluck aus der Flasche, die ihm Sylvia überlassen hatte, wischte sich den Mund mit dem Handrücken ab. „Gefällt dir Whisky etwa nicht?“

„Klaro. Doch.“

„Na, siehst du. Dann ist ja alles roger!“

„Dann sag mir wenigstens deinen Vornamen?“, prockelte Ulrike weiter.

Bevor er antworten konnte, hielt sich Whisky dezent die Hand vor seinem Mund und stieß die überschüssigen Gase der Kohlensäure aus. Und plötzlich kippte seine Stimmung, wirkte er nachdenklich. „Und jetzt entschuldigt mich bitte, meine Damen!“, sagte er, verbeugte sich und entfernte sich aus der Frauenrunde.

Die Mädchen tranken Früchtebowle. Sobald der Flüssigkeitspegel in der Schüssel gegen Null abzusinken drohte, goss Udos Schwester Manuela das verführerische Getränk mit Kellergeister und Cognac auf.

Ulrike, Sabine und Susanne hatten sich Würstchen aus dem Topf geangelt, die sie zwischen ihren Fingern hielten und damit rumwackelten, als bestünden sie aus Gummi. Sie kicherten albern, und es gehörte nicht allzu viel Phantasie dazu, sich auszumalen, was der Grund ihrer Ausgelassenheit war.

Udos Mutter stolzierte während des ganzen Abends zwischen den Gästen herum wie ein Starlet. Hier ein kurzer Smalltalk, dort eine nett gemeinte Regieanweisung. Udo passte das nicht. Frau Meyer trug ein aufreizend enges Kleid mit Blümchenmuster, an einer Seite war es bis hinauf zum Oberschenkel aufgeschlitzt. Carl verglich ihre Figur mit den Kurven einer Rennyacht, und das war nicht übertrieben. Sie war ansehnlich geschminkt, mit dicken rot aufgemalten Lippen und so. Ihre blonden Haare hatte sie auf dem Hinterkopf hochgesteckt und mit einer goldenen Spange befestigt. Einen schlanken Hals hatte sie, wirkte fast ein wenig wie Brigitte Bardot, nur dass sie ein paar Jährchen älter war, aber das fiel bei schlechter Beleuchtung kaum ins Auge.

Im Vorbeigehen lächelte sie Carl an, blinzelte dezent mit den Augen. „Alles in Ordnung, Scharrlie?“

Carl zeigte sich von der besten Seite, schmunzelte zurück und dachte sich nichts dabei. „Toll, Frau Meyer. Echt toll hier“, lobte er die vorbildliche Organisation.

Er hätte sich seine Mutter in diesem Aufzug nicht vorstellen können, und vermutlich hätte er etwas dagegen einzuwenden gehabt.

„Der Engel mit dem Schlitz im Kleid“, bemerkte Gonzo hinter vorgehaltener Hand und rammte Carl seinen Ellenbogen in die Seite.

„Hört bloß endlich auf damit“, regte sich Udo auf, „sonst bildet sie sich noch was darauf ein.“

„Ist ’n ganz schöner Feger, deine Mama“, grinste Whisky und blickte lüstern auf den runden Hintern ihrer Gastgeberin. „Ich sollte vielleicht mal wieder etwas gegen den Juckreiz tun, wisst ihr?“

„Ich weiß, was du meinst“, pflichtete ihm Gonzo bei und griente wissend.

Udo sah rot. „Noch ein Ton, und die Party ist gelaufen!“

Whisky versuchte die Sache herunterzuspielen. „Alles klar, altes Astloch. Reg dich wieder ab! Piano. – Okay, ihr Jungspunde, dann lasst uns die Sache mal lässig abrunden und noch einen zu uns nehmen.“ Und während er dies sagte, hob er entschuldigend die Hände in die Luft, beugte sich zu Udo herüber und drückte ihm ein schmatzendes Küsschen auf die Wange.

Die Dunkelheit hatte sie übergangslos eingefangen, in jedem Winkel des Gartens brannten Gartenfackeln. Aus den Lautsprechern näselte Bob Dylan sein finsteres Desolation Row . Im Schein der bunten Lampions drehte Carl ihm den Hahn ab, weil das Stück nicht enden wollte. Velvet Underground hielt er für passender. Oh Wunder, auch diesmal kein Protest!

Sein Magen meldete sich mit einem beeindruckenden Knurren. Nur ein jämmerliches Würstchen hatten sie übrig gelassen. Aufgeplatzt und vollgesogen wie ein Schwamm, dümpelte es auf dem Grund des Kochtopfes.

Enttäuscht legte er den Deckel auf den Topf zurück und begnügte sich mit einer trockenen Scheibe Toastbrot. Hawai-Toast wäre jetzt nicht schlecht.

Er hörte ein Geräusch, drehte sich ruckartig um und stieß mit seinem Hintern gegen den Kochtopf, dessen Deckel scheppernd auf dem Terrassenboden landete. Gaby hatte sich hinter seinem Rücken angeschlichen, unterdrückte einen Lachanfall, allenfalls ein leises Glucksen verbarg sie hinter vorgehaltener Hand. Sie ging in die Knie und hob den Deckel zurück auf den Topf. Dabei ließ sie ihr Ziel nicht aus den Augen, verschlang Carl mit ihren Blicken, als sei er der Hauptgang eines Festmenüs.

Er versuchte zu lächeln, wollte etwas sagen und brachte doch nichts zustande.

„Hi Charly, ganz nett hier. Oder?“, begann sie das Gespräch.

„Ga... Gaby?“ gab er zurück, und während er seinen Gaumen mit der Zunge von festgepappten Toastresten befreite, nickte sie eifrig. Carl spülte mit Bier nach. „Und wie läufts so?“, fragte er.

Es war eher einer dieser zaghaften Anbändelungsversuche, bei denen der Stoff für die Fortsetzung viel zu rasch auszugehen droht, und deswegen drehten sie sich dankbar um, als Udo seiner Schwester zurief, sie möge mehr Bier in den Teich legen und kaltes Wasser nachlaufen lassen.

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