Marion Stoll - Fantasio

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Carl ist 16 und stark an Rockmusik und Mädchen interessiert. Er geht mit Gaby, der hübschesten Braut von der Schule. Partys mit seinen Freunden, Musik und Joints bestimmen sein Leben. Beim Besuch eines Musikclubs wird er von der um einige Jahre älteren Elfi verzaubert, der er hoffnungslos verfällt. Kann er zwei Mädchen gleichzeitig lieben? Die Clique, Gaby, Elfi, das alles wächst ihm über den Kopf. Er muss dringend die richtige Entscheidung treffen. Wird sich erfüllen, was er sich innerlich erhofft?
Fantasio ist die Geschichte einer träumerischen, idealistischen Generation. Sie sind friedliebend, künstlerisch und anders, wollen auffallen und provozieren, sonst nichts. Der Roman schildert das Lebensgefühl Ende der Sechziger und zeigt, wie nicht nur die Hauptfigur, sondern auch der Rock 'n' Roll seine Unschuld verliert.

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„Bist du schon mal mit einem Mädchen gegangen?“, fragte sie ihn aus heiterem Himmel.

War er natürlich nicht, es sei denn, Händchenhalten zählte dazu. „Nein“, antwortete er wahrheitsgemäß. „Du?“, fragte er zurück. „Ich meine jetzt, mit einem Jungen ...“

Gaby lächelte und schüttelte ihren Kopf. „Nein“, sagte sie und wechselte flink das Thema. „Hast schöne schwarze Haare, und deine Haut ist so schön braun“, stellte sie fest.

Carl sah auf seine Unterarme und zuckte mit den Schultern. „Meinst Du?“

Dann redeten sie über die Schule, über die Hitparade und über das Kinoprogramm, und zum Schluss verurteilten sie die Sinnlosigkeit des Vietnam-Krieges, und am Ende stellten sie eine Menge Gemeinsamkeiten fest. Ihre Interessen und Ansichten deckten sich in vielen Punkten. Sie sendeten auf einer Wellenlänge und strahlten sich an, wie es frisch verliebte Paare in einer Hollywoodschaukel tun. Und hier hatte er eine Gelegenheit verpasst. Anstatt ihre Hand zu ergreifen, die sie ausgestreckt auf den Tisch liegen hatte, steckte er sich lieber eine neue Zigarette an. Gaby rauchte nicht, hatte nichts dagegen, dass er es tat. Er fühlte sich pudelwohl in ihrer Gesellschaft, und als er ihr das sagte, wurde sie rot im Gesicht.

Sie hatten längst ausgetrunken, fanden kein Ende, redeten immer noch, als die Bedienung an den Tisch trat, weil sie kassieren wollte.

Ohne ein besonderes Ziel vor Augen bummelten sie durch die Einkaufszone ihrer Stadt. Zuerst über den Ostenhellweg zurück, vorbei an der Reinoldi-Kirche, über den Westenhellweg und wieder zurück zum Marktbrunnen.

Der würzig säuerliche Geruch, der beim Prozess des Bierbrauens entsteht, lag über den Dächern und zog bis in die entlegensten Winkel der Straßen. Man konnte sich ihm nicht entziehen und wurde auf Schritt und Tritt daran erinnert, dass man in der Hauptstadt des Bieres lebte. Die Brauer ließen die Maische ab, hieß es, was immer das bedeutete.

Zwei junge Menschen schritten friedlich nebeneinander her. Die Gerüche nahmen sie nicht wahr. Viel zu spannend war das, was gerade passierte und was noch vor ihnen lag. Und schließlich war der entscheidende Augenblick gekommen, das spürte Carl ganz deutlich. Er nahm seinen ganzen Mut zusammen, tastete vorsichtig nach ihrer Hand, die sie nicht zurückzog. Dann umklammerte er ihr Handgelenk, wie einen Besitz, den er nicht mehr hergeben wollte.

„Das war ein schöner Nachmittag, Charly“, hörte er sie sagen.

„Wann sehen wir uns wieder?“, fragte er flehend, und zum ersten Mal in seinem Leben spürte er diesen grausamen Trennungsschmerz in sich aufsteigen wie das Quecksilber in einem Fieberthermometer. Er war verliebt. Ganz eindeutig.

Sie blieben stehen. Carl beugte sich vor und suchte umständlich ihre Lippen. Er sah ihre geschlossenen Augen und küsste ihren roten Mund. Dann sah er nichts mehr. Gaby ließ es geschehen, und er wunderte sich, mit welcher Leichtigkeit sich sein Vorhaben umsetzen ließ. Einer seiner sehnlichsten Wünsche war endlich in Erfüllung gegangen. Zuerst küssten sie sich nur so, bis Gaby ihren Mund öffnete und ihre Zunge in seinen Mund schob. Welch eine herrlich lange Zunge. Sie saugten sich aneinander fest wie Blutegel. Es schmeckte nach Erdbeeren mit Vanillesoße, nach heißen Kirschen mit Schlagsahne, ach was, nach Mandelhaselnusstrüffel mit Schokoladenüberzug, kurz, es war der schönste Geschmack von der ganzen Welt.

Sie vergaßen alles um sich herum. Zählten nicht mehr die vielen Straßenbahnen, die anhielten und wieder weiter fuhren. Sie standen eng umschlungen an dieser Haltestelle, und irgendwann begrüßte sie der hereingebrochene Abend mit einer lauwarmen Brise. Das Haarband hatte Gaby längst entfernt, weil es überall zwicke und zwacke. Der Wind wehte eine Haarsträhne zwischen ihre Lippen, so als wollte er die Liebenden voneinander trennen.

Carl, irgendwie ganz weit weg, sah Gabys verklärten Blick.

„Oh verdammt, ich mag am liebsten gar nicht fahren, die nächste Bahn muss ich unbedingt nehmen, sonst gibts den größten Ärger zu Hause“, sagte sie.

Er entließ sie nicht ohne einen Abschiedskuss. Sie löste sich aus seiner Umklammerung und lief der Straßenbahn entgegen. Während sie einstieg, drehte sie sich um und winkte.

„Wann sehen wir uns wieder?“, rief er noch, denn am nächsten Tag fingen die Sommerferien an. Sie zuckte mit den Schultern, wusste es nicht. Bis bald, mein süßes Mädchen, dachte er und hoffte, dass es nur für Stunden war.

Die Bahn längst abgefahren, doch das Bild von Gaby wollte sich nicht auflösen, hatte sich in seinem Gedächtnis verankert, fest und nicht verrückbar. Der Rempler eines Passanten holte ihn in die Wirklichkeit zurück.

„Tschuldigung, Junge, hab dich nicht gesehen.“

„Schon gut“, gab Carl geistesabwesend zurück und träumte weiter.

Sie waren nicht auf Woodstock

Carl durchwühlte seine Parka-Taschen. Das Röhrchen mit den Aufputschpillen war an der Garderobe nicht gut aufgehoben. Er ließ es in die Gesäßtasche seiner Jeans verschwinden, reine Vorsichtsmaßnahme. Gaby ging ihm nicht mehr aus dem Kopf, auch nicht als er in den Garderobenspiegel blickte und sich die Haarsträhnen mit Spucke hinter die Ohren klebte, um die tatsächliche Länge seiner Haare zu kaschieren.

„Bist du das, Carl?“, hörte er seine Mutter rufen.

Durch den Glasausschnitt der Wohnzimmertür flimmerte Licht, mal hell, mal dunkel. Carl drückte die Tür auf. Gespenstisch beleuchtete das Bild des Fernsehers die Gesichter seiner Eltern.

Er hörte die Stimme des Nachrichtensprechers.

„... läuft in Woodstock das größte Pop-Festival aller Zeiten. Drei Tage dauert das Konzert unter freiem Himmel.“

Carl war nicht politisch interessiert, stand mehr auf San Francisco und Flower-Power, deshalb sah er sich die Abendnachrichten nie an. Sein Mund stand offen wie ein aufgeklappter Reisekoffer, und in seinen strahlenden Augen spiegelten sich die Bilder aus dem Fernseher wie in einem Kaleidoskop des Wahnsinns.

„Bisher wurden insgesamt 500.000 Besucher gezählt. Höhepunkt ist der Auftritt von Jimi Hendrix am letzten Tag dieses denkwürdigen Spektakels.“

Carls Vater sah abwechselnd auf den Bildschirm und zu Carl.

„Wie oft hab ich dir gesagt, du sollst zum Friseur gehen?“

Gebannt starrte Carl auf den Fernsehapparat. Jetzt wurde ein Polizeioffizier interviewt. Da Englisch gesprochen wurde, wurden Untertitel in Deutsch eingeblendet.

Wort für Wort las er den Text und bewegte leise die Lippen. „Ich habe noch nie so viele Menschen gesehen, die sich auf so engem Raum so friedlich verhalten. Die Jugendlichen kampieren in Autos, Zelten und Schlafsäcken und rauchen so viel Marihuana, dass man schon vom Einatmen der Luft benebelt wird“, erklärte der Offizier.

Carl griente.

„Hast du gehört?“, sagte Carls Vater und hob seine Stimme.

„Ja, ja“, antwortete Carl, ohne den Blick vom Bildschirm zu nehmen.

„Ja, ja, heißt: Leck mich am Arsch.“

Berauscht von den Bildern des Musik-Festivals, wendete sich Carl ab. Es folgten weltpolitische Themen.

„Ich hab dir einen Teller mit Broten gemacht, Carl“, sagte seine Mutter.

Carl drehte sich um, betrachtete nachdenklich den Gummibaum im Korridor. „Ja, Mama, danke“, antwortete er, holte den Brotteller aus der Küche und verzog sich auf sein Zimmer.

Er lag im Bett und starrte auf die Wellenlinien der Tapete, konnte nicht einschlafen, war viel zu aufgekratzt. Sie waren nicht auf Woodstock. Ein musikalisches Großereignis fand ohne ihre Beteiligung statt. Sie hatten es schlichtweg verpennt. Warum hatten die Verantwortlichen nicht wenigstens solange damit warten können, bis sie auf eigenen Füßen standen? Bis Amerika im Bereich des Möglichen für sie lag? Abgehakt. Nach vorne blicken.

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