Marion Stoll - Fantasio

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Carl ist 16 und stark an Rockmusik und Mädchen interessiert. Er geht mit Gaby, der hübschesten Braut von der Schule. Partys mit seinen Freunden, Musik und Joints bestimmen sein Leben. Beim Besuch eines Musikclubs wird er von der um einige Jahre älteren Elfi verzaubert, der er hoffnungslos verfällt. Kann er zwei Mädchen gleichzeitig lieben? Die Clique, Gaby, Elfi, das alles wächst ihm über den Kopf. Er muss dringend die richtige Entscheidung treffen. Wird sich erfüllen, was er sich innerlich erhofft?
Fantasio ist die Geschichte einer träumerischen, idealistischen Generation. Sie sind friedliebend, künstlerisch und anders, wollen auffallen und provozieren, sonst nichts. Der Roman schildert das Lebensgefühl Ende der Sechziger und zeigt, wie nicht nur die Hauptfigur, sondern auch der Rock 'n' Roll seine Unschuld verliert.

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Gaby wollte mit ihm gehen, natürlich wollte sie das, da war er sich sicher. Er war verknallt. Verknallt in eine Traumfrau, und allein diese Vorstellung ließ ihm einen eiskalten Schauer des Glücksgefühls den Rücken herunterlaufen.

Er wuchtete das Oberbett beiseite. Ihm wurde es zu warm, musste seine Gedanken neu sortieren, runterfahren. Zwischen ihnen hatte es mächtig gefunkt. Wie in einer Endlosschleife spulte sein Gedächtnis ein und dieselbe Sequenz ab. Immer wieder sah er Gabys sehnsüchtigen und traurigen Blick, als die Zeit des Abschieds gekommen war.

Er gähnte und deckte sich wieder zu, und irgendwann schlief er doch noch ein.

Mrs. Robinson lässt grüßen

Jemand war schon vor ihm wach. Er kannte es nicht anders. Sein kleiner Kumpel begrüßte ihn mit einer amtlichen Morgenlatte, prall wie ein gefüllter Feuerwehrschlauch. Dabei hatte er noch nicht einmal einen feuchten Traum oder so. Er konnte es sich nicht erklären, schob es, wie immer, auf seine viel zu volle Blase.

Es war sein erster Ferientag. Trotzdem stand Carl an diesem Morgen ungewohnt früh auf. In der Wohnung war es still, seine Eltern bereits zur Arbeit gegangen. Da er seine Schallplatten bei Udo vergessen hatte, musste er auf Musik verzichten.

Neun Uhr. Er schaltete die Nachrichten im Küchenradio ein, hörte aber erst richtig hin, als der Nachrichtensprecher über diesen Sektenmord in Amerika berichtete. Für den brutalen Ritualmord an die Schauspielerin Sharon Tate sei der Sektenführer, ein gewisser Charles Manson, verantwortlich. Nach seiner Festnahme und der sich anschließenden Untersuchungshaft erwarte ihn die Todesstrafe. Na, wenigstens haben sie das Schwein erwischt, dachte Carl und schaltete das Radio wieder aus. Die Wetterprognosen interessierten ihn nicht die Bohne.

Er bestaunte prüfend seine Lieblingshose. Die Jeans zeigte zwischen den Beinen deutliche Verschleißerscheinungen und würde weitere Reparaturen nicht mehr überleben, einige Stellen bereits so dünn wie Nylons. Bald würde er die Hose eintauschen müssen, gegen eine fabrikneue. In einem Blau, so dunkel wie eine Marineuniform und steif wie ein Brett.

Er machte sich Frühstück, das aus einem Brot mit Rübenkraut und einem Becher Kaba bestand. Anschließend verspürte er den Drang, sich die Zähne zu putzen, weil diese süße Kombination einen ekeligen Geschmack in seinem Mund hinterlassen hatte und ihn der stechende Schmerz in den Backenzähnen an den längst überfälligen Zahnarztbesuch erinnerte.

Er ging ins Bad, schaute in den Spiegel und betrachtete den flaumigen Schatten auf seiner Oberlippe, der die zaghaften Konturen von einem ersten Schnurrbart bildete. Eine Rasur war noch nicht nötig.

Liebend gerne hätte er einen Joint geraucht, musste sich jedoch mit einer simplen Zigarette begnügen. Immer einen kleinen Vorrat Shit zur Hand haben. Nur ein halbes Gramm oder wenigstens ein paar Krümelchen für die Morgenzigarette würden bereits ausreichen.

Er marschierte stramm durch, brauchte trotzdem eine gute halbe Stunde, um sein Ziel zu erreichen.

Vor Udos Haustür wartete Carl eine kleine Ewigkeit. Niemand da?

Er hatte sich bereits zum Gehen abgewendet, da hörte er hinter sich das Geräusch eines Türschlosses. Er drehte sich um. Im Türrahmen lehnte Udos Mutter, zog lasziv an ihrer Zigarette. Sie trug einen von diesen modernen Hausanzügen aus Nickistoff, ganz in Rosa gehalten.

„Scharrlie, einen schönen guten Morgen. Willst du nicht reinkommen?“

„Ist Udo nicht da? Meine Platten ... ich meine … ich wollte ... ich möchte bloß meine Schallplatten abholen“, stammelte Carl und wunderte sich über seine Unsicherheit.

Frau Meyer verschränkte entrüstet die Arme vor der Brust. „Aber Scharrlie, was ist bloß los mit dir? Udo ist nicht da, hat mir nicht gesagt, wo er hingeht. Wollen wir in seinem Zimmer nachschauen, wo deine Schallplatten stehen könnten? Ach, bitte, komm doch herein!“

Carl folgte Frau Meyer in das Innere des Hauses. Sie führte ihn die Treppe hinauf in die obere Etage. Donnerwetter, alles vom Allerfeinsten und aufgeräumt wie in einer Puppenstube. Respektvoll betrat er die Treppenstufen aus weißem Marmor. Ein schmiedeeisernes Geländer mit allerlei Verzierungen grenzte die Treppe zur offenen Seite ab. Seine rechte Hand stützte er auf einem goldenen Handlauf.

„Geh schon mal in Udos Zimmer. Ich muss mich nur schnell umziehen, und dann werd ich uns einen Kaffee kochen.“ Frau Meyer zeigte dabei auf eine der unzähligen Zimmertüren.

Carl zog seinen Parka aus und setzte sich auf Udos Bett. Die lindgrüne Steppdecke etwas in Unordnung geraten, achtete er darauf, sie in einem möglichst glatten Zustand zu belassen. Dekorativ zur Schau gestellte Modellautos, ein Globus auf dem Bücherregal und ein aufgeräumter Schreibtisch. Alles picobello. An den Wänden Poster von Jimi Hendrix und dem obligatorischen kackenden Frank Zappa. Daneben ein gerahmtes Foto mit schwarzem Trauerflor, das Udos verstorbenen Vater zeigte. Die Schallplatten standen sorgfältig gestapelt an der Wand – abholbereit. Der gute Udo, so fürsorglich konnte der sein.

„So, da bin ich wieder, Kaffeewasser kocht.“

Carl blickte auf, konnte sein Erstaunen nur schwer unterdrücken. Ein enges orangefarbenes Sommerkleid hatte sie übergezogen, und barfuß war sie außerdem.

„Kannst du mir den Reisverschluss zu machen?“, fragte sie und drehte ihm den Rücken zu. Carl richtete sich auf, nahm den Reisverschluss in die Hand und zog daran. Er konnte ihn keinen Millimeter von der Stelle bewegen. Einen träumerischen Moment lang betrachtete er ihren braungebrannten Rücken. Unter ihrem Kleid trug sie einen weißen BH, sonst nichts. Die Träger erzeugten einen verführerischen Kontrast auf ihrer sonnengebräunten Haut und wirkten wie Radioaktivität auf ihn. Dieser Anblick trat eine Lawine der Gefühle in seinem tiefsten Innern los, und von einer Sekunde auf die andere wusste er was er wollte.

Im Haus war es mucksmäuschenstill. Das Rascheln des synthetischen Kleiderstoffes auf ihrer nackten Haut machte ihn schier verrückt. Er suchte nach einer Lösung, spielte tausend Möglichkeiten auf einmal durch, während die Finger seiner Hand ihre Wirbelsäule berührten, langsam daran entlang nach oben glitten und zwischen den Schulterblättern vom Verschluss ihres BHs aufgehalten wurden. Nein, befahl ihm eine innere Stimme, tue es nicht!

Das Telefon schrillte, von weit her, unten aus dem Flur und immer noch laut genug, dass Frau Meyer jetzt sagte: „Sekunde, Scharrlie, bin gleich wieder zurück, warte bitte hier!“

Carl unterdrückte mit Mühe einen Fluch. Er sah ihr hinterher, sah ihren wackelnden Po, ihre wiegenden Hüften, ihre enge Taille und ihren gestreckten Rücken unter dem bis auf die Hüften geöffneten Kleid. Seine Sicherungen waren vollständig überlastet, konnten der Versuchung nicht mehr standhalten, der Reihe nach knallten sie durch, eine nach der anderen. Er hatte nur einen einzigen Gedanken. Er hörte ihre Stimme. Er hörte wie sie sagte, „... hab gerade keine Zeit, ich bin in Eile. Ich rufe Sie wieder an. Auf Wiederhören.“

Sie kam die Treppe hochgelaufen. Ihre Fußsohlen erzeugten ein dumpfes Platschen auf dem blanken Marmor.

Sollte er es riskieren, ihr Kleid herunterziehen, ihren Rücken streicheln, von hinten umfassen, sie an sich ziehen, ihren Hals küssen? Sie ahnte vermutlich nicht, dass der Reisverschluss hakte. Zögern durfte er nicht, eine zweite Gelegenheit würde es nicht geben. Ein, zwei, vielleicht drei Sekunden Zeit für einen Versuch, mehr nicht.

Würde sie es dulden, geschehen lassen oder es gar selber wollen? Lief das Ganze hier nicht sowieso darauf hinaus? Und außerdem, was hatte er groß zu verlieren? Im ungünstigsten Falle setzte es eine Ohrfeige oder so. Na und?

„So, da bin ich wieder. Versuchen wir es noch mal“, sagte sie und drehte ihm abermals ihren Rücken zu.

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