Marion Stoll - Fantasio

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Carl ist 16 und stark an Rockmusik und Mädchen interessiert. Er geht mit Gaby, der hübschesten Braut von der Schule. Partys mit seinen Freunden, Musik und Joints bestimmen sein Leben. Beim Besuch eines Musikclubs wird er von der um einige Jahre älteren Elfi verzaubert, der er hoffnungslos verfällt. Kann er zwei Mädchen gleichzeitig lieben? Die Clique, Gaby, Elfi, das alles wächst ihm über den Kopf. Er muss dringend die richtige Entscheidung treffen. Wird sich erfüllen, was er sich innerlich erhofft?
Fantasio ist die Geschichte einer träumerischen, idealistischen Generation. Sie sind friedliebend, künstlerisch und anders, wollen auffallen und provozieren, sonst nichts. Der Roman schildert das Lebensgefühl Ende der Sechziger und zeigt, wie nicht nur die Hauptfigur, sondern auch der Rock 'n' Roll seine Unschuld verliert.

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„Da entsteht schnell ein falscher Eindruck“, stellte Carl besorgt fest.

„Du hast vielleicht Sorgen, Charly.“ Dann fiel ihr etwas ein. „Ich kann dich ja auch mal besuchen.“

Carl hatte das Gefühl, seine Speiseröhre wurde von einem hartgekochten Hühnerei blockiert. Er schluckte wie ein Fischreiher und krächzte: „Ja, ja, gute Idee.“

Carl stieg in den letzten Waggon, stellte sich ans Fenster und konnte Gaby eine ganze Weile beobachten. Er sah sie die Straße überqueren, sah, wie sie vor dem Schaufenster eines Fahrradgeschäftes verweilte. Ruckartig setzte sich die Bahn in Bewegung. Gaby wurde immer undeutlicher und winziger, bis er sie um die nächste Häuserecke entschwinden sah. Erst jetzt suchte er sich einen ruhigen Sitzplatz zum Träumen.

So sieht man sich wieder

Die braune Straßenbahn schaukelte und legte sich in die Kurven wie ein Rennauto auf dem Nürburgring. Carl musste aufpassen, nicht vom Sitz zu fliegen. Keine Zeit für Träumereien.

Es war immer noch hell, und es zeichnete sich einer von diesen glutroten Sonnenuntergängen ab. Urlaubserinnerungen wurden in ihm wach. Im letzten Jahr war er mit der Jugendfreizeit an den Plattensee gefahren. Ungarn hatte ihn fasziniert. Wie kontaktfreudig, locker und hilfsbereit die Menschen waren …

Das grelle Sonnenlicht knallte gnadenlos gegen die Fensterscheiben der Bahn. Stickig heiß wurde es während der Fahrt, und Carl war heilfroh, endlich aussteigen zu können. Die Hauptstraße war um diese Uhrzeit stark befahren, in einer nicht enden wollenden Kolonne hämmerten die Fahrzeuge über das alte Kopfsteinpflaster. Zwischen den fahrenden Autos hindurch konnte er junge Leute auf den Treppenstufen vor der Kirche sitzen sehen. Seine Leute. Bis auf Whisky waren sie alle da, auch Winni. Carl mochte den introvertierten und vier Jahre älteren Außenseiter nicht. Doch das sollte sich im Laufe der Zeit ändern.

Er erwischte eine Lücke und überquerte sportlich elegant die Straße. Zum Gruß zeigte er schwenkend den gespreizten Zeige- und Mittelfinger seiner rechten Hand. „Peace, Brothers ...“, und hier brach Carl ab. Sah er eine Fata Morgana, oder was war da wie aus dem Nichts entstanden? Stockend vervollständigte er die Grußformel: „... and Sister.”

Und dann setzte irgendetwas in ihm aus. Natürlich hatte er sie sofort wiedererkannt. Er hörte nicht mehr, was um ihn herum geredet wurde. Gegen das Licht der untergehenden Abendsonne wirkte sie wie eine Traumgestalt, ein wahrhaft überirdisches Wesen. Der laue Abendwind spielte sanft mit ihrem langen blonden Haar, das durch einen Mittelscheitel geteilt, zu beiden Seiten schlangenlinienförmig auf ihre Schultern herabfiel, die Frisur einer Filmschauspielerin. Sie trug Wildlederboots mit Fransen, eine knallenge schwarze Lederhose und ein weit ausgeschnittenes grünes Batikhemd mit Glockenärmeln. Sie war gut ein halben Kopf kleiner als der Rest der Welt und beileibe keine Vision, eher die perfekte Inkarnation.

Er betrachtete ihre üppigen Rundungen um Hüften und Po. Nicht zu dick. Kein Speck. Einfach wohlgeformt. Sie entsprach voll und ganz seinem Idealbild von einer Frau. Oh, Supergirl, hey, hey.

In seinen Gehirnwindungen begann es zu arbeiten wie in einem Bienenstock. Buddy hatte sein Versprechen eingelöst. Dieser verdammte Angeber hatte sie tatsächlich mitgebracht. Jetzt, wo er sie fast vergessen hatte. Verdorri, konnte er jetzt endlich aufhören, innerlich zu fluchen? Das musste er sich dringend abgewöhnen.

„So sieht man sich wieder“, sagte das wundersame Wesen, und er stand wie angewurzelt, sein Sprachzentrum blockiert.

„Ist irgendetwas nicht in Ordnung mit dir?“, hörte er erneut ihre weiche Stimme und spürte den sanften Druck ihrer Hand auf seinem Oberarm. Mit angelegtem Kopf schaute sie ihn seitlich von unten an wie einen Komapatienten oder so.

Was für schöne Augen – grün wie Smaragde, und dennoch von einer solchen Klarheit, als könne er durch sie hindurch in einen Lichtjahre entfernten Kosmos gelangen. Er konnte seinen Blick nicht abwenden. Er hätte noch stundenlang in diese Augen schauen können, nur musste er etwas sagen, und am besten postwendend. Er spürte ihre hypnotische Kraft, die seine Blockade löste. „Nein, nein, alles okay mit mir“, sagte er. Mehr fiel ihm nicht ein.

Erst jetzt blickte er die Mannschaft an. „Alles geschmeidig? Steht irgendwas Besonderes an?“, fragte er in die Runde und wollte sich wieder Elfi widmen.

„Sag mal, lebst du jetzt hinterm Mond oder was? Wir gehen gleich alle zu Whisky, der hat doch heute Geburtstag“, klärte ihn Buddy auf. „Mensch, Mensch, Charly ... Auf gehts, Leute! Lass knacken!“

Buddy schüttelte mitleidig sein Haupt, wobei er seinen Blick in die untergehende Sonne richtete, die sich gerade mit einem reflektierenden Gelb-Orange-Ton von ihnen verabschieden wollte.

Die Dächer am Horizont schienen sich auflösen zu wollen und wurden für einen kurzen Moment in Blut getaucht. Das Licht veränderte sich unaufhaltsam; Häuser, Bäume und Straßen bekamen schärfere Konturen, nahmen eine kühle blaue Färbung an.

Carl hatte Whiskys Ehrentag tatsächlich vergessen. Nun denn.

„Kommst du auch mit“, fragte er Elfi.

„Soll ich?“, fragte sie.

„Klar, warum nicht? Würd mich echt darüber freuen“, sagte er. „Ich bin Carl.“

Die Party war trostlos. Whisky hatte einen Trip eingeworfen und verbrachte den Abend stoned im Sessel. Sein Kopf schwenkte hin und her wie das Pendel einer barocken Standuhr. Carl konnte das nicht mit ansehen und stabilisierte seinen Kopf mit Hilfe einiger Kissen und gutem Zureden. Hoffentlich wurde es für ihn kein Horrortrip. Auf jeden Fall konnten sie ihn für die nächsten acht bis zehn Stunden abschreiben.

„Happy Birthday, Whisky“, sagte Buddy, worauf Whisky mit einem leisen Grunzen antwortete.

„Nach Horrortrip sieht das echt nicht aus“, stellte Buddy fest, legte Whisky einen wärmenden Parka über und setzte ihm seine Baskenmütze auf den Kopf.

„Hier müsste mal nötig aufgeräumt werden“, beschwerte sich Gonzo und zog an zwei Fingern eine gebrauchte Unterhose aus der Couchritze, die er über seiner Schulter hinweg entsorgte.

Winni spielte mit seinem Revolver, zielte auf das Poster von Ché.

„Steck das verdammte Ding weg, Winni!“, raunte ihn Gonzo an.

Winni zeigte sich wenig beeindruckt, drückte den Abzug durch, und es machte Klick. „Nicht geladen“, stellte er nüchtern fest.

„Hast du nicht gehört, was Gonzo gesagt hat?“, sagte Buddy. „Ich meine, das ist hier nicht dein Wohnzimmer.“

Winni grinste, wie um die Schmähungen zu entschärfen. „Was ist mit euch los, ihr Weicheier? Man muss doch im Training bleiben“, verteidigte er sich und ließ die Waffe lässig unter der Jacke verschwinden.

Carl musste innerlich schmunzeln. Die Knarre stammte aus alten Wehrmachtsbeständen. Sein Opa hatte sie Winni vermacht, inclusive Munition. Carl war sich nicht sicher, ob die Patronen noch zu gebrauchen waren. Auf einen Test war er jedenfalls nicht neugierig.

Er nahm sich der überquellenden Aschenbecher und der leeren Bierflaschen an. Anschließend sortierte er an der Küchenzeile eingelegte Gurken. Auf den Weckgläsern klebten weiße Etiketten. Jemand hatte mit wackeliger Handschrift Abfülldaten darauf gekritzelt. Carl sortierte die jüngeren Gläser auf dem Regal nach hinten und postierte die Gläser älteren Abfülldatums ganz nach vorne. Wenn die Daten stimmten, existierten einige Gläser mindestens vier Jahre oder länger.

Elfi wusch Geschirr ab. Gleichzeitig versuchte sie, auf einem Zweiflammenkocher einen Jasmin Tee aufzubrühen.

„Ich habe dich vermisst“, fing Carl vorsichtig das Gespräch an. „Wo warst du?“

„Wo soll ich gewesen sein?“

„Ich hab dich überall gesucht. War jeden Abend im Fantasio.“

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