Siri Lindberg - Nachtlilien

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Seit Generationen lastet auf der Familie der jungen Jerusha ein schrecklicher Fluch: Alle Frauen sind dazu verdammt, den Menschen zu verraten, den sie am meisten lieben. Jerusha droht das gleiche Schicksal, als sie Kiéran begegnet, einem Krieger, der nach einer schweren Schlacht erblindet ist. Jerusha verliebt sich in ihn, doch sie will ihn auf keinen Fall ins Unglück stürzen. Aber ist es richtig, der wahren Liebe für immer zu entsagen? Oder ist es Zeit, eine Entscheidung zu treffen, auch wenn es die mutigste und gefährlichste ihres Lebens sein wird?

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„Bringt Ihr die Ernte ein, jetzt noch?“ Jerusha versuchte ein Lächeln. Sie mochte Gorias, seine Gelassenheit und die Art, wie er oft zum Mond und zu den Sternen hochblickte, völlig versunken in den Anblick, der sich ihm bot. Lange hatte sie selbst sich nicht für das interessiert, was am Himmel vorging, und auf den Sternguckausflügen, die ihr Lehrer Laristus für seine Schüler organisierte, war sie nur durch ihr Gähnen aufgefallen. Doch während ihrer Lehre hatte sie einmal bis spätabends an einer Figur gearbeitet, um sie zu vollenden. Als sie heimgehen wollte – als Letzte – war sie in eine Grube auf dem Baugelände gefallen, aus der sie aus eigener Kraft nicht herauskam. Nachdem sie ihre schlechten Augen ausgiebig verflucht hatte und die erste Panik vorbei war, hatte sich die ganze Sache als gar nicht so schlimm erwiesen. Jerusha hatte sich auf den Rücken gelegt und die Sterne betrachtet, auf einmal fielen ihr deren Namen wieder ein. Und sie sah nicht mehr langweilige verstreute Lichtpünktchen dort oben, sondern ein gewaltiges Bild, das einen Sinn ergab, das voller verborgener Muster steckte. Ein Bild purer Schönheit.

„Wieso sollte ich nicht auch jetzt die Ernte einbringen? Es ist doch eine herrliche Nacht.“ Gorias lächelte. In manchen Momenten wirkte er wie ein Jüngling, obwohl er sicher schon vierzig Sommer gesehen hatte. „Und Ihr?“

„Ich ...“ Jerusha wollte irgendwas sagen, doch die Worte blieben in ihrem Hals stecken und auf einmal stürzten Tränen aus ihren Augen. Verlegen wandte sie sich ab und wollte weiterhasten, doch Gorias legte ihr eine nach Teer riechende Hand auf den Arm.

„Es ist schlimm, nicht wahr?“

Jerusha nickte und schaffte es nicht, ihm ins Gesicht zu sehen.

„Nichts ist endgültig, Lady Jerusha. Nichts, bis auf den Tod.“ Jerusha wunderte sich, warum Gorias auf einmal so eindringlich sprach.

„Ich werde daran denken“, sagte Jerusha trotzdem, und anscheinend war Gorias damit zufrieden, denn mit einem vollendet höflichen Gruß wanderte er weiter in die Dunkelheit, in Richtung seiner Kate.

Jerusha beschleunigte ihre Schritte, denn jetzt wusste sie, wohin sie wollte. In den Craunenwald, zu dem Hügel, den sie seit einigen Jahresläufen Fir Evarn nannten, den Hügel der Gesichter. Dort würde sie garantiert niemand stören, und dafür war Jerusha verantwortlich. Als Mädchen hatte sie auf der Kuppe des Hügels sechs Bäume entdeckt, die sich im Kreis gegenüber standen. Begeistert hatte sie in jeden Baum auf Schulterhöhe ein Gesicht geschnitzt, Männer und Frauen, deren Züge ihr gerade so in den Sinn kamen. Es ergab einen schönen Effekt, wie die Gesichter sich anblickten, fast sah es so aus, als hielten die Bäume dort auf dem Hügel eine Versammlung ab. Doch die Bewohner von Loreshom hatten sich entsetzt gezeigt, die Baumgesichter waren ihnen unheimlich. Nur knapp war Jerusha einer Anklage wegen schädlicher Hexerei entgangen.

Es fiel ihr auch in der Dunkelheit nicht schwer, den Weg zu finden, sie kannte den Craunenwald gut. Sie war oft hier unterwegs und schleppte abgefallene Äste heim – das harte, gelbliche Holz der Craunen brannte hervorragend. Auch im Wald Kulmesnüsse zu sammeln war ein Jedermannsrecht und im Herbst immer ein großer Spaß für Liri und sie.

Da waren sie schon, ihre Bäume. Sie waren gewachsen in den letzten Jahresläufen, und jetzt schienen die Gesichter auf Jerusha herabzublicken. Jerusha ließ ihre Hand voller Zuneigung über das verwitterte Holz gleiten, breitete dann ihren Umhang auf dem Boden aus und setzte sich; mit dem Rücken lehnte sie sich gegen einen der Stämme. Von den Hügeln wehte ihr ein kühler Wind, der nach Regen roch, ins Gesicht – doch sie spürte es kaum.

Muss ich einfach lernen, damit zu leben? Nein, nein, nein – es muss einen Ausweg geben! Irgendein Magier wird wissen, wie man diesen Fluch unschädlich machen kann. Wenn nötig gebe ich ihm alles, was ich habe. Sonst wird Liri, mich und unsere Kinder nur Schmerz und Tod und Leid erwarten.

Dieser Fremde. Wer war er gewesen? Wieso hatte er die Macht, einen solch starken Fluch auszusprechen? Ihre Großmutter hatte recht, er musste ein Magier sein, einer der Zauberer aus Uskaja vielleicht. Und ein edles Pferd hatte er gehabt. Das deutete auf einen wohlhabenden, einflussreichen Mann hin.

Jerusha fröstelte und schlang die Arme um ihren Körper. Hilfloser Zorn wallte in ihr auf. Nur ein Bastard der übelsten Art spricht wegen einer solchen Lappalie wie einem Streit im Wirtshaus einen Fluch aus, der über Generationen reicht! Nichts habe ich diesem Kerl getan, nichts! Ich will einfach nur hierbleiben und Dario heiraten und eine Menge Skulpturen erschaffen.

Jerusha wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, als sie schließlich aus ihren düsteren Gedanken auftauchte und merkte, dass sie völlig durchgefroren war. Sie wunderte sich, dass Grísho noch nicht aufgetaucht war. Vielleicht hatte er gemerkt, dass etwas nicht stimmte, und wollte sie nicht stören. Sonst begrüßte er sie oft, wenn sie allein unterwegs war; hatte sie Gesellschaft, hielt er sich fern. Denn er wusste, was die meisten Menschen von Schattenspringern wie ihm hielten. Es hieß, sie raubten einem die Seele. Und da es in dieser Ecke von Kalamanca aus irgendeinem Grund viele Schattenspringer gab, waren die meisten Leute ohnehin nervös genug in der Dämmerung.

„Grísho?“ rief Jerusha leise, doch als keine Antwort kam, beschloss sie, sich auf den Heimweg zu machen. Aus ihren verworrenen Gedanken hatte sich schließlich ein einziger herausgeschält: Sie musste sich auf den Weg machen und versuchen, Hilfe zu finden. Es ging nicht, einfach hierzubleiben und abzuwarten, was geschehen würde. Doch Jerusha wusste, dass es ein schwerer Weg war, den sie gehen musste. Würde Dario überhaupt mitkommen wollen? Im schlimmsten Fall musste sie ohne ihn auskommen und alleine reisen, wahrscheinlich mehrere Monde lang. Zum Tempel konnte sie vorerst nicht zurück, ein anderer Bildhauer würde sich über den Marmorblock freuen, aus dem der Xatos erstehen sollte. Gleich morgen früh musste sie Goram TeRulius Bescheid geben, dass sie nicht mehr zur Arbeit kommen würde. Sie mochte sich kaum vorstellen, was für ein schrecklicher Schwall von Flüchen über den Tempelbau hereinbrechen würde.

Es kostete sie Überwindung, zum zweiten Mal an diesem Abend an die Tür der WiTaneks zu klopfen. Als sich im Haus nichts rührte, packte Jerusha auf einmal namenlose Angst, und sie begann, mit der flachen Hand und aller Kraft gegen die Tür zu hämmern. War er etwa nicht da? Aber er musste da sein, sie musste mit Dario sprechen! Jetzt und sofort! Und nichts wünschte sie sich mehr, als von ihm in den Arm genommen zu werden.

Nach einer endlos langen Zeit spähte Dario verschlafen und mit verstrubbeltem Haar aus dem Fenster des oberen Stockwerks. „Ach, du bist es. Was bei allen Göttern ist los?“

„Ich muss mit dir reden“, sagte Jerusha und hörte, wie ihre Stimme schwankte.

Dario war ärgerlich, dass sie ihn geweckt hatte, das merkte sie an der kurzen Umarmung und der Art, wie er sich gleich darauf umdrehte und voranging, die Treppe hinauf in den Wohnraum. „In Ceraks Namen, jetzt sag mir, was los ist!“

Es fiel Jerusha unglaublich schwer, ihm von dem Fluch zu berichten. Mit unbewegtem Gesicht hörte Dario zu, als Jerusha wiederholte, was ihr Mutter und Großmutter erzählt hatten. Als sie geendet hatte, seufzte er und meinte: „Was für eine Karrenladung Schweinedung! Du wirst mir also Unglück bringen? Bestimmt kann man das verhindern.“ Er überlegte. „Und ich weiß auch schon, wie. Ich habe nämlich gerade einen Spiegel für Xiranthar gefertigt. Kennst du ihn?“

Jerusha schüttelte den Kopf. Auf einmal fühlte sie sich bleiern müde, die wilde Energie von vorhin war verschwunden. „Wer ist das?“

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