Siri Lindberg - Nachtlilien

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Seit Generationen lastet auf der Familie der jungen Jerusha ein schrecklicher Fluch: Alle Frauen sind dazu verdammt, den Menschen zu verraten, den sie am meisten lieben. Jerusha droht das gleiche Schicksal, als sie Kiéran begegnet, einem Krieger, der nach einer schweren Schlacht erblindet ist. Jerusha verliebt sich in ihn, doch sie will ihn auf keinen Fall ins Unglück stürzen. Aber ist es richtig, der wahren Liebe für immer zu entsagen? Oder ist es Zeit, eine Entscheidung zu treffen, auch wenn es die mutigste und gefährlichste ihres Lebens sein wird?

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„Ich muss auch zu meinen Räumen im Hauptgebäude, wir können zusammen gehen“, sagte die Priesterin freundlich. „Wartet, hier draußen ist ein gutes Licht, da kann ich mir Eure Augen genauer ansehen. Könnt Ihr schon etwas Helligkeit erkennen?“

„Nein, kein bisschen“, sagte Kiéran niedergeschlagen. Er spürte die Frühlingssonne warm auf dem Gesicht, doch keiner ihrer Strahlen durchdrang die Dunkelheit.

Rinalanias Stimme klang von schräg unten zu ihm herauf, anscheinend war die Zweite Priesterin kleiner als er. Das überraschte ihn nicht; selbst die meisten Terak Denar überragte er. Doch im Gegensatz zu vielen seiner Kameraden sah er nicht wirklich aus wie ein Elitekämpfer, seine Kraft steckte in der sehnigen Geschmeidigkeit seines Körpers, nicht in beeindruckenden Muskeln. Noch immer gab es hin und wieder Gegner, die ihn unterschätzten, bis es zu spät war.

Er beugte sich zu Rinalania hinab, und jetzt betrachtete sie wohl prüfend seine Augen. Ob sie noch so aussahen wie früher? Eine eigenartige Farbe hatten sie, eine Art helles Braun – Goldbraun hatte Marielle es genannt. Sein Haar war weitaus dunkler, fast schwarz; so wie bei Offizieren vorgeschrieben hielt er es kurz geschnitten.

„Ich sehe keine Veränderung“, sagte Rinalania schließlich. „Wie erstaunlich, dass man Euren Augen die Verletzung nicht ansieht. Sogar die Pupille verändert sich, wenn Licht hineinfällt.“

„Dann könnte es doch sein, dass die Sehkraft wieder zurückkommt, oder?“

„Es tut mir wirklich, wirklich leid, Kiéran.“ Sie nannte ihn zum ersten Mal beim Vornamen, und das machte ihm Angst. Verzweiflung stieg in ihm auf. „Gibt es denn noch Heilkräuter, die etwas bewirken könnten? Ich habe gehört, ein Sud aus Wiesensternkraut und Kulmenrinde ...“

„Ja, natürlich, ja, das können wir noch ausprobieren.“ Jetzt klang Rinalania fast erleichtert und er ahnte ihre Gedanken. Lassen wir ihm diesen Strohhalm der Hoffnung! Helfen wird es kaum, aber immerhin schadet es auch nicht. „Es ist wirklich ein hartes Schicksal, dass Ihr erleidet. Wir hatten vor einem Mond ein halbes Dutzend Verletzte aus dem Dorf zur Genesung hier, aber keiner war so schwer getroffen wie Ihr.“

Kiéran zuckte die Achseln. „Wenn ich mich jemals darüber beschwere, dürft Ihr mich auslachen. Ich habe reichlich Blut von anderen vergossen, bevor ich selbst dran war.“

Auch wenn er keinen Wert auf ihr Mitleid legte, so redete er doch gerne mit Rinalania, sie klang ein bisschen wie Marielle. Hilflose Sehnsucht nach Milly, nach ihrem unbeschwerten Lachen, überfiel ihn. Ganz klar sah er sie vor seinem inneren Auge, die kurzen, strubbeligen blonden Haare, ihr hübsches herzförmiges Gesicht. Weil sie so groß und schlank war, hatte sie von ihren Freunden – die alle ebenso von edler Geburt waren wie sie – den Spitznamen Giraffe mitbekommen. Doch Kiéran gefiel es, dass er sie küssen konnte, ohne sich allzu weit herabzubeugen, und ihr Körper war biegsam wie ein Weidenzweig in seinen Armen. Sie wollten heiraten, sobald er zum Tar-Kommandanten – dem stellvertretenden Befehlshaber – ernannt worden war, und Xen TeRopus hatte angedeutet, dass das unmittelbar bevorstand.

Bevorgestanden hatte.

Auf einmal war Kiéran mulmig zumute.

Marielle und ihre Eltern lebten in Yantosi, ein gutes Stück von hier entfernt, doch längst musste seine Nachricht sie erreicht haben; ihre Antwort würde sicher bald eintreffen. Vorsichtig hatte er angedeutet, dass er nicht mehr sehen konnte, und sofort versichert, dass das bestimmt vorübergehend war. Er hatte eine kurze Vision davon, wie Marielle sich sofort aufs Pferd schwang, um zu ihm zu eilen und ihm beizustehen. Wie würde sie es aufnehmen, dass es jetzt erst einmal vorbei war mit ihren gemeinsamen Ausflügen? So manchen Tag waren sie auf der ebenso spaßigen wie vergeblichen Suche nach Drachen in den Bergen herumwandert und hatten immerhin schöne Aussichten gefunden. Diese Kletterpartien würde er vermissen, weniger dagegen die langweiligen Ghalilzeremonien mit ihren Eltern und die Bewirtungen mit ganzen Bergen von Fiudi. Warum hatte er eigentlich nie den Mut aufgebracht, ihnen zu beichten, dass er zwar gerne Süßes aß, aber ausgerechnet dieses klebrige Konfekt aus Milch und Fruchtsaft hasste? Er galt doch sonst als einer, den nichts schreckte.

Seine Gedanken schweiften zurück zu dem Tag vor fünf Jahresläufen, an dem er Marielle kennengelernt hatte, auf einem entsetzlich langweiligen, steifen Empfang für Abgesandte. Durch irgendeinen Zufall stand das blonde Mädchen neben ihm, sie waren die einzigen jungen Leute im ganzen Saal, und spontan hatten sie begonnen, sich respektlose Bemerkungen über die würdevollen Anwesenden und die Zeremonie zuzuflüstern – natürlich mit völlig unbewegten Gesichtern.

„Kiéran? Ich fragte gerade, ob Ihr Euch in Eurem Quartier wohlfühlt. Einen eigenen Waschtisch und Abort haben neben dem Krankenzimmer nur die Räume der hochrangigen Priester.“

Verlegen räusperte sich Kiéran. „Verzeiht mir, Rinalania. Ja, das Quartier ist perfekt. Trotzdem hoffe ich, dass ich es nicht mehr lange in Anspruch nehmen muss.“

„Das würde mich für Euch freuen.“ Ein eigenartiger Ton klang in ihrer Stimme mit. Was sollte das heißen? Wunderten sich die Priester ebenso wie er, dass sich sein Dienstherr nicht um Kiérans Schicksal zu scheren schien? Auf einmal verging Kiéran die Lust auf jede weitere Unterhaltung. Er war froh, als er endlich wieder allein war. Außerdem hatte er hämmernde Kopfschmerzen, so schlimm wie nie zuvor.

Von der Archivarin Yllsa hatte er sich einige Blatt Pergament geholt, und nun versuchte er halbwegs gerade Zeilen darauf zu bringen. Doch es klappte nur sehr schlecht. Zweimal fegte er Pergament und Kohlestifte in einem Wutanfall auf den Boden und musste sie auf Händen und Knien wieder zusammensuchen. Nein, diesmal würde er kein solches Gekritzel abschicken. Schließlich überwand Kiéran sich und fragte Yllsa, die Archivarin, ob er ihr etwas diktieren dürfe. Im Kopf hatte er sich längst die passenden Worte für seine Botschaft zurechtgelegt. Bloß keinen zu gereizten Ton anschlagen, seine Kameraden sollten nicht merken, wie viel es ihm ausmachte, hier festzusitzen. Morgen würde er den Hüter der tempeleigenen Fledermäuse bitten, die Nachricht auf den Weg zu bringen. Sein Geld reichte nicht mehr für einen berittenen Boten.

Der Gong kündigte die Zweite Meditation und wenig später die Abendspeisung an. Gerrity brachte Kiéran seine Portion in die Kammer.

„Wurzelsuppe mit einigen Brocken Hammel darin“, kündigte er an und stellte die Schale lautstark auf den Tisch. „Den Hammel haben uns Leute aus dem Dorf gebracht. Wenn man sie so reden hört, kennt ihre Dankbarkeit uns gegenüber keine Grenzen, aber wenn bei ihnen geschlachtet wird, kriegen wir auffällig oft die alten und gebrechlichen Tiere ab. Rinalania muss mal wieder ein ernstes Wörtchen mit ihnen reden.“

„Na ja, dann hoffen wir mal, dass euer Koch das Vieh lange genug gesotten hat.“ Trotz allem musste Kiéran grinsen.

„Wie ist denn das Essen bei euch, den Roten Wölfen? Kriegt ihr einen besseren Fraß

vorgesetzt?“

Kiéran erinnerte sich an das letzte, hastige Mahl im Feldlager mit seinen Kameraden. So kurz vor einem Gefecht bekam außer Santiago kaum jemand viel herunter. „Nein, aber immerhin hat mich Fürst AoWesta regelmäßig an seine Tafel eingeladen. Hm, lass mich mal nachdenken, das letzte Mal gab´s als Vorspeise Palmblütensuppe mit Rahm und dann mit Nüssen und Wildkräutern gefüllten Braten in einer Blauweinsoße.“

Gerrity stöhnte. „Und jetzt soll ich mich über den blöden Hammel freuen?“

„Tut mir leid“, sagte Kiéran mit ehrlichem Bedauern.

Keine zehn Tage war es her, dass er mit dem Fürsten gespeist hatte. Es kam Kiéran vor wie gestern. Sein Fürst Eli Naír hatte ihm auf die Schulter geklopft, seine Worte klangen ihm noch im Ohr: „Kiéran, wenn alle meine Roten Wölfe so wären wie du, dann müsste ich niemanden fürchten und die Kriegsherren aus Thoram schon gar nicht. Ihr werdet sie zurückjagen über die Grenze, nicht wahr?“

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