Siri Lindberg - Nachtlilien

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Seit Generationen lastet auf der Familie der jungen Jerusha ein schrecklicher Fluch: Alle Frauen sind dazu verdammt, den Menschen zu verraten, den sie am meisten lieben. Jerusha droht das gleiche Schicksal, als sie Kiéran begegnet, einem Krieger, der nach einer schweren Schlacht erblindet ist. Jerusha verliebt sich in ihn, doch sie will ihn auf keinen Fall ins Unglück stürzen. Aber ist es richtig, der wahren Liebe für immer zu entsagen? Oder ist es Zeit, eine Entscheidung zu treffen, auch wenn es die mutigste und gefährlichste ihres Lebens sein wird?

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Die Terak Denar hatten es tatsächlich geschafft und Cerdus Maharir davongejagt; ohne ihr Eingreifen hätten AoWestas Truppen eine bittere Niederlage erlitten. Doch es sah nicht so aus, als sei der Fürst für diesen Sieg besonders dankbar. Es war ein harter Kampf gewesen, und so viele waren gefallen. Gelfus. Vanden. Wyvar. Odrim. Yatric. Auf einmal war in Kiérans Mund ein widerlicher, saurer Geschmack. Wieso tat er sich eigentlich leid? Er hatte Glück gehabt. Immerhin lebte er noch. Hoffentlich ist Santiago nichts passiert! Die Ungewissheit ist eigentlich das Schlimmste. Ist vielleicht sogar Xen getötet worden, herrscht in der Truppe Chaos? Das würde vielleicht erklären, warum ich keine Antwort bekomme.

Am Abend zogen sich die Priester und Novizen wie immer tief ins Innere des Tempels zurück und vollzogen dort die Zeremonien des Schwarzen Spiegels. Ein doppelter Gongschlag kündigte sie an, und Kiéran hörte hastige Schritte und geflüsterte Gespräche, als sämtliche Bewohner seinem Ruf folgten. Erregung und Ehrfurcht schienen in der Luft zu liegen.

Bewegungslos lag Kiéran auf seinem Bett und starrte ins Nichts. Und wieder schien er in die Dunkelheit hineinzustürzen, oder war es die Dunkelheit, die auf ihn herunterstürzte? Schließlich hielt er es nicht mehr aus; er schob sich von seinem Bett und tastete sich an der Wand entlang. Ja, da war das Wandregal, glatt geschliffenes Holz, dort der Metallhaken, an dem sein zerfetzter Umhang befestigt war, auf dem Boden lag der Brustpanzer, jetzt war er fast an der Tür angelangt. Hatten die Priester abgeschlossen, um ihn während der Zeremonie in seinen Räumen zu halten? Nein, die Klinke ließ sich herunterdrücken.

Seine Hand zögerte auf dem glatten Metall. War es eine Falle oder eine Chance? Hatten sie mit Absicht oder aus Dummheit darauf verzichtet, ihn einzuschließen?

Kiéran spürte, wie etwas in ihm erwachte, etwas wie Neugier oder Kampfgeist, eine Spur von Lebendigkeit. Um diese Zeit war es draußen schon dunkel, die Zeremonie fand nie vor Sonnenuntergang statt; und von Gerrity wusste er, dass es im Tempel selbst nur wenige Lampen und Fackeln gab. Vielleicht konnte er versuchen, im Schutz dieser Dunkelheit etwas näher an den Zeremoniensaal heranzukommen? Es interessierte ihn immer mehr, was darin vorging und was es mit diesen Schwarzen Spiegeln auf sich hatte.

Die Wände waren leicht gewölbt, der Gang verlief in einem Halbkreis. Anscheinend war das Gebäude rund. Hier, nahe der Außenwand, befanden sich die Wohnkammern der Priester; viele Stunden hatte er schon damit zugebracht, ihren alltäglichen Verrichtungen zuzuhören. Kiéran ließ seine Fingerspitzen leicht an der Wand entlangstreifen und bewegte sich durch den Gang. Seine weichen Lederschuhe machten kaum ein Geräusch auf den Steinen. Hin und wieder blieb Kiéran stehen, lauschte aufmerksam und sog die Luft ein. Niemand war in der Nähe, er hörte keine Schritte und kein Atemgeräusch, nur von fern drang ein Wiehern aus den Ställen. Es klang nicht nach Reyn.

Ein kühler Luftzug kam aus dem Spalt unter einer Tür hervor. Ging es hier nach draußen? Einige Schritte weiter roch er den Qualm einer Fackel, spürte ihre Hitze. Er umging die Stelle sorgfältig, um sich nicht daran den Kopf zu stoßen oder seine Haare in Brand zu setzen. Dafür prallte er kurz darauf gegen einen Hocker, den jemand im Gang stehengelassen hatte. Grelle Schmerzen schossen durch sein verletztes Bein, und es dauerte eine Weile, bis er es schaffte, weiterzugehen.

Stimmen erklangen aus den Tiefen des Gebäudes. Ein Raunen, ein Vibrieren. Gesang. Kiéran bewegte sich lautlos in diese Richtung und bog in einen Gang ab, der von der Außenmauer wegführte, ins Innere hinein. Immer deutlicher wurden die Stimmen. Der Zeremoniensaal konnte nicht mehr weit entfernt sein.

Kiéran versuchte sich einzureden, dass er keineswegs spionierte, dass es kein Vertrauensbruch war, den er hier beging. Er wollte nur frische Luft schöpfen. Hatte ihm schließlich niemand verboten, oder?

Von einem Moment auf den anderen begann die Dunkelheit um ihn herum zu wogen, zu schwingen. Kiéran fühlte sich, als stehe er auf dem Deck eines Schiffs, das vom Sturm gebeutelt wurde. Ihm wurde schwindelig, und eine leichte Übelkeit stieg in ihm auf. Schnell lehnte er sich gegen die Wand und drückte den Rücken gegen den kühlen Stein. Lieh sich die Kraft der Mauern, die vielleicht schon seit Jahrtausenden hier standen. Doch das half nichts. Die Wellen brandeten gegen ihn und verformten die Dunkelheit, die ihn umgab. Bunte Schleier wogten vor seinen Augen, und es war wunderschön und beängstigend zugleich. Was bei Xatos´ Rache ist hier los? Was passiert mit mir?

Kiéran drehte sich um, krallte sich mit beiden Händen in den Stein. Und dann geschah es. Vor seinen Augen traten Schemen hervor, etwas hellere Linien auf dunklerem Grund. Kiérans Herz machte einen Sprung, als er begriff, was das war. Es waren die Umrisse der Steine dicht vor seinem Gesicht! Atemlos betastete er die Steine, verglich das, was er fühlte, mit dem, was er sah. Wilder Jubel erfüllte ihn.

Der Gesang, der an seine Ohren drang, wurde lauter, schwoll an zu einem mächtigen Brausen. Eine einzelne Stimme schwang sich daraus hervor, tief und klar. Kiéran wusste, dass er die Sprache kannte, doch er hatte sie lange nicht mehr gehört. Es dauerte einen Moment, bis er sie erkannte. Es war Lingua Rejna, die Königssprache; sein Vater hatte sie Kiéran früh gelehrt, noch vor der Alten Handelssprache. Doch die Wände waren zu dick, er verstand nur hin und wieder ein paar Worte. Feld des Blutes ... geht ... Atem der Dunkelheit ... Mondlicht ... im Schacht eines Brunnens ...

Doch das alles war nicht wichtig. Längst nicht so wichtig wie das Wunder, dass er wieder sehen konnte! Ein Teil von ihm wollte es genießen, es bis zur Neige auskosten – doch ein anderer Teil, sein Instinkt, brüllte ihn ohne Unterlass an. Was auch immer hier vorgeht, es ist stärker als du! Verschwinde, mach schon, sonst wird deine Seele davongerissen wie ein welkes Blatt auf einem reißenden Strom!

Kiéran bewegte sich nicht. Was war, wenn er jetzt floh? Würde er dann zurückfallen in die tiefe Dunkelheit? Würden die Umrisse verschwinden, die wogenden Farben? Allein der Gedanke daran war unerträglich. Aber vielleicht würden sie ihm auch erhalten bleiben, vielleicht war er jetzt geheilt und brauchte seine Schwäche nicht mehr zu fürchten.

Wie auch immer - geh! Geh jetzt, schnell!, schrie sein Instinkt. Widerstrebend entschied sich Kiéran, dem Rat zu folgen… und merkte, dass er nicht mehr imstande war, sich zu bewegen. Er befahl seinen Beinen, zu rennen, seinen Armen, sich von der Wand abzustoßen, doch nichts geschah. Kiéran öffnete den Mund zu einem Schrei, doch der Laut wurde ihm aus dem Mund gesogen, kein Ton kam hervor. Die Zeit dehnte sich, eine Unendlichkeit zog vorbei, und dann war um ihn herum wieder Dunkelheit, vollkommene Schwärze. Er sah nichts mehr!

Zum zweiten Mal hatte er alles verloren.

Kiéran wollte seine Qual herausbrüllen, sein ganzer Körper zog sich zusammen zu diesem einen Schrei. Doch nichts brach die Stille um ihn herum.

„Ihr hättet das nicht tun sollen.“ Eine gebildete Stimme, perfekt akzentuiert und wohlklingend.

Kiéran fuhr zusammen.

***

Als sie sich am Dorfweiher trafen, sah Jerusha an Darios Haltung und Gesichtsausdruck sofort, dass er schlechte Nachrichten hatte.

„Xiranthar sagt, er kann uns nicht helfen.“ Dario setzte sich neben sie ans Ufer und legte Jerusha den Arm um die Schultern. „Seiner Meinung nach ist kein Magier in Ouenda mächtig genug, um einen solchen Fluch auszusprechen. Auch er selbst kenne die Formel dafür nicht. Er hat angedeutet, dass es möglicherweise ein maskierter Gott oder Halbgott war, der deine Großmutter besucht haben könnte.“

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