Siri Lindberg - Nachtlilien

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Seit Generationen lastet auf der Familie der jungen Jerusha ein schrecklicher Fluch: Alle Frauen sind dazu verdammt, den Menschen zu verraten, den sie am meisten lieben. Jerusha droht das gleiche Schicksal, als sie Kiéran begegnet, einem Krieger, der nach einer schweren Schlacht erblindet ist. Jerusha verliebt sich in ihn, doch sie will ihn auf keinen Fall ins Unglück stürzen. Aber ist es richtig, der wahren Liebe für immer zu entsagen? Oder ist es Zeit, eine Entscheidung zu treffen, auch wenn es die mutigste und gefährlichste ihres Lebens sein wird?

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Jerusha starrte sie an und begann zu ahnen, warum ihre Mutter nur noch in Gleichgültigkeit dahindämmerte. War dieser Fluch für das Zerwürfnis zwischen ihren Eltern verantwortlich gewesen? Das Ergebnis jedenfalls, das kannte sie. Ganz plötzlich war es vorbei gewesen mit dem Glück in der Familie, als habe eine riesige Hand es einfach weggewischt, während Jerusha mit Kianna am Teich spielte. Schon kurz darauf war ihr Vater fortgegangen, und alle schwiegen und sahen sich seltsam an, wenn Jerusha verstört fragte, wieso.

„Erzähl mir, was passiert ist“, sagte Jerusha zu ihrer Großmutter und zwang sich dabei zu einem ruhigeren Ton. „Wie hast du den Fluch über uns gebracht? Vielleicht ist es ja nur Zufall, dass unserem Clan so viel Schlimmes geschehen ist. Pech. Schicksal. Kann das nicht sein?“

„Ich berichte dir, wie alles begann. Dann urteile selbst.“ Die Stimme ihrer Großmutter klang brüchig, und Jerusha ging zum Wasserfass, um ihr und ihrer Mutter etwas zu Trinken zu holen. Nach einem Schluck wirkte Kala wieder etwas kräftiger. „Damals hatten wir eins der prächtigsten Gasthäuser von Benaris, die Faunenmühle . Fenvar – dein Großvater, du kanntest ihn ja noch – und ich. Die KiTenaros waren ein mächtiger Clan damals, und mein Vater war sein Oberhaupt, der Earel; einmal im Jahr versammelten sich alle unsrigen in der Faunenmühle , vier Dutzend Menschen aus der ganzen Gegend.“

Schon jetzt wunderte sich Jerusha. Wieso in Benaris? Stammen die KiTenaros von dort? Aber warum leben sie dann jetzt im Fürstentum Kalamanca, südlich von Benaris? Neu war ihr auch, dass ihr Clan einmal groß und mächtig gewesen war. Sie kannte kaum ein Dutzend Verwandte, und keiner von ihnen besaß auch nur einen Hauch von Reichtum oder Macht. Seit vor einem Jahreslauf Jerushas Großonkel Barmín gestorben war, hatten die KiTenaros nicht einmal mehr einen Earel, und das war wirklich eine Schande.

„Zwei Tage vor diesem Ereignis war ich natürlich sehr beschäftigt damit, alles vorzubereiten, Speisen und Getränke zu beschaffen und so weiter. Und Fenvar dachte, wie so oft in dieser Zeit, nicht daran, mitzuhelfen – er ging in die Berge und ich musste mit meinen Kindern, dem Koch, einem Stallknecht und einer Magd alles alleine schaffen. Kurz, ich war nicht in bester Stimmung.“ Ihre Großmutter seufzte. „Doch es lag nicht nur an mir. Auch dieser Fremde im grauen Umhang war von Anfang an sehr schwierig. Er behauptete, der Wein sei saurer als Essig und das Essen ein Fraß für die Hunde. Gleichzeitig war er sehr galant zu mir, machte mir Komplimente zu meinem Aussehen und küsste sogar meine Hand. Es war mir unangenehm, aber ich tat das alles mit einem Scherz ab und ließ neuen Wein bringen, den besten im Keller. Doch der Fremde war nicht zufrieden und meinte, vermutlich seien die Gästezimmer unbewohnbar und voller Läuse. Da wurde ich wütend und sagte ihm, wenn es ihm hier nicht passe, dann könne er ja weiterziehen, wir bräuchten ihn und seinesgleichen nicht.“

Jerusha ahnte, worauf das alles hinauslief. Doch sie wollte ihre Großmutter nicht unterbrechen. Auch ihre Mutter hörte schweigend zu, sie hielt die Augen geschlossen, als sei sie tief in sich versunken.

„Nein, sagte er, es sei schon spät, er wolle nicht weiterziehen, vielleicht würde es sich hier ja doch aushalten lassen. Hätte ich es nur dabei bewenden lassen, hätte ich nur!“ Das Gesicht ihrer Großmutter verzerrte sich. „Doch jetzt war ich schon wütend und sagte, mein Mann komme bald heim, und dann würde er den Fremden aus dem Gasthaus jagen wie einen räudigen Kater. Als der Fremde einfach sitzenblieb, ohne mich noch weiter zu beachten, rief ich den Koch und den Stallknecht und sagte ihnen, sie sollten den Kerl rauswerfen. Sie versuchten, den Mann an den Armen zu packen, und dabei fiel der Blauwein um, der Umhang des Fremden war über und über besudelt. Jetzt geriet der Fremde in Wut. Er schleuderte Lundis und Mik zu Boden, einfach so, und dann wandte er sich mir zu.“

Die Lampe auf dem Tisch flackerte, und Ruß schlug sich auf dem Glas nieder. Doch keine von ihnen bewegte sich, um den Docht herunterzudrehen.

„Jetzt war der Fremde wieder ruhig, gefährlich ruhig“, erzählte Kala. „Er sagte, ich würde noch bereuen, was geschehen sei. Mir sei nicht klar, wie mächtig er wäre, aber das sei keine Entschuldigung. Ich erwiderte – bei Shimounah, hätte ich nicht einfach schweigen können! Ich erwiderte ...“ Ihre Großmutter stockte, fuhr dann fort. „Mein Mann Fenvar KiTenaro sei auch sehr einflussreich, und würde ihm schon noch zeigen, wie man sich in einem Gasthaus benehme. Da lächelte der Fremde auf eine ganz seltsame Art und sagte: `Richte deinem Mann einen schönen Gruß von mir aus! Fortan wird es das Schicksal aller Frauen deiner Familie sein, die Männer zu verraten, die sie lieben. Und du selbst wirst den Anfang machen.´“

„Und was dann?“

„Dann ging er, ohne zu bezahlen. Er schwang sich auf sein Pferd – es war ein prächtiger Schimmel, das weiß ich noch – und war schon nach kurzer Zeit im Dunkel verschwunden. Ich habe nie erfahren, wer er war. Vielleicht ein Magier, ich weiß es nicht.“

Eine Weile herrschte düstere Stille in dem kleinen Wohnraum. Draußen war es windig; ein Zweig wurde immer wieder ans Fenster geweht, es klang so, als klopfe jemand. Schließlich ertrug Jerusha es nicht mehr, sie stürmte nach draußen, knickte den Zweig ab und warf ihn in die Dunkelheit. Sie hatte das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Sie lehnte sich gegen den rauen Putz des Hauses und fühlte ihr Herz gegen die Rippen hämmern. Am liebsten wäre sie nicht wieder hineingegangen, doch sie wusste, dass sie sich den bitteren, traurigen Schluss der Geschichte anhören musste. Denn diese Geschichte war schon lange auch die ihre, ohne dass sie es je geahnt hätte.

Ein paar Atemzüge später saß sie wieder ihrer Großmutter gegenüber und hörte schweigend zu.

„Natürlich tat ich die Worte des Fremden ab, ärgerte mich nur eine Weile und hatte wieder mehr als genug mit dem Betrieb der Faunenmühle zu tun. Zum Glück kam Fenvar schon am nächsten Tag zurück, und das Clantreffen verlief so gut, als hätte Alicanda es gesegnet. Um ganz ehrlich zu sein, ich fürchtete den Fluch auch deshalb nicht, weil es zwischen Fenvar und mir nicht gut lief. Hätten wir uns getrennt, ich hätte zu dieser Zeit nur mit den Achseln gezuckt. So dumm war ich! Denn wir lieben ja nicht nur unsere Gatten.“

Von den Schlafräumen oben kam ein leises Geräusch, und Jerushas Mutter zuckte zusammen, hob wachsam den Kopf. Sie und Jerusha tauschten einen Blick. War Liri wach geworden, machte sie etwa lange Ohren, um mitzubekommen, was sie besprachen? Jerusha war nicht sicher, ob das so schlecht wäre. Vielleicht hat sie ebenso ein Recht darauf, es zu hören, wie ich. Nein, sie hat gerade einmal zwölf Sommer gesehen, vielleicht ist sie tatsächlich zu jung dafür.

Ihre Mutter ging die knarrende Stiege hoch, sah kurz nach Liri. Und gab dann lautlos Entwarnung: Das Mädchen schlief.

„Ich hatte nicht an meinen Sohn Thimmes gedacht“, fuhr ihre Großmutter fort. „Gerade achtzehn Sommer zählte er damals, und er war mir eine große Freude. Zu dieser Zeit hatte er gerade Ärger. Er hatte sich mit ein paar Gleichgesinnten zusammengetan und wütete gegen die Tyrannei der Fürsten AoWestas; er fand, sie gäben dem Volk zu wenige Freiheiten und beuteten es aus, wo sie nur könnten. Und wirklich, es war schlimm damals, viel schlimmer als heute. Thimmes und seine Freunde hatten einen Protest formuliert, in dem sie einen Neuanfang forderten, und das Ganze an die Tür eines Zunfthauses genagelt. Wenn diese Freiheiten nicht gewährt würden, solle das Volk die AoWestas stürzen, hatten sie geschrieben. Wild und stark und jung und manchmal ohne jede Vernunft waren er und seine Freunde damals!“

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