Siri Lindberg - Nachtlilien

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Seit Generationen lastet auf der Familie der jungen Jerusha ein schrecklicher Fluch: Alle Frauen sind dazu verdammt, den Menschen zu verraten, den sie am meisten lieben. Jerusha droht das gleiche Schicksal, als sie Kiéran begegnet, einem Krieger, der nach einer schweren Schlacht erblindet ist. Jerusha verliebt sich in ihn, doch sie will ihn auf keinen Fall ins Unglück stürzen. Aber ist es richtig, der wahren Liebe für immer zu entsagen? Oder ist es Zeit, eine Entscheidung zu treffen, auch wenn es die mutigste und gefährlichste ihres Lebens sein wird?

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Als sie heimkam, war Liri schon zu Bett gegangen. Mutter und Großmutter saßen schweigend am Esstisch in der Stube und blickten auf, als Jerusha hereinkam.

„Du bist spät dran“, sagte ihre Großmutter. „Setz dich.“

Jerushas gute Laune verpuffte. Etwas im Gesicht ihrer Großmutter verriet ihr, dass die Angelegenheit wirklich ernst war. Wortlos setzte Jerusha sich und faltete die Hände vor sich auf dem Tisch. War es doch ein Fehler gewesen, erst zu Dario zu gehen, und sich nicht gleich anzuhören, was Kala zu sagen hatte? Egal. Jetzt war sie hier.

Wieder die brüchige, dünne Stimme ihrer Großmutter: „Du bist jetzt einundzwanzig Sommer alt, Jerusha. Es ist Zeit, dass du es erfährst. Ganz besonders jetzt, vor deiner Hochzeit. Dario muss es wissen, bevor er sich für dich entscheidet.“

„Was meinst du damit?“ Jerusha war beunruhigt. Meine Familie hat mir etwas verschwiegen? Und was hat das alles mit Dario zu tun, er hat sich doch längst für mich entschieden! Die Hochzeit soll in drei Wochen stattfinden, das Fest ist geplant, die Gäste sind geladen! Sie fühlte eine leise Panik in sich hochdämmern.

„In bester Absicht haben wir gewartet“, sagte ihre Mutter müde. „Wir wollten warten, bis du alt genug bist, um es zu verstehen – uns zu verstehen.“

Klingt eher nach Feigheit. Jerusha spürte, wie sie wütend wurde. „Sagt mir jetzt bitte, was los ist!“

Ihre Großmutter und ihre Mutter tauschten einen Blick, dann sprach ihre Großmutter weiter. „Gut. Ich weiß, es muss sein.“ Sie holte tief Luft. „Jerusha, über den Frauen der KiTenaros liegt seit zwei Generationen ein Fluch. Wir sind dazu verdammt, die Männer zu verraten, die wir lieben.“

Jerusha war nicht mehr fähig, sich zu bewegen. Sie spürte das raue Holz unter ihren Händen, die Schwere ihres Körpers, die Luft, die in ihre Lungen hineinströmte und wieder hinaus. „Falls das ein Versuch ist, mich von dieser Hochzeit abzubringen, dann wird er scheitern“, sagte sie heiser. „Ich weiß, dass ihr Dario nicht besonders mögt, auch wenn ich den Grund nicht kenne. Aber erstens bin ich nicht so leichtgläubig, wie ihr denkt, und zweitens ist es schändlich, dass ihr überhaupt versucht, mir so etwas –“

Jerusha brach ab. Denn der verblüffte Ausdruck auf den Gesichtern der beiden Frauen zeigte deutlich, dass sie auf einer falschen Fährte war.

Und dass ihre Großmutter nichts anderes ausgesprochen hatte als die furchtbare Wahrheit.

***

Langsam und widerwillig schlug Kiéran die Augen auf. Es musste früher Morgen sein. War es schon hell draußen? Er wusste es nicht, wieder ließen ihn seine Augen im Stich. Schwärze war um ihn, nichts als Schwärze. Und wie immer in den letzten Tagen war ihm, als stürze er, falle immer weiter; und es gab nichts, woran er sich festhalten konnte…

Kiéran merkte, dass er den Atem in kurzen Stößen hervorpresste, und versuchte sich zu entspannen. Verzweifelt konzentrierte er sich auf das, was er spürte. Selbst der Schmerz war willkommen, doch der war längst nicht mehr so brennend wie zu Anfang und taugte kaum noch als Ablenkung. An seiner Hüfte und am linken Arm war nur noch ein unangenehmes Pochen, das sich ertragen ließ; auch die Wunden an der linken Seite seines Gesichts fühlten sich nicht mehr so an, als habe jemand ein Messer in seiner Wange stecken lassen. Solange er nicht den Fehler machte, sich zum Schlafen auf die Seite zu legen.

Vielleicht werde ich nie erfahren, wie ich jetzt aussehe . Einer der giftigen Gedanken hatte es geschafft, sich in seinen Kopf zu schleichen, und schon stand Kiéran nur einen Schritt vom Abgrund entfernt. Mühsam zwang er sich, seinen Geist leerzuwischen wie die große Holztafel im Strategiezimmer, auf der sie immer mit Holzkohle Truppenbewegungen skizziert hatten in den atemlosen Stunden vor einem Gefecht. Ob er das noch einmal erleben würde?

Nicht nachdenken. Bloß nicht nachdenken. Kiéran sandte alle Aufmerksamkeit in seine Fingerspitzen. Er ließ eine seiner Hände über die kratzige Decke tasten, die nach Angst und feuchter Wolle roch durch den Schweiß seiner Alpträume. Ließ sie an der schmalen Matratze entlanggleiten, deren Füllung bei jeder Bewegung leise knisterte und eine nach Heu und Kräutern duftende Wolke aussandte. Seine andere Hand schob sich nach oben, über die glatten, eng zusammengefügten Steine der Außenwand. Es gab kein Fenster, soviel wusste er schon, doch von oben spürte er einen Luftzug auf der Haut, es musste eine Lüftungsklappe unter dem Dach geben.

Da – der Gong. Sein tiefer, satter Ton hallte durch den ganzen Tempel, der Weckruf für alle Bewohner. Aber eine Morgenspeise gab es noch lange nicht. Jetzt würden die Novizen und Priester eine stille Zwiesprache mit dem geheimnisvollen Etwas halten, das sie verehrten und dessen Namen Kiéran schon fast wieder vergessen hatte. Ach ja, Oscurus . Was auch immer das war. Es hatte irgendetwas mit den Schwarzen Spiegeln zu tun, denen der Tempel gewidmet war.

Kiérans Gedanken eilten zur Quellenveste – der Burg des AoWesta-Clans – und zu dem, was seine Kameraden jetzt wohl taten. Kurz vor der Morgendämmerung war Ablösung: Die Morgenwache rückte gerüstet und bewaffnet aus, um ihren und Kiérans Dienstherren, Fürst AoWesta, zu beschützen; die Nachtwache kehrte müde in die Baracken zurück. Dort drängten sich die anderen Mitglieder der Terak Denar – der Elitetruppe des Fürsten – sicher gerade gähnend in den Waschräumen. Kiéran selbst war um diese Zeit normalerweise schon in Uniform gewesen, auf dem Weg zur ersten Besprechung mit seinem Kommandanten Xen TeRopus und den anderen Offizieren.

Und hier? Nichts zu tun. Nur Leere. Stille. Schwärze. Wieso nur ließen seine Leute ihn nicht holen? Sie hätten längst hier eintreffen müssen! Das Gefecht an der Grenze zu Thoram, bei dem er verletzt worden war, war schon sieben Tage her, wenn er richtig gezählt hatte. Kiéran hatte von den Priestern erfahren, dass die Terak Denar danach in aller Eile abgezogen waren, anscheinend wurden sie an einem anderen Ort des Fürstentums gebraucht. Trotzdem, sieben Tage waren mehr als genug Zeit, um ein paar Leute auf die Suche nach ihm zu schicken. Oder ihm wenigstens irgendeine Nachricht zu senden. Selbst wenn keiner unserer Leute mitbekommen hat, dass die Priester mich in Sicherheit gebracht haben, was ist mit meiner Botschaft an Xen? Da steht doch drin, was geschehen ist und wo ich bin! Hat er sie womöglich nicht erhalten?

Langsam und vorsichtig richtete sich Kiéran auf. Er hielt es nicht mehr länger aus auf seinem Krankenlager. Vorsichtig schwang er die Beine zur Seite und stellte die Füße auf die kühlen Steinplatten des Bodens. Sobald er sich bewegte, begann sein Schädel wieder zu schmerzen, ihm wurde schwindelig. Kiéran unterdrückte ein Stöhnen, stützte den Kopf in die Hände und wartete, bis es wieder etwas besser wurde. Der Krieger, der ihn erwischt hatte, musste mit voller Wucht zugeschlagen haben. Ein Wunder, dass sein Helm das ausgehalten hatte. Und doch war irgendetwas zerbrochen in seinem Kopf, sonst würden seine verdammten Augen ja mitspielen. Bestimmt brauchten sie nur etwas Zeit, dann erholten sie sich wieder; andererseits, waren sieben Tage nicht Zeit genug?

Vielleicht bin ich für immer blind. Der Gedanke brannte durch ihn hindurch, so heftig, dass er es nicht schaffte, ihn wegzuschieben. Kiéran ballte die Fäuste und biss die Zähne so fest zusammen, dass die Muskeln und Sehnen an seinem Hals hervortraten.

Ein metallisches Geräusch ließ ihn zusammenzucken. Jemand hatte die Tür geöffnet. Leise Schritte, das Schaben von Bastsohlen auf Steinboden.

„Gelobt sei das Oscurus, möge seine Kraft nie versiegen!“ begrüßte ihn eine heitere Stimme. Gerrity, einer der Novizen. Kiéran mochte ihn. Er war ein ehemaliger Taschendieb, der das bequeme Leben im Tempel genoss. Seine Frömmigkeit und sein Fleiß hielten sich in Grenzen, was bedeutete, dass er sich häufig Zeit nahm, mit Kiéran zu plaudern.

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