Siri Lindberg - Winterdrachen

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Gegen den Willen des Eliscankönigs hat Aláes einen Krieg zwischen Menschen und Eliscan begonnen. Während Jerusha versucht, ihre Familie in einem Tempel der Schwarzen Spiegel in Sicherheit zu bringen, reitet Kiéran zum umkämpften Gebirgspass Eismitte, um die Verteidigern dort mit seiner Erfahrung und seinen Fähigkeiten zu unterstützen. Aus Angst um sein Leben und um bei ihm zu sein, reist Jerusha hinterher. Eine ganz schlechte Idee, wie sich herausstellt. Denn dort trifft sie nicht nur den Mann wieder, den sie liebt …

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Er hatte es eilig, sein Ziel zu erreichen, und in der Dunkelheit kam er gut voran, weil er nicht von einem Schatten zum nächsten springen musste, sondern sich frei bewegen konnte. Weder Tiere noch Menschen bemerkten ihn, als er schneller als ein Windhauch an ihnen vorbeiglitt, und erst am nächsten Tag sah er sich zu dem gezwungen, was Menschen eine Pause nannten. Eigentlich brauchte er keine – seine Energien waren unerschöpflich – doch der Benár war ihm im Wege. Flüsse waren ihm samt und sonders unangenehm, und der Benár war der Breiteste von ihnen. Eine Scheußlichkeit sondergleichen. Es dauerte eine Weile, bis Grísho an den Schatten der Uferbäume entlanggesprungen war und ein Fährboot gefunden hatte, auf dem er unerkannt im Schatten eines Passagiers übersetzen konnte.

Am nächsten Tag hielt ihn trübes, nieseliges Wetter auf, der einzige brauchbare Schatten, den er fand, war unter einem umgestürzten Tontopf. Missgelaunt kauerte er darunter, bis endlich wieder lebenspralle Dunkelheit herrschte. Daher war er spät dran, als er „seinen“ Tempel im Süden des Fürstentums Kalamanca, in der Gegend der Sieben Mühlen, erreichte.

Sofort nach seiner Ankunft spürte er, dass er nicht alleine war ... es wimmelte von seinesgleichen um den Tempel herum. Sie alle hatten den Ruf wahrgenommen, und waren ihm halb willens, halb unfreiwillig gefolgt, weil sie zu unterschiedlicher Zeit in diesem Tempel entstanden waren. Auf den ersten Blick sah Grísho mehr als ein Dutzend Schattenspringer, und einige von ihnen kannte er, weil sie älter waren als er.

Seine Begeisterung darüber hielt sich in Grenzen. Grísho legte wenig Wert auf das Zusammensein mit anderen Schattenspringern, wie andere Wesen seiner Art war er lieber allein ... oder mit Jerusha zusammen, deren Gesellschaft ihm so angenehm war wie eine Flötenmelodie.

„Sieh an, da ist ja unser Jüngster“, wisperte ihm einer der anderen Schattenspringer zu, der sich Balyo getauft hatte. „Sie nannten ihn auch Der mit den Menschen kuschelt .“

Heiseres Gelächter erklang, das Menschen wahrscheinlich mit dem Rauschen der Bäume verwechselt hätten.

„Ihr wisst gar nicht, was ihr verpasst“, erwiderte Grísho so würdevoll er es vermochte.

„Nicht viel, nicht viel!“, kicherte ein anderer aus dem Schatten eines Steines. „Sie liegen die Hälfte jeden Tages mit geschlossenen Augen herum und machen gar nichts, und den Rest der Zeit stechen sie Metallstücke in den Boden oder in einander ...“

Grísho seufzte. Es hatte keinen Sinn, die anderen über die Natur des Sonnenvolks aufklären zu wollen. Die meisten anderen Schattenspringer waren so scheu, dass sie nie mit einem Menschen sprechen würden. Außerdem war er selbst nicht sicher, ob er die Menschen wirklich verstand, sie gaben ihm immer neue Rätsel auf. Warum zum Beispiel hasste Jerusha diesen Mann in Perikhor so sehr ... und wie fühlte es sich überhaupt an, jemanden zu hassen?

„Weiß einer von euch, warum wir hier sind?“, fragte Grísho in die Runde und sprang vor lauter Nervosität in den Schatten eines Busches, der schon besetzt war. Das war kein angenehmes Gefühl, wie ein kaltes Kribbeln. Vor Schreck sprang er reflexhaft weiter – und landete im Schatten eines Kieselsteins, der so klein war, dass er Mühe hatte, darin Platz zu finden. Doch den anderen hatte es noch schlimmer getroffen, er hatte sich in einen schwächlichen Halbschatten geflüchtet und machte, dass er daraus wieder wegkam.

„Warum wir hier sind? Keine Ahnung, aber ich konnte mich nicht verweigern“, beschwerte sich einer seiner Genossen. „So muss es sich anfühlen, an einem Gummiband zu hängen!“

„Eins ist klar, es muss wichtig sein“, hauchte ein anderer.

Noch ein weiterer Schattenspringer traf ein, der noch weiter entfernt gewesen war, als er den Ruf gehört hatte. Menschlichen Augen blieb er verborgen, doch für Grísho war seine Gestalt so deutlich zu erkennen wie silbriger Nebel. „Möge der Atem der Dunkelheit immer mit euch sein“, verkündete der Neuankömmling großspurig.

Es war nicht leicht, den vielen Gesprächen zu folgen, die sich entsponnen hatten, sie wogten durcheinander wie das Zischen eines Wasserfalls, wie das Rauschen der Bäume. Selbst Menschen, deren Ohren so stumpf waren wie Baumklötze, wäre das Geflüster aufgefallen.

Grísho achtete nicht weiter darauf, sondern umrundete einmal rasch den Tempel. Alle Türen verschlossen. Abgeschottet. Dicht selbst für seinesgleichen. Im Inneren waren Schattenspringer unerwünscht, so wie in allen anderen menschlichen Behausungen.

Doch als Grísho seine Sinne ausstreckte, hörte er, wie sich im Inneren des Tempels Gesang erhob. Wie gebannt hielt er inne. Es war eine Frau, die sang.

Die Schwinge der Nacht

erhebt sich lautlos,

streicht über deine Stirn,

zerreißt dein Lächeln.

Hab Acht, Fremder, hab Acht!

„Der Warngesang“, flüsterte einer der ältesten Schattenspringer. „Zuletzt habe ich ihn vor achthundert Wintern gehört!“

Er war der einzige, der wagte, etwas zu sagen. Alle anderen Schattenspringer waren verstummt und verharrten an Ort und Stelle. Dann breitete sich ein Gefühl der Aufregung unter ihnen aus, Grísho konnte es fast spüren. Gemeinsam mit den anderen näherte er sich dem Eingangstor des Tempels. Denn von dort vernahm er Schritte, der Gesang wurde lauter. Jemand näherte sich, anscheinend eine Priesterin!

Gleich würden sie erfahren, warum sie hier waren.

Wer oder was es war, das sie gerufen hatte.

***

Es fühlte sich seltsam an, diesem Mann gegenüberzusitzen, er war ihr vertraut und doch fremd. Jerusha und ihr Vater saßen auf einer Holzbank in der Kräuterkammer des Tempels, einem luftigen, wohlriechenden Raum. Es duftete nach Minze, Salbei, Silvanida-Blättern und zahlreichen Heilkräutern aus dem nahen Wald von Atordar. Doch Jerusha nahm die Gerüche kaum wahr, sie konzentrierte sich darauf, diese nervöse Unruhe in sich zu besiegen.

Josuan sah nicht aus wie ein Bäcker, sondern eher wie jemand, der in einer Schänke Ärger machen konnte. Er war ein kraftvoller Mann mit Oberarmen wie ein Holzfäller, etwas strähnigem blondem Haar, das ihm in die Stirn fiel, und erstaunlich feinen Zügen, etwas verwittert nach den fünfzig Sommern seines Lebens. Als Jerushas Mutter ihn kennengelernt hatte, hatte er als Küchenmeister am Fürstenhof in Jakobsburg gearbeitet. Er war ihre große Liebe gewesen, so hatte sie es Jerusha in einem schwachen Moment erzählt. Einen anderen hatte es für sie nie gegeben.

„Ich hab dir was mitgebracht“, sagte ihr Vater, und Jerusha lächelte nervös. Sie wartete, was er aus seiner abgewetzten Ledertasche zum Vorschein bringen würde – ein in Wachspapier eingeschlagenes Gebäck, wie sich herausstellte. „Oh, Proviant, danke“, sagte Jerusha und wollte es beiseitelegen, doch Josuan lächelte verschmitzt, seine makellosen Zähne blitzten. „Wickel es aus.“

Es war ein kleiner, flacher Kuchen – in Form einer Katze! Jerusha musste lachen. „Ach ja, solche habe ich früher auch gebacken, und dir dadurch das Geschäft verdorben. Dass du das noch weißt.“ Was für eine nette Geste. Er hat Humor. Dabei hat er damals furchtbar geschimpft, weil niemand meine Tiere aus Teig kaufen wollte.

„Klar weiß ich das noch.“ Josuan wurde ernst. „So, und jetzt erzähl mir alles über diesen Fluch, der angeblich auf dem Clan deiner Mutter lag.“

Jerusha hatte sich schon fast gedacht, dass er darüber reden wollte. Sie berichtete, was den Frauen der KiTenaros in den letzten Jahrzehnten widerfahren war und was sie selbst bei den Traumweberinnen und den Eliscan erlebt hatte beim Versuch, den Fluch zu lösen. Wie es ihr gelungen war, und wie sie dabei beinahe den Mann verloren hätte, den sie liebte. Zu Beginn ihres Berichts merkte sie, dass Josuan oft die Augenbrauen hochzog, doch nach einer Weile stützte er sich auf seine Unterarme und lehnte sich weit über den Tisch, die Augen auf ihr Gesicht geheftet. Hin und wieder stellte er ein paar Zwischenfragen, sagte aber schnell: „Weiter.“

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