Dina Sander - Eisjungfer

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Eilifuris versinkt im ewigen Eis. Mit grausamer Kälte herrscht die Ewige Eisjungfer gemeinsam mit dem Gott Wuldor über das Reich. Die junge Jägerin Kjellrun macht sich auf die Suche nach Verwandten, um einer unerwünschten Partnerschaft zu entgehen. Beide treffen aufeinander und ahnen nicht, wie sehr ihr Schicksal miteinander verwoben ist und dass ihr Handeln die ganze Welt verändern wird.
Fühle dich hinein in die Ich-Erzählerin, die Ewige Eisjungfer, die um ihre Macht fürchtet.
Verfolge Kjellruns Weg ins Unbekannte und fiebere mit, ob sie ihre erste Liebe findet oder doch verlieren wird.
Das Ende wird dich hoffentlich überraschen!

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Meine eisblauen Augen verloren sich in weite Ferne. So lange schon kämpfte ich um die Alleinherrschaft. Mein süßes Näschen schnupperte, sobald eine Seele in die Schatten tauchte. Noch vor Wuldor roch ich jede Jungfrau aus den Duftlinien heraus, die der Wind in die Burg hoch oben auf den Fjalldom wehte. Bevor der altersschwache Gott sich aus seinem Bett erheben konnte, war ich bereits unterwegs, um die Seele zu fangen, aufzusaugen und die Köstlichkeit der berauschenden Reinheit tief in mir zu behalten. Wenn er jemals schneller wäre als ich, würde es mein Tod sein. Und Sterben ... nein! Ich wollte leben ... ewig leben!

So lauerte ich unermüdlich hoch oben in der Burg, suchte nach den echten Jungfrauen, unberührt von einem Mann. Und ehe der Gott des Winters auch nur in die Nähe kam, schlug ich zu. Närrischer Gott ... alter, dummer Gott!

Manch eine Jungfrau musste drei- oder sogar viermal wiedergeboren werden, ehe sie alt genug war, um tollkühn oder unvorsichtig in die Schatten zu treten. Eine kleine Unachtsamkeit nur, ein kurzer Blick zum Feuer, damit das Abendessen nicht verbrannte und die Mutter nicht hinsah. Die Jungfrau musste nicht einmal laufen können. Wenn die Patschhändchen beim Krabbeln in den Schatten eintauchten, war es zu spät für eine Rettung. Die dunklen Boten brachten mir sofort den Duft der Jungfräulichkeit und schon war ich da. Nur einen Gedanken später. Gnadenlos. Verschlang die Seele, saugte sie aus mit meinem gierigen Todeskuss. Köstlich ... so köstlich jedes einzelne Leben ... jede unberührte Seele ... nur für mich allein!

Jede Jungfrau machte mich stärker und Wuldor schwächer. Längst war der mächtige Gott der Kälte und des ewigen Winters ein schwächlicher Tattergreis geworden, der sich nachts an meine eisige Brust schmiegte, um meine Macht zu spüren.

„Mir gehört Eilifuris!“, rief ich und atmete tief ein. Meine kindliche Brust hob und senkte sich vor zorniger Erregung. Denn ich roch es. Das reine Blut, vollkommen unberührt und ... Mit zitternden Schritten ging ich durch die Halle, versuchte mehr von dem Duft im Hauch des Windes zu riechen.

„Unmöglich!“, flüsterte ich und riss die Augen weit auf. „Es ist unmöglich!“

Der Duft verlor sich und kreischend rannte ich hinaus, aus dem Saal, durch die Vorhalle und hinaus durchs mächtige Tor aus Eis und Stahl. Mein Blick fiel auf die dicken Steinmauern.

Einst, vor vielen Generationen, hatte ich auf der anderen Seite gekauert und mich meinem Schicksal beugen müssen. Ein kleines, dummes Kind. Die letzte Jungfrau, die frisch entstanden war und keine Wiedergeburt erlebt hatte. Rein. Makellos. Als einzige Jungfrau in der Lage, die Herrschaft von Wuldor zu beenden.

Doch ich hatte versagt. Damals.

Jetzt gab es kein Versagen mehr für mich. Denn ich war die letzte Jungfrau von Eilifuris, die Ewige Eisjungfer! Ich hatte das letzte Mädchen, dessen Seele und Körper noch nie von einem Mann entweiht worden war, in mich gesogen. Vor zwei Nächten. Ich erinnerte mich mit einem arroganten Lächeln. Sie war dumm und unbesonnen hinaus in die Kälte geschlichen, um einem weißen Hirschkalb zu folgen, das mit jämmerlichem Blöken um Hilfe gerufen hatte.

Ach, diese dummen Menschen! Sie ließen sich so leicht verführen.

Köstlich tauchte vor meinem inneren Blick das Bild des Mädchens auf. Wie sie mich zunächst voller Schrecken anstarrte, mit großen, dunklen Augen, naiv und treu. Im Bruchteil einer Sekunde war der Schrecken purem Entsetzen gewichen, als sie zu begreifen begann. Sie stand steif im knöcheltiefen Schnee, als sich meine weißen Finger an ihre Wangen legten, meine Lippen sich ihren näherten, so rot, so warm, so verlockend.

Oh, eisige Kälte! So berauschend!

Sie war süß und unschuldig, erst zweimal wiedergeboren. Ihrer Seele haftete der Geruch von zwei langen, erfüllten Leben an, die sie ohne Mann gemeistert hatte. Ein köstliches Geschenk an mich. Mein gesamter Körper sehnte sich nach dieser Seele, dieser letzten wahren jungfräulichen Seele!

Kurz bevor meine eisigen Lippen ihre warmen berührten, schrie sie. Ihre helle, kindliche Stimme vermischte sich mit dem klagenden Blöken des Hirschkalbs. Die Luft um mich vibrierte.

Dann … mein Mund ... unendlich sanft ... so zart die Berührung.

Der Schrei verklang, als die Seele von mir herbei befohlen wurde.

Ach, was hatte sie gekämpft! Ihre kleinen Fäuste hatten gegen meine Schultern geschlagen. Danach wagte sie ihre Nägel in meine Wangen zu bohren. Doch ich war so viel stärker! Sie war nur ein winziges Blättchen in einem riesigen Wald. Eine kleine Schneeflocke in einem mächtigen Schneesturm. Hilflos ausgeliefert. Mir.

Nur einer hätte sie retten können: Wuldor, Gott von Eilifuris.

Aber er roch schon lange keine Jungfrauen mehr. Ich hatte ihn verdorben. Mit meinem Duft. Denn ich war nicht bereit, zu verlieren, mein Leben von einer neuen Erwählten aussaugen zu lassen. Niemals!

So atmete ich genussvoll die letzte reine Seele in mich. Spürte sie meine Kehle hinabrinnen, wie ein sahniger Likör, feurig, cremig, belebend. Die wundervolle Reinheit erfrischte jede Zelle in mir, ließ meine Macht anschwellen.

Nun war ich unbesiegbar.

Stärker als Wuldor!

Fast schon schmerzhaft schreckte ich aus der Erinnerung. Da war er wieder, der Geruch, der unmögliche Duft.

„Nein!“ Ich kreischte es laut in die aufkommende Dämmerung. „Nein!“ Hass blitzte in meinen eisblauen Augen auf. Meine Nasenflügel weiteten sich, während ich wild nach dem Blut schnupperte. Doch wieder war der Duft verschwunden. Als hätte ich ihn mir nur eingebildet. Von Zorn erfüllt stampfte ich mit dem Fuß auf, doch bis auf das leichte Klirren meines Kleides war nichts zu hören. Noch einmal stampfte ich wütend auf. Der Schnee schluckte jedes Geräusch und ließ mich zornerfüllt zurück.

„Ahhh! Ich kann mich nicht irren, niemals!“ Meine wunderschöne, helle Stimme hallte über den Burghof. Mein weißes Frostkleid klirrte bei jeder ärgerlichen Bewegung. Die Kristallspitzen schimmerten und funkelten im rötlichen Schein der untergehenden Sonne. Ich war so entzückend, so lieblich, das allerschönste Wesen von ganz Eilifuris und das mächtigste Geschöpf. Niemals konnte ich mich irren!

Ich dachte an das kleine Mädchen, zweimal wiedergeboren. Die letzte Jungfrau von ganz Eilifuris. Die letzte Seele, die mir hätte gefährlich werden können. Vor zwei Tagen war sie die letzte Seele gewesen, die in keinem ihrer Leben jemals entweiht worden war. Ich hatte es gespürt, gerochen und dann gewusst.

Und heute?

Der Wind hatte mir den Geruch einer Jungfrau zugetragen. Einer Jungfrau, die so frisch und rein war, so makellos, dass sie noch nie wiedergeboren worden war. Vollkommen unmöglich! Denn es gab kein neues Leben mehr. Es gab nur den ewigen Kreislauf der Wiedergeburten. Es gab kein frisches, neues Leben! Nie, nie, nie!

Noch einmal stampfte ich auf, obwohl ich wusste, dass niemand es hören konnte. Dafür klirrte mein Kleid umso lauter. Das befriedigte mich ein klein wenig in meinem Zorn.

Wuldor hatte vor Generationen entschieden, dass keine neue Seele geboren werden sollte und die erbärmlichen Menschen aussterben sollten. Er war ihrer überdrüssig geworden. Nur meine Nähe und Lieblichkeit konnte ihm noch Freude beschweren.

Meine Seele, so hatte es mir damals meine Mutter erzählt, war die letzte neugeborene Seele gewesen, die sich ihm jungfräulich in den Weg hätte stellen sollen. Ich hätte ihn vernichten sollen, damit sein Bann gebrochen und der andauernde Winter besiegt würde.

Ich richtete mich hoch auf, mein kleines Köpfchen reckte sich und meine Nase war hoch erhoben. In dieser Position zeigte ich allen meine Macht und Herrlichkeit. Ich allein war auserkoren ewig zu leben und zu herrschen. Mein Atem beschleunigte sich voller Hass und Zorn auf diese Unmöglichkeit.

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