Peter Schmidt - GEN CRASH

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Offiziell heißt das Projekt «Virus 31» – das einunddreißigste Virus, das Doktor Johnson im Auftrage des Gesundheitsministeriums von seinen beiden Forschungsteams untersuchen lässt, ob sich sein Erbmaterial zur Eindämmung von Grippeepidemien eignet. Wenig später gerät das Projekt aus den Fugen – eine Epidemie bricht aus und Berlin versinkt im Chaos, wird zur hermetisch abgeriegelten Sperrzone, zum Quarantänegebiet mit hohen Stahlzäunen – ein Konzentrationslager, in dem Chaos und das Recht des Stärkeren herrschen. Und draußen warten bereits die Fluchthelfer. – Es ist kein Geheimnis mehr: Hinter dem Pseudonym «Peter Cahn» verbirgt sich Peter Schmidt – mehrmaliger Preisträger des Deutschen Krimipreises und Verfasser so erfolgreicher Thriller wie «Schafspelz», «Augenschein» und «Die Regeln der Gewalt». – PRESSESTIMMEN
autor-peter-schmidt-pressestimmen.blogspot.de/

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Aber damals glaubte ich, es sei nur eine persönliche Marotte von mir. Eine Art Unterlegenheitsgefühl, wenn man einem Fremden mit ausgeprägtem Charisma begegnet.

Ich kam mir vor, als hockte ich auf einer umgedrehten Apfelsinenkiste, während er von einem thronähnlichen Sitzgebilde Audienz gewährte.

Der billige Eloxalring mit amethystfarbenem Glasstein am kleinen Finger seiner linken Hand, den er manchmal nachdenklich am Hosenbein rieb, unterstrich noch das Bild eines Potentaten ohne Fürstentum, wenn man auch nicht recht zu sagen wusste, auf welche adlige Abstammung sich der Eindruck stützen sollte.

" Intellektueller " – diesen Ausdruck gebrauchte er, weil ich mich mit den Folgen von Gorbatschows Verständigungspolitik beschäftigte – ein anrüchiges Thema, ein heißes Eisen bei den altgedienten Hasen.

Sie ahnten, welche brisanten Folgen der frische Wind aus dem Osten haben würde. Die Riege der Betonköpfe fürchtete um ihre Pfründe. Solange der kalte Krieg auf Hochtouren gelaufen war, und auch später noch, in der entschärften Phase, hatte das Gewerbe der Informationsbeschaffung – eine vornehme Untertreibung, denn wie jeder weiß, handelt es sich dabei hauptsächlich um Erpressung und Irreführung – genug für alle abgeworfen.

Aber was passierte mit uns, wenn Glasnost auch die Geheimdienste erreichte?

"Sie machen kein erfreutes Gesicht, Haag", sagte er, während er mich ins Haus brachte.

"Ich mag's nicht, wenn man mich als Spinner bezeichnet …"

Die Räume hinter dem Flur waren leer und dunkel. Er schaltete die Deckenbeleuchtung ein, und ich sah, dass auf dem Kamin und den Holzfußböden dicke Staubschichten lagen. Zwei einander wie Mondgesichter anblickende Tischuhren, deren Zeiger auf Viertel nach zwölf und Viertel nach eins standen, bildeten den kümmerlichen Rest des Mobiliars.

Ihren goldfarbigen Gipsrosetten sah man an, dass der Inhaber des Hotels einem etwas barocken Geschmack gehuldigt hatte.

Aber was ich viel bemerkenswerter fand: Im Staub gab es Fußspuren; sie führten vom Salon durch ein Nebenzimmer in die zweite Diele, die einen Ausgang zu den Dünen besaß. Sehlen folgte den Abdrücken wie ein Jagdhund, der seine Witterung verloren hatte.

Als wir die Küche passierten, blieb er stehen und musterte das Loch in der Decke. Es war etwa so groß, dass ein Mann mit normalem Körperumfang bequem hindurchsteigen konnte, vorausgesetzt, er besaß eine Leiter. Die Decken in diesen alten holländischen Häusern sind manchmal mehr als vier Meter hoch.

"Meteoriteneinschlag?", fragte ich.

"Nein, einer von unseren Leuten hat unsachgemäß mit einer Eierhandgranate hantiert", sagte er ganz ernst, ohne auf meinen ironischen Tonfall einzugehen.

Sein Kopf folgte witternd den Fußabdrücken; ich bemerkte, dass es ein grobes Continental-Profil war, die dicke Gummisohle eines Männerschuhs. Nummer 46 oder größer.

"War Ihr Riesenbaby da der Glücksritter?"

"Mein Riesenbaby?"

"Die Fußspur "

"Oh, Kompliment, Haag – Sie haben eine gute Beobachtungsgabe. Riesenbaby, ha, ha. Nein, der Mann, der mit der Handgranate hantierte, kam dabei um. Einer von diesen englischen Schwachköpfen, die MI5 uns für Sonderaufgaben zugeteilt hatte.

Er nahm das Ding aus einem Verschlag im Fußboden – und blieb am Abzug hängen."

"Sie war mit einem dünnen Perlonfaden an der Ringöse zwischen den Bodenbrettern befestigt, als Sicherung gegen Unbefugte? Es war ein geheimes Waffenlager?"

"Sie sind ein Schlaukopf, Haag. Er hatte die Regeln vernachlässigt. Die Regeln zu vernachlässigen, heißt in unserem Gewerbe nun mal, sein Leben zu riskieren."

Der Rest unserer Begegnung in Holland war eine merkwürdig ungreifbare Farce. Später habe ich mich oft gefragt, ob er mich bewusst ins Leere laufen ließ – um mich zu disziplinieren und mir schon in dieser frühen Phase zu zeigen, wer der Herr im Hause war – oder ob sich alles ganz zufällig so entwickelte.

Er hätte mir abgegriffene schmierige Schwarzweißfotos von kleinen Mädchen in winzigen Negligés zeigen können – oder ein ebenso schmuddeliges Foto mit seiner Freundin, er war unverheiratet, das sie beide in eindeutiger Pose zeigte. Bilder von seinen Jahren in Kambodscha, wo er als Söldner und militärischer Berater Pol Pots gearbeitet hatte (tatsächlich aber als Agent der Gegenseite), den Fallschirmspringerstiefel auf einem Haufen bleicher Totenschädel und seine israelische Maschinenpistole mit soviel Selbstgefälligkeit und Arroganz auf dem Unterarm, als posiere er für ein Safarifoto im Busch von Kenia.

Es hätte mich, nach allem, was ich über ihn wusste, weniger verblüfft als das winzige Erkerzimmerchen mit Blick auf die Dünen, in das er mich an jenem Sonntagnachmittag führte.

Eine komplett eingerichtete Idylle: englische Mahagonimöbel, niederländische Variante, Standuhr, grüne Hartblattgewächse, die wie beim Wettbewerb der Floristen in ihren porzellanenen Übertöpfen prunkten, lindgrün gestrichener Dielenboden, ein gemütliches Dreisitzer-Sofa, Rüschenkissen, Nippfiguren.

Und inmitten dieser anheimelnden Puppenstube eine echte holländische Kaffeetafel. Gedeck für zwei Personen.

"Wo sind die anderen?", fragte ich. "Wir arbeiten doch nicht allein?"

"Hier hat früher der alte van der Haaren gehaust", sagte er. "Das Erkerzimmer war sein Refugium, sein Fluchtpunkt, wenn ihm der Hotelbetrieb auf die Nerven ging. Verschlang Unmengen Sahnehörnchen und Cremeschnitten, der arme Kerl. In seinen besten Zeiten ließ er sich Schwarzwälder Kirsch aus Deutschland einfliegen. Sie sind doch auch kein Kostverächter, Haag?"

"So, wie kommen Sie darauf?"

"Ihre Frau, mein Bester, traf sie mal auf Forums Geburtstag. Sein zweiundvierzigster. Sie kamen damals etwas später, Ihr Taxi hatte eine Reifenpanne. Unter uns gesagt, glauben Sie nicht auch, dass er vom anderen Ufer des Flusses herübergesetzt hat?", fragte er und blinzelte arglos.

"Soviel ich weiß, ist Forum glücklich verheiratet."

"Das beweist gar nichts."

Ich verspürte wenig Lust, mich über seine sexuellen Gewohnheiten auszulassen. Außerdem hielt ich Sehlens Bemerkung für ein Ablenkungsmanöver. Er hatte sich zu weit vorgewagt, er hatte zu erkennen gegeben, dass er sich vor unserem Treffen gründlicher als nötig über mich informiert hatte, und das gab mir zu denken.

"Meine Frau hat Ihnen das anvertraut?"

"Sie sind zwar ein magerer Hering, wegen der Drüsen, oder was weiß ich, aber für die letzte Cremeschnitte schubsen Sie doch 'ne alte Frau von der Rolltreppe, Haag."

"Ich frage mich bloß, wie Sie auf diesen Mist kommen, Sehlen?"

"Margrit und ich sind so gut wie befreundet miteinander – seit damals." Seine braunen Augen mit dem südländischen Flair versuchten ein einnehmendes oder beifallheischendes Lächeln. Aber irgendwie kam ihm dabei seine blaurote Narbe unter dem Wangenknochen in die Quere. Es wurde eine Grimasse von unbestimmter Bedeutung, weder Fleisch noch Knochen.

"Warum nicht gleich verheiratet?"

"Sie sollten mir gegenüber keine so krasse Abwehr an den Tag legen, schließlich habe ich Ihnen nichts getan. Dass Sie ausgerechnet mir zugeteilt wurden, ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Es gibt noch genügend andere, weniger halsbrecherische Kommandos momentan. Forum brauchte einen Experten für Ostpolitik, und dabei ist er wohl auf Sie verfallen."

Einen Augenblick verfinsterten sich seine Züge, man sah seinem Gesicht an, dass er bei dem Gedanken auch nicht glücklicher war als ich. Und merkwürdigerweise versöhnte mich diese Beobachtung wieder etwas. Ich dachte: Jemand, der so offenkundig sein Missfallen zu erkennen gibt, ist kaum der gewiefte Taktiker, für den man ihn hält.

"Ihr Ruf ist nun mal nicht der beste."

"Was man in den Diensten über mich erzählt, sind Ammenmärchen, Haag."

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