Mike Nebel - Hereinspaziert!
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Ein echter Ronny Luschke.
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Er stampfte dreimal den Schellenbaum auf die Fliesen, drückte mir das Holz in die Hand und brüllte wie ein angestochener Einpeitscher: „Los Ronny, lass uns aufschbuin!“ Und so spielten wir mächtig auf. Bis Mitternacht. Mit jedem Stoß des Schellenbaums auf die Fliesen schellten die vielen Schellen mächtig umher und mit einem großen Holzlöffel schlug ich auf das draufgeschraubte blecherne Kochgeschirr. Die Gäste an den Tischen waren spendabel, jedes unserer Lieder wurden mit Schnaps belohnt und unsere Hüte, mit denen wir sammelten, füllten sich mehr und mehr mit Klimpergeld. Zum furiosen Finale gab es von uns noch ein kleines Theaterstück, in dem Alois so gut wie jede Rolle übernahm. Als Theaterdirektor erklärte er den Gästen das Stück, um sodann die Rollen vom Jäger, Förster und Wilddieb zu übernehmen. Ich durfte den unverzichtbaren Part des Wildschweins spielen. Ich machte mich für meine Wildschweineinsätze klein und gebeugt, und lief grunzend und schnaubend von Tisch zu Tisch, ohne die Geschichte wirklich verstanden zu haben, aber das war mir wurscht. Vielleicht hätte es sogar Gunda gefallen, wenigstens hätte sie es bestimmt für ungewöhnlich bis absonderlich gefunden. Als alles vorbei war, als die letzten Betrunkenen hinausgestolpert waren, ging mir durch den Kopf, ja, der Alois und ich, wir sollten mal durch die Täler touren und überall in den Gasthäusern aufspielen und mit prall gefüllten Hüten zurückkommen.
Doch wo war Gunda? Nach einer Woche begann ich zu zweifeln, ob Gunda überhaupt noch auf eine Suppe zu uns kommen würde. Wahrscheinlich zog sie bereits durch andere Täler, über die weiter entfernteren Berge und ich war längst aus ihren Gedanken entflogen, wenn ich überhaupt für Momente mal dort drin war.
Gestern war ein besonderer Tag, und damit meine ich, nicht besonders gut. Elisabeth wurde volljährig und ich hatte keine Ahnung davon. Marianne und Alois schon, aber sie hatten keine Ahnung davon, dass Elisabeth nicht mehr da war. Elisabeth hatte sich am Tag ihrer Volljährigkeit von ihrer Familie abgesetzt. Wir erfuhren es aus einem Brief, den sie zurückließ. Ich ging morgens gegen zehn in unsere Gaststube, wie üblich um mitzuhelfen, die zwei Tische unserer Gäste vom Frühstücksmüll zu räumen. Ich sah Marianne mit tiefernstem Blick, wie sie die Zeilen las. Wutentbrannt drückte sie sodann Alois den Brief in die Hände, der immer trauriger wurde während er las, bis er schniefte und eine Träne zu kullern begann. Als Marianne in der Küche verschwunden war, schnappte ich mir den Brief und was ich las, war sicherlich traurig, nur kam es für mich alles andere als überraschend. Ich war der Einzige von uns dreien, für den ihre Flucht aus dem Haus nicht plötzlich vom Himmel fiel, und es war kein gutes Gefühl. Ich war als einziger so etwas wie eingeweiht, ich hatte eine Vorahnung, dass es so kommen könnte, doch was sollte ich schon tun? Marianne etwa sagen, Höre zu, deine Tochter wird bald die Mücke hier machen! Sei vorbereitet! Und übrigens, sie hasst dich! Nein, dies tat ich nicht.
Ich verstand Elisabeth sogar. Elisabeth schrieb das, was sie mir sagte. Sie ging in die Stadt, natürlich ohne zu erwähnen, in welche. Sie habe bereits Arbeit gefunden, in einer Diskothek, wie sie schrieb. In einer Diskothek … nun, wahrscheinlich hatte sie vor Tagen beim Vortanzen an der Stange den Zuschlag bekommen. Oder sie spült dort die ganze Nacht Gläser. Es war mir gleich, wichtig war nur, sie war weg von ihrer herrischen Mutter und ich hoffte, sie würde mit dem, was sie tut, glücklich werden.
Ich versuchte, tröstende Worte für Alois zu finden, der nun wusste, dass er seine Tochter, sein einziges Kind, verloren hatte. Vielleicht kommt sie ja zurück, sie will sich nur zum ersten Mal in ihrem Leben ausprobieren, mit Dingen, die es hier im Haus eben nicht gibt. So sprach ich zu Alois, der sich seine Hände knetete und ziellos durchs Fenster blickte. Marianne riss die Küchentür auf und stampfte zu uns am Tisch.
„Wenn i de Elisobth zwischn de Glubbal griag, de bekimmd a Obreibung. Alois, mach i auf den Weg und suach sie und bring sie heim. De Elisobth soi duach unsa Pension übanehma, wenn mia ned mehr könna. Des Kind mua wieda ha!“, schrie Marianne durch die Gaststube und ich war nur froh, dass unsere paar Gäste schon über alle Berge waren. Nun, offensichtlich vergaß Marianne, dass an diesem Tag Elisabeth volljährig wurde und somit tun und lassen konnte, was sie wollte. Mehr oder weniger.
„Rede doch koan Schmarrn Marianne, de Elisobth is 'etz koa Kind mehr, lass sie 'etz gen, wenn sie zuaruggkomma wui, dann kimmd sie scho wieda zua uns“, sprach Alois, der versuchte, seine Frau zu beruhigen und seinen Blick auf die ganze Angelegenheit halbwegs klar zu halten.
Seit dem Tag, an dem Elisabeth verschwand, war nichts mehr so wie es war. Marianne wirkte zunehmend wie zerfressen vor lauter Verbitterung. Ich war der Meinung, dass ihr schlimmes Bein noch schlimmer wurde, da es ihm - ihrem Bein - nicht entgangen war, in Mariannes Kopf stimmte etwas nicht mehr. Alois versuchte sich dagegen in Hoffnung. Hoffnung, dass es seiner Elisabeth gut gehen würde und dass sie vielleicht doch irgendwann zurückkommen würde, sei es nur auf einen Besuch. Doch für mich wurde es mit jedem Tag schwieriger, da niemand mehr mit mir sprach. Auch untereinander sprachen Marianne und Alois in meiner Anwesenheit nicht mehr miteinander. Vielleicht noch ein paar wenige, herrische Kommandos von ihr zu ihm, aber das war´s schon. Die Stimmung war einfach nur schlecht und nicht mehr auszuhalten, dafür war mein Bein schon für richtiges Gehen gut. Und wer körperlich richtig gehen kann, der kann auch richtig gehen, sich sprichwörtlich vom Acker machen. Ich bereitete mich gedanklich auf meinen Abschied vor.
Gunda stand vor mir. Erst träumte ich es nur, dann stand sie wahrhaftig vor mir. Ich sprang wild vor Freude in die Küche, machte einen großen Topf Frittatensuppe, gab Gunda einen Teller davon und schaute ihr beim Suppe essen zu. „Sag mir, wie sie dir schmeckt und wenn du magst, lass uns morgen wieder in die Wirtschaft gehen, zum Andi. Morgen ist Mittwoch, mein freier Tag.“
Gunda und ich sprachen an diesem Mittwochabend lange miteinander. Erst sprachen wir, dann fassten wir uns an, später küssten wir uns nicht nur auf die Wangen. Gunda wollte unbedingt weiterziehen, sie hatte sich zwischenzeitlich ein kleines Zwei-Personen-Zelt gekauft, keine Pensionen mehr, keine festen oder weichen Betten, wir würden uns auf Wiesen, an Wegen, oder wie ich es vorschlug, einfach nur auf offiziellen Zeltplätzen niederlassen. Dies, um nicht ständig verjagt zu werden, was für Gunda nur schrecklich und unnötig zivilisiert klang. Ihre Vorstellung, von dem, was wir vorhatten, oder besser gesagt, was sie vorhatte, hatte tatsächlich den Nachhall eines echten Aussteigerlebens. Wir würden uns von Beeren, Kräutern, Wurzeln und Knollen ernähren. Ich schlug einen Gaskocher vor, den wir uns unbedingt noch besorgen sollten, und jeden Abend würden wir Brot zur Suppe essen. Wir wurden uns einig. Wir wollten zusammen auf große Wanderschaft gehen. Mehrmals hakte Gunda nach, ob ich auch wirklich wirkliche Touren schaffen würde mit meinem Bein. Sicher war ich mir nicht, doch Gunda wirkte kräftig und stabil, was bestimmt nicht von Nachteil war, und so sah ich mich auf einer Trage liegen, die von ihr mit kräftigem Tritt gezogen würde. Dann dachte ich an Marianne und Alois. Auch an Elisabeth und ich sah sie im Geiste vor mir, wie sie – möglicherweise hatte sie sich schon ein paar Piercings zugelegt – voller Lebensfreude als Teil eines festen Ensembles von jungen Tänzerinnen jeden Abend ihre Show hinlegen würde. Vielleicht würde sie, so wie Alois und ich es taten, mit einem Gamsbart Hut durch die Reihen gehen, um für ihre famose Vorstellung viele Münzen und Scheine einzusammeln, die sie mehr als nur verdient hätte. Vielleicht würde aber auch ihr Oberteil als Hut zum Einsatz kommen. Möglicherweise.
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