Mike Nebel - Hereinspaziert!
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Ein echter Ronny Luschke.
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Kurze Pause. Ich stellte mir die Frage, wann wir das letzte Mal Schlechtwetter im Tal hatten. Die letzten Wochen keinen einzigen Tag und auch die Aussicht auf die nächsten Tage war unverändert gut.
„Meine letzte Tagestour ist schon ein paar Wochen her. Ich hatte einen kleinen Unfall und seitdem treibe ich es mit dem Wandern alles andere als wild, es geht einfach nicht mehr. Ich lag zwei Wochen flach, dann humpelte ich durch die Pension, jetzt geht`s besser und ich komme immerhin schon bis hierher“, nahm ich den Gesprächsfaden wieder auf.
„Oh, das tut mir leid.“
Kurze Pause und die weiteren Fragen, die ich mir stellte, waren: Ist diese Wandersfrau allein in unserer Bergwelt unterwegs? Ist sie Teil einer Wandergruppe? Oder wartet ihr Mann in der Pension sehnsüchtig auf sie? Und wenn ja, warum? Nein, dies war nicht die Frage, die Frage war: Warum sie nicht zusammen, sie und ihr Mann, auf ein paar Gläser Rotwein im Dorf unterwegs waren?
„Ich bin ja wieder in Ordnung, einigermaßen …“
„Was ist Ihnen passiert? Ein Wanderunfall?“
„Ja, im weitesten Sinn ein Wanderunfall, aber eher einer der untypischen Art. Ich wurde von einem Traktor angefahren …“
… und schon war es zu spät. Die Abmachung mit Marianne und Alois lautete: Niemand sollte davon erfahren. Niemand! Auch diese Touristin, die sie zweifelsfrei war, nicht.
Sie prustete etwas aus sich heraus, so wie man es tut, wenn man von einem Vorkommnis hört, mit dem man partout nicht gerechnet hat. Da sie währenddessen einen Mundvoll Rotwein nahm, rief ich zu Andi hinterm Tresen: „Andi, ein Lappen, bitte!“
„Wie kann so etwas passieren? Ich meine, Traktoren sind laut und langsam … aber es geht mich ja nichts an … Hauptsache Sie sind wieder okay …“
Kurze Pause und wir schwiegen uns an, bis aus der kurzen Pause eine etwas Längere wurde.
Die Frau, die mir gegenübersaß, war hübsch. Nicht die Hübschheit, die man gemeinhin als hübsch bezeichnet, eher eine andere Art vom hübsch sein. Hübsch, ohne sich hübsch machen zu müssen. Vielleicht ist hübsch das falsche Wort, da es zu sehr nach nachgeholfen klingt. Nach Pudern, Lippen machen und was um die Augen rum, doch von alldem hatte sie nichts aufgetragen. Sicher, sie kam gerade vom Berg, eine Frau, die sich vollkommen ungeschminkt und nicht zurechtgemacht auf den Weg machte. Jetzt saß sie da, noch durchschwitzt und zottelig am Kopf, ihr schwarzes, schulterlanges Haar war struppig und sie wusch sich mit einer Hand durchs Gesicht, wie ich es manchmal auch tat. Juckte es an nur einer kleinen Stelle, unterhalb der Nase beispielsweise, schmierte ich einmal quer übers Gesicht. Genau, wie sie es in diesem Moment tat. Kurzum, für mich war sie der Typ von Frau, die sich nicht die Achselhaare wegmacht.
„Wenn Sie nicht mehr laufen, was tun Sie dann hier?“
Kurze Pause. Ihr Interesse gefiel mir. Wahrscheinlich hatte ihr Interesse jedoch nichts mit mir direkt zu tun, nicht mit mir als Mann, sondern einzig mit meinem, aus ihrer Sicht, merkwürdigen Unfall.
„Ich mache Suppe.“
„Sie machen was?“
„Ich mache Suppe.“
Andi ließ kurz den Lappen über den Tisch tanzen, wir bestellten eine Flasche Roten und ich erzählte ihr meine Geschichte aus der Pension. Später war sie an der Reihe. Was ich von ihr hörte, war folgendes: Ihr Name war Gunda. Gunda. Ich kannte bis zu diesem Zeitpunkt keine einzige Frau, die so hieß und Gunda klang irgendwie nach Derbheit oder Robustheit, keinesfalls sonderlich püppchenhaft. Ich wusste es nicht, war mir jedoch sehr sicher, dass es bestimmt keine Barbie mit dem Namen Gunda gab. Ich schloss kurz die Augen und versuchte mir eine Frau namens Gunda vorzustellen, doch da wir bereits eine Stunde zusammensaßen, war dieser Name längst durch ihr Gesicht besetzt. Womöglich für Ewigkeiten. Sie war so einzig und einzigartig wie ihr Name. Gunda kam aus Hannover und war in der Erwachsenenbildung tätig, an einer Volkshochschule. Soso, Hannover, doch ich ließ mir nichts anmerken. Soso, Erwachsenenbildung, vielleicht könnte ich ja mal einen Computerkurs bei ihr belegen. Nicht weil es mich sonderlich interessierte, sondern nur um sie in ihrem Element zu sehen. Gunda sprach jetzt länger und detaillierter von den Computern und ich merkte, dass sie viel davon verstand. Vielmehr als ich, denn ich verstand so gut wie nichts von Rechnern, Tasten und Mäusen. Da meine Begeisterung für dieses spröde Gesprächsthema langsam aber sicher zu verebben drohte, lenkte ich unser Gespräch zurück auf ihre Zeit bei uns in den Bergen.
Gunda war schon einige Zeit bei uns unterwegs gewesen. Zwei Monate, um genau zu sein, und ihr dritter, der begann gerade. Gunda nahm eine Auszeit von der Volkshochschule. Drei Monate draußen zu sein, mag eine lange Zeit sein für diejenigen, die hinter Schreibtischen oder vor Werkbänken sitzen, für mich war es ein Bruchstück in meiner unendlichen Wanderschaft durch mein Leben. Doch für eine Person wie Gunda, mit fester Arbeit unter den Füßen, waren drei Monate lang, und über Berge und durch Täler zu laufen natürlich eine große Sache. Mehr als nur mal nach draußen an die frische Luft zu gehen. Wobei, das Wichtigste war: Gunda gehörte keiner Wandergruppe an, und hatte keinen Mann an diesem Abend im Hotel zurückgelassen. Sie war folglich die vogelfreie Gunda, die sich allein durch die Bergwelt trieb.
„Sind Sie so etwas wie ein Aussteiger? Ich meine, Sie sind seit Wochen in dieser Pension am Mitarbeiten, was ja nicht geplant war. Was war denn geplant bei Ihnen? Wochenlanges Umherwandern? So, wie ich es mache? Ich empfinde mich schon als eine kleine Aussteigerin, eine Kurzzeitaussteigerin … für den Anfang.“
Da war viel drin, in dem, was sie sagte. Aussteiger. War ich ein Aussteiger? Ich stieg mein halbes Leben lang aus, dann mal wieder ein, dann mal wieder aus. Es war wie mit einer dieser Kirmes Attraktionen, diese große Gummischeibe, die einen aufgrund der Fliehkräfte irgendwann bei zu hoher Geschwindigkeit abwirft. Die Drehscheibe des Lebens. Mal sprang ich auf, mal wurde ich abgeworfen oder ich schmiss mich in voller Absicht einfach von ihr runter. Und was war jetzt mit mir? Längst abgeworfen?
„Ich bin mir nicht sicher, ob ich tatsächlich ein richtiger Aussteiger bin. Mein ganzes Leben war ein aus- und einsteigen, jetzt bin ich hier gelandet und es gefällt mir ... so, als Frittatensuppenmann. Ich weiß selten vorher, wie die Dinge sich bei mir entwickeln werden, wenig ist wirklich durchgeplant, am wenigsten mein Leben.“
Kurze Pause, und ich dachte daran, Gunda könnte sich insgeheim sagen, was für eine ziellose Person, doch sie tat es offensichtlich nicht.
„Wenn es nach mir ginge, ich möchte am liebsten morgens aufwachen und nicht wissen wo ich bin.“
„Wenn es nach mir ginge, Gunda, möchte ich Sie gerne wiedersehen und vielleicht können wir jetzt schon mit dem Siezen aufhören und einfach uns duzen. Komm doch die Tage mal zu uns in die Pension und ich koche gute Suppe für dich.“
„Gute Idee, Ronny, ich komme gern bei dir vorbei.“
Draußen vor der Wirtschaft war es noch immer taghell und ich ging mit leichtem Humpeln die Bergstraße hoch, zurück zu meiner kleinen Familie.
Schon auf der Auffahrt hörte ich, dass Musik aus unserer Gaststube nach draußen drang. Kein Radio dudelte, nichts vom Plattenteller war es, vielmehr hörte ich ein Akkordeon und es klang nach einem Dreivierteltakt, der an manchen Stellen vom Klatschen einiger Hände vorangetrieben wurde. Wer auch immer dort spielte, wer auch immer dort bei uns heftig in die Pfoten klatsche, alles klang nach großer Freude. Ich stand in der offenen Terrassentür, welche direkt in den Gastraum führte und ich sah Alois, wie er sein Akkordeon kräftig auseinander und wieder zusammenzog. Volkstümliches gab er in ordentlicher Lautstärke von sich, und die Leute an den voll besetzten Tischen waren wie verrückt nach seiner Darbietung. Wenn sie nicht gerade klatschten, schlugen sie mit den Händen auf die Tischkanten wie die Irren. Alois hatte sich für sein Konzert ziemlich herausgeputzt, der traditionelle Gamsbart Hut natürlich, einen dunkelgrünen Janker mit einigen Abzeichen und was soll ich sagen, ja, er trug seine Hirschlederne bis zu den Knien. Alles in allem sah er entweder sehr authentisch, oder halt sehr kitschig aus, wie man`s nimmt. Marianne saß an einem Tisch bei den Gästen, die Hände in den Schoß gelegt und in ihrem Blick konnte ich Stolz erkennen. Stolz auf ihren Alois, der zu meiner Überraschung einen vorzüglichen Alleinunterhalter gab und sein Instrument so spielte, wie es jemand tut, der es wirklich beherrscht. Elisabeth stand hinterm Tresen und machte Bier und Schnaps und alle waren irgendwie happy. Als Alois mich in der Türschwelle stehend erblickte, spielte er nur noch einen Takt, brach abrupt ab und rief zu mir: „Komm rein Ronny, heid schbui i de Musi fia unsa Gäste!“ Ja, genau das tat er. Er verschwand für einen kurzen Moment ohne sein schweres Instrument abzulegen hinterm Tresen zu Elisabeth, hob eine Art dicken Stock mit ein paar Kochschüsseln dran in die Höhe und rief der johlenden Menge zu: „Da Ronny schbuit 'etz auf am Schellenbaam zua Musi Leid!“
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