Mike Nebel - Hereinspaziert!
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Ein echter Ronny Luschke.
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Alois wurde von ihm aufgefordert, mich an den Schultern zu fixieren, so fest der dürre, kleine Mann nur konnte. Danach begann die Prozedur, die letztlich einem Akt einer Folter gleichkam. Ich sah noch die dicke Spritze, die er in mein Knie rammte, als wollte er nach Öl bohren. Und er drehte sie und zog daran und malträtierte mich, während ich hin und her zuckte und wie wild mit dem noch guten Bein nach ihm trat, wo und wie ich nur konnte, bis der Ballon fast leer und die dicke Kanüle voll war. Hätte ich nicht das Stück Hartgummi zwischen den Zähnen gehabt, ich hätte mir diese zerbissen und die Zunge auch. Bevor ich in einen Dämmerzustand fiel, sah ich, wie der Berserker eines Arztes Alois zwei Packungen Tabletten oder Ähnliches in die Hand drückte, etwas dazu sagte, das typische Eine-am-Tag-Gerede, dann humpelte ich zusammen mit Alois und dem Fleischer zum Traktor und beide legten mich zurück ins Heu. In Alois` Pension wurde ich kurze Zeit später gebettet, bekam von Alois eine Tablette von jeder Sorte verabreicht, wie er mir berichtete, doch ich nahm drei von jeder. Drei Schlaftabletten und drei Schmerztabletten, gegen den Schmerz. Danach schlief ich ein und träumte später von sprechenden Hunden.
„Kennst du den Marathon-Mann mit Dustin Hoffmann, Alois?“
„Na, kenn i ned, i mach koa Marathon“, erwiderte Alois mit reichlich Unverständnis der Frage wegen im Gesicht.
„Ist egal Alois, euer Doktor hätte mir wenigstens eine saftige Betäubung geben können, das waren die schlimmsten Schmerzen, die ich je hatte.“
„Mogst oan Schnaps hom, da tut dia guad!“
Alois entschwand kurz aus meinem Zimmer und ich blieb mit Mutter und Tochter allein zurück. Die Mutter saß schweigend am Tisch und beäugte mich kritisch. Ihre schmalen, kaum geöffneten Augen taxierten mich misstrauisch. Möglich, dass ich ihr ein Dorn im Auge war, wegen der Sache mit dem Unfall und ich konnte ihr Unbehagen ansehen, da sie vielleicht sogar dachte, ich würde noch die Polizei einschalten. Aber warum? Ich war mir sicher, die beiden Dorfpolizisten unten im Tal würden sowieso abends nach Dienstschluss regelmäßig mit Alois in einer Wirtschaft hocken und gemeinsam bei ausreichend Obstbrand für alles und nichts immer eine gewisse Einigung finden. Heimlich, still und leise in die nächste Kleinstadt humpeln? Ach, vergessen Sie es, werte Pensionsfrau, Sie pflegen mich doch gesund, ich werde mich sicherlich auch dafür erkenntlich zeigen, ich habe zwar keine Ahnung wie, aber wir werden sehen. Alois kam mit einer Flasche Obstbrand zurück, guten Obstbrand, wie er sagte, und wir tranken zwei, drei Gläschen ziemlich hastig einfach weg.
„Da Doktoa sogt, 's dauat no a boh Wochn, bis du wieda richtig laffa kannst. So lang kannst du bei uns bleim und di ausruhn“, sprach Alois beruhigend zu mir. Doch seine Frau war wohl mit dem was er sagte, nicht ganz einverstanden und so hörten wir von ihr ein kurz angebundenes und sehr bestimmendes: „Komm mid ausse, mia miassn redn!“ Eindeutig war ihr Alois gemeint. Nun blieb ich mit der Tochter allein im Zimmer zurück.
„Ich bin der Ronny.“
„Lisl, na, eigentle hos i Elisabeth.“
Mir fiel in dem Moment auf, dass weder Alois, noch seine Frau, meinen Namen kannten. Ich war für beide nur der unbekannte Verletzte, der in einem ihrer Gästebetten lag.
„Mia hom aa oan Ronny do, da arbadet im Nochbardoaf in da Doafdisko, da is a Ossi, aba ganz lustig. Bisd du aa lustig?“
„Elisabeth, ja … vielleicht … ab und zu … mein Bein tut weh, ich trinke noch ein Gläschen, der Schnaps ist wirklich gut.“ So torkelte ich mit Worten etwas umher. Ich betrachtete Elisabeth, die auf dem Bettende saß und lächelnd leicht auf und ab wippte, so, als ob sie denken würde: Na, irgendwie werden wir diesen Ronny schon nützlich für uns einsetzen. Wenn´s ihm besser gehen wird oder vielleicht auch schon vorher.
Schon wieder fiel mir etwas auf: Elisabeth war sogar noch blasser im Gesicht und in den Armen, als ihre Mutter. Nur Alois war von der Sonne braun gebrannt. Alois war derjenige, der täglich draußen in freier Natur unterwegs sein musste, Mutter und Tochter sahen dagegen aus, als ob sie so gut wie nie direkte Sonneneinstrahlung abbekommen würden, wie Menschen, die ausschließlich in geschlossenen Räumen leben würden. Ich kannte Stadtmenschen, die ähnlich aussahen, aber diese Stadtmenschen verbrachten ganze Wochenenden nur in lauten, überfüllten Großraumdiskotheken, betrachteten das Tageslicht fast als ihren Feind und waren gezeichnet von einer ewigen Underground-Blässe. Bei Elisabeth und ihrer Mutter mussten es allerdings andere Umstände gewesen sein, wahrscheinlich war die tägliche Pensionsarbeit schuld an ihrem blassen Teint. Vielleicht würde ich es ja sogar herausfinden können.
Alois und seine Frau betraten wieder mein Zimmer und was sie sagten - sicher als Ergebnis ihrer kleinen Besprechung -, war überraschend. Wir machten zu dritt eine kleine Abmachung, die mir durchaus gefiel und die auch Elisabeth gefiel, wie ich an ihrem zustimmenden Lächeln erkennen konnte. Ich durfte mein Krankenbett so lang benutzen, bis ich wieder auf den Beinen sein würde. Im Gegenzug gab es von mir mein Ehrenwort zum Stillschweigen, was den Zusammenstoß betraf. Ich konnte Alois ansehen, dass er froh war, darüber, dass ich mich mit unserem kleinen, gemeinsamen Pakt einverstanden erklärte. Ihn plagten sicher doch Gewissensbisse, da er dachte, er wäre schuld am Unfall gewesen. Froh war der Alois, dass, bis auf seinen grobschlächtigen Arzt, niemand davon erfahren hatte und auch niemand davon erfahren sollte.
Unsere Abmachung hatte allerdings noch einen zweiten Teil, wie seine Frau nachschob. Wenn ich wieder halbwegs in Ordnung sein werde, möge ich mich in der Pension nützlich machen, was auch immer sie damit meinte. Im Gegenzug darf ich im Bett kostenlos schlafen und würde täglich Speis und Trank bekommen, ergänzte die Hausherrin, denn, nichts anderes war sie.
„Jemand muss der Gretel Bescheid sagen, die Gretel, bei der ich doch untergekommen bin. Die Kronbichler Pension“, sprach ich mit gebrochener Stimme bittend um Hilfe.
„De Gretel is meine Schwesta und i bin de Marianne und du sogst ob 'etz Marianne zua ma!“, und als sie das sagte, sah ich Marianne das erste Mal lächeln und wusste, diese Leute werden es gut mit dir meinen. Doch nur für einen kurzen Moment hatte ich dieses Gefühl, denn Marianne wurde wieder schnell harsch im Ton und hielt für mich meine erste Aufgabe bereit. „Moang bringe i dia Erdäpfe und Zwiefen ins Zimma, de kannst du ma dann schäln!“
Drei Tage schälte ich alles im Bett, was Marianne mir brachte und es waren nicht nur Kartoffeln und Zwiebeln. Anfangs war ich langsam und von den meisten Kartoffeln blieb oft nichts mehr übrig, da ich sie förmlich weg schälte. Marianne lief ein wenig der Speichel aus dem Mund, als sie sah, wie ich ihre großen Erdäpfel zu Miniaturausgaben verarbeitete. „Mach 's richtig du depperta Bursche, do schau zua wia ma 's macht“, herrschte sie mich ein ums andere Mal richtiggehend an. Doch mit jedem Tag lief es besser, was auch der guten Marianne nicht entging und sie dazu veranlasste, mir immer mehr, und immer auch mehr neue Gemüsesorten ans Bett zu stellen. Und nicht nur das, am vierten Tag brachte sie mir zehn Schnitzel ans Bett, die ich auf einem Holztisch mit einem großen Holzhammer plattschlagen sollte, was mir viel Spaß bereitete. Ich schlug drauflos, bis die Fleischstücke so groß waren, dass kaum noch was vom Tischchen zu sehen war. Marianne war zufrieden. Ich dagegen verlangte nach mehr Schnitzel.
An jedem frühen Morgen kam Elisabeth zu mir und machte mein Zimmer. So, wie für jeden Gast des Hauses. Sie stellte das Fenster auf kipp, schlug zweimal aufs Kopfkissen und die Decke auf, um sich sodann, mal im Bademantel, mal bereits in ihrer düsteren Aufmachung für die kommende Nacht, auf das sozusagen frisch gemachte Bett fallenzulassen. Nicht weiter schlimm, fast gleichzeitig lag ich selbst wieder darin, und es fühlte sich stets so an, als ob wir uns fürs allmorgendliche Toben oder wenigstens für leichtes, gegenseitiges Necken mit einem Hauch einer Kissenschlacht bei mir treffen würden. Eine erste Vertrautheit machte sich breit zwischen einer vielleicht Siebzehnjährigen und einem humpelnden fast vierzigjährigen Mann. Was die Zimmerreinigung als solche anging, Elisabeth benötigte für alles kaum eine Minute, allerhöchstens. Das Machen der Gästezimmer war eindeutig nicht ihr Steckenpferd und so wie ich Elisabeth einschätzte, sagte sie sich bestimmt, lieber kurz und bündig, als es lang und langweilig zu erledigen.
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