Mike Nebel - Hereinspaziert!

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Wie der Zufall es will: Ronny wird in den Bergen von einem Traktor angefahren und sein Leben erfährt durch dieses Malheur eine entscheidende Wende. Er wird zum Frittatensuppenmann und lernt Gunda, seine erste große Liebe, kennen. Beide verwirklichen sich einen Traum. Im Harz eröffnen Ronny und Gunda eine Pension. Als absolute Grünschnäbel in diesem Geschäft erleben sie allerhand Skurrilitäten mit ihren Gästen und mit sich selbst.
Ein echter Ronny Luschke.

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Elisabeth war siebzehn, ging in die neunte Klasse einer Hauptschule und ich versuchte, in meinem Kopf zu errechnen, wie oft sie folglich kleben geblieben sein musste. Sie fand Schule vollkommen unnütz und gehörte zu den Mädchen, die sogar damit prallten, wie schlecht sie in ihren Zensuren waren. Vieles war für sie wichtiger, doch was genau, wusste sie auch nicht. Wie ihre Mutter rauchte sie von früh bis spät die Billigmarken aus dem Spar-Laden, und war, von totaler Lethargie bis zu ausufernder Euphorie, ziemlich gemütsschwankend, was sie aus meiner Sicht auch von ihrer Mutter hatte. Von Alois blieb nicht viel, bis gar nichts. Tagsüber lief sie in schwarzen Klamotten wie ein Grufti durch die Pension und ich hoffte nur, dass nicht irgendwelche Hausgäste über sie stolpern, und in wildem Geschreie auf ihre Zimmer oder in die hintersten Winkel der Berge flüchten würden. Sie war alles in allem in keinem guten Zustand. Oft zittrig klammerte sie sich an die Zigaretten und sie ritzte sich auch an den Unterarmen. Was Marianne und Alois über all das dachten, wusste ich nicht, aber ich wusste eine halbe Stunde später, dass Elisabeth ihre Eltern fast hasste. Für Elisabeth waren sie alte Bergmenschen, die nichts von der Welt kannten, und sie erzählte mir, sie möchte irgendwann raus aus diesem Tal und rein in die große Stadt. Als ich sie fragte, was sie dort in der Stadt denn am liebsten machen möchte, antwortete sie: „Vielleicht an einer Stange tanzen.“

Ich begann, schon am folgenden Tag Elisabeth Nachhilfeunterricht zugeben. Die Auswahl an möglichen Unterrichtsstoffen war unendlich groß. Da jedoch bei ihr in Mathematik ein Sechser der Regelfall war, rechneten wir sonnenbeschienen auf der Veranda mit bestem Blick auf die Bergkulisse die Zahlen rauf und runter, dies, obwohl ich rein mathematisch betrachtet, als Schulbub nicht wesentlich besser als Elisabeth mit den Zahlen war. Doch ein wenig Lebenserfahrung und ein abgebrochenes Studium können auch für etwas sinnvoll sein.

Marianne verstand nicht, was wir taten. Sie war der Meinung, dass, egal was das Kind – das Kind! – in der Schule leistet, oder auch nicht leistet, sie würde später sowieso die Pension übernehmen müssen. Basta!

Später, liebe Marianne, wird deine Elisabeth mit wenig an, kopfüber an irgendeiner Stange hängen, in einer Stadt, von der du nicht mal weißt, dass es sie gibt . Doch ich behielt es für mich. Ich brachte Elisabeth immerhin von ihrem Sechser auf einen Vierer, was Marianne jedoch nicht sonderlich interessierte. Elisabeth und ich feierten dagegen ausgelassen ihre außerordentliche schulische Entwicklung mit Obstbrand und Almdudler. Natürlich wusste ich, warum sie so gerne Unterricht bei mir nahm. Nicht weil sie besser werden wollte, sondern weil sie mir näherkommen wollte, bis sie irgendwann fast auf meinem Schoß saß. Seitdem saßen wir uns nur noch gegenüber. Doch nur kurze Zeit später änderte sich alles. Für Elisabeth und auch für mich.

2

Einen Tag in der Woche, meist mittwochs, hatte ich meinen freien Tag. Ich verbrachte die Abende dieser Tage oft in einer Wirtschaft unten im Dorf. Es war die Art von Gasthaus, die kaum von Touristen besucht wurde. Von den vier Tischen waren zwei Stammtische, und der Tresen wurde sowieso von den einheimischen Trinkern besetzt gehalten. Am jeweiligen Stammtisch wurden die Karten gedroschen oder herum palavert. Dort hockten die mit den größten und schönsten Gamsbärten. Hirschlederjoppen wohin das Auge sah, und hier und da blinkte ein Orden oder eine Anstecknadel im abendlich einfallenden Sonnenlicht. Mittlerweile war auch Marianne nicht entgangen, dass die Pension besser und besser lief, zumindest was unser Gasthausgeschäft betraf, und so bekam ich neuerdings auch etwas Geld für meine liebgewonnenen Küchendienste. Nicht sonderlich viel, eher so etwas wie ein wöchentliches Taschengeld, aber es reichte mir vollkommen. Mit einem Taschengeld kann man ins Kino gehen oder in die Wirtschaft, und da es kein Kino gab, ging ich zum Trinken zu den Einheimischen.

Am Tresen war immer was los, egal zu welcher Uhrzeit, und einer gab immer eine Geschichte zum Besten oder machte kräftig seinen Ärger Luft. Oft waren es die typischen Stammtisch-Scharmützel, und je nach Betrunkenheitsgrad konnte es auch schon mal sehr persönlich werden, bis hin zu weinerlichen Ausbrüchen – hat die Frau vom alten Brunner-Toni nun einen Liebhaber oder nicht? –, die nur mit viel Schnaps und beruhigenden Worten in den Griff zu bekommen waren. Ich dachte auch an echte Wirtshausschlägereien, doch Fehlanzeige. Man ging friedlich miteinander um, von ein paar Knuffen in die Bauchgegend und dem Rausschmiss eines verirrten, besoffenen Touristen aus Berlin mal abgesehen.

Ich war an diesem Abend zugegen, als ich eine wirkliche tragische Geschichte eines wirklich tragischen, jungen Mannes zu Ohren bekam. Er war für mich kein unbekanntes Gesicht, sah ich ihn doch immer auch an den Mittwochen zuvor, doch dieses Mal rutschte ich direkt neben ihm auf den Barhocker. Ich tippte auf Anfang bis Mitte zwanzig und er war einer der dicksten jungen Männer, die ich je sah. Ich erfuhr im Laufe des Abends, dass er es auf immerhin stattliche 150 Kilo brachte. Da es ihm an Körperlänge mangelte, er war nur groß wie ich, also kaum an die 170 cm reichte er heran, wirkte er gedrungen und gleichzeitig kugelrund. Was mich in seinen Bann zog, waren seine Hände, die eine Größe besaßen, die beängstigend war. Nur einer seiner Finger war so breit wie meine halbe Hand. Was mich noch mehr in seinen Bann zog, war seine Geschichte, die mich fast zu Tränen rührte, ganz besonders in dem Moment, als er selbst anfing zu weinen.

Alles spielte sich so ab: Karl, sein Name war Karl, arbeitete vor längerer Zeit in einer Schlachterei ein paar Dörfer weiter. Nicht als Metzgergeselle, oder Verkäufer an der Wursttheke, sondern als ungelernte Kraft fürs Ausweiden und Zerstückeln der Schweine. Karl redete nur von Schweinen, also dachte ich auch nicht an Rinder oder Hühner. Sein Lohn war karg oder einfach nur angemessen, seine Wünsche jedoch groß und nicht gestillt. Im Freundeskreis gehänselt wegen seiner Körperfülle, keine junge Frau war in ihn verliebt oder auch nur gewillt, sich mit ihm einzulassen. Ein schüchterner junger Mann, der im Abseits stand. Ihm blieb, neben seiner kleinen Wohnung, in der er sich nur endlos langweilte, wie er erzählte, vor allem der Alkohol, die Zigaretten und hemmungsloses Fressen, bis zum letzten Cent.

Doch da war noch sein alter Polo, den er mit neuem Lack, viel Gedöns und lautem Auspuff aufdonnern wollte, um wenigstens etwas an Aufmerksamkeit erhaschen zu können. Von wem auch immer. Und so nahm seine Geschichte ihren Lauf. Er kam auf die wenig glorreiche Idee, auf kriminellem Wege, sich finanziell aufbessern zu wollen. Sein Wagen sollte doch was hermachen, und so hievte er mehrere Schweinehälften in den Polo, aus denen er später Koteletts hacken wollte, um damit etwas Reibach zu machen. Nun, es kam, wie es kommen musste. Karl wurde beim Diebstahl der wuchtigen Schweinehälften beobachtet, nicht von irgendjemandem, sondern leider vom Chef, der unverzüglich die Polizei alarmierte. Karl flüchtete und fuhr schwer bepackt davon, die Polizisten hinterher, durch drei Täler und über zwei Berge. Eine lange Verfolgungsfahrt unter Blaulicht und lauter Sirene. Sie fuhren so lange dem Karl hinterher, bis er bei hohem Tempo und Überladung – was auch an Karl selbst lag – ins Schlingern geriet, durch einen Zaun krachte, um auf einer Wiese bei röchelndem Motor zum Stehen zu kommen. Bis hierhin war das, was Karl mir zwar jammernd, aber doch präzise erzählte, vielleicht noch nicht Gefängnisreif, aber dann: Karl bestach die beiden Polizisten mit den Schweinehälften. Beide würden je zwei davon bekommen, wenn sie ihn laufen lassen würden. Natürlich vorher noch bitte schön gemeinsam den Polo zurück auf die Straße ziehen. Karl wurde schließlich vom Richter zu einer Geldstrafe und sechs Monate auf Bewährung verdonnert. Klingt nicht viel, dachte ich, aber einer der anwesenden Trinker ergänzte, dass Karls Chef sich beim Richter sogar für ihn einsetzte, Milde walten zu lassen, Karl wäre doch ein guter und zumeist zuverlässiger Zerhacker vom Fleisch. Und was die Familien unter sich angeht, man kenne sich gut, und sowieso. Ich dachte mir, okay, der Richter hat sicherlich die Geldstrafe an Karls schlichten Lohn angepasst, sollte irgendwie schon gehen, die Sache mit dem Abbezahlen.

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