Werner Karl - Druide der Spiegelkrieger

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Ein Druide der Picten
gegen eine römische Legion.
Ein ungleicher Kampf.
Römer … mir graut vor eurem Schicksal.
Britannien ist von römischen Legionen besetzt. Doch ein junger Druide der Picten findet ein Mittel für seine Rache und beginnt den Sturm auf den Hadrianswall. Und er findet die Liebe seines Lebens: die Tochter seines größten Feindes …

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Sie haben nicht einen Gefallenen zu beklagen.

Sein Herz stockte für einen Moment, als er darüber nachdachte, was dies wahrscheinlich – nein, ziemlich sicher – bedeutete. Es war ihm völlig klar, dass diese Einheit für die Rauchsäulen über seinem Dorf verantwortlich sein musste, und Angst und Wut kämpften augenblicklich um die Vorherrschaft in seiner Brust und in seinem Herzen.

Er ließ sich noch ein wenig niedriger in das Blattwerk des Busches einsinken, als der Reiter nur noch wenige Pferdelängen von ihm entfernt war.

Túan musterte den Mann genau. Er war noch jung, nicht älter als zwanzig oder einundzwanzig Jahre alt. Also gerade einmal acht oder neun Jahre älter als Túan. Auch er war so gut wie unverletzt, nur wenige Kratzer zeigten sich auf der Haut. Staub und Asche vermischt mit Schweiß überzogen Körper und Kleidung. Der Gesichtsausdruck des Centurio drückte … Genugtuung aus. Und eine grimmige Entschlossenheit, das hinter ihm Liegende immer wieder zu tun, wenn es seine Vorgesetzten von ihm verlangen würden.

Túans Blick war anscheinend so intensiv, dass der Mann im Sattel plötzlich genau in seine Richtung sah.

Túan wagte nicht einmal mehr zu atmen, und zwar aus doppeltem Grund. Túan hatte einen wachen Verstand, doch einen gewissen Anteil an abergläubischer Furcht konnte auch er nicht von sich weisen. Einige der ältesten Frauen im Dorf erzählten immer wieder Geschichten vom Bösen Blick, den manche zu besitzen für sich in Anspruch nahmen.

Auch wenn Túan bemüht war, seine Augen abzuwenden, konnte er nicht vermeiden, dass sie an einem Merkmal des Römers förmlich hängen blieben. Ein Muttermal auf der Stirn hatte Túan fälschlicherweise zunächst für einen Dreckfleck gehalten. Der Reiter war ihm aber mittlerweile so nah gekommen, dass Túan befürchtete, dieser könnte sein wild schlagendes Herz hören. Nun war das Gesicht des Mannes unmittelbar vor seinem Versteck, sodass er es deutlich sehen konnte. Das Muttermal saß genau in der Mitte der Stirn und hatte beinahe die Form eines Auges. Die braune Stelle hatte sogar eine Pupille , geformt aus einer haarigen Erhebung, wie Túan es schon bei manchem Hautmal gesehen hatte. Der Eindruck eines dritten Auges ließ den Jungen erneut an die Schauergeschichten der alten Weiber denken. Beinahe hätte er sich bewegt, um seine eigenen Augen zu bedecken, was nach Meinung der Frauen die einzige Methode sei, dem Bösen Blick zu entgehen und dessen Eintauchen in die eigene Seele zu verhindern.

Nur mit Mühe konnte Túan endgültig seinen Blick abwenden und auch der Römer sah wieder auf den Weg vor sich.

Der gesamte Manipel zog an Túan vorbei, ohne ihn zu entdecken. Weder die Soldaten noch Túan selbst ahnten, dass einige von ihnen in der Zukunft wieder auf ihn treffen würden.

Túans Lunge gab leichte Pfeiftöne von sich, als er den Rand seines Dorfes im vollen Lauf erreichte. Er war die Strecke bis hierher in einem gewaltigen Tempo gerannt, ohne Rast, ohne Blick zurück. Je näher er kam, desto stärker wurde der beißende Geruch verbrannten Fleisches, desto dichter hoben sich grauschwarze Rauchwolken vor seinen mit Angst erfüllten Augen gen Himmel und sein Herz schien zehnmal so stark zu pochen wie normal. Mit aller Gewalt unterdrückte er die Gedanken, die ihm erbarmungslos zubrüllten, was hier auf ihn wartete. Sein Unterbewusstsein hatte längst erkannt, was sich vor seinen Blicken noch gnädig verbarg.

Als die Erkenntnis dieses Umstandes doch an die Oberfläche seines mit Panik erfüllten Verstandes drang, hielt er abrupt im Lauf inne, sodass er beinahe gestürzt wäre. Vielleicht versagte ihm sein Gehirn den Zutritt zum Dorf, um ihn vor dem Anblick zu verschonen.

Doch all seine Befürchtungen und schrecklichen Erwartungen wurden übertroffen von dem, was sich nun mit aller Brutalität aus den schon abnehmenden Feuern und dem dünner werdenden Qualm herausschälte.

Das ganze Dorf war niedergebrannt. Keine Hütte, kein Wagen, kein menschliches Werk war unversehrt. Jegliches Vieh war sinnlos abgeschlachtet worden, anstatt es wenigstens mitzunehmen. Doch all dies war nichts gegen die Pfähle und Kreuze, die in dichtem Abstand im gesamten Dorf verteilt waren. Hoch stand so ein Pfahl, schwarz angesengt, und an seinem oberen Ende geschmückt mit einem Leichnam, durch dessen blutige Brust die Spitze des Pfahles ragte oder dessen Glieder von fingerdicken Eisen durchbohrt ihn an ein Kreuz nagelten. Jeder Pfahl trug einen Menschen, den er nur zu gut kannte, mit dem er gelebt, gesprochen, gespielt hatte. Túans Herz verkrampfte sich in der Erwartung, seine Eltern und seinen Bruder auf diese fürchterliche Art platziert an den Stämmen gemartert vorzufinden. Die gleichen Stämme, die einmal einen Pferch für die Rinder gebildet hatten.

Mit einem Mal vernahm er keinen Laut mehr, kein Knistern verlöschender Feuer, kein Brutzeln brennenden Fleisches, keinen Wind mehr, nichts, gar nichts. Wieder schien sein Gehirn ihn in Schutz nehmen zu wollen, doch seine Nase nahm trotzdem die ekligen Gerüche wahr, die von allen Seiten auf sie einströmten.

In seiner inneren Stille zerbrach etwas in ihm, das bisher sein Leben erfüllt hatte. Der glückliche Junge war mit einem Schlag verschwunden und eine neue Identität enthüllte ihre ersten Schatten.

Túan lief wie ein Schlafwandler durch das, was einmal ein lebendiges Dorf gewesen war, mit lachenden Kindern, von denen – den Göttern sei Dank – kein einziges die Pfähle zierte oder tot am Boden lag. Ein Dorf mit jungen und alten Männern und Frauen, die ihrer Arbeit nachgingen und sich Scherze zuriefen.

Túan blieb stehen und benötigte mehrere Minuten, um seinen Körper zu zwingen, sich herumzudrehen. Er stand in der ehemaligen Mitte der Siedlung und nahm alle Kraft zusammen, um seinen Kopf nach oben zu richten. Mit trockenen, vom Rauch geröteten Augen sah er von Pfahl zu Pfahl und versuchte, die Geschändeten zu identifizieren. Erst nach einer ganzen Weile fiel ihm auf, dass es sich fast ausschließlich um Krieger handelte, mit mehreren Wunden, abgeschlagenen Extremitäten, manch einer ohne Kopf. Doch alle erkannte er an ihrem Haarschmuck oder den Zeichnungen, welche allesamt trugen.

Zu seinem Entsetzen gesellte sich nun unbändige Wut. Sie verdrängte seine Angst und sein Herzschlag beschleunigte sich. Seine Gedanken rasten und lieferten ihm alle möglichen Erklärungen, wo der Rest seines Stammes geblieben war. Sicher war jedes Kind, das noch nicht das Jünglingsalter erreicht hatte, gefangen genommen worden, genau wie jede hübsche oder arbeitsfähige Frau. Sie würden den Römern als Sklaven dienen, ohne jede Chance, diese Grausamkeit jemals zu sühnen. Die Männer jedoch, ob Bauer, Händler oder Handwerker, würden auf die Galeeren geschickt werden. Oder in die Erzminen oder wo auch immer sie den Römern bis zum nahen Tod dienen konnten. Die Krieger hingegen, die das Pech gehabt hatten zu überleben, würden in den Arenen und Kampftheatern in Rom und anderswo im Imperium um ihr Leben kämpfen müssen. Gegen besser Bewaffnete, stärkere und erfahrene Gladiatoren, gegen blutrünstige, aufgestachelte wilde Tiere. Nur die Wenigsten würden dies lange überleben. Selten fand sich einer, der mehr als einen Kampf in so einem Blutpfuhl überstand.

Wenn er in ferner Zukunft seine Freiheit wiedererlangen könnte, was würde er tun? Würde er sich bemühen, längst Verstorbene, an die sich niemand mehr erinnerte, zu rächen? Konnte er die Legionäre und Schlächter beim Namen nennen, könnte er sie herausfordern? Womöglich zum Zweikampf zwingen?

Plötzlich fiel ihm der Centurio ein. Dessen auffälliges Mal würde es ihm, Túan, ermöglichen, diesen Mann und seine Einheit irgendwann in der Zukunft zu identifizieren. Das Gesicht mit dem dritten Auge brachte ihn dazu, vorwärts zu taumeln. Seine Beine mussten sich jetzt bewegen. Wenn er schon keine Chance hatte, dem Manipel nachzueilen, die Soldaten anzugreifen und sie für ihre Taten noch heute büßen zu lassen, dann musste er sich jetzt wenigstens bewegen. Wie ein Trunkener taumelte Túan durch das schwelende und brennende Dorf. Er nahm all die Bilder der Verwüstung wie durch einen blutroten Schleier wahr. Er fand nicht eine Hütte, die noch intakt war, kein einziges Vieh, das noch lebte, nur Vernichtung und Kadaver. Er stürzte zu Boden, rappelte sich auf, torkelte durch kleine Flammen, die ihm die Beinhaare versengten, aber er spürte nichts davon.

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