Werner Karl - Druide der Spiegelkrieger

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Ein Druide der Picten
gegen eine römische Legion.
Ein ungleicher Kampf.
Römer … mir graut vor eurem Schicksal.
Britannien ist von römischen Legionen besetzt. Doch ein junger Druide der Picten findet ein Mittel für seine Rache und beginnt den Sturm auf den Hadrianswall. Und er findet die Liebe seines Lebens: die Tochter seines größten Feindes …

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Aber bis zu dem Tag, an dem in Breith wieder die Pilze wuchsen, war es noch lang. Túan hoffte, heute einen Hasen oder anderes Kleinwild zu erlegen und seinen Eltern bei der Heimkehr stolz zu präsentieren.

Manchmal, wenn er Stunde um Stunde im Wald umherstreifte, meinte er, ein Flüstern zu hören, das weder von bewegten Blättern noch von Tieren herrührte, geschweige denn von anderen Menschen. Dann legte er sich flach auf den Boden, schloss die Augen und sog tief den Geruch der Moose und Flechten ein. In den ersten Minuten identifizierte er alle Geräusche, die er kannte, und schob sie in eine Ecke seines Geistes. Danach dachte er über neue, zunächst unbekannte Laute nach, die an seine Ohren drangen, und konnte sie nach einer Weile fast immer ebenfalls einem Tier oder einer Pflanze zuordnen. Gräser erzeugten im Wind ein anderes Geräusch als eine alte, ächzende Eiche. Das Knarren dünner Äste unterschied sich vom Brechen morschen Holzes, wenn ein Tier darauf trat oder die Pflanze dem Druck einer kräftigen Böe nachgeben musste. Was dann übrig blieb, faszinierte ihn immer wieder. Im Laufe der Jahre hatte Túan sich an die Vorstellung gewöhnt, dass Avnova persönlich zu ihm sprach. Auch wenn er ihre Worte nicht verstand, war er sich sicher, dass er – im Gegensatz zu anderen Jungen – zu einer besonderen Verbundenheit mit ihr fähig war, die ihm Einblicke ermöglichte, die anderen verwehrt blieben. Und Schutz. Ja, er fühlte sich im Wald völlig sicher. Kein Tier, kein noch so dunkler Hain vermochte ihm Angst einzuflößen.

Einmal hatte er zaghaft versucht, seinen Eltern – Bril, seinem Vater, und Rurayleigh, seiner Mutter – diese Dinge zu erklären. Doch schon bei den ersten Worten, die andeuteten, dass er mit seinen feinen Sinnen den Wald ganz in sich aufnahm, hatten sie völlig verständnislos reagiert und ihn angeherrscht, er solle sich im Wald doch mit nützlicheren Dingen wie etwa Holz- und Früchtesammeln begnügen. Ein späterer Versuch beim Dorfältesten endete mit dem, wie Túan fand, wenig einfühlsamen Rat, er möge einen Weisen und Heiler aufsuchen und sich auf Krankheiten untersuchen lassen.

Túan war nie mit dem zufrieden, was man ihm als Antwort auf seine vielen Fragen gab. Immer fragte er noch einmal nach und ließ nicht locker, wenn er glaubte, da wäre noch mehr Wissen verborgen als das, was man ihm anvertraute. Oft wandten sich die Befragten aufgrund seiner Hartnäckigkeit von ihm ab und gingen kopfschüttelnd wieder ihren eigenen Beschäftigungen nach.

Er hatte Geschichten gehört von Stämmen, deren Bewohner verhungert waren, da sie gnadenlos alles gejagt hatten, was ihnen vor die Pfeile und Speere kam und zu stolz waren, im fruchtbaren Boden Breiths Getreide, Gemüse und Früchte anzubauen. Túan seinerseits war stolz darauf, dass zumindest ein Großteil seines Stammes nicht zu dieser Art von Menschen zählte. Trotz allem würde er seine besten Sammelplätze niemandem verraten, selbst seinen Eltern nicht. Und so hatte Túan es sich zur Angewohnheit gemacht, sein Dorf jedes Mal in einer anderen Richtung im raschen Lauf zu verlassen. Wenn ihm Kinder folgten, konnte keins von ihnen mit seinem Tempo mithalten. Aus sicherer Entfernung grinste und winkte er den Verfolgern zu und schlug danach im Wald mehrere Haken, bis er die Richtung zu seinen Pilzstellen einschlug.

Jetzt aber schaute Túan entzückt auf das Reh am Rand der Lichtung. Die Eleganz und die Anmut des Tieres fügten sich perfekt in das Bild des dichten Waldes um ihn herum, sodass er stumm den Göttern dankte, die dies alles geschaffen hatten. Manchen seiner Altersgenossen machte der Wald Angst: seine starken Bäume, die dichten Sträucher, die wilden Tiere und die vielen Laute. Für Túan mac Ruith, jüngsten Spross aus dem Clan der mac Ruith, war der Wald jedoch eine Heimstätte, ein sicheres Gebiet, ein Quell des Lebens. Er verbrachte so viel Zeit im Wald, dass er sich – wäre nicht sein freundliches Gemüt gewesen – endgültig zum Außenseiter gemacht hätte. Manche nannten ihn schon den Waldjungen, andere begrüßten seine Verbundenheit und nahmen dankbar die Dinge an, die er ihnen lächelnd überließ.

Das Reh war nicht besonders groß, zwar kein Kitz mehr, doch auch noch nicht erwachsen. Viele der Jäger hatten in schlechten Zeiten selbst solche kleinen Rehe gejagt. Túan hätte dies nie getan. Wenn er schon ein Leben auslöschen musste, um sich und seine Familie vor dem Hungertod zu bewahren, so sollte es ein großes Tier sein, dessen Fleisch lange reichen würde und das vorher ausreichend Gelegenheit gehabt hatte, um sich zu vermehren. Als Túan aber mit Gleichaltrigen darüber gesprochen hatte, hatten sie ihn nur verständnislos angeblinzelt und sich mit einer Mischung aus unsicherem und abfälligem Lachen abgewandt. Erwachsene oder gar die Jäger darauf anzusprechen, hatte er nicht mehr gewagt.

Sein Atem hatte sich mittlerweile beruhigt. Das junge Reh hatte begonnen, an den frischen Trieben der Baumschösslinge zu knabbern. Es wedelte mit den Ohren und dem kurzen Schwanz, um lästige Insekten zu vertreiben, die summend die Luft bevölkerten. Túan wurde von ihnen ebenfalls umschwärmt, doch er schwitzte nicht, obwohl er lange gerannt war. Heute war zwar ein heller Sonnentag, doch die Luft war kalt. Wenn der Wind drehte, konnte man das Salz darin riechen, das vom Meer her ins Land getragen wurde.

Plötzlich hob das Reh den Kopf und schnupperte. Túan tat es ihm automatisch nach und roch im gleichen Augenblick den Rauch. Und in derselben Sekunde kroch ihm ein zweiter, hässlicher Geruch in die Nase. Süßlich, ekelhaft und alles durchdringend. Auch wenn Túan nur zwölf Sommer zählte, so kannte er doch den Gestank brennenden Fleisches. Und dieses Fleisch war kein erlegtes Wild, das am Spieß briet.

Plötzlich schienen ihn die schweren Stämme der Bäume zu erdrücken und sich als unsichtbare Gewichte auf seine Brust und sein Herz zu senken. Mit raschen Schritten trat er auf die kleine Lichtung und ignorierte das Reh, das erschrocken einen Satz ins Dickicht machte und mit hastigen Sprüngen verschwand. Túan suchte den Himmel ab und entdeckte mehrere ferne, dünne Rauchsäulen. Er musste nicht darüber nachdenken, was dort lag. Sein Orientierungssinn war durch seine vielen Ausflüge so ausgeprägt, dass er immer genau wusste, wo er sich befand und in welcher Richtung sein Heimatdorf lag.

Der Rauch und der Gestank kamen genau von dort.

Kapitel III

Grün leuchtet die Nacht

A. D. 179, Juni

Es war mitten in der Nacht und die römischen Heiler und Sklaven hatten längst das Schlachtfeld verlassen. Alle römischen Gefallenen waren geborgen worden. Und immerhin ein Schwerverletzter und ein Bewusstloser waren – nicht von den Frauen – gefunden und notdürftig versorgt worden. Lucia hatte darauf verzichtet, den Heilern vorzuwerfen, dass sie von Anfang an diese Hoffnung besessen und sie sich wieder einmal bestätigt hatte. Der Blick in die dankbaren Augen der Geretteten entschädigte sie mehr als die Einsicht der Ignoranten. Und die verstohlen-neidischen Blicke der Heiler trugen ein weiteres zu ihrer stillen Befriedigung bei. Darüber hinaus konnte Inga an Lucias bebenden Händen erkennen, dass ihre Herrin vom Handeln des Druiden, der erst seinen Gefallenen zu helfen schien und dann vor ihren Augen einen Überlebenden erdolcht hatte, noch ebenso schockiert war wie sie selbst. Die Verwirrung stand ihr immer noch in den schreckgeweiteten Augen. Doch die Dunkelheit verbarg diesen Ausdruck vor ihren Begleitern, die teils beschämt, teils störrisch in die entgegengesetzte Richtung sahen. Selbst den beiden Mitgliedern ihrer informellen Leibgarde verschwiegen sie die Beobachtung und fuhren ohne Worte zum Kastell zurück.

Inga dachte darüber nach, ob wohl Familienangehörige der Picten ihre Toten holen würden. Sie hatte Berichte gehört, dass die Picten unheimliche Krieger waren, die ihre Verstorbenen zunächst verbrannten, den Brandresten und Knochen aber anschließend dennoch ein Begräbnis zukommen ließen. Ihre Anführer und Fürsten sowie tapfere Männer – und Frauen – hatten sich durch ihre Taten die Bestattung des ganzen Körpers verdient. Inga fühlte bei diesem Gedanken ein seltsames, tief verborgenes Zittern in ihrer Brust, das sie noch nie empfunden hatte.

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