Camillo Schaefer - Musik der Habsburger

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Die «Musik der Habsburger» beleuchtet eine der faszinierendsten Dimensionen europäischer Kulturgeschichte. Zum «Weltkaisertum» aufgestiegen, feierte das pompöse Schauspiel der Prunkoper Triumphe, die ganz Europa erstaunten. Der Wiener Hof selbst wurde zur glanzvollen Bühne des Musiktheaters – die Kaiser Ferdinand III., Leopold I. und Josef I. traten als begabte Komponisten hervor, noch Karl VI. schwang bei Festaufführungen seinen Dirigentenstab. Dazu erschienen so hervorragende Geister wie Cesti und da Ponte, Gluck, Fux, Salieri, Metastasio und Mozart im Rampenlicht einer «Musik, die Himmel und die Erde gleichermaßen umspannte», und erst im 19. Jahrhundert allmählich an Geltung verlor.

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Schon Erzherzog Karl II. von Innerösterreich hält sich eine Italienische Hofkapelle, der im Musikleben von Graz eine bedeutsame Rolle zufällt; gleichzeitig prägt die bayrische Renaissancekultur, als deren prägnantester musikalischer Hauptvertreter Orlando di Lasso gilt, ihrerseits stark die gesamte habsburgische Gebrauchsmusik dieser Zeit. Man bevorzugt nun Kirchenmusik in mehrchörigem Stil, vor allem aber madrigaleske Tafelmusik, Ballett und Comedia dell' arte. Mit dem 17. Jahrhundert hält die italienische Oper mit italienischem Personal aber auch in Wien siegreichen Einzug. Die kirchliche Musik wird zwar weiterhin mit großem Nachdruck gepflegt, aber nun zunehmend von weltlicher Musik abgelöst. An Stelle der Kirchensänger treten Opernsänger, an Stelle der Organisten Opernkapellmeister und Instrumentalisten. Der Prunkentfaltung der Barockzeit kommt die Oper, die unter Leopold I. eine ungeahnte erste Hochblüte erreicht, damit besonders entgegen.

In der Faschingszeit folgen die Feste bei Hof einander in solcher Dichte, dass sogar sämtliche Staatsgeschäfte wochenlang ruhen: "Die Publica stunden gantz still." - Stattdessen vergnügte man sich an Faschingsopern, Bällen, Komödien, Schlittenfahrten und sonstigen lustigen Umzügen - absoluter Höhepunkt blieb ein Maskenfest am Faschingsdienstag, wo jeder Teilnehmer in einem Kostüm erscheint, das vom gezogenen Los bestimmt wird. Zwischen so genannten >Bauernhochzeiten<, zu deren Anlass sich die mit Wein und Schmaus überladenen Tische bogen, wurden in bunter Folge Ballette und Intermezzi aufgeführt. Auch ansonsten war das festliche Jahr des habsburgischen Hofes genau geplant: die Fastenzeiten kulminierten in Oratorienaufführungen, die - an den Karfreitagen - in der >Sacra Rappresentazione<, vor dem Heiligen Grab der Hofkapelle abgehalten werden. Der Frühling wird traditionell im Schloss Laxenburg zugebracht, wo man hie und da auch Freilichtaufführungen gibt, der Sommer im künstlichen Garten des Lustschlosses Favorita (Theresianum), auf dessen großen Teich die berühmten Wasserspiele stattfanden, die die geniale Bühnenarchitektenfamilie Burnacini drei Generationen lang mit ausschweifend barocker Phantasie inszeniert. Besonders beliebt sind die groß angelegten Wasseropern und Wasserballette, die ihrerseits wieder genügend Gelegenheiten zu festlichen Aufzügen, Verwandlungen, Tänzen und Seegefechten bieten. Einmal soll in der kaiserlichen Favorita sogar eine Sängerin von einem Schiff in den Teich gefallen und im vollen Trubel des >Theatrum Mundi<, wie man die Ära der Barocken Prunkopern ebenfalls bezeichnete, völlig unbemerkt darin ertrunken sein.

Welche enormen Anstrengungen an großen Festspielen geleistet, welche Unsummen an Vorbereitungen und Kosten in gewaltigste Opernaufführungen gesteckt wurden, bleibt selbst für unsere Zeit, die sich brüstet, die gegenwärtige Hochkultur mit großen Geldmitteln zu unterstützen, wohl ebenso schwerlich vorstellbar wie die übrigen, rauschhaften Kategorien dieses unermüdlichen, vitalen Entwicklungsstroms einer elitären Hofkultur, von der einzelne Historiker später abschätzig meinten, "für unseren Geschmack nur trockene, entseelte Barockgewinde in Händen" (7) zu halten. Wenngleich die augenfälligen Merkwürdigkeiten des Barock dem Zeitgeschmack naturgemäß fern stehen, wird man sich doch schwerlich der Faszination der dunkel aufrauschenden Gesänge und Instrumentalpartien jenes wahrhaft imperialen Welttheaters entziehen können, das sich als Huldigung und Machtrepräsentation zugleich versteht, um noch im Phantasieraum ganze Kontinente zu umfassen, Völkerschaften zu beherrschen, und sich solcherart voll heroischen Selbstbehauptens in den Mittelpunkt eines überweltlichen Ringens ohnegleichen zu stellen (8).

Hand in Hand damit empfindet sich die Entstehung des barocken Baustils, der sich in Österreich rasch künstlerisch durchsetzt, als großzügiger, prunkvoller Abschluss einer jahrhundertealten Kunstentwicklung. Gleichzeitig auch eine Steigerung des religiösen Ausdrucks manifestierend, wächst dieser als selbstständiges, in sich geschlossenes Ganzes aus vollkommen neuartigen Anfängen empor. Das bisherige Städtebild verwandelnd, entstehen, besonders in Wien, mit dem siegreichen Vordringen der Gegenreformation, der Berufung neuer Orden sowie der Stiftung neuer Klöster, die ersten Barockkirchen. Die neu gebaute Universitätskirche, noch unter Ferdinand II. geschaffen, ist eines der bezeichnenden Bauwerke jener Zeit; als Leopold I. den Amalientrakt der Hofburg durch einen mächtigen Bau mit dem Schweizerhof verbinden lässt, stattet Ludovico Burnacini dessen Fassade bereits durch die Scheidung von Sockel, Haupt- und Abschlussgeschoß mit deutlich barocken Elementen aus - ein Vorbild der meisten anderen, um diese Zeit entstehenden Adelspaläste.

Künstler wie Domenico Martinelli (Stadtpalais Liechtenstein), Carlo Carlone (Zentralkuppelbau Servitenkirche), Lucas von Hildebrandt, Jakob Prandtauer, Johann Bernhard Fischer von Erlach, Donato Felice von Allio, Josef und Franz Munggenast oder Andrea Altomonte prägen fortan die Architektur. Mit plastisch-figürlichem Beiwerk greifen Maler in die Baukunst ein und lösen den Raum durch farbenprächtige Visionen auf. Das Stukko tritt zunehmend zurück und dient schließlich nur noch als Rahmen ihrer Licht- und Farbphantasien, deren Erfindungskraft und Gestaltungskunst noch immer ihre Wirkung ausübt. Paul Troger schafft in den Klöstern Altenburg, Geras, Göttweig, Maria-Dreieichen und Salzburg seine gewaltigen Fresken, Daniel Gran das Deckenfresko für den Prunksaal der österreichischen Nationalbibliothek sowie Fresken und Altäre in Hetzendorf, Klosterneuburg, Seitenstetten und St. Florian. Martin Johann Schmidt, der "Kremserschmidt" entwirft Altargemälde von bezaubernder Leuchtkraft, Anton Franz Maulbertsch, ein unerhörter Gestalter, entfaltet in meisterlicher Kühnheit seine Kompositionen. Daneben gibt es noch eine große Anzahl so bedeutender Könner wie Philipp Ferd. de Hamilton, den Landschafter J. Christian Brand, die Porträtisten Joseph Grassi und Christian Seybold, Meytens, Franz Werner von Tamm oder Martino Altomonte.

In der plastischen Kunst erwirbt Georg Raphael Donner (1693-1741) durch seinen prachtvollen Brunnen auf dem Mehlmarkt (Neuer Markt) mit seinen um die >Providentia< gruppierten Flussfiguren sich zeitlosen Ruhm. Die Bildnisbüsten B. F. Molls, die Charakterköpfe Franz Xaver Messerschmidts (Unteres Belvedere), die Heiligenfiguren Franz und Johann Peter Schwanthalers, die prachtvollen Holzschnitzereien von Giovanni Giuliani (eines gebürtigen Venezianers), die Altarfiguren J. G. Dorfmeisters, Hagenauers und anderer bezeichnen somit eine Ära, die in allen österreichischen Provinzen die außerordentlichsten Werke entstehen lässt.

Demgemäß entwickelte sich aus dem energischen Tempo der Musik sowie aus der fortgesetzten Betreuung der höfischen Festlichkeiten und der weiteren Musiktheaterveranstaltungen notwendigerweise allmählich ein eigener >Theatralstaat<, der dem kaiserlichen Obersthofmeisteramt unterstand. Zur bestehenden Hofmusikkapelle und deren Sängern traten nun die Theaterarchitekten, der Hoftanzmeister und seine Gehilfen, der Theatral-Adjutant, ein Theatral-Sekretär im Sinn eines modernen Inspizienten und ein so genannter Musikgraf (Cavalier direttore della musica) hinzu, der für die gesamte Organisation der theatralisch-musikalischen Hoffestlichkeiten sowie für deren künstlerischen Rang zu sorgen hatte (9). Letzterer galt als absolut Oberverantwortlicher und wurde ausdrücklich als Vorgesetzter sämtlicher Mitwirkender und sonstiger Beteiligter geführt - verständlicherweise lösten die berühmtesten Adelsträger einander auf diesem - äußerst begehrten Posten - im Gesichtskreis des Kaisers ab.

Zweifellos hat das Vorbild des Wiener Hofes bald dazu beigetragen, dass sich vor allem die Hocharistokratie um eigene Musikkapellen zu bemühen begann - besonders markante Beispiele dafür sind die Familien Schwarzenberg in Krumau sowie die Eszterhàzy im heutigen Eisenstadt, die völlig in dieser musikalischen Tradition aufgingen. Nikolaus Eszterhàzy konnte 1766 mitten im trockengelegten Sumpfgebiet des Neusiedler-Sees das Prachtschloss seines >ungarischen Versailles< einweihen lassen, das nicht nur eine eigene Opernbühne, ein Marionettentheater, zwei Ballsäle sowie 126 Gästezimmer umfasst, sondern mit all seinen Orangerien, Glashäusern, riesigen Küchengärten, Viehställen, Schweinemästereien und Geflügelhöfen außerdem einen völlig autarken Betrieb darstellte, dem noch die riesigen Jagdreviere des Fürsten angehörten. Seinem Hofkapellmeister Joseph Haydn stand ein komplettes Symphonieorchester zur Verfügung (10).

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