Jürgen Heiducoff - Mein Mandat - Die Menschen achten!

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Im Verlaufe seines fast 40jährigen Dienstes in zwei deutschen Armeen, in der Truppe, in Stäben, in multinationalen Vereinigungen und im militärdiplomatischen Dienst lernt der Autor die verschiedensten militärische Strukturen und Einsatzverfahren kennen – im Ausbildungsbetrieb, bei Übungen und im Kriegseinsatz. Er erkennt, dass sich vor allem in Stresssituationen das Vorgehen der NATO – Streitkräfte nicht wesentlich von dem der Russischen Föderation unterscheidet.
Er bewertet dies und maßt sich an, Kritik zu üben – intern und öffentlich. Sein Beliebtheitsgrad sinkt bei den Generalen und steigt bei den eigenen Kameraden. Militärs, Diplomaten und Juristen arbeiteten wie selten eng zusammen, als es um seine Ablösung vom Posten ging. Ihm kommt es vor, als seien in seinem Fall Exekutive, Legislative und Judikative gleich geschaltet. Dies passt in seine Annahme, dass die Demokratie in Deutschland erodiert.
Moderne Streitkräfte werden zunehmend in Operationen gegen Aufständische eingesetzt. Dafür sind sie jedoch weder ausgebildet, noch ausgerüstet. Die militärische Gewalt richtet sich oft gegen Unbeteiligte. Die Politiker wollen diese Tatsache nicht anerkennen. So werden Kriege begonnen, deren Ende völlig unklar ist. Der Autor ergreift Partei für die Leidtragenden solcher Kriege – für die unbeteiligten Menschen. Sein Mandat lautet: «Die Menschen achten!»

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Kein Fahrzeug und kein Mensch waren weit und breit zu sehen.

Das Erlebte lag mir schwer auf der Seele. Es war eine Lektion, die den Charakter und den Verfall der Moral der russischen Kommandeure deutlich machte. Ich empfand Abscheu vor diesen Praktiken.

Wir näherten uns dem Kreisverkehr vor dem Ort Argun. Schon von Ferne war eine große Menschenansammlung zu sehen – eine der vielen Dorfversammlungen. Emotionsgeladen ging es zu. Dies war daran zu erkennen, dass Gegenstände geworfen und die Arme zum Ruf „Allachu Akbar“ empor gestreckt wurden.

Nun erkannten wir Dyck, einen alten tschetschenischen Intellektuellen mit friedlichen Ansichten auf einem Potest stehend und energisch gestikulierend den Leuten Losungen und Aufrufe zu rufend.

Es dauerte nicht lange, bis auch er uns vernahm. Und es geschah, was geschehen musste: Dyck verkündete laut die Anwesenheit der OSZE – Leute und bat uns auf sein Potest. Sollten wir hier kneifen, hätten wir alle Glaubwürdigkeit verspielt. Schließlich schrieb unser Mandat vor, Kontakte zu den Konfliktparteien zu suchen und zu halten.

Als erster wurde ich auf das Potest gehoben, gezogen, geschoben. Dutzende von Händen hatten daran teil. Die Tschetschenen verehrten uns Deutsche. Ich genoss persönlich besondere Sympathien in zahlreichen einflussreichen Clans.

Die Stimmung unter den Versammelten erreichte einen Höhepunkt. Die grün – weißen Flaggen Itschkerias mit dem Wolf wurden geschwenkt und immer wieder wurden Sprechchöre angestimmt. Plötzlich wurde mir das Mikro übergeben. Wie organisiert trat ein Schweigen unter die Menge. Die Aufmerksamkeit aller richtete sich auf mich. Ich war emotional noch nicht zur Ruhe gekommen. Jedoch in dieser nicht geplanten Situation kehrte in mir extreme Ruhe ein. Da standen erwartungsvolle Menschen – Männer mit den traditionellen kaukasischen Fellmützen, Frauen mit den großen Kopftüchern, Männer und Jünglinge mit Felduniformen, Kinder. Da waren auch Journalisten von REUTERS. Alle sie schwiegen. In diesem Moment hob ich meine Stimme und sagte mit langsamen russischen Worten:

„Liebe Bürger von Argun! Liebe Gäste! Vor wenigen Stunden wurde durch die Bürger Schalis das Ende der Blockade erkämpft und erkauft. Eine unbeschreibliche psychische Anspannung fand ihr Ende. Die russische Artillerie verlässt die Feuerstellungen um den Ort. Die Kommandeure der beteiligten föderalen Verbände haben ihr Ziel erreicht und die Bürger gezwungen, ihre letzten Ersparnisse abzugeben. Aber – Schali ist gerettet, unzählige zivile Opfer und Leiden sind uns erspart geblieben. Wir OSZE – Leute und ein Team des IKRK haben die Ereignisse der letzten Tage inmitten Schalis erlebt. Wir waren unter den Menschen und mit ihnen. Wir haben über die Ereignisse täglich der OSZE nach Wien gemeldet. Wir haben ihnen mitgeteilt, welche unerfüllbaren ultimativen Forderungen die russischen Kommandeure an die Bürger Schalis richteten. Die Presse in den Staaten, in denen sie frei ist, wird darüber berichten. Schali und das Schicksal seiner Bürger sind weithin bekannt. Die Russen sind nicht in der Lage, die Wahrheit zu verschweigen oder zu verfälschen. Ihr weiteres brutales Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung ist völkerrechtswidrig. Dieser Konflikt ist mit Waffen nicht zu lösen. Der erste Schritt zu einem gerechten Frieden ist der Abzug der föderalen Truppen!“

Von der spontan hoffnungsvollen und optimistischen Stimmung beeindruckt begann ich zu rufen:

„Wir, die Bürger von Argun und ihre Gäste fordern den sofortigen Abzug aller russischer Truppen aus Tschetschenien! Wir fordern Frieden und Kompensation für die Opfer und Schäden! Wir fordern von Moskau die Finanzierung des Wiederaufbaues der tschetschenischen Dörfer und Städte, der Betriebe, der Brücken und Strassen!“

Es folgten Ovationen, Flaggen wurden geschwenkt, Schüsse brachen. Die Menge stimmte Sprechchöre an: „Nieder mit den Russen! Allachu Akbar! Es lebe Itschkeria! Frieden und Freiheit für Tschetschenien!“

Was war in mich gefahren? Ich war wie unter Drogen. Und ich genoss diesen Moment. Ich stand hinter den Forderungen, die ich ausrief. Doch ich war erschrocken über das, was die Tschetschenen daraus ableiteten. Sie haben eben eine völlig andere Denkstruktur. Später wurde mir klar, dass dies weder unparteiisch, noch diplomatisch war. Aber ich konnte nach all dem Erlebten einfach nicht anders. Mir war auch klar, dass die Versprechungen mit der Veröffentlichung des Geschehenen in der westlichen Presse sich nie erfüllen würden.

Ruslan hatte bereits das Potest erklommen und ergriff das Wort. Er schilderte, was er während der Blockade Schalis erlebt hatte – im Ort und außerhalb in den Wäldern. Er berichtete, wie es ihm und der Gruppe mehrfach gelang, sich freies Geleit bei russischen Blockposts zu erkaufen. Er versprach den Leuten, bis zum vollständigen Abzug der Truppen zu kämpfen.

Die nahende Dämmerung zwang uns, nach Grosny aufzubrechen.

Sicher blieben die Einwohner Arguns noch bis in die Nacht versammelt.

Sernowodsk, Samaschki und andere tschetschenische Dörfer

Wir hatten Grosny bereits am frühen Morgen verlassen, um den gesamten Tag zur Verfügung zu haben. Wir erreichten die Fernstrasse Baku – Rostow am Don, die Grosny im Süden tangiert. Diese breite, mehrspurige Magistrale, die parallel zu den Bergketten des Grossen Kaukasus verläuft, war an einigen Stellen unterbrochen und umgeleitet, um die Fahrzeuge besser kontrollieren zu können.

Wir erreichten einen etwa fünf Kilometer langen Abschnitt dieser Magistrale, der völlig gerade verlief. Hier stand eine Autokolonne am Straßenrand. Es war zunächst kein Grund für diesen Stau wahrnehmbar. So fuhren wir langsam an den erstaunten Fahrzeuginsassen vorbei.

Nach etwa zweihundert Metern peitschten Schüsse uns entgegen. Der Schreck saß uns in den Gliedern. Die Schüsse kamen von einem Straßenposten, der sich etwa dreihundert Meter vor uns in einer Deckung befand. Wir setzten zurück. Keine Chance, das Problem zu lösen. In diesem Moment sahen wir, wie sich aus der Kolonne hinter uns eine Frau in der Kleidung einer Krankenschwester löste und in der Straßenmitte langsam in Richtung des Postens lief. Später erfuhren wir, dass diese mutige Frau einer französischen NGO angehörte, die den Menschen elementare medizinische Versorgung anbot. Die Zeit schien fest zu stehen. Sie näherte sich schweigend dem Posten. Und nichts geschah. Kein Schuss, keine Aufregung. Kurze Zeit später konnten wir alle passieren.

Wir mussten auf eine Straße im bewaldeten Bergland ausweichen. Es war sehr eng. Uns kam eine russische Militärkolonne entgegen. Wir wichen aus, weil auch hinter uns gepanzerte Fahrzeuge der Russen fuhren. Wir standen etwas abseits der Straße, als plötzlich Schüsse einem gewaltigen Knall folgten. Da waren zwei gepanzerte Fahrzeuge aneinander geprallt und die darauf sitzenden, zum Teil schlafenden russischen Soldaten wurden herunter geschleudert. Zu Tode erschrocken und die Situation nicht erkennend schossen sie zunächst wild um sich. Wir sprangen in eine Deckung, zum Teil hinter unseren gepanzerten Landrover.

Keine Zeit für Nachbereitungen, denn wir wollten nach Samaschki, das nur wenige Kilometer entfernt war. Wir wussten, dass die Dörfer Samaschki und Sernowodsk in den letzten Tagen schwer zerstört worden sind. Die russischen Truppen und die Bojewiki schoben sich gegenseitig die Schuld zu.

Schon aus der Entfernung waren die Zerstörungen von Sernowodsk zu sehen. Über einigen Ruinen waren Rauchsäulen zu sehen. Uns kamen Flüchtlinge entgegen. Wir hielten an und zu unserem Erstaunen waren die Leute sehr gesprächig. Sicher waren wir die ersten, die sich überhaupt um ihr Schicksal kümmerten. Vielleicht haben sie auch Hilfe erwartet. Im Dorf selbst hielten sich vorwiegend alte Leute auf, denen die Strapazen der Flucht nicht mehr zuzumuten waren.

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