Gisela Schaefer - Das Experiment

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Oft ist es ganz schön schwierig mit Eltern beziehungsweise denen, die es werden wollen. Es fehlt ihnen beim ersten Kind an Erfahrung, sie haben mehr oder weniger weiche Knie vor der neuen Aufgabe, ihr Verhalten ist verbesserungsbedürftig und sie haben ihre eigene Kindheit vergessen (Es gibt auch solche, die sich zwar erinnern, aber genau deswegen beschlossen haben: Vergiss es!) Kurz gesagt, ihre Kinder haben's nicht leicht mit ihnen.
Auch im Himmel sind diese Probleme seit langem bekannt. Eines Tages wurde darum eine grandiose Idee geboren – und ein ebensolches Kind …

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„Liebe Güte, du bist aber tapfer!“ sagte irgendjemand voller Respekt.

Eine kleine Träne wischte die Güte sich aus dem Auge, dann lächelte sie wieder, dann war alles wieder vergessen und vergeben, die vielen kleinen, schmerzenden Wunden wieder verheilt. Sie hatte das Schlimmste im letzten Moment verhindern können – und das war die Hauptsache.

Ein seltsames Klappern wurde nun hörbar – erst gedämpft, dann immer deutlicher. Eine hagere Gestalt näherte sich, zwei Schritte vor, einen wieder zurückweichend. Ihr ausgefranstes Gewand schlotterte heftig, denn sie zitterte am ganzen Leibe. Das verzerrte, grauweiße Gesicht mit den weitaufgerissenen Augen unter einer Kapuze halb verborgen. Und das merkwürdige Klappen kam von ihren Zähnen – die Angst ließ sie unkontrollierbar zusammenschlagen. Nur noch wenige Schritte trennten sie von dem Lichtschein und dem kleinen Jungen – dann würde sie ihren Mund weit öffnen zu einem furchtbaren Schrei, einem stummen, schrecklichen Schrei, der Mark und Bein durchdringt und dem nur einer standhalten kann:

Ein Koloß aus blau schimmerndem Stahl hatte sich schützend vor den Blütenkelch gestellt, breitbeinig, die Füße fest in den Boden gestemmt, wie verankert mit diesem. Von dem lautlosen und dennoch so erbitterten Kampf zwischen der Angst und dem Mut konnten die Umstehenden nur ahnen, denn dieser Kampf wird nicht mit Fäusten ausgetragen, dieser Kampf tobt im Innern.

„Gib ihm Saures, los, mach ihn fertig!“

Ein erbärmlich schmächtiges Männlein mit Fistelstimme schwang drohend seine kleine Faust gegen den Stählernen, blieb jedoch in Deckung hinter dem weiten Gewand der Angst.

„Aha, heute versteckst du Memme dich hinter ihr“, der Mut wußte, dass er auch mit der Feigheit fertig werden würde, mochte sie aus noch so vielen Löchern, hinter noch so vielen Röcken hervorkriechen und zetern.

Unverrichteter Dinge, oder vielmehr „fast“ unverrichteter Dinge wich die Schlottergestalt, und auch die Fistelstimme verstummte.

Langgedehntes Ächzen und Stöhnen ließ die Umstehenden aufhorchen. Schleppende, schlurfende Schritte nahten. Verhangenes, Verschleiertes – über den Blütenkelch den langen, langen Schweif der Vergangenheit ziehend: Die Erfahrungen aller Generationen des Menschengeschlechts, von Anfang an. Ein Fundament, auf dem der kleine Junge auf- und weiterbauen konnte, wie das alle vor ihm getan hatten und nach ihm tun werden.

Zwei sehr Ungeduldige, ja man kann sagen Ungehaltene standen in der Schlange der Wartenden. Fast hätten sie einen Pakt geschlossen, wenn es nicht doch auch zwischen ihnen gewisse Reibereien und Eifersüchteleien gegeben hätte.

„Dieser Krempel von Annodazumal ist total überflüssig. Über Bord werfen sage ich nur, alle unmodernen Verhaltensmuster, alles alte Wissen – weg damit! Nimmt immer mehr Platz ein, dabei ist es bei den Menschen im Oberstübchen räumlich eng begrenzt. Wenn es so weitergeht wie bisher, müssen sie wohl in Zukunft wesentlich größere Köpfe kriegen, ob ihnen das gefällt oder nicht.“

„Ich bin ganz deiner Meinung, liebe Cousine Gegenwart, das ist genau das, was ich schon immer gesagt habe. Ich brauche Platz, Platz und nochmal Platz. Meine Pläne, meine Ideen, meine Vorhaben – sie müssen sich frei bewegen können, fliegen können – ach, ich könnte ins Schwärmen geraten bei all den Möglichkeiten. Wenn ich nur genügend Platz hätte, wie ich schon sagte“, seufzte die Zukunft bedauernd.

„Spinnerte Traumtänzerin. Immer denkst du an morgen, und übermorgen, und überüberübermorgen. Nur heute ist wichtig!“

„Langweilerin, rück schon vor, sie ist endlich fertig, wir sind dran.“

Alle kamen an die Reihe und fügten etwas hinzu, so dass schließlich die unendliche Vielfalt von Anlagen entstand, wie sie nur den Menschen eigen ist. Das mitternächtliche Treiben neigte sich seinem Ende zu. Eine letzte, vollkommen verhüllte Gestalt näherte sich dem Licht und der Blüte. Wie klares Quellwasser umfloß es sie, aber es war weder flüssig noch durchsichtig.

Wo steckst du nur, war sie schon oft gefragt worden, und immer wieder hatte sie geantwortet: „Schaut nur tief genug in mich hinein, bis auf den Grund, da bin ich. Aber ihr müßt Geduld haben, eure Augen brauchen Übung, und eure Seele auch.“

Ein kleines Teilchen aus ihrer Umhüllung löste sich und fiel wie ein Tropfen auf den kleinen Jungen, wo es auseinanderfloß zu einem dünnen Film und in ihn hineinsank.

„Auch von mir hast du nun etwas bekommen“, sprach sie, „sogar mehr, als es für dein Alter sonst üblich ist. Denn ich bin die Weisheit, die verborgene. Nur wer mich ständig sucht, findet mich … nach und nach. Ich kenne das Geheimnis der zwei Seiten aller Dinge, weiß um die Gegensätze und aller Für und Wider. Darum kann ich bewahren vor der blinden Liebe wie vor dem blinden Haß. Vor der erstarrten, leblosen Ordnung und dem unberechenbaren, unlenkbaren Chaos. Ich kann der Fröhlichkeit und der Traurigkeit Grenzen setzen, so daß sie niemanden wegschwemmen ins Uferlose. Ich zeige den Weg, wie man sich der Erkenntnisse der Vorfahren erinnert und sie nützlich anwendet, wie man die Träume der Zukunft wie einen Drachen hoch in die Lüfte steigen lassen kann, den Faden jedoch fest in der Hand, damit sie nicht in unerreichbare Höhen entschwinden. Du, kleiner Junge, trägst wie alle Menschen das Gute und das Böse gleichermaßen in dir. Aber in dem Moment, wo du Freude und Glück empfindest über deine guten Taten, hat das Gute die Oberhand gewonnen. Nun geh deinen Weg.“

Mitternacht war längst vorbei, fast schon ein Uhr. Der Mondstrahl verblaßte, zog sich immer weiter zurück, bis nur noch ein gleichmäßiger, heller Glanz auf dem Wald ruhte wie immer bei Vollmond. Alle Erscheinungen waren in die Dunkelheit entwichen, alle fremdartigen Laute verklungen. Der kleine Junge in der Blüte seufzte einmal tief, dann kamen seine Atemzüge wieder ruhig und gleichmäßig.

Eine sanfte Brise wehte durch den Wald, gab ihm seine Bewegungen aus Schwingen und Biegen und Wiegen zurück, und seine natürlichen Geräusche aus Knistern und Rascheln und Knicken.

Die Tagtiere in ihren Höhlen und Nestern blinzelten kurz, drehten sich um ihre eigene Achse, solange, bis sie die bequemste und wärmste Position gefunden hatten, schlossen die Augen und schliefen wieder ein. Die Nachttiere reckten und streckten sich, gähnten und gingen ihrer Aufgabe nach wie immer, der Nahrungssuche für sich und ihre Jungen. Manche von ihnen auf friedliche Weise, sie sammeln Grassamen und Tannenzapfen, zarte Schößlinge, Wurzeln aus der Erde oder Beeren vom Strauch, wie es ihnen angeboren ist.

Andere räuberisch, unbeweglich und lauernd im Hinterhalt, entschlossen zupackend, wie es ihnen angeboren ist.

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