Josef Mugler - Die Adria entlang von Görz bis Bar

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Wer die zauberhafte Welt der östlichen Adria liebt, wer sich für die Geschichte der ehemals österreichisch-ungarischen Küstenregion von Görz bis Bar interessiert, wer sich die schönsten und historisch bedeutendsten Plätze in Erinnerung rufen will (der Text ist mit rund 160 Fotos illustriert), wird mit diesem Buch viel Freude erleben. Der Autor erzählt im lockeren Stil eines Reiseführers, was sich im Lauf der Jahrtausende, vor allem aber während der «österreichischen Epoche» hier ereignet hat, wie Abendland und Morgenland hier aufeinandergeprallt sind, was die Menschen dabei erlebt und erlitten haben und wovon sie heute noch erzählen.

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Das alles liegt hier eng beisammen, von Monfalcone nur wenige Kilometer landeinwärts, ebenso wie der See von Doberdò, ein sogenanntes intermittierendes Gewässer, das von unterirdischen Karstflüssen gespeist wird und seinen Wasserstand je nach Niederschlagsmengen um mehrere Meter ändert. Bei Sprengungen im Ersten Weltkrieg dürfte jedoch der Felsboden durch die Erschütterungen Risse bekommen haben und seither ist diese „Hydraulik“ gestört.

Östlich, an der Küste entlang, bald nach dem Stadtrand von Monfalcone, findet man, ein wenig im Auwald versteckt, ein anderes Naturphänomen: die „Quelle“ des Flusses Timavo, der von Škocjan in Slowenien 35 Kilometer unterirdisch durch das Karstgebiet fließt, hier ans Tageslicht stößt und wenig später ins Meer mündet. Nach dem römischen Dichter Vergil sollen hier die Argonauten des Jason und später die Gefährten des Aeneas nach ihrer Flucht aus Troja gelandet sein. Die Römer erbauten hier Häfen und Anlegestellen. Einem alten Chorbuch zufolge sollen in einer kleinen Kapelle Reliquien des Heiligen Johannes des Täufers und des Apostels Johannes des Evangelisten sowie einiger Märtyrer aufbewahrt worden sein. Über diese Kapelle gibt es schon Hinweise aus dem Jahr 113 n. Chr. In der Völkerwanderungszeit wurde die inzwischen zu einer Kirche ausgebaute Kapelle zerstört, aber im 12. Jahrhundert wieder errichtet. Die heute hier anzutreffende gotische Kirche, San Giovanni Battista oder San Giovanni del Timavo oder San Giovanni di Duino oder San Giovanni in Tuba genannt, wurde im Ersten Weltkrieg zerstört und danach abermals neu aufgebaut. Nur der Glockenturm soll noch aus dem 17. Jahrhundert stammen.

San Giovanni al Timavo 2009 In der Antike soll der neben der Kirche zutage - фото 10

San Giovanni al Timavo (2009)

In der Antike soll der neben der Kirche zutage tretende Timavus neun Arme gehabt haben und zuerst in einen See, den Lacus Timavi, geflossen sein, von dem aus dann ein Abfluss ins Meer führte. Später versumpfte das Gelände, die Malaria breitete sich aus und alles geriet über viele Jahrhunderte in Vergessenheit.

Östlich der Quelle des Timavo wird von der Staatstraße aus ein Denkmal für eine Episode der zehnten Isonzoschlacht sichtbar: Zwei heulende Wölfe, die „Lupi di Toscana“, erinnern daran, dass hier die Angreifer, darunter die Brigade Toscana, in der übrigens der Schriftsteller Gabriele d’Annunzio Verbindungsoffizier war, nach Überschreiten des Timavo zurückgeschlagen wurden. Ursprünglich stand hier noch ein dritter Wolf, der sterbend den Adler der Donaumonarchie in seinen Klauen hielt.

Unterhalb dieser Gedenkstätte führt eine Art Lehrpfad zu den Resten jener Stellungen, die in der Nähe am Fuß des Monte Ermada, den südlichsten Abschnitt der ehemaligen Isonzofront markieren. Richtung Duino liegt eine der vielen Karsthöhlen. Seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. wurde hier der Gott Mitras verehrt. Eine Steintafel, die Mitras darstellt, wie er einen Stier tötet, erinnert daran.

Unmittelbar an der Küste liegt ein altes Fischerdorf, das Villaggio del Pescatore, bzw. das, was nach dem Niedergang des Fischfangs davon übriggeblieben ist. Anstatt Fischen werden heute hier Segeltouristen „gefangen“: Eine riesige Marina bringt in der Saison wieder Leben in das sonst ausgestorben wirkende Villaggio. Gelegentlich tauchen auch im östlich angrenzenden Steinbruch ein paar Touristen auf, um sich dort über bemerkenswerte Saurierfunde belehren zu lassen.

Für Wanderer mag die Information interessant sein, dass der Alpe-Adria-Trail, ein Weitwanderweg, der am Großglockner beginnt, hier erstmals die Meeresküste erreicht und dann oberhalb des Ufers durch die Karstwälder um Triest herum bis Muggia führt. Der Wanderweg führt vom Villaggio del Pescatore direkt auf das Schloss von Duino zu. Es ist seit dem 16. Jahrhundert im Besitz der Fürsten Thurn und Taxis (Torre e Tasso). 1911/12 war hier Rainer Maria Rilke Gast der Fürstin Marie von Thurn und Taxis, geborene Hohenlohe. Die Duineser Elegien entstanden großteils hier, bevor sie in München fertig wurden: „…Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören…“ Diese Verse entstanden am Vorabend des großen Völkermordes auf einer Terrasse des Schlosses Duino, von der aus die Aussicht über Küste und Meer atemberaubend ist. Auch Dante soll hier gewesen sein, einer der Felsen trägt noch heute seinen Namen. Und nicht zu vergessen: die „Dama bianca“, die sich vom Felsen der alten aus dem 11. Jahrhundert stammenden Burg ins Meer gestürzt haben und bei dieser Gelegenheit versteinert worden sein soll.

Das Schloss Duino im Herbstnebel 2015 Ein etwa halbstündiger Abschnitt des - фото 11

Das Schloss Duino im Herbstnebel (2015)

Ein etwa halbstündiger Abschnitt des Alpe-Adria-Trails ist der Sentiero Rilke, der Rilke-Weg von Duino nach Sistiana, einem der vornehmen Badeorte, allerdings nicht heute, sondern damals in österreichischer Zeit. Vom ehemaligen „Prinz Alexander von Thurn und Taxis’schen Seebad Sistiana“ ist nur eine Ruine übrig. Ein kleines Stück weiter Richtung Triest wurde allerdings eine Art Disneyland aus den felsigen Hängen geschlagen, ein Jachthafen mit Hotel, Kongresszentrum, Restaurants, Boutiquen und vielen luxuriösen Wohneinheiten: der Portopiccolo: ein künstliches „Fischerdorf“, das mediterranen Lebensstil suggerieren soll.

Landeinwärts liegt Aurisina mit seinen Steinbrüchen, aus welchen schon das Baumaterial für das römische Aquileia kam, später auch für die Wiener Ringstraße, heute für die ganze Welt. Bevor die Südbahn nach Triest „hinunter“ weitergebaut wurde, war hier Endstation. An der Küste, ungefähr dort, wo sich die Bahntrasse Richtung Triest und Monfalcone verzweigt, steht weithin sichtbar ein Turm, der Torre Piezometrica, ein Wasserturm, der im Jahr 1929 als Station einer Wasserleitung vom Timavo nach Triest gebaut wurde.

Eines der Dörfer im Karst trägt den Namen Prosecco. Und der hat tatsächlich mit dem heute so beliebten Schaumwein aus dem Veneto zu tun: Von hier gelangte die sogenannte Glera-Traube in das Weingebiet von Valdobbiadene. Aber damit der Prosecco aus Prosecco auch Prosecco heißen darf, hat man das offizielle Anbaugebiet des Prosecco vom Veneto über das Friaul bis hierher erweitert, mit dem Vorteil, dass für die inzwischen gut eingeführte Marke mehr Angebot vorhanden ist. Mit dem Tocajer ging das nicht so einfach: Durch die Heirat einer Görzerin mit einem Grafen Batthiany gelangte die Traube nach Ungarn und heute darf sich nur der ungarische Tokajer so nennen, außer er wird im Collio selbst verkauft. Hier hat man ihn inzwischen in Friulano umgetauft, um etwaigen Querelen zu entgehen.

Etwas oberhalb von Prosecco stößt man auf ein weiteres Geheimnis des Karst: die wahrscheinlich größte begehbare Höhle der Welt: die Grotta Gigante. Der Wein, der darüber und in der Umgebung der einst slowenisch besiedelten Dörfer Prepotto, Sgonico und Monrupino wächst, ist ein säuerlicher, aber charaktervoller Roter: der Terrano, der zur Sorte Refosco zählt. Wer ihn samt deftigen Speisen verkosten möchte, suche eine geöffnete Osmizza auf, eines jener Ausschanklokale, die nach der slowenischen Zahl osem (acht) benannt sind. Denn für acht Tage im Jahr genehmigte Kaiser Josef II. seinerzeit, 1874 – übrigens ebenso wie für die Weinhauer in und um Wien – den Ausschank der hauseigenen Weine.

Das Meer vor der steil abfallenden Küste war einst auch ein Dorado für den Fischfang. Gefangen wurden je nach Jahreszeit die blauen (Sardinen, Makrelen) und die roten Fische (Tunfisch). Wenn zwischen August und Oktober die Tunfischschwärme auftauchten und mit lautem „abauta“ (Alarm) „begrüßt“ wurden, eilten alle Bewohner der Fischerdörfer, soweit sie laufen konnten, über steile Pfade hinunter ans Ufer und halfen beim Einholen der prall gefüllten Netze. Das ging bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts. Dann war es vorbei. Die Tunfische wurden nun von Fangflotten draußen auf dem Meer abgefangen, bevor sie in Küstennähe kamen. Heute blickt man von den Klippen hinunter auf ausgedehnte Zuchtfarmen: Der Fischfang mutierte vom Abenteuer zur industriellen Produktion.

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