Josef Mugler - Die Adria entlang von Görz bis Bar

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Wer die zauberhafte Welt der östlichen Adria liebt, wer sich für die Geschichte der ehemals österreichisch-ungarischen Küstenregion von Görz bis Bar interessiert, wer sich die schönsten und historisch bedeutendsten Plätze in Erinnerung rufen will (der Text ist mit rund 160 Fotos illustriert), wird mit diesem Buch viel Freude erleben. Der Autor erzählt im lockeren Stil eines Reiseführers, was sich im Lauf der Jahrtausende, vor allem aber während der «österreichischen Epoche» hier ereignet hat, wie Abendland und Morgenland hier aufeinandergeprallt sind, was die Menschen dabei erlebt und erlitten haben und wovon sie heute noch erzählen.

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Was geschah mit den Fischen? Sie kamen zum Beispiel auf den Fischmarkt von Triest. Von dort konnten sie mit der „neuen“ (ab 1857) Bahnverbindung „rasch“ nach Wien transportiert werden, wo zumindest eine Familie aus dem Küstenland ein eigenes Fischgeschäft betrieb. Oder sie wurden vor Ort verarbeitet, zum Beispiel von einem Wiener in Duino, der dort 1867 die erste Sardinenfabrik an der Adria gründete.

Wenn man von den Klippen der Fischerdörfer hinunter blickt, taucht an einem Ufervorsprung ein Märchenschloss auf: Miramar. Der Name war ursprünglich spanisch und wurde erst später zu Miramare italianisiert. Erzherzog Ferdinand Maximilian, jüngerer Bruder des Kaisers Franz Joseph, ließ es ab 1856 erbauen und einen Park anlegen, für den Felsen gesprengt und Erde aus Kärnten und Steiermark herangekarrt werden mussten. Die exotischen Pflanzen dafür brachte der Erzherzog zum Teil selbst von seiner Weltreise auf der Fregatte Novara mit.

Das Schloss Miramar 2009 Das Schloss war noch nicht fertig als Ferdinand - фото 12

Das Schloss Miramar (2009)

Das Schloss war noch nicht fertig, als Ferdinand Maximilian 1863 den Beteuerungen einer mexikanischen Delegation glaubte, dass sich das mexikanische Volk ihn, ausgerechnet ihn, als Kaiser wünsche. 1867 war das Abenteuer zu Ende: Tod durch Erschießung im mexikanischen Querétaro. Gerüchte besagen, dass ihn sein Gegenspieler und Freimaurerbruder, der von den USA unterstützte Republikaner Benito Juarez, unter falschem Namen – offizielle Flucht war nicht standesgemäß – entkommen ließ. Offiziell – und ziemlich sicher – brachte die Novara unter dem Kommando des nach der erfolgreichen Seeschlacht von Lissa (1866) zum Vizeadmiral ernannten Wilhelm von Tegetthoff den Leichnam von Mexiko nach Triest zurück.

Über Jahrzehnte sah Kaiser Maximilian von seinem majestätischen steinernen Denkmal im Park von Miramar auf ein Blumenbeet herab, welches jeden Tag in der Form des aktuellen Datums ausgepflanzt wurde. Das Standbild war 1874 zuerst auf der Piazza Giuseppina gegenüber dem Molo Giuseppina, schräg gegenüber der Fischmarkthalle in Triest aufgestellt worden. Nach der Übernahme Triests durch Italien war es aber offenbar unerträglich, dass ein Habsburger auf Volk und Hafen herabblickte. Nach seinem jahrzehntelangen „Exil“ im Park von Miramar wurde das Monument 2008 wieder auf seinen ursprünglichen Standort zurückgebracht, der nun den Namen Piazza Venezia führt.

Triest

Jahrhundertelang, von 1382 bis 1918 - mit wenigen kurzen Unterbrechungen, gehörte Triest zu Österreich und war dessen bedeutendster Hafen. Nach Einrichtung des Kronlandes "Österreichisches Küstenland" war es dessen Hauptstadt . Heute ist Triest Hauptstadt der italienischen autonomen Region Friaul Julisch-Venezien und der Provinz Triest. Die Stadt hat heute rund 200.000 Einwohner; das sind nicht viel mehr als vor hundert Jahren. Wie hat das aber alles angefangen?

104 v. Chr. ist eine illyrische Siedlung auf dem heutigen Burghügel San Giusto belegt. Triest kommt vom illyrisch-keltisch-lateinischen Tergeste. Terg heißt Markt. Triest war also wohl immer schon ein Platz für den Austausch von Waren. Unter Kaiser Augustus (manche Quellen sprechen schon von 52 v. Chr.) wird Tergeste Teil des römischen Imperiums und wichtiger Stützpunkt für Handel und Militär gegen Osten. Bei einem Gang durch die engen Gassen der Altstadt stößt man an der Piazzetta Barbacan auf den Arco di Riccardo, ein Tor der Stadtmauer von 33 v. Chr.

Im frühen Mittelalter gehörte Triest zum Herrschaftsgebiet Karls des Großen und im Hochmittelalter wehrte sich die Stadt wiederholt gegen die Unterjochung durch Venedig. Streitobjekt war die damals größte Quelle des Reichtums: der Salzhandel. Den wollte an der Adria Venedig allein beherrschen. 1203 wurde Triest von Venedig erobert und auch danach wiederholt bedroht. Das trieb die Triestiner 1382 zur „Flucht“ unter den Schutzschirm eines mächtigen Rivalen Venedigs: des Herzogs von Österreich, Leopold III.

Doch die wirtschaftliche Entfaltung Triests wurde durch die Dominanz der „Serenissima“ im Fernhandel über Jahrhunderte gehemmt. Oder soll man eher sagen: durch das Desinteresse der Habsburger am Fernhandel? Erst mit dem Niedergang Venedigs und mit der eigentlich relativ spät einsetzenden Förderung durch die Habsburger (Karl VI., Maria Theresia, Joseph II.) im 18. Jahrhundert stieg die Bedeutung Triests für den Handel mit dem Nahen Osten. Die Ausstattung mit den Privilegien eines Freihafens im Jahr 1719 gilt als markantes Ereignis in der Geschichte der Stadt. Was bedeutete das? – Der Warenverkehr von Schiff zu Schiff und in den dafür vorgesehenen Magazinen an Land war fortan von Zöllen befreit. Unter Maria Theresia wurde diese Zollfreizone auf das Stadtgebiet erweitert. Dazu wurden die Stadtmauern geschleift und auf dem Terrain der Salinen, deren Besitz den Venezianern immer ein Dorn im Auge gewesen war, wurde ein neuer Stadtteil, der Borgo Teresiano, samt dem Canale Grande errichtet, in dem die Schiffe vor Wetter besser geschützt waren als draußen an den Molen. Die Zollfreiheit war übrigens nur ein Mosaikstein im Gesamtbild der gewährten Privilegien. Beispielsweise genossen zugezogene Händler Straffreiheit für anderswo begangene Delikte. Steuerfreiheiten, Schuldenerlässe und Freiheit vor Zugriffen lokaler Behörden ergänzten sich zu einem fruchtbaren Boden für allerlei Unternehmungen, auch wenn dies nach heutigen Vorstellungen moralisch oder öffentlich-rechtlich fragwürdig erscheint.

1775 wurde eine Ostindische Handelskompanie gegründet und 1776 segelte ein gewisser Kapitän Bolts mit dem Schiff „Joseph und Theresia“ entlang der Ostküste Afrikas bis nach Ostindien. Er erwarb von Einheimischen kleine Ländereien und gründete auf diese Weise erste österreichische (Zwerg-)Kolonien, die aber bald wieder in Vergessenheit gerieten. Während der napoleonischen Zeit verlor Triest vorübergehend seinen Freihafenstatus, ein Drittel seiner Einwohnerschaft und 95% seines Handelsvolumens.

Mit der Rückkehr in die österreichische Hegemonie 1813 bzw. „endgültig“ durch die Schlussakte des Wiener Kongresses 1815 setzte allerdings bald wieder ein Aufschwung ein. Mit dem Raddampfer Carolina wurde 1818 die erste Linienschifffahrt in der Adria, von Triest nach dem nunmehr ebenfalls österreichischen Venedig aufgenommen. Die Verwertung der genialen Erfindung des aus Böhmen stammenden Forstbeamten Joseph Ressel versäumte Triest allerdings. 1829 wurde ihm die Vorführung des neuen Antriebs durch eine Schiffsschraube mit dem Schiff „Civetta“ innerhalb des Hafenbereichs wegen Gefährdung der Sicherheit untersagt.

Im April 1833 gründete der Triestiner Kaufmann Karl Ludwig Freiherr von Bruck nach Londoner Vorbild den Österreichischen Lloyd. Diese Gesellschaft beschloss 1836 den Bau von sechs Dampfschiffen und am 16. Mai 1837 lief der Lloyd-Dampfer „Arciduca Ludovico“ mit 53 Passagieren an Bord zu seiner ersten Fahrt nach Konstantinopel aus.

Der erste LloydDampfer Arciduca Ludovico Illustration von Robert Ruß - фото 13Der erste Lloyd-Dampfer "Arciduca Ludovico" (Illustration von Robert Ruß, Kronprinzenwerk, Band Das Küstenland, 1891, S. 315)

In der Folge wurden in Triest die Versicherungsgesellschaft „Assicurazioni Generali“, das Arsenal und mehrere Werften gegründet. Bis 1914 steigerte der Österreichische Lloyd die Zahl seiner Schiffe auf 65 und die Zahl der Beschäftigten auf 6.000. Dazu kamen noch einige kleinere Reedereien und die von Fiume (Rijeka) aus operierende Ungaro-Croata mit immerhin weiteren 49 Schiffen im Jahr 1914.

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