Josef Mugler - Die Adria entlang von Görz bis Bar

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Wer die zauberhafte Welt der östlichen Adria liebt, wer sich für die Geschichte der ehemals österreichisch-ungarischen Küstenregion von Görz bis Bar interessiert, wer sich die schönsten und historisch bedeutendsten Plätze in Erinnerung rufen will (der Text ist mit rund 160 Fotos illustriert), wird mit diesem Buch viel Freude erleben. Der Autor erzählt im lockeren Stil eines Reiseführers, was sich im Lauf der Jahrtausende, vor allem aber während der «österreichischen Epoche» hier ereignet hat, wie Abendland und Morgenland hier aufeinandergeprallt sind, was die Menschen dabei erlebt und erlitten haben und wovon sie heute noch erzählen.

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Im Ersten Weltkrieg waren Görz und Umgebung Schauplatz der grausamen zwölf Isonzo-Schlachten. Die Gedenkstätten in Oslávia, Redipuglia, auf dem Monte Calvario und dem Monte San Michele, um nur die wichtigsten zu nennen, erinnern an das unvorstellbare Leid, das der italienische Angriff und die österreichische Verteidigung nach der Kriegserklärung des italienischen Königs an den österreichischen Kaiser am 23. Mai 1915 verursachten.

Die Stadt Görz wurde wechselweise mehrmals erobert und stark zerstört. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Görz italienisch, nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen Italien und Jugoslawien aufgeteilt. Auf jugoslawischem Territorium entstand der neue Stadtteil Nova Gorica. Auf der Burg wehte über Jahrzehnte eine übergroße, weit in das jugoslawische Gebiet hinein sichtbare Tricolore und auf jugoslawischer Seite prangte dafür auf einem von der Stadt aus gut sichtbaren Berghang der Name „TITO“.

Die Grenze verlief unter anderem mitten über den Vorplatz des Bahnhofs der Transalpina. Die Grenzbarrieren wurden 2004 entfernt und durch ein Denkmal ersetzt. Erst seit dem Schengen-Abkommen 2007 ist ein Grenzübertritt im Stadtbereich wieder ungehindert möglich. In den letzten Jahrzehnten wurde viel renoviert und wieder aufgebaut und die Stadt profitiert von den landschaftlichen Vorzügen des Collio. Doch das Flair des multiethnischen und mondänen „österreichischen Nizza“ ist wohl für immer verloren.

Westlich von Görz überschritt man in Cormòns im Ortsteil Brazzano von 1866 bis 1915 (bzw. 1919) die Grenze zu Italien. Alljährlich wird hier und im benachbarten Giassico um den 18. August, dem Geburtstag des Kaisers Franz Joseph, auch heute noch ein Volksfest unter Beteiligung von Traditionsgruppen aus Österreich und anderen Teilen der alten Monarchie gefeiert. Und auf dem Hauptplatz blickt eine Bronzestatue des Kaisers Maximilian I., dem Cormòns sein Stadtrecht verdankt, auf das muntere, zwischen Nostalgie, Traditionspflege und Skurrilität schwankende Treiben herab.

Das MaximilianDenkmal in Cormòns 2008 Neben Görz war Cormòns in der - фото 3Das Maximilian-Denkmal in Cormòns (2008)

Neben Görz war Cormòns in der Monarchiezeit der wichtigste Marktplatz für den Verkauf landwirtschaftlicher Produkte aus dem Collio. Besonders berühmt waren die Kirschen. Sie wurden vorwiegend von jüdischen Händlern aus Wien aufgekauft. Zur Erntezeit wurde deshalb in Cormòns sogar eine provisorische Synagoge aufgestellt. Nach dem Anschluss des Collio an Italien ging diese Tradition verloren, denn es gab andernorts genug Angebot an Obst und Gemüse für den italienischen Markt.

Heute sind Görz und Cormòns Ausflugsziele, aber keine Meilensteine für die Annäherung an die friulanische Küste vom Norden her. Die Hauptroute führt heute über die Autobahn durch das Kanaltal und westlich an Udine vorbei. Rund zwanzig Kilometer südlich von Udine und etwa ebenso viele Kilometer westlich von Görz trifft man auf das Städtchen Palmanova.

Palmanova hat heute nicht viel mehr als 6000 Einwohner, ist aber historisch und städtebaulich interessant: Es hat die Struktur einer achteckigen Festung, deren imposanter Mauerring fast vollkommen erhalten ist. Diese Festung wurde 1593 als Bollwerk Venedigs gegen die immer stärker gegen das christliche Abendland heranrückenden Türken (Osmanen) gebaut. Als Gründungsdatum für Palmanova wurde der 7. Oktober gewählt, der 22. Jahrestag des Sieges in der Schlacht von Lepanto und Jahrestag des heiligen Justinus, der auch zum Stadtpatron erklärt wurde.

Wie kam es dazu? – 1526 besiegten die Türken die ungarischen Truppen in der Schlacht bei Mohács in Südungarn. Der zwanzigjährige ungarische König Ludwig II., der mit einer Habsburgerin verheiratet war, fiel in dieser Schlacht und dadurch erbte auf Grund eines früher geschlossenen Vertrags sein Schwager, der Habsburger Erzherzog und spätere Kaiser Ferdinand I. Ungarn, Kroatien, Slawonien und Böhmen. Die Türken eroberten allerdings rasch fast ganz Ungarn und Kroatien, belagerten 1529 erstmals Wien und standen über 150 Jahre lang als ständige Bedrohung kaum 100 km östlich von Wien.

Die Venezianer befürchteten, dass die Türken eines Tages aus Kroatien über Istrien bis in ihr Festlandterritorium, die Terraferma, vordringen und ebenso wie Wien auch Venedig bedrohen könnten. Davor sollte Palmanova bewahren. Im Hintergrund spielte aber auch der Gedanke mit, dass diese Festung, wenn die Bedrohung durch die Türken erst einmal vorbei sein würde, auch österreichischen Ausbreitungsgelüsten Einhalt gebieten könnte.

Auch auf dem Meer drohte von den Türken Gefahr: Papst Pius V. gelang es, die sonst meist gegenläufigen Interessen des habsburgischen Spanien sowie Venedigs und Genuas zu überbrücken und diese christlichen Mächte zur Ausstattung einer gemeinsamen Kriegsflotte zu bewegen. Die so entstandene „Heilige Liga“ besiegte am 7. Oktober 1571 unter dem Kommando des 26-jährigen Don Juan d‘Austria, einem unehelichen Sohn des habsburgischen Kaisers Karl V., bei Lepanto im Golf von Patras die zahlenmäßig überlegene türkische Flotte. Der Tag von Lepanto sollte daher die Botschaft der siegreichen Verteidigung Venedigs auch zu Lande – mit Hilfe von Palmanova – ausstrahlen.

Dass Palmanova für Venedig auch gegen die österreichischen Habsburger nützlich sein könnte, ergab sich nicht nur aus der Abtrünnigkeit Triests, sondern auch aus der toleranten Haltung der Habsburger gegenüber den seeräuberischen Uskoken, die aus Bosnien vor den Osmanen geflüchtet waren und vornehmlich vom habsburgischen (ungarisch-kroatischen) Senj aus die reich beladenen venezianischen Frachtschiffe und gelegentlich auch türkische Schiffe angriffen. Das wollten die Venezianer nicht ewig so hinnehmen und griffen 1615 von Palmanova aus die habsburgische Festung Gradisca am Isonzo an. Natürlich könnte dabei auch die Hoffnung mitgespielt haben, mit diesem Streich auch wieder Triest und dessen Salzproduktion unter venezianische Kontrolle bringen zu können.

Gradisca links der Palazzo Torriani 2008 Vor der habsburgischen Zeit Ende - фото 4Gradisca, links der Palazzo Torriani (2008)

Vor der habsburgischen Zeit, Ende des 15. Jahrhunderts, war Gradisca von den Venezianern selbst als Festung gegen die Türken ausgebaut worden. Am Festungsbau soll sogar Leonardo da Vinci mitgewirkt haben. Nun widerstand Gradisca als habsburgisches Bollwerk dem Ansturm der Venezianer. Allerdings musste sich der Erzherzog von Österreich, der dann als Ferdinand II. auch Kaiser wurde, zwei Jahre später im Frieden von Madrid verpflichten, die Uskoken aus Senj abzusiedeln. Venedig hatte damit wohl noch einmal seine Souveränität in der Adria gewahrt, gleichzeitig aber seine Hoffnungen auf die Wiedergewinnung von Triest endgültig begraben und noch dazu den türkischen Schiffen das Vordringen in der Adria erleichtert.

Während Palmanova auf venezianischem bzw. ab 1866 auf italienischem Territorium lag, gehörte das knappe zehn Kilometer weiter südlich davon auf dem Weg nach Grado gelegene Cervignano zum österreichischen Küstenland. Zwischen Cervignano und dem Ufer der Lagune von Grado passiert man noch das heute unscheinbare Dorf Aquileia. Die Straße führt hier brutal über das Forum einer der ehemals größten römischen Städte mit rund 100.000 Einwohnern zur Zeit des Kaisers Augustus. Es lohnt sich, die römischen Ausgrabungen und die Basilika aus dem 11. Jahrhundert zu besichtigen, die seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Römische Hafenanlage vor dem Campanile von Aquileia 1968 Aquileia wurde von - фото 5

Römische Hafenanlage vor dem Campanile von Aquileia (1968)

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