Zu sagen, dass der Sub das Letzte war, was Jenson erwartet hatte, war eine Untertreibung epischen Ausmaßes.
Zuerst war da ein Blitz von Ärger wegen seines Autos – es war ganz neu. Er hatte es kaum zwei Wochen gehabt. Aber als der Fahrer aus dem anderen Fahrzeug nicht herauskam, hatte Sorge eingesetzt. Und als Jenson zur Vorderseite des Autos gelaufen war und die Panikattacke sah, die der Junge hatte, hatte sein Instinkt übernommen.
Er zog sein Glas am Stiel zu sich heran und beobachtete, wie die Flüssigkeit schwankte. „Ich weiß es nicht“, gab er zu. „Es gibt keine Garantie, dass er wirklich ein Sub ist.“
Ben hob eine Augenbraue. „Ich hacke meinen rechten Arm ab, wenn er es nicht ist. Du hast ihm nur das kleinste bisschen Freundlichkeit gezeigt und es gab eine Explosion. Bumm. Überall Emotionen. Ein totaler Meltdown. Das ist ein ernsthaft vernachlässigter Sub.“
Dylan lächelte, grub sein Gesicht in Bens braune Haare und drückte einen Kuss auf seinen Kopf. Er rieb seine Wange an ihm und schmiegte sich an ihn.
„Ich stimme Ben zu. Er bringt was bei mir zum Klingeln, und ich kann verdammt gut sehen, dass er dasselbe mit deinen macht.“
Jenson zuckte mit den Schultern und neigte seinen Kopf in stummem Einverständnis. Er konnte es nicht abstreiten.
„Cleo?“
„Oh, mehr Sub geht gar nicht. Es strahlt von ihm aus. Du sagst ihm, was er tun soll, und die Spannung fließt aus seinem Körper raus.“ Sie nahm einen langsamen Schluck von ihrem Wein. „Aber er weiß nicht, warum. Ich meine, ich schätze, er hat es wahrscheinlich noch nicht bemerkt. Also gibt es hier einen sehr grauen Bereich, in dem wir vorgehen.“
Sie hatte seine Gedanken perfekt in Worte gefasst.
„Ich stimme zu. Es gibt eine Grenze dazwischen, ihm zu helfen und ihn auszunutzen. Ich habe mir heute Abend nicht viel dabei gedacht – ich folgte meinem Instinkt, um ihn so schnell und sicher wie möglich zu beruhigen. Aber was machen wir mit ihm in Zukunft? Ist das wirklich unsere Angelegenheit?“
Ben war absolut ungläubig. „Ja!“
Dylan drückte ihn. „Ben …“
Ben drehte sich in seinem Griff und wandte sich Jenson zu. „Wenn wir einen wie uns in Not finden, ob sie es wissen oder nicht, helfen wir ihnen. Wir klären sie auf. Du kannst ihn nicht einfach schlafen lassen und ihn dann mit einem Es ist okay, mach dir keine Sorgen wieder nach draußen schicken! Das ist Blödsinn!“
„Ben!“ Dylans Stimme war scharf.
„Es tut mir leid, Sir“, sagte Ben. „Ich hätte nicht verfluchen sollen.“ Sein Adamsapfel zuckte, als er hart schluckte. „Aber ich bleibe bei meiner Meinung. Wir haben die Pflicht, ihm zu helfen. Er ist in unsere Arme gefallen. Es ist Schicksal.“
Jenson glaubte nicht an das Schicksal, aber er wusste, dass es ein wichtiges Konzept für Ben war, sodass er es nicht in den Dreck ziehen wollte. Er trommelte mit seinen Fingern auf die Arbeitsplatte und dachte an Mitchell. Er hatte den Jungen auf der Couch gelassen und eine der kuscheligen Decken, die Ben und Dylan besaßen, über ihn gelegt, um ihn warmzuhalten. Mitchell hatte sich darunter zu einem Ball zusammengerollt, seine Finger hatten sich in den Stoff gegraben, aber er war nicht aufgewacht. Da waren dunkle Ringe unter seinen Augen, und er zuckte im Schlaf. Unruhig. Jenson hatte dem Drang widerstehen müssen, seine kupferroten Locken aus seinem Gesicht zu entfernen und glattzustreichen.
„In Ordnung“, sagte er zu Ben. „Was genau, glaubst du, sollten wir tun?“
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