Ria Klug - Rotverschiebung

Здесь есть возможность читать онлайн «Ria Klug - Rotverschiebung» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Rotverschiebung: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Rotverschiebung»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der vier Bände umfassende Gesamtausgabe «Rotverschiebung» beginnt in Brasilien, wo die Transfrau Nel Arta auf kriminelle Machenschaften stößt, während sie sich in einer Anpassungs-OP unterziehen wollte. Ein deutscher Honorarkonsul ist darin verstrickt.
Mehr als einmal kann sie nur knapp ihrem Kopf aus der Schlinge ziehen.
Zurück in Deutschland kann sie ihre Verstrickungen nicht loswerden und gerät immer wieder in Konflikt mit der Polizei. Sie muss lernen ihren Jähzorn zu zügeln, Konflikte zu vermeiden und zu vertrauen, was ihr sehr schwer fällt.
Im vierten Band sorgt sie in ihrem Heimatort für erheblichen Aufruhr, findet aber auch eine lange vermisste Nähe zu ihrer Mutter wieder.
Im flammenden Finale geht es für sie ums Ganze.
Die Bände «Kleine Betriebsstörung», «Schnicksenpogo» und «Popelige Mauscheleien» sind vor Jahren schon im Print erschienen. In dieser Gesamtausgabe sind sie gründlich überarbeitet und um den vierten, bislang unveröffentlichten Band «Nachts Zündeln», ergänzt worden.

Rotverschiebung — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Rotverschiebung», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Wieder tauchte Alina hinter Nelson auf, diesmal mit einer Wasserflasche. Sie schüttete ihm eine ordentliche Portion über die Birne.

Der Schleier in seinem Blick lichtete sich und er ließ mich los. Im Aufrichten wischte er sich die Nässe aus dem Gesicht und leckte mit der Zunge die Tropfen von den Lippen. Ich rutschte sofort auf dem Hosenboden aus seiner Reichweite.

Ricardo gab Nelson eine andere Flasche und machte eine Bemerkung, mit der er Nelson zum Lachen brachte. Die beiden Wasserflaschen stammten aus der Tanke. Sie mussten aus meinen Jackentaschen gekullert sein.

Plötzlich schien alles wie weggeblasen, außer mir waren alle zu Scherzen aufgelegt. Alina half mir hoch. Ich sank sofort auf eine der Betonbänke.

»Wozu dieser Überfall?«, fragte ich sie.

»Du hast es vermasselt. Spinnst du? Nelson hätte es fast erwischt.« Sie spuckte mir die Worte entgegen.

»Aber …«

Sie fuhr mir in die Parade. »Die Prügel hättest du verdient. Ich hab ihn nur gestoppt, weil wir was Wichtigeres vorhaben. Wir haben jetzt aber kein Geld für die Fahrt. Und du bist schuld.«

»Ich hab doch Geld«, sagte ich schnell.

»Wieviel?«

Ich holte die Knete raus. Immerhin konnte ich zweihundert Reais auf Alinas ausgestreckte Hand blättern. Ein bisschen Taschengeld besaß ich dann immer noch. Alina zeigte Ricardo und Nelson die Scheine.

Damit war ich entlastet. Zumindest bis auf Weiteres. Ich war mir bloß nicht mehr sicher, ob die Fahrt mit dieser Bande eine gute Idee gewesen war.

»Keinen Raubüberfall mehr?«, fragte ich.

Es dauerte, bis alle es verstanden hatten. Sie lachten. Auch Ricardo, obwohl er mich verachtete, das spürte ich deutlich.

Nelson holte die Pfeife heraus und ließ sie rumgehen. Dann drängte er zum Aufbruch.

Nach einer Weile glaubte ich die Strecke wieder zu erkennen. Die geschundene Landschaft mit den schmutzigen Betonbauten, der Müll, der Dieselgestank. Kaum zu glauben, dass es erst vier Tage her war, seit ich dort lang gekommen war.

Später zeigte sich sogar die Sonne und brannte uns auf den Pelz. Unter dem blauen Himmel mit den Schleierwolken wirkte alles viel malerischer. Für Momente war mir, als wäre ich mit einer Jugendgruppe in die Ferien gefahren.

Wir hielten unterwegs einmal an einer Tankstelle an. Da sah ich Ricardo zum ersten Mal ohne Helm. Er wirkte sehnig und hager und war sicher jünger als er erschien. Die Art, wie er mich musterte kotzte mich an.

Als wir Sorocaba erreichten, stoppten wir bei einem Schnellimbiss an der Ausfallstraße. Das Essen bestand aus Burgern, Cola und Süßkram. Zum Verdauungskaffee zog Nelson eine Karte aus der Tasche. Die sah ungebraucht aus, wie eine von der Tankstelle unterwegs. Allerdings hatte ich nicht gesehen, dass er sie gekauft hätte.

Nelson breitete die Karte aus und suchte die Straße.

»Wer von euch geht mit rein?«, fragte ich.

»Wir gehen nicht rein«, sagte Alina, »wir warten, bis der Arzt rauskommt. Dann werden wir ihn fragen.«

»Aber wieso? Das kann ewig dauern. Außerdem ist die Knete im Tresor.«

Alina stöhnte ungehalten. »Das sind Organhändler. Wir können nicht einfach da reingehen. Die killen uns. Oder lassen uns von den Bullen hopsnehmen. Warte ab, Ricardo und Nelson machen das schon.«

Weitere Fragen und Einwände ignorierte sie.

Eine knappe halbe Stunde später hielten wir schräg gegenüber der Klinik im Schatten eines Alleebaumes.

Nach kurzer Absprache, von der ich mal wieder nichts verstand, joggte Alina über die Straße und verschwand in der Eingangstür.

»He, was soll das? Das kann sie nicht alleine machen. Ich glaube ihr spinnt«, sagte ich und wollte hinterher.

Ricardo hielt mich fest. Mir zog es dabei die Jacke von der Schulter. Das Top verrutschte und entblößte meinen Busen. Er zerrte mich zu sich, sagte irgendwas und betrachtete grinsend, wie ich meine Klamotten richtete. Als ich fertig war, schubste er mich zu Nelson. Der streckte den Arm aus, damit ich nicht erneut auf die Straße rannte. Wenigstens berührte er mich nicht.

Ein paar Minuten später verließ Alina das Gebäude und überquerte die Straße. Sie gesellte sich zufrieden grinsend zu uns.

»Benz, cinzento« 2424, sagte sie. Jetzt verstand ich. Sie hatte mit einem Trick rausbekommen, welchen Wagen Cavalcani fuhr.

Ganz nahe fanden wir eine Kneipe, in der wir uns die Zeit vertreiben konnten. Bis auf Alina, sie schlenderte zurück zur Klinik und hielt Wache.

Wir besetzten den abgenutzten Billardtisch mit den krummen Queues. Nelson musste mich ständig erinnern, wenn ich mit dem Stoß dran war. Ricardo beachtete mich fast überhaupt nicht.

Später saßen wir draußen, es war angenehm lau, ein rötliches Abendlicht floss über die Baumkronen.

Wir zuckten alle zusammen, als Ricardos Handy klingelte. Er sprach ein paar Worte, während wir uns hastig die Jacken überzogen und die Helme schnappten. Nelson und Ricardo saßen auf, dabei schauten sie gebannt dem Verkehr entgegen.

Ich sollte am Straßenrand warten.

Höchstens eine Minute später rollte ein grauer Benz vorbei. Die Männer klemmten sich sofort dahinter. Dann fuhr Alina vor. Sie hielt kurz an und ließ mich aufsteigen. Als ich saß, brauste sie los und überholte den Benz anschließend langsam. An der nächsten Ampel standen wir neben ihm.

Alina drehte sich um und blickte mich fragend an. Ich nickte. Der Typ, der das Steuer in Altherrenmanier oben gepackt hatte und mit spitzem Mund nach vorne starrte, war Cavalcani.

Ganz ruhig ließ sich Alina wieder zurückfallen. Nelson und Ricardo blieben dicht hinter dem Arzt.

Es war noch hell genug, um den Benz gut verfolgen zu können. Solange wir im Stadtverkehr fuhren, waren wir völlig unauffällig, so viele Zweiräder schwärmten durch die Straßen.

Nach etwa einer Viertelstunde bog der Benz in eine ruhige Wohnstraße am Stadtrand ein. Alina stoppte an der Ecke und zückte ihr Telefon.

Eine weitere Viertelstunde verging, bevor es klingelte. Alina sprach kurz. Dann warf sie die Maschine wieder an und wir tuckerten gemächlich an dicht bewachsenen Grundstücken mit stabilen Toren und hohen Einfriedungen entlang. Die Häuser versteckten sich so gut, dass kaum ein Lichtschein von ihnen zur Straße drang. Die Bebauung endete, danach kam links ein Brachgrundstück in Sicht. Einige große Erdhaufen waren dort aufgeworfen, zu denen eine tief ausgefahrene Lastwagenspur führte.

Noch auf der Straße stellte Alina den Motor ab, dann rollten und schoben wir die Kiste durch die Fahrspur hinter die erste Aufschüttung.

Inzwischen war es völlig dunkel geworden. Ricardo und Nelson warteten auf uns. Ricardo zeigte nach links, Richtung Häuser und erzählte etwas im Flüsterton, wobei er mit den Armen große Bögen beschrieb.

Dann schlug Ricardo die Richtung ein, in die er gedeutet hatte. Alina packte mich am Arm und zog mich mit. Wir stolperten durch das unebene Gelände.

Außerhalb der Straßenbeleuchtung wurde es stockfinster, selbst nachdem sich die Augen ans Dunkel gewöhnt hatten. Am Ende der Brache stießen wir auf dichten Bewuchs. Ich hatte einiges über Schlangen im Gelände gehört. Ricardo zögerte jedoch nicht, sondern wühlte sich ins Unterholz.

Ich ging zwar am Ende in einer andeutungsweise getrampelten Spur, hatte aber Angst abgehängt zu werden. Immer wieder schnellten Äste zurück und zischten mir um die Ohren. Junge Büsche schlugen mir in den Schritt, wenn ich zu dicht zu Alina aufschloss. Ständig wischte ich mir echte oder eingebildete Spinnenweben vom Kopf. In meinem Oberschenkel pochte der Schmerz.

Die Schinderei bergauf nahm kein Ende. Schließlich rannte ich in Alina. Sie war stehen geblieben.

Ein Zaun auf einem gerodeten Streifen versperrte uns den Weg. Er war ungefähr einsfünfzig hoch und versuchte den Zutritt mit mehreren schlappen Reihen Stacheldraht zu verwehren. Wir zogen zwei davon auseinander und stiegen durch.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Rotverschiebung»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Rotverschiebung» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Rotverschiebung»

Обсуждение, отзывы о книге «Rotverschiebung» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.