Malte Goosmann - Verscharrt auf Wangerooge

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Verscharrt auf Wangerooge: краткое содержание, описание и аннотация

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Der aus disziplinarischen Gründen auf die Nordseeinsel Wangerooge versetzte Kommissar Petersen steht vor seinem zweiten Fall. Bei Sandauffahrmaßnahmen am Strand der Insel wird die Leiche eines Marinehelfers aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Handelt es sich um ein Opfer von Kriegshandlungen oder steckt etwas anderes hinter dem Tod des jungen Mannes? Schritt für Schritt entwirrt Petersen ein Geflecht von Lügen und Intrigen, die bis in die Gegenwart reichen. Die Ermittlungen in diesem Fall führen weit über die Insel hinaus bis in seine Heimatstadt Bremen. Unvermittelt gerät Petersen selbst in allergrößte Gefahr. Wird es tatsächlich bei einem Toten bleiben und wird er seine ehemalige Kollegin Mona wiedersehen, mit der ihn sehr viel mehr verband als nur Kollegialität?
Für Spannung ist gesorgt.
Geschickt verbindet der Autor die Geschichte der Marinehelfer, die im 2. Weltkrieg auf der Nordseeinsel bei der Luftverteidigung eingesetzt waren, mit aktuellen Geschehnissen auf Wangerooge. Wie auch im ersten Roman gibt es wieder humorvolle Einblicke in das Kneipenleben der Insel und in das Inselmilieu.

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Es klingelte an der Außentür des Reviers, Petersen hatte schon abgeschlossen, denn die offizielle Öffnungszeit des Reviers war vorbei. Über die Sprechanlage meldete sich Sönke Meiners, der Leiter des Shantychores. Petersen betätigte den Öffner:

„Moin Sönke, ich hoffe nicht, dass du mir Arbeit bringst?“

„Nee, keine Angst, ich bin privat hier, in sozusagen musikalischer Absicht. Der Shantychor macht mir Sorgen, ständig fehlen Leute und wir finden keinen Nachwuchs mehr. Es kann gut sein, dass das in diesem Jahr unsere letzte Saison wird.“

„Oha, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Du weißt ja, ich bin nicht unbedingt ein Freund dieser Musik, aber irgendwie hat mir das ganze Spaß gemacht, auch weil du die Sache ja moderner aufgezogen hast, wir haben da doch jetzt einen ganz guten Sound reingebracht.“

„Stimmt, vor allem mit deiner Gitarre sind wir rockiger geworden und deshalb will ich einen Plan B mit dir machen. Ich denke, da wir beide ohne Musik als Hobby kaum leben können, dass wir eine kleine Band gründen, die der Insel noch ein bisschen einheizt.“

Petersen grinste:

„Der Vorschlag könnte von mir sein. Ich bin dabei, wenn du genug andere Leute hast und wir uns über das Repertoire verständigen können.“

„Ich hab‘ nichts anderes von dir erwartet. Gib mir noch ein wenig Zeit und dann machen wir einen Termin, okay?“

„Na, klar, ich werd‘ mir auch schon mal ein paar Gedanken machen. Man, wir auf unsere alten Tage, ich glaub‘ es nicht.“

Beide lachten und sehr gut gelaunt verließ Sönke Meiners die Polizeidienststelle.

Petersen schloss nun die Dienststelle ab und begab sich in seine Dienstwohnung, die über der Wache lag. Er hatte in den letzten Monaten die unpersönlich möblierte Wohnung etwas stärker nach seinem Geschmack gestaltet. Neben einem Ole West-Poster mit den Leuchttürmen der deutschen Bucht hatte er ein Konzert-Poster der Rolling Stones von der Voodoo Lounge-Tour 1995 aufgehängt. Auch andere sehr persönliche Gegenstände schmückten jetzt die Wohnung, kein Vergleich mehr mit den ersten Wochen seiner Dienstzeit auf der Insel, als er sich noch innerlich gegen die Versetzung in die Provinz gesperrt hatte und das Ganze als persönliche Niederlage empfunden hatte. Was natürlich nicht fehlen durfte, war das legendäre Portrait von Klaus Störtebeker. Das Interesse an den Seeräubern um Klaus Störtebeker, Godeke Michels und Magister Wigbold verband ihn mit dem Magister aus seiner Stammkneipe dem „Störtebeker“ in Wangerooge. Auch dieser hatte ein Portrait des berühmten Seeräubers in seiner Kneipe hängen. Daneben hing ein Auszug aus einer Chronik über die Seeräuber: „Magister Wygbold, een mester an den seven kunsten.“ Mit diesem Spruch nervte der Magister seine Gäste. Vor allem die allabendliche Knobelrunde heulte auf, wenn der Magister wieder seinen Spruch aufsagte. Mit der Figur eines vermeintlichen akademisch gebildeten Seeräubers identifizierte er sich und bei genügend Jever Pils hielt er sich selbst für diese Figur. Petersen konnte hierüber immer wieder lachen, aber er musste sich die Sprüche des Magisters auch nicht jeden Abend anhören.

Heute Abend, beschloss er, würde er beim Magister mal wieder vorbeischauen. Er hatte nämlich einen interessanten Artikel aus dem Bremer Weser-Kurier zum Thema Piraten ausgeschnitten und wollte ihn dem Magister zeigen.

Als Petersen die Kneipe gegen 20:00 Uhr betrat, war die Knobelei anscheinend zu Ende. Diverse geöffnete Jever Flaschen standen auf dem Tresen. Einige davon waren noch vollständig gefüllt, was darauf hindeutete, dass einige Spieler mit dem Trinken nicht mehr nachkamen, ein sicheres Zeichen dafür, dass das Knobeln sich dem Ende näherte. Der „Schwede“, ein erklärter BVB Fan, dozierte gerade darüber, dass Robert Lewandowski bei den Bayern scheitern würde. Als er Petersen sah, rief er rüber:

„Werder steigt diese Saison ab.“

„So ein Blödsinn“, konterte der Magister, der genauso wie Petersen Werder-Fan war, „eher steigt der HSV ab.“

Nach dem kurzen Fußballgeplänkel wandte sich der Magister Petersen zu:

„Moin, Sheriff, warst lange nicht mehr da, weinst du deiner Mona nach? In unserem Alter hat man doch keinen Liebeskummer mehr?“

Petersen war über diese Anspielung wenig begeistert:

„Hör auf mit dem Scheiß, ich musste nach dem Stress mit dem Fall Dunker mal etwas kürzer treten und die Alkoholquote senken.“

„Nun mach‘ mal halblang, du kannst doch auch Jever-Fun trinken, mach ich doch auch, wenn ich trocken bin.“

„Nee, in die Kneipe gehen und alkoholfreies Bier trinken, das ist nich‘ mein Fall.“

„Wir haben auch schöne Säfte hier, mit vielen Vitaminen drin.“

Brüllendes Gelächter, der Magister konnte sich über seinen eigenen Spruch gar nicht mehr einkriegen. Trocken konterte Petersen mit einem Spruch, der eigentlich das Markenzeichen des Magisters war:

„Wir sind hier nicht auf Sylt!“

„Der war gut Sheriff, du hast bei mir gelernt.“

Petersen kramte jetzt seinen Zeitungsausschnitt aus der Jackentasche und legte ihn auf den Tresen.

„Hier stand im Weser-Kurier, du kennst doch noch Rainer Büsing vom „Stubu“ in Bremen, der will ‘ne neue Kneipe an der Schlachte aufmachen, ‚Hollemanns Keller , soll ‘ne Piratenkneipe werden.“

„Hollemann, wer soll das denn sein?“

Der Magister nahm den Artikel und überflog ihn.

„Ich hab mal bei Schwarzwälder, dem Bremer Historiker, nachgeschlagen. Johann Hollemann war ein Bremer Kaufmann, der tatsächlich im 14. Jhdt. Seeräuberei betrieb. Der soll sogar bei einer Revolution 1358 das Bremer Rathaus besetzt haben. Er ist dann vor seinem Haus, der Hollemannsburg, aufgehängt worden. Diese Geschichte soll ein Grund mit dafür sein, dass Bremen in die Hanse eintreten musste, so schreibt es jedenfalls Schwarzwälder. Und Büsing glaubt nun, dass er im Kellergewölbe unter dem „Paulaner“ in Bremen die Reste des Hollemann-Hauses gefunden hat.“

Der Magister stutzte, zapfte dabei, ohne zu fragen, noch ein Bier für Petersen.

„Das ist eine geniale Geschäftsidee, in so einem Gewölbe einen Piratenkeller zu eröffnen. Warum hatten wir nicht diesen genialen Einfall?“

„Weil dem Büsing der Keller gehört. Du hättest ihn ja auch kaufen können.“

„Dazu musst du aber ein paar Bier mehr trinken, Sheriff.“

Beide steigerten sich jetzt in die Idee der Ausstattung des Piratenkellers. Von der Musik bis zur Kleidung der Bedienung wurde alles besprochen. Petersen nahm noch ein Bier, bevor er zahlte und die Kneipe verließ. Die Nacht war sternenklar, vom Strand her hörte er die Motorengeräusche der Dumper, die den Sand vom Osten der Insel ankarrten. Es war Niedrigwasser, deshalb fuhren die Sandfahrer auch nachts, denn nur bei Ebbe konnte gefahren werden.

2

Jens Rackow freute sich auf seinen Feierabend, der eigentlich kein Abend mehr werden konnte. Sie waren die ganze Nacht durchgefahren. Das Wasser kam nun langsam zurück. Es würde seine letzte Fuhre werden. Die Musik dröhnte durch die beiden großen Kopfhörer in seine Ohren. Es musste immer wieder ACDC sein. Er hatte sich auf seinem Smartphone eine Best Of-Liste zusammengestellt, die er häufig bei seinen Fahrten mit dem Dumper hörte. Ein Fahren ohne Kopfhörer war kaum möglich, denn die Fahrgeräusche dieser gelben Ungetüme waren erheblich. Ein Ohrenschutz war unerlässlich und wurde auch vorgeschrieben. Die meisten Fahrer benutzten ihn auch. Rackow nahm lieber die Musikkopfhörer, um die Fahr- und Vibrationsgeräusche zu übertönen. Er war jetzt an der Ostspitze angekommen. Der Radlader wartete schon mit einer vollen Schaufel auf ihn. Es dauerte knappe 5 Minuten und sein Dumper war mit Sand vollgeladen. Es dämmerte zwar schon, aber alle Scheinwerfer an den Fahrzeugen waren eingeschaltet. Rackow fuhr gerne nachts, da dann in der Regel keine Strandspaziergänger unterwegs waren. Man musste nicht so aufpassen und konnte seinen Träumen nachgehen. Rackow war eigentlich Strandwärter, also Herr über die Strandkörbe. In der Saison kontrollierte er, ob die Gäste auch für ihren Korb bezahlt hatten und musste nach nächtlichen Saufgelagen am Strand Flaschen, Kondome und noch so allerlei andere Dinge einsammeln. Umgestürzte Körbe wurden wieder aufgerichtet und auf die richtige Position gestellt. Rackow freute sich auf die kommende Saison, auf die große Auswahl aus Mädchen, die er von seinem Strandwächterkarren aus beobachten konnte. Die eine oder andere würde er dann im Beach Club, der örtlichen Stranddisco, abschleppen können. Rackow war ein mittelgroßer, blonder, meist braungebrannter Typ und hatte ohne Zweifel einen „Schlag“ bei Frauen.

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