Malte Goosmann - Verscharrt auf Wangerooge

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Verscharrt auf Wangerooge: краткое содержание, описание и аннотация

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Der aus disziplinarischen Gründen auf die Nordseeinsel Wangerooge versetzte Kommissar Petersen steht vor seinem zweiten Fall. Bei Sandauffahrmaßnahmen am Strand der Insel wird die Leiche eines Marinehelfers aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Handelt es sich um ein Opfer von Kriegshandlungen oder steckt etwas anderes hinter dem Tod des jungen Mannes? Schritt für Schritt entwirrt Petersen ein Geflecht von Lügen und Intrigen, die bis in die Gegenwart reichen. Die Ermittlungen in diesem Fall führen weit über die Insel hinaus bis in seine Heimatstadt Bremen. Unvermittelt gerät Petersen selbst in allergrößte Gefahr. Wird es tatsächlich bei einem Toten bleiben und wird er seine ehemalige Kollegin Mona wiedersehen, mit der ihn sehr viel mehr verband als nur Kollegialität?
Für Spannung ist gesorgt.
Geschickt verbindet der Autor die Geschichte der Marinehelfer, die im 2. Weltkrieg auf der Nordseeinsel bei der Luftverteidigung eingesetzt waren, mit aktuellen Geschehnissen auf Wangerooge. Wie auch im ersten Roman gibt es wieder humorvolle Einblicke in das Kneipenleben der Insel und in das Inselmilieu.

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Gerd Fehrensen kam wie Dietrich Reimers aus Bremen. Sein Vater war Polizeibeamter, überzeugter Nationalsozialist, der jetzt bei der Gestapo (Geheime Staatspolizei) in Bremen tätig war. Zu seinem Zuständigkeitsbereich gehörten auch die Lager der Fremdarbeiter auf Wangerooge. Um seinen Sohn vor den ständigen Bombenangriffen auf Bremen zu schützen, brachte er ihn auf Spiekeroog in der Hermann-Lietz-Schule unter. Gerd war mittelgroß, hatte dunkelblonde Haare und einen sehr sportlichen Körperbau. Sein recht freundliches Gesicht wurde durch seine sehr schmalen Lippen etwas beeinträchtigt. Es kam durchaus vor, dass er von einigen Kameraden als „Rasierklingenlippe“ gehänselt wurde. In solchen Situationen konnte er sich auf Dietrich und Meinhard verlassen, die eine solche Verunglimpfung sofort unterbanden und, wenn es sein musste, auch mit körperlicher Gewalt.

Meinhard zog tief an seiner Zigarette: „Habt ihr schon gehört, der Major will für uns zu Ostern 150 Ostereier in den Dünen verstecken lassen?“

„Will der uns veralbern?“, grinste Dietrich, „das ist doch ein Scherz oder?“

„Ruhig Blut“, mischte sich jetzt Gerd ein, „die haben immer noch nicht kapiert, dass wir keine Kinder mehr sind. Aber sie wollen uns halt eine Freude machen, so muss man das seh‘n.“

Dietrich verzog sein Gesicht:

„So soll wohl die Kampfmoral der Truppe gestärkt werden, wo wir jetzt Tag und Nacht ran müssen und die Zahl der feindlichen Flieger ständig zunimmt.“

„Hör auf mit der Schwarzmalerei. Wir haben doch schon ‘ne Menge von diesen Schweinen runtergeholt“, Gerds Stimme wurde schärfer, „gestern wurde ein Vorpostenboot und ein Minensuchboot von mehreren „Mosquitos“ versenkt. Was die bei uns zerstören, das werden wir denen alles heimzahlen!“

Meinhard hob seine rechte Hand: „Lasst es gut sein. Wir brauchen uns doch hier jetzt nicht zu streiten. Bringt sowieso nichts.“

Meinhard stand auf, klopfte sich den Sand aus der Uniform und auch die beiden anderen standen jetzt auf. Langsam trotteten sie zu ihrer Mannschaftsbaracke. Eigentlich hätte jetzt Schulunterricht stattfinden müssen, aber auf Grund der nächtlichen Gefechte, konnte kein Unterricht abgehalten werden, denn die Flakmannschaften brauchten dringend eine Erholungspause. In der Mannschaftsbaracke der Stellung Ost herrschte munteres Treiben. In der Kantine wurde Essen ausgegeben und die jungen Marinehelfer lärmten wie auf einem Schulhof. Die älteren Offiziere hatten sich in eine Ecke der Baracke verzogen, sie fühlten sich genervt, wollten das muntere Treiben der Jugendlichen aber auch nicht unterbinden. Sie wussten, dass jederzeit mit einem neuen Alarm zu rechnen war.

Die Schüler der Hermann-Lietz-Schule galten bei den Offizieren als etwas aufsässiger als ihre Kameraden aus dem Binnenland. Teilweise hielten sie sich nicht an die korrekten Bekleidungsvorschriften, trugen längere Haare und zeigten in Konfliktsituationen schon mal ihre intellektuelle Überlegenheit. Es wurde gemunkelt, dass sie heimlich der amerikanischen Jazz- und- Swing Musik huldigten.

Dietrich Reimers fand zwar auch die amerikanische Musik interessant, aber wenn er heimlich feindliche Sender hörte, dann galt sein Interesse eher den Berichten zur aktuellen Frontlage. Als er eines Abends im Bett Radio Calais hörte, wurde er von Gerd Fehrensen überrascht. Zornig drohte dieser, ihn bei ihren Vorgesetzten zu melden. Wieder war es Meinhard Siems, der beruhigend auf Gerd einwirken konnte. Erst im letzten Monat waren 17 Marinehelfer wegen des Abhörens feindlicher Sender vor das Kriegsgericht gestellt worden. Die meisten von ihnen wurden freigesprochen, nur der vermeintliche Rädelsführer mit dem Namen Ernst Jünger (Sohn des Schriftstellers) wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Die Marine versuchte diese Vorfälle herunterzuspielen, während die Gestapo sicherlich härter durchgreifen würde. Den dreien war klar, dass die meisten älteren Offiziere von dem illegalen Treiben einiger Marinehelfer wussten, aber gnädig darüber hinwegschauten. In ihrem fortgeschrittenen Alter verfolgten sie eher das Ziel, heil aus diesem Krieg herauszukommen. Zudem spielte natürlich die Tatsache eine Rolle, dass Dietrich, Meinhard und Gerd mit die höchsten Abschussquoten aufzuweisen hatten. Niemand wollte dieses erfolgreiche Trio sprengen. Die direkten Vorgesetzten gaben die Erfolge der Jugendlichen häufig als ihre eigenen Erfolge aus.

Für Gerd Fehrensen waren diese, aus seiner Sicht, Nachlässigkeiten ein Grund dafür, dass das Deutsche Reich immer mehr in die Defensive gedrängt wurde. Das ein oder das andere Mal spielte er mit dem Gedanken, seinem Vater, dem Gestapo-Beamten aus Bremen, von diesen Schlampereien bei der Marine zu berichten. Er war sich jedoch unsicher, ob die Gestapo einen Zugriff auf die Marine hatte. Die Gestapo Bremen war lediglich für die Arbeits- und Erziehungslager auf Wangerooge zuständig. Die Rivalitäten beider Institutionen hatten sich schon bei dem Prozess gegen jene 17 Marinehelfer gezeigt.

Am Abend des 21.03.1945 hofften die Flakbesatzungen auf Wangerooge noch eine ruhige Nacht zu verleben. Der große Teil der Marinehelfer versuchte zu schlafen, einige spielten Karten oder lasen noch einmal in den Briefen ihrer Eltern. Vor der Batteriebaracke spielte ein Marinehelfer mit der Gitarre Lieder von den Comedian Harmonists, die in der Nazizeit nicht mehr auftreten durften. Niemand kümmerte sich aber darum, dass diese sehr erfolgreiche Musik der 20-er Jahre eigentlich nicht mehr gespielt werden durfte. Selbst Gerd Fehrensen fand es nicht weiter verwerflich beim Lied vom „kleinen grünen Kaktus“ mit zu summen. Diese vermeintlich friedliche Ruhe war trügerisch, so wie fast in jeder Nacht. Gegen 23:30 Uhr wurde Alarm gegeben. Von den Funkmessstationen wurden Flugbewegungen gemeldet. Die Batteriebesatzungen, die keinen Bereitschaftsdienst hatten, hetzten zu ihren Stellungen. Vereinzelt zeigten sich einige Flieger am Himmel. Die Suchscheinwerfer hatten sie erfasst. Augenscheinlich waren es Aufklärungsflugzeuge, die in Richtung Bremen flogen. Ein Feuerbefehl wurde nicht erteilt. Einzelne Maschinen durften wegen der Munitionsknappheit nicht beschossen werden. Meinhard, Dietrich und Gerd saßen in ihrer Stellung und waren sichtlich frustriert. Sie hatten eine Maschine klar erfasst, doch sie durften nicht handeln. Laut schimpfte Gerd:

„So kann man ja keinen Krieg gewinnen, wenn man nicht einmal die eigenen Waffen einsetzen darf.“

Dietrich biss sich auf die Lippen. Er wollte jetzt nicht noch Öl ins Feuer gießen. Für seinen Geschmack waren diese Äußerungen aus Gerds Mund, dem überzeugten Nazi, schon fast wehrkraftzersetzend. Zweifelte Gerd am Endsieg? Aber auch er musste sich eingestehen, dass er wegen des ausgebliebenen Feuerbefehls enttäuscht war. Bis zum Morgen passierte nichts. Die Mannschaften dösten vor sich hin. Der Alarm hatte aber weiter Bestand, denn die nächtlichen Aufklärungsflüge verhießen nichts Gutes. Die Erfahrung zeigte, dass vereinzelten Aufklärungsflügen meist ein großer Angriff folgte.

Um 10:35 Uhr wurden sie aufgeschreckt. Die Informationen waren eindeutig. Ein großer feindlicher Verband bewegte sich in Richtung deutsche Nordseeküste. 70 bis 80 Flugzeuge wurden ausgemacht: Überwiegend amerikanische „Fortress“ Bomber, die von Jagdflugzeugen des Typs „Mustang“ und „Thunderboldt“ begleitet wurden. Ihr Kurs war klar: Bremen. Die Feuerfreigabe wurde schnell erteilt, doch nur ein Bomber wurde getroffen. Gefechtspause. Allen war klar, dass der Verband wieder zurückfliegen musste. Die Munition wurde nachgeladen, dann Zigarettenpause. Gegen 11:45 Uhr hörte man schon von weitem das Dröhnen der Motoren. Die Flakbesatzungen ließen die Maschinen kommen, bis sie in ihrer Reichweite waren. Es wurde Befehl für Vernichtungsfeuer gegeben, hunderte von Granaten abgefeuert. 6 Maschinen werden getroffen. Mit bloßem Auge beobachten Meinhard, Dietrich und Gerd, wie direkt über Schillig ein Besatzungsmitglied aus einer getroffenen „Fortress“ ausstieg. Durch den starken Nordwind wurde er mit seinem Fallschirm in Richtung Watt, Höhe Strandbake, abgetrieben. Auf ihrem Leitstand läutete das Telefon. Heinz Behnken nahm ab, er nickte zweimal, dann ertönte kurz und knapp: „Zu Befehl Herr Major!“ Behnken wandte sich an die drei Marinehelfer:

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