Simon Krappmann - Die Kaputten

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Steffen hat sich umgebracht. Was bleibt, sind drei kaputte Freunde: die einäugige Einzelgängerin Frigga, der introvertierte Thomas und die lebenshungrige Jana. Um Abschied zu nehmen, reisen sie mit Steffens Asche in einer Kaffeedose nach Schottland. Auf ihrer Wanderung müssen sie sich den Abgründen der Vergangenheit stellen. Ihr Trip handelt von Zusammenhalt, Sartre, Whisky, Astrophysik und dem wunderbaren Irrsinn der Existenz.
Eine Hommage an alle Kaputten dieser Welt.
"Was bei all der Freiheit noch im Verborgenen liegt: Insgeheim hat Frigga nicht vor, jemals in ihre alte Welt zurückzugehen. Ihr Schlusssatz auf dem Friedhof war nicht nur eine Floskel. Am liebsten würde sie nicht einmal von Schottland wiederkehren. In Steffens Begleitung ist sie bereit, alle Optionen aufs Spiel zu setzen."

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Die Kellnerin kommt mit dem Weizen vorbei. Als sie geht, taucht ein Gast mit rotem Lockenkopf und kurvenreicher Figur in den Nikotinnebel ein. Jana ist mit zweiundzwanzig Jahren die Jüngste im Bund. Sie gesellt sich zu Frigga auf die Eckbank. Nun sind sie wieder beisammen: drei Freunde, die auf eine Schule gingen, miteinander büffelten, feierten, diskutierten, litten und sich zuletzt viel zu selten trafen. Drei Freunde, von denen jeder ein wenig speziell ist, jeder auf seine Weise merkwürdig, nicht zu viel, nur ein bisschen. Man kann sagen: Jeder von ihnen ist ein wenig kaputt. An diesem Tag sogar sehr.

»Schade, dass es draußen so ungemütlich ist«, seufzt Jana. »Es regnet echt den ganzen Sommer durch.«

Frigga: »Regen passt doch zu heute.« Sie zündet sich die nächste Zigarette an.

Jana: »Was hab’ ich verpasst?«

Frigga: »Übers Wetter waren wir hinaus. Es ging darum, wo sich Steffen umgebracht hat.«

Jana: »Puh, das nenn’ ich direkt. Daran muss ich mich erst wieder gewöhnen.«

Frigga: »Hat sich die Friedhofsgesellschaft wieder eingekriegt?«

Jana: »Einerseits ja, andererseits haben sie nach der Beisetzung noch lange geredet. Fabio hast du’s gegeben, so viel steht fest. Wie in der Schule.«

Frigga: »Laotse sagt, ›wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr‹.«

Jana: »Laotse wäre stolz auf dich. Und Thomas, wie geht’s dir jetzt?«

Thomas: »Besser als vor ’ner Woche.«

Jana: »Hast du den Abschiedsbrief gefunden?«

Thomas: »Nein, nicht den richtigen. Ich hab’ nur einen Zettel bei Steffen entdeckt.« Er pausiert.

Jana: »Was stand denn drauf?«

Thomas: »Nichts Sinnstiftendes. Nur ›Meine Wahl, bitte respektieren‹.«

Frigga: »Klingt nach Steffen.«

Jana: »Und woher kommt dann die Info mit den Bildern?«

Frigga: »Von Nina. Scheiße, die wird nie wieder ein Wort mit mir reden!« Sie trinkt einen großen Schluck Weizen und rückt mit der zittrigen Hand, die nicht die Zigarette hält, ihre Augenklappe zurecht.

Jana: »Ist schon gut, ist dir halt nahegegangen.«

Frigga: »Er war doch keiner dieser Gutbürgerlichen! Er hat mehr verdient, als zur Schau gestellt und in die Konformisten-Erde abgeseilt zu werden. Er war Steffen! Wir sollten seine Asche ausbuddeln und ins Meer streuen.«

Thomas und Jana sehen sich an. Was sie da hören, klingt nach einem charakteristischen Frigga-Hirngespinst: überdreht, unangepasst, illegal und irgendwie ...

Jana: »Kitschig, nicht? Warum ins Meer? Und wo? An der traumhaften Steilküste von Cornwall, wo die Geschichten von Rosamunde Pilcher spielen?«

Frigga: »Darauf hab’ ich exakt zwei Antworten: Delfine und Schottland. Du warst mit Cornwall schon nah dran.«

Thomas: »Gibt’s bei Schottland Delfine?«

Frigga: »Keine Ahnung, ob’s da Delfine gibt, vermutlich. Was ich aber sehr wohl weiß, ist, dass Steffen vor dem ganzen Physikfanatismus ursprünglich Delfinforscher werden wollte. Meeresbiologe heißt das eigentlich, aber er meinte, er hätte als Kind immer Delfinforscher gesagt. Er kannte alle Delfinarten und mochte die Viecher, weil sie angeblich so klug sind, klüger als die meisten Menschen, wie er fand. Das Meer ist also der richtige Ort für ihn. Und zu Schottland zeig’ ich euch was.« Sie kramt in ihrer Handtasche. Zum Vorschein kommt ein Bild von einer grünen, felsigen Landzunge. »Dieses Foto war als Lesezeichen in dem Nietzsche-Buch, das mir Steffen mal geliehen hat und das ich ihm nie zurückgegeben hab’. Heute Morgen hab’ ich darin geblättert, wobei das Foto rausgefallen ist. Ich glaub’ zwar nicht an Zeichen, aber wenn, dann muss das eines sein. Hier auf der Rückseite steht ›Rubha nam Brathairean‹. Meine Recherche hat ergeben, dass das aus dem Gälischen kommt, im Englischen ›The Brother’s Point‹ heißt und ein Ort auf der schottischen Insel Skye im Atlantik ist. Alles klar?«

Jana: »War Steffen mal dort, oder wollte er da hin?«

Frigga: »Keine Ahnung, ehrlich gesagt.«

Thomas: »Und du hast nicht recherchiert, ob’s da Delfine gibt?«

Frigga: »Nein, das werden wir ja sehen, wenn wir dort sind, oder auch nicht sehen. Ist sekundär.«

Jana: »Wenn wir dort sind? Du willst das wirklich machen?«

Frigga: »Logisch! Für Steffen. Mit euch. Kommt, das wird unsere Abschiedstour!«

Jana: »Ich brauch’ Alkohol.«

Schwer schluckend geht Jana an die Bar im Vorderraum und bestellt einen Zombie. Beim Warten fragt sie sich, ob ihre Freundin noch in psychologischer Behandlung ist oder ob sie dafür sorgen soll, dass das schnellstmöglich wieder passiert. Zugleich findet sie auf irritierende Weise Gefallen an der Idee.

»Warum heißt das ›The Brother’s Point‹?«, fragt sie, während sie sich zurück an den Tisch setzt. Damit öffnet sie Friggas Reiseabsichten Tür und Tor.

Frigga: »Das weiß man nicht genau. Vielleicht stand dort mal ein Mönchskloster.«

Jana: »Du willst an einen christlich geprägten Ort reisen?«

Frigga: »Es könnten auch zwei Gauner gewesen sein, die Brüder waren und sich da versteckt haben. Egal, ich will nur jemandem seine Freiheit zurückgeben, der auf Freiheit immer höchsten Wert gelegt hat. Der für mich wie ein Bruder war. Für euch doch auch, prost!«

Thomas: »Auf ›Braveheart‹ und die Freiheit!«

Jana: »Ihr spinnt, prost!«

Sie trinken, schweigen, denken nach. Schottland also. Eine Reise. Zu dritt. Mit Asche.

Jana: »Wie stellst du dir den Trip vor?«

Frigga: »Weiß nicht. Ich dachte, wir könnten noch die Gegend erkunden, wenn wir schon da sind. Eine Wanderung durch die Highlands, mit Skye als krönendem Abschluss. Dramaturgisch wäre das perfekt.«

Jana: »Für ›weiß nicht‹ klingt das schon recht durchdacht. Soweit ich gehört hab’, soll der West Highland Way toll sein, aber da bräuchten wir Zeit, mit Skye mindestens zehn Tage, eher zwei Wochen. Und wenn wir schon da sind, will ich unbedingt nach Edinburgh. Geht das noch in deine Dramaturgie rein?«

Frigga: »Klar, solange ihr mitmacht. Dann haben wir endlich Abstand von der ganzen Kacke hier. Selbst das Wetter kann nicht beschissener sein als bei uns in diesem Sommer.«

Thomas: »Klingt ja gut, aber bei mir fangen in knapp drei Wochen die Semestervorbereitungen mit ersten Präsenzterminen an.«

Frigga: »Dann müssen wir sofort handeln! Morgen packen, übermorgen ins Flugzeug. Jana, kann uns Christine ’nen Flug verschaffen?«

Jana: »Kann ich nicht versprechen. Und was ist mit dir? Hast du Urlaub, oder kriegst du so kurzfristig welchen?«

Frigga: »Nö, nicht bei den Bürokraten im Archiv. Ich lass mich einfach krankschreiben. Augenjucken, Kopfschmerzen, Übelkeit und diffuser Stress. Zwei bis drei Wochen sind kein Problem, auf meine Ärztin ist Verlass.«

Jana: »Du durchtriebenes Stück.« Jana grinst.

Frigga: »Sagt die Richtige.« Frigga grinst zurück.

Jana: »Also zwei Wochen durch Schottland wandern, plus An- und Abreise. Thomas, passt das für deine Semestervorbereitungen?«

Thomas: »Passt.«

Jana: »Dann müssen wir morgen echt viel planen und Rucksäcke packen. Ich hoffe, dass uns meine Mutter so kurzfristig bei der Orga hilft. Das wird ein Ritt.«

Frigga: »Und nachts noch auf den Friedhof.«

Jana: »Ohne mich!«

Frigga: »Ach komm, ein bisschen buddeln, wie damals im Sandkasten.«

Jana: »Du bist tatsächlich ein Goth. Nein, echt jetzt, das ist eine Straftat. Wir können doch ohne Gefängnisrisiko verreisen, oder würde das deine Dramaturgie zerstören?«

Frigga: »Leider ja. No risk, no Steffen, no fun.«

Jana: »Das Grab ist frisch geschmückt.«

Frigga: »Macht kaputt, was euch kaputtmacht! Ich versprech’ dir aber, dass ich sehr pietätvoll vorgehen und keine Spuren hinterlassen werde. Bei meinem linken Augenlicht!«

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