Dirk Prüter - Einmal Formentera, immer Formentera?

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Einmal Formentera, immer Formentera?: краткое содержание, описание и аннотация

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Leben im Paradies? Wer wünscht sich das nicht. Dirk Prüter entdeckt für sich einen solchen Flecken Erde. Der Ort seiner Sehnsüchte? Formentera. Ibizas kleine Schwester. Die Insel im westlichen Mittelmeer lockt mit karibischen Stränden, kultigen Bars und Restaurants sowie dem Gefühl, die Uhren ticken dort langsamer. Wie viele seiner Leidensgenossen bewundert der Wahlkölner all jene, die eines Tages das Ticket für die Rückreise verbrannten. Eine Bleibe am Ort der Begierde sein Eigen nennen zu dürfen? Ein Traum. Das Schicksal meint es gut mit ihm. Nach einigen Jahren zieht er das große Los. Ein Hirngespinst wird Wirklichkeit. Der Beginn eines Aussteigerdaseins? Irgendwie schon – doch wie so häufig im Leben: Manches kommt anders als gedacht.
Eine Sammlung von Anekdoten, Erlebnissen und Eindrücken zum Schmunzeln, Mitleiden, Nachdenken und Träumen.

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Wenige Stunden später legen wir die Strecke zurück. Bei einer ruhigen Überfahrt nach Ibiza gibt es nicht den geringsten Anlass, sich die letzten Happen nochmals durch den Kopf gehen zu lassen. Voller Sehnsucht blicken wir zurück auf die Orte, von denen wir Tage zuvor die Perspektive in anderer Richtung genossen: den schmalen Strand östlich des Hafens, von dem aus wir erstmals in das westliche Mittelmeer eintauchten, die Salzmühle, in der wir die Allioli kennen lernten, den Illetas, den Strand, an dem Otto schneller auf das offene Meer trieb als wir dem entsprechend beschrifteten Wasserball folgen konnten, auf die Inselspitze im Norden, an der Formentera nur wenige Meter breit ist und von wo aus wir nach Espalmador stiefelten und ein Schlammbad nahmen. Zwar wurde bereits 1986 davor gewarnt, dass zum unbewohnten Nachbareiland hinüber gefährliche Unterströmungen herrschen könnten, doch als wir durch die Fluten stapften, waren wir nicht allein. Außerdem war der Matschpfuhl eine Empfehlung Miss Neckermanns.

Mit dem Wind in den Haaren und der salzigen Luft in der Nase stehen uns die Tränen in den Augen. Es war eine schöne Zeit. Der Abschied ist ein bisschen wie sterben. Könnte das alles nicht endlos so weiter gehen? Erste Worte unseres Begrüßungskomitees am Pool schwirren uns durch den Kopf.

„Uns sehen die hier nicht wieder.“

Wir müssen schmunzeln. Uns schon. Wir sind uns so gut wie sicher. Ist nur die Frage: Wann …

***

Wiederholungstäter

1990

Vier Jahre vergehen. Das Studium ist mittlerweile beendet und trägt Früchte, Ute und ich sind verheiratet, Rüdiger und Birgit ebenso, letztere zudem Eltern. Zwischenzeitliche Urlaube auf Cran Canaria sowie Flitterwochen auf Lanzarote waren nett, führten uns jedoch trotz Kilometer weiter Dünenlandschaften, Gebirgen und Feuerbergen vor Augen, was wir an Formentera schätzen: die Balearen sind gegenüber den Kanaren von Deutschland aus in der Hälfte der Zeit erreichbar, die Orte sind keine reinen Ansammlungen von Bettenburgen, das Eiland ist beschaulicher.

Dem Geldbeutel entsprechend quartieren wir uns zwei Sterne gehobener ein. Unsere Wahl fällt auf den Club Mar-y-Land, dort gelegen, wohin es uns zusammen mit Rüdiger und Birgit immer wieder an den Strand zog – an den Arenals, am Fuße der Mola, Formenteras Hochebene im Osten der Insel. Einen Victor wie im gibt Lago Dorado gibt es nicht. So schön unser kleiner Bungalow ist, den wir für uns alleine haben, so unpersönlich geht es in der Ferienanlage zu. An der Rezeption kümmert man sich gleich an mehreren Schaltern um das Wohl der Gäste, der Pool ist so groß wie drei größte Feigenbäume der Insel und der Speisesaal hat den Charme einer Bahnhofshalle – erbaut zur Abfertigung von Massen. Glücklicherweise buchten wir nur mit Frühstück.

Dem Ambiente entsprechend verstreichen zwei Wochen. Es geschieht kaum etwas, das in Erinnerung bleibt. Wir lesen viel, lassen uns vom abendlichen Animationsprogramm berieseln und tauchen selbstverständlich häufig genug ein in die Fluten. Erlebnisreiches oder Verrücktheiten? Mangelware. Cola Dosen aus dem Supermarkt in die Strandbar schmuggeln, um sie mit den Eiswürfeln der bezahlten Limo zu kühlen? Lächerlich. Ein gutes Gehalt lässt auch eine zweite oder dritte Runde über den Tresen zu. Roller beim Anfahren am Berg abwürgen? Geschichte. Die Knatterbüchsen der Mietflotten sind mittlerweile ausgestattet mit Automatikgetrieben. Spektakuläre Neuentdeckungen auf der Insel? Pustekuchen. Wir klappern die Orte ab, die wir vom ersten Mal kennen. Nahezu das Aufregendste: das Ausleihen eines Tretbootes. Am Strand chartern wir uns eines für eine Stunde. Zwei Rümpfe, auf der verbindenden Plattform zwei Sitze, vor diesen die Kurbelwelle mit den Pedalen, dazwischen das Ruder, dahinter eine kleine Liegefläche. Bei leichten Wogen stechen wir in See. Meine Gedanken schlagen Kapriolen. Strampelten wir ausreichend, in vierzig oder fünfzig Stunden wären wir in Afrika. Gut, bis zum spanischen Festland wäre es nur halb so weit, doch wer will sich schon zufrieden geben mit Kleinigkeiten. Think big, denke groß. Anstatt aber Tage später das Gefährt zurück zu geben, uns wortreich zu erklären und saftig nachzuzahlen, ziehen wir das Vehikel schon nach einer knappen halben Stunde wieder an Land, erhalten keine Pesete zurück und sind froh uns nicht rechtfertigen zu müssen, warum wir viel zu früh dran sind. Der Vermieter freut sich, gibt es ihm die Gelegenheit, den Kahn abermals zu Geld machen zu können, und Ute erst recht. Im sanften Auf und Ab der Wogen wurde sie seekrank und drohte grün im Gesicht anzulaufen. Blieb nur der geordnete Rückzug aus der Gefahrenzone.

Entspannter aber folgenreicher eine Begegnung am beziehungsweise im Pool. Dort lernen wir einen älteren Herren kennen. Zwei Dinge an ihm sind auffällig. Zum einen trägt er eine Badehose, die die Nieren nahezu ebenso bedeckt wie die Knie, zum anderen ist er ständig umgeben von Kindern. Wie unschwer festzustellen: er bringt den Knirpsen das Schwimmen bei. Wie erst im Gespräch in Erfahrung gebracht: er verkörpert die Schwimmschule Flipper. Fortan rattert das Kopfkino. Wir sind 27, stehen wirtschaftlich auf eigenen Beinen und fühlen uns langsam reif für unseren biologischen Auftrag. Wie wäre es, wenn beim nächsten Besuch der Insel es unser Nachwuchs ist der lernt, es den Fischen gleich zu tun?

1993

Drei Jahre verstreichen, bis wir unsere Füße zum dritten Mal auf formenterensischen Grund und Boden setzen. Um bei der Zahl Drei zu bleiben – wir bleiben eine entsprechende Anzahl Wochen und reisen mit entsprechender Anzahl Personen an. Neu dabei: Nick, unser Sohn. Mit einem Umzug von Dortmund nach Köln folgten wir nicht nur dem Lockruf des Geldes sondern stießen zudem offensichtlich auf fruchtbaren Boden. An seinem ersten Geburtstag gelangen unserem Zögling seine ersten Schritte auf Fuerteventura, mit gut anderthalb darf er am Arenals Strand seine Spuren im Sand hinterlassen. Unsere Unterkunft diesmal: das Hotel RIU La Mola. Gleiche Ecke wie das Mal zuvor, jedoch auf der gegenüber liegenden Straßenseite.

Der eine Stern mehr im Reiseprospekt ist unverkennbar. Zwar dürfte die Anzahl an Betten nicht geringer sein als im Quartier nebenan, das Personal läuft ebenso uniformiert herum, doch es herrscht ein anderes Flair. Der Umgang ist respektvoller und aufmerksamer. Man nimmt nicht nur unser Geld sondern zeigt sich ebenso interessiert an unserem Wohlergehen. Hier ein persönliches Wort, da eine Frage, ob alles in Ordnung sei oder ob es uns gut geht, und auch die Klientel scheint eine andere. Es geht gesitteter zu. Kein Geschiebe und Gedränge beim Buffet, braves Anstehen, wenn mal alle Rezeptionisten beschäftigt sind, kein Geschreie und Gerenne im Speisesaal, der dazu einlädt, die Mahlzeiten in Ruhe zu genießen. Geradezu luxuriös ein weiterer Service: wir benötigen keine eigenen Handtücher für Strand und Pool. Ganz nach Belieben können wir sie wechseln. Dass in zwei fünfgeschossigen Gebäuden sowie einigen Bungalows dazwischen wahrscheinlich um die sechshundert Gäste untergebracht sind? Sicher, zu übersehen sind die Bauwerke nicht doch schmiegen sie sich ebenso halbwegs harmonisch an den Hang wie sich die Leute unauffällig verteilen. Dass das Abendessen in zwei Schichten angeboten wird und Herren gebeten werden, in langen Hosen zu erscheinen? Nun ja. Der Preis, Abends mit dem Filius nicht erst auf Wanderschaft gehen zu müssen. Über das Essen selbst können wir uns nicht beklagen. Es ist abwechslungsreich, die Auswahl reichlich und es schmeckt vorzüglich.

Hochzufrieden sind wir gleichfalls mit unserem Refugium. Unser Zweizimmer Apartment befindet sich in einem der Bungalows, ist klimatisiert, hat eine Minibar beziehungsweise einen Kühlschrank sowie eine kleine Terrasse. Schauen wir schräg vorbei an dem mehrstöckigen Kasten in erster Reihe am Strand sehen wir sogar das Meer, ansonsten lockern Palmen und Sträucher das Bild zwischen den leicht versetzt angeordneten Häusern auf. Blick auf die Mülltonnen hinter dem Haus oder mitternächtliche Randale bei deren Leerung? Was uns die ersten Male im Lago Dorado senkrecht im Bett stehen ließ geschieht in dem Nobelschuppen diskreter.

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