1 ...6 7 8 10 11 12 ...30 >>O.K., dann bis morgen! <<, antwortete sein Arbeitskollege etwas verärgert, weil es schon wieder Probleme mit ihm gab, und trennte das Gespräch.
Dass er in der Herrenboutique „Herot“ auf der Zeil, der größten Geschäftsstraße in Frankfurt einkaufen wollte, konnte er ihm doch nicht sagen.
„Da kannst du armes Würstchen doch nicht einkaufen, mit deinen paar Cents“, die Du verdienst in deinem Beruf als Service Techniker, hätte er zu ihm gesagt und ihn ausgelacht.
So gegen 16:00 Uhr betrat er eines der nobelsten Herrengeschäfte, die es in der Frankfurter City gab.
Die Herrenboutique führte nur die besten Textilien!
Boss, Hermes und Armani, waren nur einige der besonderen Kleidungstücke, die sie in ihren gut dekorierten Schaufenstern ausgestellt hatten.
Mit seinem dunkelblauen abgetragenen Sakko und den etwas verwaschenen Jeans fiel Kai sofort auf, als er durch die Drehtür den feudalen Herrenladen betrat.
Die zwei Verkäuferrinnen der Herrenboutique, die ihn an Models auf einem Laufsteg in Paris erinnerten, schauten ihn verblüfft an, als sie seine verschlissene billige Kleidung sahen.
Was will der denn hier! Würden sie wohl denken, dachte Kai etwas beschämend und überlegte sich, ob er wohl doch nicht besser die Boutique verlassen sollte.
Die schwarzhaarige junge Verkäuferin, die in etwas an eine brasilianische Sambatänzerin in Rio de Janeiro erinnerte, kam eilig auf ihn zu.
>>Wir verkaufen nur an Boutique Klubmitglieder mit Kundenkarte<< ,lies sie ihn freundlich, bestimmend wissen um in los zu werden.
>>Ich zahle in bar! << , antworteteKai freundlich.
Sein Geld reicht noch nicht für ein Paar Socken in unserer Boutique! dachte sie, während sie ihn abwertend von oben bis unten noch einmal heimlich musterte.
Kai hatte sich ehe er in den Laden ging 7000 € zu einer Rolle gewickelt und in die Hosentasche gesteckt.
>>Reicht das nicht? << ,fragte er verärgert zynisch und zeigte der Verkäuferin beiläufig die Geldscheine.
>>Oh! Entschuldigen sie bitte! Sie wissen ja<< ,antwortete sie verlegen, nachdem sie den Bündel Euroscheine, gesehen hatte.
>>Möchten Sie einen Kaffee? <<, fragte plötzlich ihre charmante blondhaarige etwas jüngere gutaussehende Kollegin, die das Geschehen aus nächster Nähe beobachtet hatte.
>>Ja, gern! <<, antwortete Kai sofort siegesbewusst.
Lis die schwarzhaarige Dame mit einem abweisenden Blick stehen und ging auf attraktive, geschäftstüchtige Verkäuferin zu. Die beiden Boutique-Angestellten waren auf solche Situationen geschult eingearbeitet. Drohte das überraschend gute Geschäft zu platzen, sprang die Kollegin sofort ein. So hatte man eine neue Ausgangsposition, um doch noch einen erfolgreichen Geschäftsabschluss zu bekommen.
Kai kannte diese Strategie! In tagelangen Kundendienstschulungen, hatte man ihm das Verhalten gegenüber den Kunden beigebracht. Nur ging es bei ihm um Aufträge in Millionenhöhe.
>>Kommen Sie bitte, ich berate sie gerne! << ,lies die Verkäuferin ihn wissen und versuchte ihren unwiderstehlichen Charme, den sie besaß, für Ihren Verkauf einzusetzen.
Durch eine verglaste halbhohe Pendeltür, die auch als Spiegel geeignet war, führte sie ihn in ein kleines Nebenzimmer. >>Setzen Sie sich bitte! Ich bin Naomi, die Chefin der Boutique<< ,sagte sie selbstbewusst, während dem sie in Front zu ihm einen Kühlschrank öffnete und dabei in die Hocke ging.
Ihr kurzer schwarzer Minirock war jetzt weit hoch über die Oberschenkel ihrer langen schlanken Beine gerutscht, so dass man ihren aufreizenden Po, der nur mit einem roten knappen String bedeckt war, sehen konnte.
>>Möchten Sie Kaviar, oder lieber etwas Lachs mit Wachteleiern<< ,fragte sie und hielt in der reizvollen Stellung inne. >>Das dürfen Sie entscheiden<< ,antwortete Kai ganz verlegen und genoss den erotischen Einblick, den sie ihm freigab.
In dem schwarzen kurzen Lederrock und dem engen roten Pulli, durch den die Spitzen ihrer Brüste zu erkennen waren, sah sie frivol und verführerisch aus.
Vierundzwanzig Jahre, älter war sie nicht, schätzte Kai. Eilig nahm sie noch ein Champagner-Piccolo aus dem Kühlschrank, stand auf und kam auf ihn zu.
>>Jetzt habe ich es endlich<< ,meinte sie und setzte sich ihm gegenüber an einen kleinen runden Tisch, an dem drei ledergepolsterte Korbsessel standen.
An der Wand hingen Autogrammkarten von namhaften Prominenten aus der ganzen Welt.
Rod Stuart, Omar Sharif, Bruce Willis und Sportler wie Boris Becker, durften an ihrer prominenten Wand auch nicht fehlen. >>Waren sie alle schon da? <<, fragte er sehr interessiert, um einen Gesprächsstoff für ihre Unterhaltung zu finden.
>> Ja klar! bei uns verkehrt nur die nobelste Gesellschaft! << ,antwortete sie, sah ihm für ein paar Sekunden tief in die Augen und reichte ihm ein Glas Champagner, das nur zur Hälfte gefüllt war. Kai nahm ein kleines Stück Weißbrot, auf dem der rote Kaviar reichlich belegt war, und versuchte es.
>>Es schmeckt vorzüglich<< ,merkte er an genussvoll mit halb vollem Mund.
>>Prost! <<, erwiderte sie, während sie das Sektglas mit ihm anstieß.
Dabei kam sie so nah an ihn heran, dass er ihren Atem spüren konnte. Ein Hauch von prickelnder Erotik, ließ den Augenblick für beide zu einem Erlebnis werden.
>>Auf gute Geschäfte! <<, erwiderte er und trank das halbe Glas Champagner in einem Zug leer.
So hatte er noch nie eingekauft. Jetzt verstand er auch, das Shopping zu einem Erlebnis werden konnte, wenn man nur das notwendige Geld dazu hatte.
Naomi Kramer hatte es wieder einmal geschafft ihren Kunden auf einen guten Geschäftsabschluss vorzubereiten.
>>Möchten Sie noch ein Glas Champagner? Oder möchten Sie sich erst einmal unsere schicken Auslagen ansehen << ,fragte sie und lächelte ihn dabei charmant an.
>>Ich suche einen schicken Anzug für besondere Anlässe und eine Kombination<< ,legte er sich gleich fest, während sie aufstanden und zu den voll behangenen Kleiderständern gingen. >>Wir werden schon etwas Hübsches für Sie finden<< ,merkte sie an, und führte ihn durch die Boutique.
An alles hatte man in der noblen Boutique gedacht. Einkleidung von Kopf bis Fuß. Sogar Schuhe, Herrenschmuck und der dazu passende Binder lag für den Kunden bereit.
Vor den langen Reihen der Kleiderständer standen maßgefertigte Dekorationspuppen, die vollständig, fachgerecht bekleidet waren.
>>Dieser würde mir gefallen! <<, sagte Kai und zeigte auf eine der angezogenen dekorierten Puppen.
Es war ein dunkelbrauner Anzug mit silbernen Nadelstreifen durchzogen. Er war aus den edelsten Stoffen hergestellt. Was ihm sofort auffiel! Keines der Kleidungsstücke war mit Preisen ausgezeichnet. Es wäre eine Beleidigung für den Kunden gewesen ihn mit dem Preis vor dem Kauf der Ware zu beeinflussen. >>Geld hat man, oder? << ,sagte Naomi Kramer einmal zu einem ihrer Kunden, als er nach dem Preisschild fragte.
>>Ja, das könnte hinkommen! <<, meinte sie und schaute unter den Kragen der Jacke, die einer Puppe angezogen war.
Möchten Sie die Garderobe komplett? <<,
>>Wenn der Anzug passt<< ,erwiderte Kai und ging in eine der großen Umkleidekabinen, um sich auszuziehen.
In der Zwischenzeit stellten die beiden Verkäuferrinnen eine weitere komplette Garderobe für ihn zusammen.
>>Wie war ihr Name noch mal bitte? << ,fragte ihn Naomi Kramer, die unbemerkt herbeigeeilt war, um auf seine besonderen Wünsche einzugehen.
>>Sie können mich ruhig Kai nennen! <<, antwortete er laut aus der Ankleidekabine, so dass man es bis an die Kasse hören konnte. Da Kai den Vorhang nicht ganz zugezogen hatte, konnte sie seinen männlichen fast nackten makellosen Körper sehen. Nur einen dunkelblauen Slip hatte er noch an. Die Konturen seiner Männlichkeit waren für sie klar zu erkennen.
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