Karin E. Bell - Evelyn zwischen 55 und 60

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Evelyn zwischen 55 und 60: краткое содержание, описание и аннотация

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Evelyn schildert in kurzen Episoden ihren Alltag rund um Familie, Beruf, Freundschaften, Reisen und Hobbies sowie ihre Erfahrungen und Gedanken rund ums Älterwerden. Zeiten der Trauer werden beschrieben, aber auch Erlebnisse, die Mut machen und oft ihre komischen Seiten haben.
In Rückblenden lässt sie längst Vergangenes wieder aufleben: Was war gut? Und was nicht? Welche Ereignisse müssen, so schwer es auch fällt, als Teil des Lebens akzeptiert werden?
Evelyn möchte mit ihren Aufzeichnungen vermitteln, dass auch ein einfaches und unauffälliges Leben spannend genug sein kann.

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Es hatte wieder geschneit, und auf dem Schulhof wurde eine Schneeballschlacht veranstaltet. Mitten drin paradierte die Aufsichtsperson, und ausgerechnet die strenge Französischlehrerin, vor der ich mich sowieso etwas fürchtete, wurde versehentlich von mir mit einem Schneeball am Kopf getroffen. Voller Angst malte ich mir schon aus, welchen Ärger ich wohl bekommen würde. Sie zeterte wütend und mit rotem Kopf herum, doch obschon bestimmt einige Mitschüler meinen Treffer gesehen hatten, hat mich niemand verraten. Noch vieles mehr kann ich mir in Erinnerung rufen, und es bereitet großes Vergnügen, an längst vergangene Zeiten zu denken.

„Du kriegst immer mehr Schneid, je älter du wirst.“ meint Hannes am Abend, nachdem ich vom heutigen Ausflug und dem Besuch an meiner alten Adresse berichtet habe.

Mitte Oktober. Es ist Zeit für unseren fast alljährlichen Besuch der Parkanlage von Schloss Dyck in Aldenhoven/Bedburdyck. Doch vorher wollen wir auf einen Sprung zur nahe gelegenen großen Kastanienallee, denn jetzt ist genau die richtige Zeit für das Ernten von Esskastanien. Vor Jahren waren Hannes und ich mal hier, und jeder, der wollte, konnte sich der dunkelbraunen Früchte, mit dem hellgrauen Zipfel am spitzen Ende, bedienen. Inzwischen ist das Gelände weiträumig umzäunt, was aber dennoch kaum jemanden daran hindert, sich suchend unter den Bäumen umzusehen. Denn es gibt ein großes Loch im Zaun; ein bisschen klettern müssen die Leute zwar schon, aber es geht ganz gut. Immer schon lag ja ein besonderer Reiz darin, an verbotene Dinge heranzukommen. Auch Hannes hat Bedarf an Esskastanien. „Da haben wir ja den richtigen Tag erwischt“ freut er sich. Ich allerdings gucke lieber von außen den vielen Leuten zu, die emsig am Suchen und Aufheben sind.

Zwei Frauen in langen Röcken kommen heran, und fast schon entschuldigend guckt mich die ältere von ihnen einen kurzen Moment lang an. Als ich sie dann den Zaun überwinden sehe, gehen mir bald die Augen über. Durch das nicht zu vermeidende Rockanheben kommen nämlich ungewöhnliche Dessous zum Vorschein: Ein pumphosenartiges, rosafarbenes Unterwäschestück, welches mit dicken Gummiringen unterhalb der Knie festgehalten wird, wahrscheinlich damit nichts verrutscht. Die Frau schafft es, ihrer jüngeren Begleiterin nachzuklettern, ohne dass der Stoff irgendwo hängenbleibt. Da habe ich aber wieder was zu sehen gekriegt.

Hannes hat genug gesammelt, entleert seine prall gefüllten Jacken- und Hosentaschen in einen Karton im Auto, und wir fahren zum Schloss. Dort begeben wir uns auf einen Rundgang entlang des Wassergrabens. Es ist windstill und daher spiegeln sich das Mauerwerk des großen Schlosses sowie diverse Bäume in all ihren Herbstfarben aufs Schönste im Wasser. Rostrot, sattes Dunkelgelb, noch manches nur an den Rändern braun gewordene Grün, vielfach auch grün gesprenkelte gelbe Blätter, Braun in hellen und dunklen Schattierungen. Einfach schön. Und während wir in aller Ruhe gucken, bemerken wir Vogelstimmen unterschiedlichster Art, darunter noch nie gehörte Geräusche. Danach besuchen wir ein Café. Von unserem Platz aus betrachten wir das Schloss, und sowohl Hannes als auch ich sinnieren über längst vergangene Zeiten, über Rittertum und Kämpfe, über Burgfräulein und Minnegesang und all diese Dinge. Ganz still sitzen wir und lassen den Eindruck des imposanten Gebäudes auf uns wirken. Auf dem Rückweg werfen wir noch einmal einen Blick in den Wassergraben mit seinem bunten Laub, welches im Wasser schwimmt. Enten paddeln vorbei, ab und zu taucht ein Fisch an die Oberfläche, um sich einen Leckerbissen zu schnappen, eine Fliege vielleicht oder eine Mücke. Dieses schöne bunte Laub allerorten, dieses ganze Herbstgefühl – genau deshalb wollten wir hierhin.

Geplant war am letzten Oktobertag ein Besuch in der Kölner Südstadt, eigentlich zwecks Begutachtung all der verkleideten Menschen, die Halloween feiern wollen. Hannes und ich fahren in die Innenstadt, sehen aber keinen einzigen verkleideten Menschen und gehen in ein Lokal. Vor Jahren waren wir hier und hörten tolle Rockmusik aus den 70-er Jahren. Versuchen wir es also nochmal. Das Lokal ist dem Anlass entsprechend dekoriert, mit vielerlei Gerippen und Totenköpfen an den Wänden und der Decke. Wir sitzen, umgeben von blauem und rotem Licht, an einem der Seitentische und hören Musik. Schöne alte Titel wie „Days of Pearly Spencer“, „Heavens Door“ oder „Papa told it us“, aber auch diverse Genesis-Stücke wechseln sich ab. Nach und nach füllt sich das Lokal, und ich stelle fest: Die Gäste sind alle weitaus jünger als Hannes und ich, obwohl doch die Musik aus dem Jugendalter von 50- bis 60-Jährigen stammt; da müssten doch ein paar mehr Interessierte kommen, um zu hören.

An der Theke hocken zwei glatzköpfige Männer, deren wie blank polierte Schädel auf ungesunde Weise blau aussehen, des Lichteinfalls von oben wegen, was aber wiederum gerade deswegen sehr gut zu dem gruseligen Ambiente hier passt. Und vor ihnen, wie auf allen anderen Tischen auch, rote Grablichter. Zufällig und ungewollt, aber die perfekte Dekoration – die beiden Glatzköpfigen in Kombination mit den Lichtern. Dann endlich ein junges Mädchen, welches Halloween ernst nimmt und entsprechend gekleidet hereinkommt. Rot gefärbte Haare, die Augen stark mit blauem Lidstrich umrahmt, die Kleidung in gruftigem Schwarz, dazu einigen Silberschmuck. Und es sieht klasse aus.

Nach einer Weile wird uns klar, dass ein Konzert stattfinden wird. Vermutlich sind wir die einzigen hier, die das bisher nicht wussten. Bald gehts los. Eric-Clapton-Titel, Spencer-Davis-Group, Soul-Musik, schöne Sachen, die hier aufs Allerbeste gespielt werden – mit allem, was so eine Gitarre hergibt. Nicht zu vergessen das Schlagzeug dahinter. Ich merke, dass ich immer wieder lächeln muss, jedenfalls habe ich richtigen Spaß an der Musik.

Der Kellner bringt zwei neue Biere und ich frage:

„Wir sind vermutlich die Ältesten hier drin, oder?“

„Ja!“ Mehr ist dazu wohl nicht zu sagen. Besonders viel von den Halloween-Umtrieben auf den Straßen sehen wir zwar an diesem Abend nicht, dafür genießen wir das Überraschungskonzert umso mehr.

Britta und ihr Freund Robert, die uns kürzlich damit überrascht haben, dass sie heiraten wollen, kommen Anfang Dezember abends zu uns, um Brittas 25. zu feiern. Geldgeschenke und ein paar Kleinigkeiten zum Auspacken, wie meist. Sonst keine großen Überraschungen. Oder doch? Ich habe einen Ratgeber zum Thema Hochzeitsplanung erworben, dessen erstes Studium an diesem Abend zu einer Menge Gelächter führt, denn ein derart bombastisches Fest mit viel Firlefanz, wie die Autoren allen Ernstes vorschlagen, wird es ganz sicher nicht werden. In knapp fünf Monaten soll die Hochzeit sein, und nachdem Britta heftig in dem Büchlein herumgeblättert hat, fragt sie sich aber dennoch, wie sie bis dahin alles schaffen sollen. Auch eine „kleine Hochzeit“ hat einen gewissen Vorbereitungsbedarf. Wird schon werden. Wir alle freuen uns.

Es ist der 24. Dezember. Mit einem schönen Blumenstrauß, überwiegend rote Rosen, dazu weißes und grünes Dekogewächs, bin ich unterwegs zu meiner Mutter, wie üblich am Vormittag des Heiligabends. Als ich ankomme, gibt es für mich eine Überraschung, denn es hat Probleme gegeben. Schon vorgestern ist es ihr nach dem Essen übel geworden, sie musste sich übergeben. Für sie, die üblicherweise nur kerzengerade und äußerst vorsichtig geht, müssen es unangenehme Bewegungen gewesen sein. Alles tut ihr weh.

„Ich fühle mich, als hätte ich überall blaue Flecken.“

Seit vorgestern verbringt sie den Tag sitzend auf dem Sofa. Um abends ins Bett zu können, muss sie sich hin robben, jedenfalls beschreibt sie es so. Es ist einfach furchtbar. Was jetzt?

„Warum hast Du nicht angerufen?“ frage ich.

„Wenn ich die Büro-Telefonnummer gehabt hätte“ antwortet sie.

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