Sandra Kudernatsch - Pralinen unter Palmen

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Pralinen unter Palmen: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein humorvoller Anti-Liebeskummer-Roman auf den Seychellen
Kati Bauer ist glücklich verliebt, bis sie unglücklicherweise ihren Verlobten in flagranti mit ihrer besten Freundin erwischt. Da Liebeskummer nervt, beschließt sie kurzerhand, die gemeinsam geplante Traumreise auf die Seychellen allein anzutreten und ahnt nicht, dass die kommenden Tage zum größten Abenteuer ihres Lebens werden sollen: Pralinen, ein verrücktes Zimmermädchen und ein miesepetriger Fremder lassen keine Langeweile aufkommen.
Nichts heilt Liebeskummer besser als eine Auszeit im Paradies!

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Frank dagegen hörte still und regungslos zu.

Als ich erschöpft war vom vielen Erzählen, sackte ich auf dem Barhocker zusammen wie ein Häufchen Elend. So emotional ausgelaugt wie ich zu diesem Zeitpunkt war, wünschte ich mir nichts sehnlicher, als ins warme Bett zu kriechen, die Decke über mein rotes Haupt zu ziehen und nie wieder hervorzukommen.

Ich wollte keine Gesellschaft, bloß niemanden sehen, um dann erklären zu müssen, was geschehen war. Ich wollte meinen Kopf ausschalten, am liebsten alle Erinnerungen an Mike, unsere gemeinsame Zeit und das Gesehene löschen. Wo war ein Vampir, wenn man ihn brauchte? Sie konnten einen doch angeblich so verzaubern, dass man vergaß und ein herzschmerzfreies Leben führen konnte.

Oh verdammt, ich war verrückter als verrückt geworden.

Ich würde mein weiteres Leben allein mit sieben Katzen, wirrem Haar und Tena Lady im Schlüpfer verbringen, weil ich vor lauter Trauer inkontinent geworden war.

Mein Kopf war ein Trümmerhaufen, doch plötzlich unterbrach Frank mein Gedankenkarussell.

Mit ruhiger Stimme ließ er verlauten: „Weißt du, Mädchen, ich bin nicht besser als dein Freund. Ich habe meine Frau vor vielen Jahren mit einer Arbeitskollegin betrogen und nicht mal ein Fünkchen schlechtes Gewissen gehabt. Ich war mir sicher, dass sie es sowieso nie herausbekommen würde.“

Er lächelte.

Mich regte seine Erzählung bis jetzt nicht zum Lächeln an.

„Natürlich hat sie es herausgefunden, schlau wie sie ist.“ Er griff in seine Jackentasche und zog ein zerknittertes Schwarz-Weiß-Foto hervor, das er mir reichte. Es zeigte eine junge Brünette mit Dauerwelle und dickem Lidstrich. Seine Frau? Oder seine Geliebte?

„Sie war zutiefst verletzt und erst als sie die Scheidung einreichte, habe ich kapiert, was ich ihr angetan habe.“

Ich gab ihm die Fotografie zurück.

Er strich mit dem Zeigefinger liebevoll über das abgebildete Gesicht, bevor er das Bild vorsichtig wieder wegsteckte. Es handelte sich also um seine Frau.

„Ich habe ihr Zeit gelassen, sauer auf mich zu sein und danach mit allen Mitteln gekämpft. Blumen, Parfüm, Schmuck… das ganze Programm eben.“

Er machte eine wegwerfende Handbewegung und ich nickte als Zeichen, dass ich ihm folgen konnte. Was ich nicht tat.

„Und was soll ich sagen? Wir haben ein zweites Mal geheiratet. Und es hält. Bis heute.“

Er hob sein Glas und forderte mich zum Anstoßen auf.

Doch ich hob nur mühsam meinen schweren Kopf und schaute ihn verwirrt an. Er trank allein und lächelte, aber seine Augen wirkten abwesend. Ganz so, als ob er seine Geschichte, seinen Fehler, seinen Kampf und seinen Triumpf, erneut durchleben würde.

Sollte mir das Hoffnung geben? Mich aufbauen? Meine Gedanken beruhigen? Was wollte er mir damit erklären? Sollte ich mich nach der Story besser fühlen? Wenn das Franks Absicht war, war der Schuss ordentlich nach hinten los gegangen.

Doch als er sah, dass ich keinen Schimmer hatte, was er mir zu sagen versuchte, fuhr er mit fester Stimme fort: „Ich will nur sagen, dass es auch so ausgehen kann. Was du daraus machst, liegt allein bei dir. Entscheide aus dem Bauch heraus. Der Kopf ist oftmals zu stolz, um zu vergeben“.

Mit dieser Weisheit auf den Lippen zwinkerte Frank mir zu und stand auf. Mit Schal und Lederjacke in der Hand verabschiedete er sich mit einem kurzen Nicken von Kurti und ging.

Durch die geöffnete Kneipentür zog die kalte Nachtluft herein, aber ich nahm sie nicht wahr.

Frank hatte mir mehr als genug Gedankenfutter hinterlassen. Die Möglichkeit, Mike und Anna irgendwann zu vergeben, war mir nämlich noch gar nicht in den Sinn gekommen. Wollte ich das? Konnte ich das überhaupt?

„So Mädchen, ich werde jetzt dicht machen, was auch für dich heißt, dass es Zeit ist, zu gehen.“

Was? Nein, das konnte Kurti doch nicht machen? Wo sollte ich denn hingehen?

Ich rutschte langsam vom Barhocker, zuppelte mein Kleid gerade und streifte schwerfällig meinen Mantel über. Kurti weckte währenddessen die beiden Schlafenden, schaltete das Radio aus und kam zu mir zu Tür.

„Es wird schon werden, andere haben das auch überlebt. Du wirst sehen“, sagte er ernst. Und für die Dauer einer Sekunde glaubte ich ihm sogar. Mit seinen rot unterlaufenen Wangen und dem dicken Bauch wirkte er wahnsinnig vertrauensvoll. Ich war froh, in die Kneipe gekommen zu sein.

Nachdem Kurti die Verbliebenen abkassiert hatte und alle draußen waren, schaltete er das Licht aus und schloss die nun leere Kneipe ab, bevor er seines Weges ging.

Vermutlich hatte er keine Partnerin. Mir schien, als wäre Kurti mit seiner Kneipe verheiratet. Aber ich konnte mich auch irren. Vielleicht würde ich irgendwann wiederkommen und ihn genau das fragen.

28. Februar

Da stand ich nun planlos und unentschlossen mit hängenden Armen neben meinem Fahrrad.

Die Luft war klirrend kalt und klar. Der Himmel funkelte voller Sterne, keine Wolke trübte die Sicht.

Ich blickte erwartungsvoll nach oben, als ob dort irgendwo die Antworten auf alle Probleme zu finden wären. Aber es war vergebens. Ich bekam kein Zeichen. Ich wurde nicht erhellt. Mir wurde kein außerirdischer Helfer zugesandt.

Ich wünschte mir Herrn Nielsson herbei, aber den Affen hatte ich bei dem anderen Affen namens Mike zurückgelassen. Also ergab ich mich mit einem Schulterzucken meinem Schicksal und löste mein Fahrradschloss.

Ich schob einfach darauf los. Leicht betrunken, wie ich war, konnte ich nicht mehr fahren, dafür spürte ich aber auch die Kälte nicht auf meiner Haut und das Gedankenkarrussell hatte aufgehört, sich zu drehen. Mein Kopf war endlich angenehm leer.

Meine Füße trugen mich, ohne dass ich mir darüber im Klaren war, automatisch zum Haus meiner Eltern. Ich fummelte mit vor Kälte starren Fingern den Schlüssel für das Hoftor aus meiner Manteltasche. Erst beim dritten Versuch gelang es mir aufzuschließen. Ich ging einige Meter, bis ich schließlich vor der Haustür stehenblieb. Die Kraft hatte mich plötzlich verlassen und ich konnte es nicht über das Herz bringen, mich einzulassen. Meine Eltern schliefen und ich wollte ihnen doch keinen Kummer bereiten. Meine Geschichte nicht stotternd wiederholen und die grässlichen Bilder erneut vor Augen haben.

Im Schein des Bewegungsmelders betrachtete ich meine geringelten Kniestrümpfe und blieb ruhig stehen. Genauso stand ich auch noch dort, als das Licht bereits lange erloschen war.

Es mussten Stunden vergangen sein, denn im Flur ging irgendwann das Licht an.

Ich schrak aus dem Zustand innerer Ruhe auf. Plötzlich kam alles wieder hoch und Mikes nackter Hintern flimmerte in Zeitlupe vor meinem inneren Auge.

Ich musste die Geschichte dieses Mal meiner Familie erzählen. Hilfe in Form von alkoholischen Getränken konnte ich hier nicht erwarten.

Mit jeder weiteren Erwähnung würde das Geschehene greifbarer werden und ich damit verzweifelter, oder? Mein Traum von einer heilen Welt, meine Pläne für die Zukunft, alles war geplatzt. Einfach so. Innerhalb einer langen Schrecksekunde. Alles, wofür ich die vergangenen Jahre gearbeitet hatte und alles, worauf ich mich gefreut hatte, war für nichts und wieder nichts.

Meine Eltern würden sich um mich sorgen, dabei hatten sie sich für mein Glück wirklich gefreut. Nichts würde mich jetzt tiefer deprimieren als die Schonbehandlung, die sie mir fortan zuteilwerden werden lassen würden.

Gerade als ich im Begriff war, mich umzudrehen und lieber wieder zu gehen, öffnete sich die Haustür und meine Mutter trat heraus. Unter ihrer dicken Winterjacke trug sie den dunkelblauen Hosenanzug, in den sie, seit ich denken konnte, tagtäglich für den Job bei der Bank schlüpfte.

Durch ihre Bewegung sprang das Außenlicht an und tauchte mich und mein Pippi-Langstrumpf-Outfit in gleißendes Licht.

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