Marie Madeleine - Der rote Champion

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Im historischen Liebesroman «Der rote Champion» geht es um eine Liebesgeschichte. Gelegentlich streut die Autorin auch Kritik ein am Snobismus ihrer gutbetuchten Zeitgenossen – wobei sie selbst zu diesen Kreisen zählte, nachdem sie im Alter von 19 Jahren den 35 Jahre älteren General Georg Ludwig Baron von Puttkamer geheiratet hatte.

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»Gott … ja … wovon soll man denn nun eigentlich sprechen?«

»Nun es gibt doch gerade genug nette Sachen, Herr von Borndorf. Literatur zum Beispiel … und Kunst, ...und … die Liebe…«

»Liebe ist nichts für die Rennsaison,« sagte der kleine Ulan nachdenklich; »das ist doch eigentlich so mehr für den Winter, für Bälle und so.« Und dann, während sein Gesicht freudig aufleuchtete, in dem Bewusstsein, nun endlich einen passenden Gesprächsstoff gefunden zu haben: —»nicht wahr, wir tanzen diesen Winter recht oft zusammen, gnädiges Fräulein?«

»Doch nicht erst im Winter,« erwiderte Alice entrüstet, »heut’ Abend ist doch Reunion.«

»Ach so ja, die Reunion, nun ich wollte eigentlich gar nicht hingehen,« klang es zögernd zurück. Sie antwortete nicht. Sie sah ihn nur an. — Und unter dem stummen Banne ihrer Augen fügte er langsam hinzu: »Aber … wenn Sie gehen….«

Sie sah ihn selig an. Zu ihrem Leidwesen störte das Herantreten ihrer Verwandten den kaum erst begonnenen Flirt.

In der Begleitung der Dahlwegs befand sich Graf Balz, welcher soeben seine neue Stute probiert und von dem Resultat nicht gerade entzückt war. Er behauptete, dass nur ein gutes Frühstück imstande sei, ihn über den schlechten Ankauf zu trösten. »Frühstücken wir doch möglichst plötzlich,« schlug er vor.

Alice stimmte eifrig bei, doch Thea erklärte, sie müsste noch mindestens 20 Minuten die Leistungen ihrer beiden Pferde beaugenscheinigen, welche eben unter zwei Boys vorüberkanterten.

Borndorf setzte umständlich auseinander, dass auch er noch an die Bahn gefesselt sei, indem er noch ,Paradiesvogel’ und ,Charmeuse’ zu reiten hätte. Er wollte sich anschicken, die Familiengeschichte dieser zwei höchst interessanten Gäule auseinanderzusetzen, fand jedoch bei den andern wenig Gegenliebe.

»Wie lange haben Sie denn noch zu tun?« fragte ihn Alice, »doch höchstens noch eine halbe Stunde … Nein? Noch länger? Aber nachher frühstücken Sie doch auch auf der Terrasse vom Imperial?«

»Ja.«

»Nun denn also, nachher auf Wiedersehen,« sagte Dahlweg, indem er den Arm seiner Nichte in den seinen legte. Es wurde verabredet, dass Graf Balz mit Thea möglichst bald nachkommen sollte.

Dahlweg und Alice entfernten sich langsam. Nachdem sie eine Weile lang stumm nebeneinander hingeschritten, begann der Onkel eine kleine Strafpredigt.

»Hör’ mal, Alice, ich mische mich ungern in die Angelegenheiten Verwandter, aber einen guten Rat kann ich als alter Mann —«

»Aber du bist ja gar kein alter Mann,« unterbrach sie.

Dahlweg lächelte geschmeichelt, fuhr aber doch in seinem Sermon fort. »Sieh mal, für ein junges Mädchen ist es wirklich nicht passend, so auffallend liebenswürdig zu einem Herrn zu sein, wie du zu Borndorf.«

Alice schwieg nachdenklich. Dann aber sagte sie: »Die Herren reden doch immer von Hilfen, die sie den Pferden geben müssen. Warum soll denn einem Leutnant nicht auch einmal eine kleine Aufmunterung zuteilwerden? Bei seinem Charakter hat er das ja so nötig!«

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IV. Kapitel

Das Frühstück war weniger animiert verlaufen, als Alice gehofft.

Borndorf war spät gekommen, war ermüdet und schweigsam.

Kaum, dass er eine Tasse Tee getrunken, äußerte er schon die Absicht fortzugehen, »um ein Dampfbad zu nehmen.«

»Bei der Hitze!« rief Alice erstaunt.

»Na ja, — um leichter zu werden; ein Pfund schwitze ich mir bestimmt ab.«

Thea zog die Augenbrauen hoch; ihr sagte dieser Gesprächsstoff entschieden nicht zu.

Alice aber ließ sich — naiv und temperamentvoll wie immer — in eine längere Debatte über Schwitzbäder ein. »Es soll ja sehr gesund sein und auch gut für Abmagern, aber Sie sind doch sowieso schon so schlank,« — ihr Blick streifte dabei zärtlich sein knabenhaftes Figürchen.

»Na, man kann nie dünn genug sein, gnädiges Fräulein. Jedes halbe Kilo, was man verliert, ist Gold wert. Ich nehme mich ja mit dem Essen schon so in Acht und mit dem Trinken auch, aber das genügt alles nicht. Schwitzen muss man doch; das bleibt schon das Beste.«

Mit dieser hygienischen Schlussbemerkung war er gegangen.

»Er nimmt’s wirklich ernst mit seinem Rennreiterberuf,« meinte Dahlweg, ihm nachblickend.

»Ja, er übertreibt es sogar,« entgegnete Balz, »ich bin doch wirklich kein Diensthuber, aber was zu viel ist, ist zu viel; dabei muss der Dienst leiden. Sehen Sie, Borndorf sprach ja selbst erst davon: Heute Nachmittag reitet er drei Rennen, Dienstag reitet er in Hamm, Donnerstag in Magdeburg, nächste Woche in Harzburg und in Karlshorst. Er ist doch wahrhaftig mehr auf den Rennplätzen als im Regiment. Na, so lange Prinz Hohenast Kommandeur ist, kann er es sich leisten; wenn nächstens ein anderer das Regiment bekommt, dann wird es wohl Schwierigkeiten geben.«

»Auch das noch,« klagte Alice, »Borndorf hat es so schon schwer; immer zu nachtschlafender Zeit aufstehen, und die vielen Pferde reiten und alle die Reisen kreuz und quer durch Deutschland, — nein, wirklich, das muss ihm ja schaden.«

»Er überanstrengt sich wohl wirklich,« mischte sich Thea ins Gespräch.

»Und die ewige Lebensgefahr,« fuhr Alice fort, deren Redestrom, wenn sie einmal begonnen, nicht so leicht zu unterbrechen war, »er riskiert doch jedes Mal, sich alle Glieder zu brechen. Was hat er denn schließlich von der ganzen Geschichte? Höchstens, dass er noch so eine furchtbare Glasbowle bekommt wie neulich beim Totalisator-Jagdrennen oder vielleicht wieder eine bronzene Kamingarnitur; sechs hat er schon, und einen Kamin hat er nicht!«

»Aber ich bitte dich,« rief Thea entrüstet, »was redest du da! Man reitet doch nicht um die Preise, sondern um die Ehre! Ich kann mir überhaupt nichts Schöneres denken, als so über den grünen Rasen zu galoppieren, im heißen Wettstreit mit den Kameraden, jeder Nerv gespannt bis zum Zerreißen in fieberhaftem Verlangen nach Sieg. Wenn ich ein Mann wäre, ich wüsste mir keinen schöneren Beruf.«

»Aber die vielen Unbequemlichkeiten,« warf Alice ein. Und Graf Balz stimmte ihr wie gewöhnlich zu, indem er, zu Thea gewendet, sagte: »Ja! Komtess, die Unbequemlichkeiten — dass man in der Gefahr einen Reiz erblickt, ist ja möglich, aber die Unbequemlichkeiten, diese täglichen kleinen Entbehrungen —.«

»Aber in denen steckt ja gerade der sittliche Wert,« unterbrach Thea, »natürlich ist es leichter, sich einmal für ein paar Augenblicke in kühnem Entschluss zusammenzuraffen, als mit eiserner Konsequenz sich lange Zeit hindurch straff im Zügel zu halten, — alle die vielen Kleinigkeiten, nicht alles zu essen, was einem schmeckt; sich im Trinken beständig Maß aufzulegen, zu Bett zu gehen, wenn man noch lieber aufbleiben möchte und aufstehen, wenn man noch gern weiterschlafen will, — dazu gehört Charakter!«

»Nun hör’ mal einer mein Töchterchen an,« lächelte Graf Dahlweg.

»Moralphilosophie der Rennbahn,« murmelte Balz.

»Ach, Philosophie ist immer langweilig,« rief Alice. »Und die Rennen sind meistens auch nicht sehr amüsant! Ich wollte es wäre Abend!« —

Und endlich war der Abend da. Es war nicht gerade eine sehr illustre Gesellschaft, die sich in dem kleinen Saale des Kurhauses zusammengefunden hatte.

Eine Menge der Spießbürgerfamilien, welche für die Sommerferien in diesem kleinen thüringischen Badeort weilten, saßen, festlich aufgeputzt an den Wänden des Saales und schauten mit unverhohlener Neugierde und heimlicher Bewunderung auf die paar Dutzend ›Rennleute‹, die sich im gleichen Raume befanden. Die Leute vom Turf glichen einer Phalanx, und die Mauer, die sie umgab, war — wenn auch unsichtbar — doch unübersteiglich. Die Spitze der Formation bildete der immer noch schöne Oberst von Herzogheim. Er gab seine Feldherrnstellung, die ihm viele bewundernde Blicke von Seiten des schönen Geschlechts eintrug, sehr plötzlich auf, um sich mit einer der jüngsten jungen Damen im Walzer zu wiegen, und mit der leichten Blasiertheit, die Kennzeichen der modernen Jugend ist, folgten die Kronprinz-Husaren dem Beispiel ihres Kommandeurs.

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