Marie Madeleine - Der rote Champion

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Im historischen Liebesroman «Der rote Champion» geht es um eine Liebesgeschichte. Gelegentlich streut die Autorin auch Kritik ein am Snobismus ihrer gutbetuchten Zeitgenossen – wobei sie selbst zu diesen Kreisen zählte, nachdem sie im Alter von 19 Jahren den 35 Jahre älteren General Georg Ludwig Baron von Puttkamer geheiratet hatte.

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Jedenfalls nach einigen Jahren kam die Geschichte zum Klappen. Hof schoss sich mit einem Vetter seiner Frau, einem ganz jungen Kerl von den Kronprinzhusaren. Es war wohl weniger Absicht von dem kleinen Husaren als ein unglücklicher Zufall: — der Ehemann bekam eine Kugel in die Lunge und war in zwei Minuten tot. Schade! Hof war ein reizend netter Mensch.

Na, — was die Frau anbetrifft, so weiß man nicht, was aus ihr geworden ist. Sie ging nach Amerika, nachdem die Verwandten ihres Mannes ihr das einzige Kind korrekterweise weggenommen.

Dies Kind, der rote Champion, war damals höchstens fünf Jahre alt und verstand noch nichts von dieser schauderhaften Geschichte. Aber er hat sie wohl früh genug verstehen gelernt, — viel zu früh —

Und ich glaube, das hat den schlimmen Einfluss auf sein Leben gehabt. Wenn ein Mensch seine eigene Mutter verachten muss —«

Graf Dahlweg unterbrach sich.

Er hatte zu bemerken geglaubt, dass eine purpurne Röte in dem Gesicht seiner Tochter aufflammte.

Sollte sie etwas von seiner Erzählung gehört haben?

Aber nein! Sie war sicher viel zu wohlerzogen, um einem Gespräche zu lauschen, das nicht für ihre Ohren bestimmt war.

Und ihre Stimme klang so kühl wie immer, als sie ihrem Vater Gute Nacht sagte.

»Also um fünf gehen wir zur Morgenarbeit auf die Bahn. Ich werde bestellen, dass man dich um vier Uhr weckt, Papa.« —

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III. Kapitel

Alice hatte noch ein paar Minuten lang von Borndorf phantasiert und war dann eingeschlafen.

Thea aber lag schlaflos in den Kissen und schaute durch das offene Fenster hinaus in die Mondnacht, die alles in Silberschein hüllte. Sie dachte an den roten Champion, an seine kalten Augen und an seine harte Stimme, an die tolle und sieghafte Art, mit welcher er heute das Rennen gewonnen hatte. Sie dachte an die Geschichte, welche ihr Vater heute dem Vetter Meerenburg erzählt hatte.

O, gewiss war es die schwere Sünde seiner Mutter gewesen, die den Freiherrn von Hof zu dem gemacht, was er war: zu einem Manne, dem nichts heilig war im Himmel und auf Erden! — Und plötzlich musste Thea an die Sage vom armen Heinrich denken, an jenen tapferen Ritter von der Aue, dem der Aussatz am Leben fraß. Nur durch den freiwilligen Opfertod einer reinen Jungfrau konnte er gerettet werden, nur durch ein Wunder. Und das Wunder kam, und die Liebe, die stärker ist als der Tod, heilte ihn von seinen Wunden und Schwären.

So wie der Aussatz am Körper des kranken Heinrich fraß, so fraß er an der Seele des roten Freiherrn.

Und diese arme Seele war so wund, war so voll böser Krankheit und Gebresten! Sollte nicht auch hier die Liebe das Wunder der Heilung vollbringen können? Theas Körper erschauerte in einem heißen Gefühl von Mitleid, von Opfersehnsucht, — von Liebe. —

Sie schlief nicht viel in dieser Nacht. Als die ersten Strahlen der Morgensonne durch das Fenster leuchteten, war sie schon vollkommen zum Ausgehen angekleidet.

»Lange warte ich wirklich nicht mehr,« erklärte sie strafend ihrer Cousine, welche sich nicht entschließen konnte, aufzustehen. Sie gähnte unaufhörlich und machte Thea Vorwürfe, dass sie sie aufgeweckt. »Ich träumte gerade so etwas Schönes von Borndorf,« schmollte sie.

»Aber du wirst ihn ja gleich in Wirklichkeit sehen, Alice; mach’ dich doch endlich fertig; wir sollen um 5 Uhr auf der Bahn sein und es ist schon halb.«

»Du sollst sehen, wir kommen noch zur Zeit, — wenn ich erst anfange, geht es wie der Blitz!«

Und Alice behielt Recht. Mit dem Schlage 5 Uhr betrat Graf Dahlweg mit seinen Damen die Rennbahn.

Die Morgensonne, die nur leuchtete und noch nicht brannte, übergoss das Gelände mit Strömen matt goldenen Lichtes. Über der am Tage so dürren Grasnarbe lag der feuchte, blitzende Schleier des Morgentaues. Der kleine See, links vom Torbeger Bogen, glänzte wie ein geschliffener Saphir; die fernen Höhenzüge mit ihren dunklen Riesentannen zeichneten sich in schwarzen zackigen Linien von dem hellen Blau des Himmels ab und gaben einen seltsam ernsten Rahmen für das in Sonnengold und Himmelsbläue getauchte Morgenbild.

»Wieviel hübscher es hier doch jetzt ist, als zum Rennen,« sagte die Gräfin Thea, »wie schön diese großen, ruhigen Flächen aussehen ohne die schwatzende, lärmende Menge. Und die wundervolle Frische in der Luft; sieh mal, wie die Gäule wittern.«

Dabei wies sie auf einen Trupp Pferde, welche, bandagiert und deckenverhüllt, von winzigen Stalljungen im langsamen Tempo um die Bahn geritten wurden.

»Ah, sieh mal, da kommt ‘Ach was’,« jubelte Alice.

»Seit wann erkennst du die Pferde auf so weite Entfernungen?« spottete Graf Dahlweg.

»Sie hat wohl auch weniger den Gaul erkannt, als den Dress des Reiters,« konstatierte Thea; »blauseidene Blusenhemden trägt zur Morgenarbeit doch bloß einer.«

Borndorf hatte sich inzwischen in scharfem Trabe genähert. Er winkte einem der herumstehenden Boys, welcher ‘Ach was’ beim Zügel ergriff, während sich der kleine Ulan blitzschnell aus dem Sattel schwang.

Er sah knabenhaft jung aus in seinen weißledernen breeches , dem hellblauseidenen Blusenhemd mit dem hohen weißen Stehkragen und der grauen Jockeymütze auf dem lockigen Haar. Alice fand innerlich, »er sehe so süß aus, wie noch nie,« und dieser Gedanke rief ein verlegen zärtliches Gefühl in ihr hervor, welches es ihr schwer machte, den fachmännischen Ausführungen ihres Ideals mit ungeteilter Aufmerksamkeit zu lauschen.

Borndorf aber war ganz bei der Sache; höchst interessiert wies er auf einen großen Braunen, der eben im kurzen Galopp sein schönes Gangwerk präsentierte.

»Sehen Sie, gnädiges Fräulein, das ist ,Kurd’; das ist der Favorit für den Damenpreis. Über seinen speed ist gar kein Zweifel; ob er genug Stehvermögen hat, weiß ich noch nicht. Na, wir werden ja sehn.«

»Aber ich bitte Sie,« mischte sich die Gräfin Thea ins Gespräch, »woher denn dieser Zweifel? ,Kurd’ hat im vorigen Jahre über lange Strecken Pferde wie ,Prinz’ und ,Gouverneur’ geschlagen; heute kommen noch recht gute Gewichtsverhältnisse hinzu, und außerdem, wem geben Sie denn im Damenpreis noch eine Chance?«

»Vielleicht ,Lad’?« fragte Borndorf.

»Glaube ich nicht,« sagte Thea nachdrücklich. »Der hat nach dem Sieg im Kronprinzrennen seine Form nie wieder bestätigt, und sein Erfolg damals hat wohl an der Maidenerlaubnis gelegen; denken Sie, was er damals von den anderen Pferden für Gewicht bekommen hat.«

»Das ist immerhin möglich. Eigentlich großartig, wie Sie Bescheid wissen, Gräfin,« bewunderte der kleine Ulan.

»Könnt ihr denn nicht endlich einmal von etwas anderem sprechen?« fragte Alice ärgerlich.

»Du Sportslady ,« neckte Thea, »na du kannst dich ja jetzt mit Borndorf von interessanteren Sachen unterhalten; ich muss ’rüber zu Johns,« — sie wies auf den dicken, kleinen Trainer, welcher in einiger Entfernung auftauchte, »bitte komm mit, Papa.« —

Sie legte ihren Arm in den ihres Vaters und ging dem Trainer entgegen.

Borndorf und Alice blieben allein. »Sie sprechen immer über Pferde — und immer mit Thea,« schmollte Alice. »Es ist wirklich bemerkenswert, was die Komtess für Pferdeverstand hat,« lautete Borndorfs Entgegnung, »was sie da vorhin über ,Lad’ sagte, war gar nicht so ohne. Vielleicht war es wirklich die Maidenerlaubnis. Je mehr ich darüber nachdenke —.«

»Aber wollen wir denn nun nicht einmal wirklich von etwas anderem sprechen, Herr von Borndorf?« Ihr hübsches Gesichtchen hatte einen so ärgerlichen Ausdruck angenommen, dass der kleine Ulan von Herzen gern ihren Wunsch erfüllt hätte. Sein Geist machte verzweifelte Anstrengungen, einen Gesprächsstoff zu finden, welcher ihr möglicherweise zusagen konnte. Aber es war vergebens. Sein Gehirn war gleich einem Rennkalender oder einer Sportzeitung, in welcher von Pferdenamen, Pferdestammbäumen, Pferderennen und Pferdezucht die Rede ist. Und als er verzweifelt in die Runde blickte, um vielleicht von außen eine Anregung zu empfangen, waren es wiederum nur Pferde, die ihm vors Auge traten.

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